Hallo NG!
Für einen Freund möchte ich eine Schaltung bauen, die Akkus für Modellflugzeuge entladen kann. Die Schaltung soll den Entladestrom bei einer Spannung von 0,9V abschalten. Um evtl. vorher manuell eingreifen zu können, soll die Spannung kleiner 1,1V auch angezeigt werden.
Dazu dachte ich mir, verwende ich eine DuoLED, 3pin, 3mm, rot/grün mit gemeinsamer Anode. (Habe ich leider noch nicht gefunden.) Über zwei Spannungsteiler und zwei OpAmps (LM393) steuere ich die DuoLED. Die grüne LED geht bei 0,9V aus, die rote geht bei 1,1V an. Sprich: Zwischen
0,9V und 1,1V soll die DuoLED gelb leuchten. Über einen Inverter steuere ich mit dem Ausgang des OpAmps, an dem die grüne LED angeschlossen ist, einen BUZ10 (Source an GND), der den Entladestrom unter 0,9V abschalten soll. Die LEDs wirken hierbei als Pull-Up-Widerstand.
Für den Test auf dem Steckbrett habe ich erstmal zwei LEDs (rot/grün) benutzt. Den Entladestrom habe ich durch eine blaue LED simuliert. Die ganze Schaltung funktioniert fast zufriedenstellend, es gibt aber ein merkwürdiges Problem:
Wenn ich die Spannung (Akkuspannung), simuliert über ein Netzteil mit regelbarer Spannung, schnell absenke, dann dauert es eine ganze Weile (bis zu 1,5s), bis die rote LED angeht und die grüne aus. Sprich: Der Entladestrom wird auch erst so spät ausgeschaltet. Wo kommt dieser wahrscheinlich kapazitive Effekt her? Kann man den einfach beseitigen?
Ich könnte mir auch vorstellen, diese Schaltung als Sicherungsersatz zu benutzen. Und zwar betreibe ich mein Steckbrett oftmals mit den 5V und
12V aus dem PC-Netzteil. Dazu habe ich mir Bananenbuchsen in einen freien 3,5"-Einschub eingebaut. Diese sind mit Sicherungen und LEDs versehen. Bei jedem Kurzschluß auf dem Steckbrett muß ich eine neue Sicherung einbauen, das ist auf die Dauer teuer und nervig. Über einen Shunt könnte ich den Strom messen und auf diese Weise ebenfalls den Strom unterbrechen, wenn dieser das PC-Netzteil überlasten würde. Ein grünes Leuchten zeigt mir also an, daß ich "noch nicht genug" Strom ziehe, gelbes Leuchten würde mich warnen, das bald kein Strom mehr fließt und rot bedeutet, der BUZ10 hat abgeschaltet. Dann müßte die Schaltung aber innerhalb weniger ms reagieren, wenn ich damit Feinsicherungen ersetzen will.
Ich vermute mal, es reicht, eine Diode oder einen Widerstand irgendwo einzubauen, so daß kapazitive Effekte nicht auftreten, ich weiß bloß leider nicht wo. Gibt es bei FETs auch so etwas wie einen Basisausräumstrom? Eigentlich doch nicht, oder? Letzte Frage: Kann ich höhere "Meßspannungen" an den Eingängen des LM393 anlegen, als die Betriebspannung von diesem (+5V) ist?
Gruß Karsten