Hier ging kürzlich ein Thread zum Akkuwechsel in einer Oral-B Zahnbürste durch. Ich schrieb dazu, dass bei mir in der Regel alles andere außer dem Akku afgäbe.
Aktueller Fall: Rasierer Braun 5748 (alte Serie 5). Rupfte beim Rasieren, der Scherkopf war unschuldig. Viel Spiel vom Nüpsel für den Messerantreib spürbar, also lautete meine Diagnose: Antriebseinheit verschlissen.
Gut, das Gerät hat sein Alter errreicht, der Ruhestand sei ihm gegönnt, aber es gibt keinen Ersatz mehr. haltet mich für altmodisch, aber ein ausschiebbarer Langhaarschneider ist Pflicht. Und ich gebe, nach deutschem Geld) nicht > 1000DM aus für einen überkandidelten Series 9
Ende vom Lied: Für knapp unter 40 Fragezeichen gab es eine nigelnagelneue Motorunit. Der Kopfteil ist jetzt silbern und nicht schwarz, das ist mir egal. Ein Russe zeigt auf Youtube wie man bei dem Gerät den Akku wechselt, also den Rasierer in seine Einzelteile zerlegt und wieder zusammenbaut. Das Dingen schnurrt wieder. Auf die nächsten 10 Jahre :-)
Ach ja: Der Akku ist nach wie vor völlig okay, der tut noch mehr als ausreichend. Übrigens habe ich noch einige 18650-Li-Akkuzellen, die ich mal vor rund 20 Jahren aus defekten Notebookakkus ausgebaut habe. Für meine Kopflampe (2 x 18650 parallel) tun die es immer noch
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V
Volker Bartheld
Wenn Du damit sagen willst, dass
- der Braun 5748 einen Lithiumakku drinnen hat,
- Lithiumakkus namhafter Hersteller viel länger halten als ihr Ruf,
- Braun in der Zeit, wo die Marke noch nicht von Oral-B kaputtoptimiert wurde, einigermaßen innovative, brauchbare und langlebige Produkte produziert hat,
- man für Deinen Rasierer noch Antriebseinheiten für unter 30€ bekommt *) - wobei erst bewiesen werden müsste, ob das Originalteile oder Nachbauten sind,
- die NiMH-Akkus von Braun/Oral-B-Zahnbürsten unnötig klein und Scheiße sind,
sind wir ganz einer Meinung.
Meine 2Ah-Eneloop-Redneck-Reparatur der Oral-B Pro 790 hat übrigens den Anfang der Badewannenkurve bereits überstanden, etwa 10-14 Tage regelmäßiges Zähneputzen - in Summe etwa 60 Minuten Betriebsdauer - sind locker drin.
Das würde bedeuten, dass der schwindsüchtige Motor fast 2A zieht, oder dass der (Ent)Ladekontrollchip in der Zahnbürste ebenfalls Scheiße ist. Ich tendiere zu Letzterem. Egal. Alles besser als sich mit teuren Nachfolgern oder beschissenen Alternativen zu beschäftigen.
Grüße, Volker,
der keinen Kombirasierer braucht, weil er sich einen Panasonic ER 1611 leisten konnte. Der taugt auch bestens zum Haare schneiden.
*)
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R
Ralph Aichinger
"einigermaßen innovative"? Braun hat Geräte designt, von denen Jony Ive bei Apple noch 50 Jahre später sich hat "inspirieren" lassen können.
Ewig schade um die Firma.
/ralph
V
Volker Bartheld
Ich bin kein ausgesprochener Freund von Jubel-Superlativen und verklärter Nostalgie. Die mir bekannten Produkte von Braun aus der Zeit, bevor das eine Marke von Procter & Gamble bzw. De’Longhi wurde, waren schon ganz OK.
Den zerbröselten Deckel meines MX 32 muss ich wohl selber drucken.
Jo mei. KTM hat einst auch keine zu schlechten Moppeds gebaut. Und Grundig...
Grüße, Volker
B
Bernd Laengerich
Am 05.09.2025 um 10:26 schrieb Volker Bartheld:
Hätte Max doch Löten gelernt...
GRUNDIG: Gerät Richtig Umfassend Nachlöten, Dann Isses Gut
Bernd
A
Andreas Bockelmann
Volker Bartheld schrieb: nn Du damit sagen willst, dass
Zu Antriebseinheit: 40, niht 30 Euro, made in China, aber origoinal Braun Service Part.
Und ja, die Übenahme durch Gillette war der Qualität nicht förderlich. Wir kennen ja die Geschichte um King Camp Gillette und seiner Suche nach einer Erindung, die jeder braucht und, wegwirft nur neu kauft.
Inkl. Versand sind wir dann knapp unter meinem Preis über den Amazon Marketplace, danke für den Link.
A
Andreas Bockelmann
Bernd Laengerich schrieb:
Es hatte schon seine Gründe, warum der Max mit Bausätzen begonnen hat
An"duck&weg"dreas
E
Eric Bruecklmeier
Am 05.09.2025 um 10:38 schrieb Bernd Laengerich:
Außen: Pfundig - Innen: Grundig...
V
Volker Bartheld
Haha. Erinnert mich an diese Aussage eines ortsansässigen Elektro(!)meister(!)betriebs zur Montage eines LED-Flexbandes, ich zitiere wörtlich:
"Hallo,
Wichtig: Wir möchten Sie bitten auf unserer Seite keine einzige Lötstelle einzuplanen
Möchten auf keinen Fall löten
Beste Grüße Geschäftsführer"
Sie wollten das LED-Band dann nicht nur nicht löten, sondern die Klebestelle auch nicht vorher reinigen. Spiritus, Bremsenreiniger, Aceton wurde angeboten. Zum sich dann nach wenigen Wochen wieder ablösende Band hatte ebendieser Geschäftsführer die Chuzpe folgender Mängelrüge gegenüber dem Lieferanten des Bandes:
"Sehr geehrter Herr *,
anbei schreibe ich Ihnen bezgl. der von Ihnen gelieferten LED Küchen Beleuchtung.
Leider ist die Qualität des gelieferten LED Bandes, wie von Frau * dokumentiert nicht zufriedenstellend.
Eine vorherige Oberflächenreinigung bei der Schiene wurde dementsprechend vorgenommen, nur leider fängt die Klebehaftung des Bandes schon nach ein paar Tagen an sich zu lösen.
Können Sie uns hierzu bitte eine Lösung vorschlagen? Besten Dank Ihnen im Voraus, Geschäftsführer"
Also nicht nur dumm und faul, sondern auch noch verlogen. Die Kopfwäsche seitens des Lieferanten erfolgte prompt:
"Das Profil ist wie auf den Bildern erkennbar weiß pulverbeschichtet. Auf Pulverbeschichtung hält grundsätzlich kein Klebestreifen besonders gut, ohne dass die Oberfläche vorbehandelt wird.
Wir verwenden ein 300 LSE Klebeband von 3M, welches grundlegend die Eigenschaft einer besseren Klebehaftung hat, jedoch auch dieses hält ohne Anrauen der Oberfläche nicht auf pulverbeschichteten Profilen. Daher empfehlen wir hier, einen Primer zu nutzen, um die Oberfläche vorzubehandeln. Zusätzlich wären punktuelle seitliche Fixierungen mit einem Montagekleber eventuell sinnvoll, sofern diese Klebepunkte dann nicht über die LEDs geraten.
Desweiteren hat * berichtet, dass sie bei der Montage in der Küche dabei war und der LED-Streifen häufiger entfernt und wieder angeklebt wurde und dadurch kann das Klebeband natürlich auch gar nicht mehr halten."
Übrigens habe ich höchstselbst 300 LSE von 3M auf pulverbeschichteten, eloxierten, naturbelassenen Alu-Profilen, Glas, Keramik, Polystyrol und auch Polycarbonat schon erfolgreich montiert. Ein bisserl Heißluftföhn und das Zeugs hält Bombe. Kannst einen Elefanten dran aufhängen.
Aber es geht noch weiter, "the gift that keeps on giving", wie man so schön sagt: Das sich ablösende Band wurde nach einigem Hin und Her nachgebessert. Mit... *trommelwirbel*
... reichlich Cyanoacrylat aka. "Sekundenkleber".
Cyanoacrylat auf einen Klebefilm aus weichen Acrylatpolymeren (also was letztlich bei 3M VHB klebt) träufeln, ist halt nicht... *ähm* "ideal". Über VOC, Fogging, Wärmeübergang, Wärmeausdehnung, Degradation von Leiterbahnen, Leuchtstoffen und Kunststoffabdeckungen, usw. reden wir lieber nicht.
Das LED-Band tat der Hauseigentümerin dann aber den Gefallen, verfärbte sich in Bälde bräunlich und ist teilweise ausgefallen. Von irgendwas müssen Rechtsanwälte ja leben.
Irgendwas ist ja immer. "Kick Ten Minutes" ist übrigens eine Urbane Legende, die auf der Tatsache nicht 100% dicht schließender Benzinhähne von Mikuni begründet ist. Wie bei Brembo und Magura auch hat sich der Zulieferer angesichts der KTM- Preispolitik eben gedacht "You get what you pay for!" und das geringstmögliche Maß an Qualität geliefert, das gerade noch so eben dem Pflichtenheft entsprach.
Ergo tröpfelt der Sprit *) langsam aber beständig in die Schwimmerkammer (Dellorto-Vergaser kann man nicht einmal simpel entleeren), wird nach Wochen bis Monaten schal und dann startet das Murl eben unwillig.
Volker
*) ... aus der PE-HD-Hohlform eines bekannten Gießkannenherstellers...
F
Frank Scheffski
Andreas Bockelmann schrieb am Fri, 5 Sep 2025 09:27:14 +0200:
Ich schrub es hier vermutlich schon mal, aber egal. Die hundealten Li-Ion der ersten Generation waren nicht totzukriegen. Ich erbte vor ganz ganz langer Zeit mal ein rotes S10D Active (Das erste Mobiltelefon mit (3-)farbigem Display). Der Akku war derart tiefentladen, daß er keinen Strom mehr annahm. Nach Notstart mit strombegrenzter erhöhter Spannung direkt an den Kontakten kam er wieder ans Leben. Heuer, nach über 20 Jahren, lebt das Teil immer noch und hält für eine knappe Woche die Ladung. Halt ohne SIM, weil da müssen 5V SIM rein...
Das Prinzip "verbesserte Rezeptur" hat über die Jahre auch hier zugeschlagen und, wie immer, nicht zu Verbrauchers Gunsten.
MfG
Frank
W
Wolfgang Strobl
Am Fri, 05 Sep 2025 09:49:06 +0200 schrieb Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net:
Dieses Gerät besitze ich ebenfalls, aufgrund einer Empfehlung meines seinerzeitigen Friseurs. Vor Jahren habe ich mal nach Deiner (?) Anleitung die Akkus getauscht. Danke dafür.
Das klobige und bombenschwere Steckernetzteil ist etwas aus der Zeit gefallen, ansonsten schnurrt das Teil beim regelmäßigen Gebrauch, als wäre es neu. Verwendet wird es nur von mir und nur zum Bartschneiden.
C
Christian Weisgerber
Da kann ich nur lachen. Der Li-Ion-Akku meines Nokia 8110 (~1997) lieferte noch zehn Sekunden Sprechzeit, als ich auf ein Nokia 6310i (~2002) umgestiegen bin. Und ich meine, das war bereits der zweite Akku, weil der ursprüngliche schon zuvor ähnlich verschlissen war.
M
Marcel Mueller
Am 05.09.25 um 09:27 schrieb Andreas Bockelmann:
Nimm fürs grobe einen einfachen Haarschneider. Das geht um Größenordnungen besser als diese komischen Langhaarschneider an den Rasierern. Ich will zumindest nie wieder zurück.
Mein Rasierer mit dem Langhaarschneider ist mittlerweile allerdings auch verreckt. Auch da hat der Antrieb aufgegeben, war aber auch über 30 Jahre.
Oder so.
Erstaunlich. Normalerweise sind die nach einigen Jahren platt. Entweder, weil man sie oft voll geladen hat oder weil sie dann doch ein paar Jahre zu lange in der Ecke lagen und tiefentladen waren.
Marcel
M
Marcel Mueller
Am 05.09.25 um 21:58 schrieb Frank Scheffski:
Sicher dass das nicht zufällig noch einen 3,6V Akku mit NiMH hatte? Die halten Jahrzehnte, wenn man sie nicht misshandelt.
Marcel
A
Axel Berger
Das muß icht am Akku liegen. Ich habe gerade einen Nokiaakku getestet. Beim ersten von drei Zyklen kam er voll aus dem Telephon ins Testgerät, so daß praktisch sofort die Entladung begann. Dieser erste hatte iirc deutlich über 10 % mehr Ladung als die beiden anderen. Der Tester fungiert auch als nomales Ladgerät für Akkuzellen und hat eine übliche und korrekte Abschaltschwelle. Das Aufladen des Nokia quetscht offenbar mit Gewalt alles rein, was die äußersten Toleranzen hergeben könnten.
Trotzdem halten die Akkus bei mir auch da akzeptabel lange. Ich vermute immer noch den größten Schaden beim tiefen Entladen. Hier gehe ich selten auf 30 % runter und nie (außer im Fehler- oder Notfall) unter 20 %.
J
Joerg
Ich kann mich an den sauteuren portablen Braun Weltempfaenger erinnern, den der Vater eines Mitschuelers hatte. Bei dem brannte bei jedem x-ten Einschalten eine Schmelzsicherung durch. Bei meinem von Quelle nicht.
Auch wenn das irgendwie peinlich ist: Braun Rasierer hielten bei mir selten laenger als 5 Jahre, das waren in Summe ziemlich viele. Kosteten immer saftig, in heutigem Geld so um 100 Euro. Der Rasierer, der laenger hielt und immer noch ohne Murren laeuft? Einer von Pritech aus China, hat $20 gekostet. Mit Li-Ion Akku und gutem ausschiebbaren Langhaarschneider.
Ich habe als Schueler mal den Grundig Satellit eines Lehrers repariert. Nachdem ich damit fertig war, wusste ich, welche Geraete ich nicht kaufen wuerde ...
Damals habe ich viele Radios und Fernseher repariert, da lernt man schnell, was taugt. Bei den deutschen Geraeten war Blaupunkt recht gut. Auch Saba, deren 8100 laeuft nach 50 Jahren immer noch hier als Wohnzimmer-Stereo. Den musste ich nur einmal reparieren und innen machte das alles einen soliden Eindruck. Allerdings hatten die verschwitzt, dessen Trafo so wie bei anderen ueblich auf 120V umstellbar zu machen.
A
Andreas Bockelmann
Joerg schrieb:
Hallo Joerg,
ich staune gerade über das Prospektblatt Deines SAB:
Da wurde die Schwarzwälder Apparate-Bau-Anstalt aber ihrer Firma gerecht und da wirklich einen "Apparat" zusammengebaut.
Scheint ein schönes Radio zu sein
J
Joerg
Man kann damit auch gut KW-Rundfunk hoeren. Wobei ich das ueber einen NRD-515 mache und dann in den Monitor-Eingang des Saba gehe. Alternativ kann ich einen Bluetooth Transceiver draufschalten und dann Sender ueber Internet hoeren. Alles ueber die dicken JBL Boxen.
Ist es in der Tat. Allerdings war das auch sauteuer. Einen coolen Tausender in DM, das war Mitte der 70er richtig Kohle
K
Klaus Butzmann
Am 12.09.2025 um 22:23 schrieb Joerg:
Also mindestens eine 4435 oder besser gleich eine Paragon :-)
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Die 2235 15er sind mir zu klein, Minimum 2x2245, für den 2405er Schlitz sind meine Trommelfelle leider zu alt :-(
Butzo*aussen
J
Joerg
Mir gefaellt die Flasche Boelkstoff im vierten Bild, auch wenn die nicht selbstgebraut ist :-)
Morgen braue ich wieder ein Belgisches Tripel und Mittwoch ein Quadrupel. Da gehen die Lampen an ..
Dabei waere der WAF zu niedrig gewesen, unsere sind etwas dezenter in der Groesse. Aber machen gut wumms, wenn gefordert.
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