AA-Akku mit 300 mAh

Apr 16, 2026 Last reply: 3 months ago 28 Replies

Heute hab ich mal in einen Grabschmuck-Engel reingeschaut. Hat einen Stern mit Blink-LED und zur Stromversorgung ein Mini-Solarpanel und einen Akku. Bauform AA NiMH aber nur 300 mAh.



Mit so geringer Kapazität habe ich diese Bauform noch nie gesehen. Ist das einfach das billigste vom billigen oder eine Version der Tiefentladung weniger ausmacht? Falls es sowas überhaupt gibt.



Hab den Akku erstmal meinem BC700 zugeführt, Einstellung Discharge/Refresh. Leider ist das LCD-Display nicht mehr normal ablesbar, nur beim schrägen Anleuchten mit einer Taschenlampe.


cu. Juergen


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Ich hab das als die Kapazität typischer NiCd-Zellen in Erinnerung.

/ralph

Am Thu, 16 Apr 2026 19:46:34 -0000 (UTC) schrieb Ralph Aichinger snipped-for-privacy@h5.or.at> zum Thema "Re: AA-Akku mit 300 mAh":

Ich nicht. Als ich mit Akkus für Blitzgeräte und CB-Funken in Kontakt kam, hatten die schon 500 mAh. Das muss so um 1983 gewesen sein. Dann kam recht schnell 600 mAh (bei Panasonic roter Schlumpfschlauch),

700 mAh (Panasonic Ocker) und ich meines sogar 1000 mAh (Panasonic schwarz). Meine ich hätte auch mal welche in Lila gehabt.

Dann kamen NiMH auf und NiCd wurden seltener, inzwischen sind sie nur noch für bestimmte Anwendungen erlaubt und ansonsten verboten.

cu. Juergen

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Hi Juergen,

Ich schon öfter in solchen Anwendungen.

Marte

Am 16.04.2026 um 20:59 schrieb Juergen:

Es könnte sein, dass der Hersteller auf diese Art misslungene Akkus an den Kunden "entsorgt".

Ich hatte aber auch irgendwo mal gelesen, dass Akkus auf bestimmte Anwendungen hin optimiert werden. Man kann die Dinger auf möglichst hohe Kapazität in der Herstellung trimmen. Man kann aber auch auf Dauer- bzw. Überladeladefestigkeit hin optimieren. Ein Akku mit max. möglicher Kapazität wird nicht dauerladefähig sein. Daher gibt es für schnurlose Telefone eher Akkus mit geringerer Kapazität und dafür Dauer- bzw. Überladefesten bzw. für besonders hohe Entladestromspitzen. Ähnliches gibt es bei Batterien bzw. Primärzellen ja auch. Hohe Kapazität oder Longlife oder Hochstromfähig.

Es wäre somit denkbar, dass für Solaranwendungen Akkus Überladefest sein müssten bzw. Tiefentladungen vertragen müssen und dass dies in der Herstellung zu lasten der Kapazität geht.

"Juergen" schrieb:

Wie groß ist denn das Solarpanel? Wenn das nicht viel Strom bringt, dann ist so ein kleiner Akku von Vorteil.

Wird er denn Tiefentladen? Für solche Geräte gibt es verschiedene Schaltkreise, manche saugen den Akku bis unter 0,3V leer und andere schalten bei etwa 0,7V ab.

Frank

Am Sat, 18 Apr 2026 21:42:30 +0200 schrieb Frank Müller

Das ist recht klein, Quadrat mit ca. 4 cm Kantenlänge.

Keine Ahnung. Im Batteriefach habe ich eine Platine mit einem Widerstand und einem Bauelement mit vier Beinchen gefunden.

cu. Juergen

Ja aber "aus" heißt nicht kein Strom. Da gibt es große Unterschiede und hier ist billig.

Ein krasser Fall sind meine beiden Fujitsu Laptops. Ab drei Tagen muß der Akku raus. IBM und Lenovo bleiben mit soft off mehrere Jahre lang voll.

"Juergen" schrieb:

Da kommt nicht viel raus, der wird es kaum schaffen den 300mAh an einen durchschnittlichen Sonnentag voll zu laden.

Der Widerstand ist eine Spule und das Teil mit den vier Beinchen ist der IC. Oft findet man da heute den QX5252, der schaltet ab. Ist das Gerät älter hat man meist den YX8018 drin, der saugt bis nichts mehr geht, da kann man den Akku nach jeden Winter tauschen...

Frank

Das sollten schon so 150mA max sein. An einem vollen Sonnentag ergibt das mehr als 300 mAh.

Wenn da nur 1 Akku drin ist, dann kann der nicht umpolen sondern maximal bis kurz vor 0V entladen werden. Nehmen NiMH-Akkus das übel?

Gerrit

Hi Gerrit,

Langfristig schon, NiCd war das nicht nur egal, bei denen war das der Einlagerungszustand. Wenn das Teil aber regelmäßig Sonne bekommt und nicht leuchtet bis leer ist, dann wird das selten passieren. Ich meine, dass in meinen Lampen tatsächlich noch NiCd verbaut war. Mit einem Fotowiderstand wird die Dämmerungserkennung gemacht und damit die NiCd-Zelle auf ca 0,3 V leergelutscht.

Marte

Am Sun, 19 Apr 2026 20:19:28 +0200 schrieb Frank Müller snipped-for-privacy@hotmail.com zum Thema "Re: AA-Akku mit 300 mAh":

Das konnte ich (noch?) nicht testen.

Aber ich konnte mal ausprobieren, wie viel Strom gezogen wird:

ziemlich genau 15 mA zwischen 1 V und 1,3 V. Höher wollte ich nicht gehen. Die LED blinkt dabei auch nicht sondern leuchtet konstant.

In die andere Richtung - mit weniger Spannung, sind es irgendwo zwischen

0,9 und 0,85 Volt schlagartig weniger als 1 mA.

Halbwegs Akkuschonend arbeitet die Schaltung also schon. Zudem gibt es noch einen echten Schalter, gut fürs Einlagern.

Spannend ist mal wieder die Frage, ob Dauerbetrieb in Winter mit trüben Tagen in Folge funktionieren kann. cu. Juergen

Das waren die alten... Man benutzt schon lange die Solarzelle selbst als Dämmerungserkennung.

Mit dem QX5252F kann man auch andere Dinge tun. Wenn man den Pin zum Anschluss der Solarzelle unbeschaltet lässt leuchten die LED(s) durchgehend. Oder eine Notleuchte bauen... An den Pin für die Solarzelle einen Trickle-Charger und bei Stromausfall geht die Lampe an.

Gerrit

Bei so einer kleinen Dünnschicht-Zelle kommen keine 150 mA raus.

Ob sie deshalb kaputt gehen oder weil sie jeden Tag einen Ladezyklus durch machen weiß ich nicht, aber bei mir halten die in den Geräten, die nicht abschalten, selten länger als ein Jahr durch.

Frank

"Juergen" schrieb:

Diese Teile arbeiten mit einer Frequenz, die ziehen den Strom nicht so gleichmäßig daß man ihn einfach mit einen DMM messen kann.

Frank

Schonmal nachgemessen? Ich hab hier ein paar etwas größere Zellen die

2V/200mA behaupten und grob getestet kommt das auch hin. Funktionieren wirklich gut für Selbstbau-Solarlampen basierend auf dem QX5252F.

Ich hab hier Lampen die auf dem basieren und schon ewig mit demselben Akku laufen. Und das waren keine neuen Akkus sondern, das, was so rumlag weil es zu hohe Selbstentladung hatte oder wo die Kapazität deutlich nachgelassen hatte.

Gerrit

Und wieviel gezogen wird ist abhängig von der Spule. Beim QX5252F geht der Strom hoch wenn die Induktivität kleiner wird. Bis 10µH kann man runtergehen, sollte dann aber mehr als eine LED benutzen.

Gerrit

Frank Müller schrieb:

Bei Blitzeinschlag schon (man PMPO)

An"SCNR"dreas

Ah, PMPO, auch bekannt als "Leistungsabgabe bei Spontanverbrennung".

SCNRE, Alex.

Am Mon, 20 Apr 2026 13:53:23 +0200 schrieb Andreas Bockelmann

Erinnert mich an die Zeit der "Brüllwürfel". Hatte irgendwann mal welche, die recht gut klangen aber bei etwas mehr Lautstärke nach recht kurzer Zeit nicht mehr. Aufgemacht und sehr heiße Verstärker-ICs gefunden. Mit Sekundenkleber angebrachte kleine Kühlkörper lösten das Problem.

cu. Juergen

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