Akku-Fläche 18650-Zellen

Dec 21, 2025 Last reply: 6 months ago 17 Replies

Hallo,



wie groß ist die Akku-Fläche in einem typischen Lithium-Akku der Baugröße 18650?



Ich hatte hier einen Akku gekauft, der ungewöhnlich leicht ist.



Er sollte 4200 mAh bieten, war aber ziemlich schwach. Daher wirkte er nach schlechter Fälschung und ich habe aus Neugier reingeschaut.



Tatsächlich scheint es ein echter Akku zu sein - aber recht lose gewickelt und nicht maximal gefüllter Becher.



Die aktive Fläche beträgt bei dem hier 55 x 290 mm - also knapp 10 Zoll lang.



Hat jemand Vergleichsmaße typischer Akkus mit 2500 bis 3300 mAh Nennkapazität?



Schönen Gruß Martin


Am 21.12.25 um 16:00 schrieb Martin Τrautmann:

Dieser Artikel nennt ein paar Zahlen:

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Interessant - 21 Wicklungen für eine beliebige 18650 Zelle. Leider geben sie nicht die Nennkapazität dafür an. Sie geben eine Formel an, wie die Länge berechnet werden kann. Aber ich sehe keine Werte, dass sie echt mal Zellen aufgeschnitten und gemessen hätten.

Am 21.12.25 um 16:00 schrieb Martin Τrautmann:

hier: 45 gr, aus einem alten (Lenovo?) Akku herausextrahierte.

4.2Ah in einer 18650? PMPO?

Bei "hohen" Strömen ist 3Ah wohl akzeptabel.

Viele Grüße,

Olaf

Hi Martin,

Klingt nach Fake. Was stand denn sonst noch drauf? Marke?

Reicht doch, wenn er wenigstens ein bisschen tut und es nicht gleich auffällt.

Das heißt, Du hast die Sauerei und Brandgefahr auf Dich genommen und das Teil geöffnet?

Hast Du keine ausrangierten Zellen aus alten Akkupacks zum Vergleichen? Die dürften, zumindest bei Markenware realistische Zellen sein.

Meine Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit: Neue 18650er Billig-Zellen aus China zwischen 1200 und 1500 mAh bei Aufdruck um die 3500 mAh. Mehr hatte ich nicht erwartet.

Akkupacks von Werkzeugakkus mit 5 Zellen in Reihe eher 850 mAh +- 50 mAh bei gut 10 derartiger Akkupacks unabhängig von der physischen Größe und Aufdruck (4500 bis 6000 mAh)

Marte

Nein, einfach gelogen. Real gemessen wurden etwa 600 bis 1000 mAh bei solchen fake UltraFire.

Ja - Kapazität ist nicht alles. Für die Hochstromfähigkeit braucht man dickere Folien und bessere Kontaktierung.

Fake UltraFire - scheinbar war das wohl mal ein besonders gutes Produkt, das besonders gerne gefälscht wurde. Hersteller der echten ist wohl Samsung. Auffällig ist bei solchen Angeboten, dass der Text "UltraFire" nicht wirklich im Foto gezeigt wird, manche Zellen wohl eher die Aufschrift UltraFlrc" haben.

Das geringe Gewicht von 28 statt 45 g fällt unmittelbar auf - aber ich hatte eher ein halb hohes Innenleben erwartet, statt dieser kleinen, losen Wicklung.

Ja - erst entladen, dann aufgeflext, im Freien, mit hinreichend großem Wassereimer. Im Unterschied zu schon geöffneten Flatpacks aus dem Laptop zische die Zelle hier tatsächlich noch ein wenig beim Einmtauchen.,

Ja, hier liegt noch ein alter Laptop-Akku für solche Experimente.

Die hiesigen Makita-Fälschungen mit nominell 18 V, 6 Ah (also 5 Zellen in Reihe, zwei Reihen parallel, nominell 3000 mAh-Zellen) sind zumindest vom Gewicht her unauffällig. Kapazitäten lagen bei den Einzelzellen aber doch bei 1500 bis 2400 mAh, hätte schlechter sein können.

Am 21.12.25 um 17:47 schrieb Martin Τrautmann:

Die untersuchte Produktionslinie (offenbar keine kommerzielle Produktion, sondern die Pilotlinie eines Forschungsinstituts) wird im Artikel genannt. Ebenso, das durchschnittliche, in keine besondere Richtung optimierte, Zellen untersucht wurden.

Ein Herstellervergleich ist nicht Ziel des Artikels, es geht eher um

18650 vs. 21700 mit vielen intimen Details zum Produktionsprozess, zur Exemplarstreuung, zu den Charakteristika der Zellen, welche man in diesem Detailgrad sonst kaum findet.

Natürlich tun sie => Kapitel 2.3, Fig.2 Auch die aktive Fläche wird genannt.

1625mAh bei besagten 21 Wicklungen und einer aktiven Fläche von. 770cm²

Wozu soll das gut sein? Die geometrischen Details unterscheiden sich zwangsläufig je nach Optimierung (Kapazität vs. Spitzenstrom). Und Details der Chemie sowie der Folienoberfläche werden auch einen Einfluss haben.

Du wolltest einen typischen Wert, und der wird genannt.

Das ist erstaunlich viel - die Höhe mit 55 mm wirkte recht hoch. Nehmen wir 60 mm an, dann sind das 128 cm Länge - gegenüber meinen 29 cm.

Ich habe auch keinen Durchmesser für den Kern-Hohlraum gesehen. Die innersten Windungen haben so geringen Durchmesser, dass sie wohl wenig ins Gewicht fallen. Aber für eine Nachrechnung mit den Formeln brauche ich eben Folienhöhe, Innendurchmesser des Kerns und Innendurchmesser des Bechers. Die ersten beiden Angaben habe ich auch nicht gesehen. Damit kann ich die 770 cm² auch nicht nachprüfen.

Da auch an anderen Stellen Anode und Kathode getrennt betrachtet wurden, könnte es sein, das hier die aktiven Flächen von Anode+Kathode addiert wurden.

Das wäre deutlich plausibler, dann werden die Längen realistisch. Es wird ja speziell auch bei Anode und Kathode die Kapazität je Fläche unterschieden. Aber das klingt nach einer Mogelpackung.

Oder wird bei der Fläche womöglich zwischen Vorder- und Rückseite unterschieden, da die Folien ja in beide Richtungen wirken können? Wäre das Faktor 1/2 - oder gar Faktor 1/4?

Schönen Gruß Martin

Martin Τrautmann, 2025-12-21 16:00:

Üblich sind bis etwa 3500 mAh. Alles darüber hinaus würde ich nicht ernst nehmen.

Und das soll das dann bringen? Willst Du den neuen Akku dann erstmal zerlegen, um dessen Kapazität einzuschätzen, bevor Du mehrere Exemplare kaufst?

Die reine Neugier, wieviel normal drin sein müsste.

Die Kupferfolie wird bei mir danach zum Schneckenzaun recycelt.

Für den mit zu geringer Kapazität habe ich das Geld zurück bekommen - und vermutlich werde ich einfach mal einen normalen, defekten öffnen und nachmessen.

Keine Ahnung, ob man wirklich damit Gewinn machen kann, schlecht befüllte Akkus anzufertigen, wo die Kunden wegen des offensichtlich zu geringen Gewichts sofort Verdacht schöpfen.

Wenn Du mehr Schneckenzaun brauchst: Hier ist noch ein 26650 LFP 3.2Ah. Hat eine ungeschütze Tiefentladung in einem 3S3P nicht überstanden und entlädt sich jetzt selber.

Könnte ich Ende April nach Freiburg mitbringen;-)

Olaf

Als Aufdruck. Hier gerade veröffentlichte Meßwerte nennen dann 1.5 Ah. Ich habe welche gekauft mit 2.5 Ah Nennwert und gemessenen 1.9 Ah. Das ist mir gut genug. Würde mein Lader nicht nur bis 4.2 V laden sondern wie manche andere bis 4.35 V, dann käme entsprechend mehr heraus.

Möglicherweise sind die Akkus, die für FPV-Drohnen angeboten werden, näher an ihrer Spezifikation. Könnte mir vorstellen, dass in diesem Markt die Toleranz der Kunden für Abweichungen nach unten weniger stark ausgeprägt ist. ob ich 5 min oder 10 min mit dem Ding in der Luft rumkurven kann, macht schon einen spürbaren Unterschied.

---<)kaimartin(>---

Nehm' ich, solange er persönlich vorbei geberacht wird :-)

Derzeitiger Plan ist am letzen April-Wochenende persönlich in Freiburg zu sein... zusammen mit anderen Dir bekannten Gesichtern auf dem Messegelände;-)

Viele Grüße, Olaf

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