Ein bisserl mehr darf man schon noch reinstecken, beispielsweise die Homogenität und Isotropie von Raum und Zeit, die Du implizit mit Coulumb annimmst.
Das es aber nicht immer so sein muss, zeigt die Gravitation, auch eine 1/r^2 Kraft, aber der ganze Rest fehlt. Passt übrigens auch deshalb, weil man für die Gravitation gerne die Allgemeine Relativitätstheorie hernimmt, die gerade mit verzerrten Räumen rechnet, wobei sie ohnehin nach den heutigen Erkenntnissen im Gegensatz zur Speziellen Relativitätstheorie nicht mehr als der Weisheit letzer Schluss gilt. Ich sage nur bisher fehlgeschlagener direkter Nachweis von Gravitationswellen (poste das aber nicht nach d.s.p., ich hatte denen schon vor zehn Jahren geschrieben, dass das so nix wird, damals waren sie etwas ungehalten ;-/
Das elektromagnetische Feld ist schon eine eigenständige physikalische Realität und nicht irgendeine Coulumb- Fernwirkung, man sieht das sehr schön an einem Radarpuls, der losläuft, auch dann noch, wenn der Sender längst abgeschaltet ist, reflektiert wird und wieder zurückkehrt, alles ohne aktiven Sender. Das ist so messbar und zeigt, dass es für die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen eben _keine_ Ladungen braucht!
Genau so gibt es die Quantisierung, spätestens da ist Schluss mit der Herleitung per Coulumb. Und auch die Spezielle Relativität kann man andersherum sehen: Da eben alle Interaktionen mit Materie letztlich über das elektromagnetische Feld laufen, muss sich unsere Welt dessen Gesetzen fügen. Und die sind nunmal speziell relativ.
Es ist absolut interessant, irgendwann merkt man aber, dass für weitere physikalische Erkenntnisse einfach der experimentelle Input fehlt, der sich auch auf der Erde selbst mit gigantischen Maschinen wie in Cern kaum mehr gewinnen läßt.
Und dann schaut man lieber nach irdischen Dingen ...
Gruß Oliver