Damit solltest Du aber schon begriffen haben, dass das eine dumme Idee ist, die Teile stumpf parallel zu schalten. Deswegen gibt es Dioden, mit denen man diese Rückströme ausschließen kann. Das eine knappe Volt, das sie Spannungsabfall kosten sollte Dich nicht wirklich stören.
Marte
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P
Peter Thoms
Am 12.01.26 um 11:39 schrieb Marte Schwarz:
Hallo, ich darf Dir verraten: Bereits vor über einem Jahr war mir das klar.
Bis heute fehlt mir leider das sichere Vermögen, das aufgetretene Fehl-Verhalten grafisch aufzubereiten darzustellen.
Um das Parallelverhalten zu visualisieren müsste ich als zweiten Arbeitsschritt
- die AP-Daten beider (unterschiedlicher) PV-Paneele-Strings zur Deckung bringen, oder nicht?
Peter
A
Axel Berger
Wo hätte ich "bypass" gesagt? Genau diese interne Diode war gemeint.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
E
Eric Bruecklmeier
Dann habe ich Deinen Begriff "Kurzschlußdiode" mißinterpretiert....
P
Peter Thoms
Am 12.01.26 um 13:24 schrieb Eric Bruecklmeier:
Hallo,
ich glaube, ich habe das Prinzip für die grafische Darstellung gelöst.
Parallelschaltung: Datendeckung im AP oder bei Spannungsnull:
- irrelevant, da der U/I-Maßstab für beide Stringe gleich ist.
Es bleibt die stumpfe Addierung der Ströme. Als Ergebnis erhalte ich eine Delle im U/I-Diagramm, etwa so:
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Mein MPPT-AP liegt dabei von morgens an konstant in der oberen Ecke gefangen. Die Kerbe in die Diag.-Grafik rein wandert mit dem Sonnenstand.
So viel Verlust, wie ursprünglich angenommen, kommt da nicht zustande. Aber es gibt einen Verlust.
Zu Fehlschaltung und Grafik passt auch mein Ertrags-Log. Da der MPPT-Strahl in der oberen Ecke zum liegen kommt, liefert der längere String kaum bis keinen Strom.
Zur Erinnerung: Ost-String: 15 Paneele (im Diagr die obere Kurvenstufe) West-String: 22 Paneele (im Diagr. die untere Kurvenstufe)
peter
M
Marte Schwarz
Hallo Peter,
Wozu sollte das gut sein? Was willst Du damit erreichen?
Das unterfangen, zwei parallele Strings mit unterschiedlichen Spannungen zu betreiben ist sinnlos bis gefährlich. Wozu diese Wissenschaft? Mit zwei zweidimensionalen Kennlinien wird das ohnehin unterkomplex und damit unbrauchbar werden. Das bringt Dir einfach nichts.
Marte
T
Thomas Einzel
Am 08.01.2026 um 23:27 schrieb Sieghard Schicktanz:
Solche Wechselrichter gibt es, mein SMA Tripower SE hat 2 MPPT, aber 3 "Stringeingänge".
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Nicht gerade der billigste Schrott aus fernen Ländern.
Wer das mag/braucht kann die parallel geschalteten Eingänge am gleichen MPPT mit 2 gleichen Strings beschalten und hat noch einen Eingang für einen anderen String mit einem gesonderten MPPT frei.
(BTW: ich habe nur 2 Strings, unterschiedlich "lang" und natürlich jeden an seinem MPPT).
In dem was der OP möchte sehe ich keinen Sinn, er braucht für seine beiden unterschiedlichen Strings auch 2 MPPT - jedenfalls wenn es gut/richtig funktionieren soll.
just my 2 Cents
A
Axel Berger
Die heute gängigen und als Massenware billigen Mikrowechselrichter sind sogar für nur ein Panel pro Eingang ausgelegt. Wenn, was ich gelesen habe, stimmt, wurden sie nicht für den zuerst winzigen Markt der Balkonkraftwerke entwickelt, sondern für große Felder, wo es sich gezeigt hat, die Einzelbeschaltung statt Strings erhöht sowohl den Wirkungsgrad als auch die Zuverlässigkeit.
T
Thomas Einzel
Hast du eine Groß PV Anlage mit µWR schon mal gesehen, oder einen Videobeitrag über so etwas?
Also nicht nur mit 20 Modulen, sondern wirklich gewerbliche Anlagen >30kWp.
Gern einen link, würde ich mir gern ansehen. Die bisherigen großen Dach- und Freiflächenanlagen die ich selbst gesehen habe, hatten alle Strings.
A
Axel Berger
Nein. Ich habe irgendeinen der Artikel irgendwo gelsen, auf die sich auch die Google-AI bei ihrer Antwort auf "Wofür wurden Mikrowechselrichter entwickelt?" bezieht. Keine Ahnung mehr was und wo, könnte beim SFV gewesen sein.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Axel,
Du schriebst am Mon, 12 Jan 2026 17:09:48 +0100:
Die Zuverlässigkeit möglicherweise - es fällt ja jeweils nur 1 Panel aus. Den Wirkungsgrad aber sicher nicht, es dürfte eher leichter sein, eine Schaltung für hohen Wirkungsgrad bei hoher Last zu entwickeln, als das für relativ kleine Ströme fertigzubringen - allein schon aus Kostengründen, sowohl für die Entwicklung als auch für den fertigen Aufbau.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Axel,
Du schriebst am Mon, 12 Jan 2026 00:21:52 +0100:
Es sind _spannungsbegrenzte_ Stromquellen; mit einer Kennlinie entsprechend etwa einer in "Stromrichtung" verschobenen Exponentialkurve.
M
Marte Schwarz
Hi Thomas,
Ich kenne einen Profi-Optimierer (Ingenieurskollegen vom Schlage Andreas Schmidt), der selbstredend, seine PV auf dem EInfamilienhaus mit µWR gebaut hat. Er hat aber auch bald welche auf Lager gelegt, um sie schnell mal austauschen zu können. Mit der Masse an Teilen steigt nämlich auch das Ausfallrisiko. Mangels Hochspannung im String ist der Austausch aber vergleichsweise einfach, wenn man denn dran kommt ;-) Daran hat er aber wohlweislich gedacht.
Marte
A
Axel Berger
Ein Panel, das, warum auch immer (Schatten, Schmutz, Alterung) weniger Leistung bringt, zieht den ganzen String herunter. Mit MW liefert nur dieses eine Panel weniger.
Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Komponeente Ausfällt, steigt natürlich mit der größeren Anzahl. Dafür sind die Folgen klein. Die gesame Leistungsminderung durch Ausfälle sinkt in der Summe wohl auch.
B
Bernd Laengerich
Am 12.01.2026 um 23:44 schrieb Marte Schwarz:
Das "schöne" an so einer Lösung ist auch, daß die Management-Softwarekomponente ungleich komplexer wird, wenn nicht nur 1 WR, ein Stromzähler und ggf. 1 Ladepunkt und 1 Akku vernetzt werden müssen sondern plötzlich gleich mal 30 oder 40 WR dazukommen. Was soll da schon schief gehen? Und ein Akku kann dann ja auch nur AC-gekoppelt werden, was die mehrfachen Wandelverluste "minimiert". Am besten natürlich dann auch jede Akkuzelle einzeln laden und entladen, könnte ja eine kaputt gehen.
Bernd
P
Peter Thoms
Am 12.01.26 um 13:41 schrieb Peter Thoms:
Hallo,
ziemlich falsch!
Jetzt hab ichs, Parallelschaltung: Nulldurchgang vom Strom der einen Kennlinie auf die der zweiten ziehen. So funktioniert es grafisch, das wars.
peter
P
Peter Thoms
Am 12.01.26 um 13:42 schrieb Marte Schwarz:
Hallo Marte,
ich bin hier interessengetrieben.
Unterkomplex ... Das nehme ich als Gleichnis mit, in welchem Elend ich mich aktuell bewege. Aber das ahnte ich bereits ...
Zur Ergänzung: Im laufe ihrer Lebensdauer werden parallel geschaltete String zueinander mal hier und mal da kürzer, wenn defekte Paneelen rausgenommen werden.
Im gewissen Rahmen ist das noch kein Beinbruch.
peter
T
Thomas Einzel
Am 12.01.2026 um 23:44 schrieb Marte Schwarz:
Von Wartung/Reparatur hatte ich noch gar nicht angefangen. Flachdach, Kies/begrünt, da mag das noch gehen. auf einem klassischen Ziegeldach wäre ein Mikrowechselrichter Austausch ein erheblicher Aufwand.
Sehr einfach ginge es bei einer Garten-PV/Freiflächen PV. Dahin ging eigentliche meine Frage. Gibt es richtig große PV Freiflächen/Flachdach Anlagen (Axel schrieb ja "für große Felder") nur mit Mikrowechselrichtern?
Bleibt die Frage warum macht man so etwas? Neugier, Vergleich, Statistik, wissenschaftliche Beweggründe? Völlig ok. Das Ingenieuren klar ist, dass so ein System aus mehr einzelnen Komponenten bei vergleichbarer MTBF auch eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit des Gesamtsystems hat, hast du ja auch geschrieben. Wenn man dann für Wartung/Reparatur vergleichsweise schlecht herankommt, zehrt dieser Aufwand an einem Mehrertrag der PV Anlage, sofern dieser überhaupt nennenswert ist.
Die Gesamtkosten der Anlage ergeben sich grob aus den einmaligen Projektkosten plus den laufenden Betriebskosten über die Laufzeit der Anlage. In den letzten Punkt gehen auch Reparaturen, Ersatzgeräte und deren Austausch ein. Beim Austausch eines Mikrowechselrichters spielen Lohnkosten wahrscheinlich eine größere Rolle, als Hardwarekosten.
R
Ralph Aichinger
Naja, oft ist wichtiger, dass das ganze skaliert. Man baut ja eine Cloud auch nicht aus möglichst wenigen, möglichst größen Rechnern, sondern nimmt irgendwas mittelgroßes und dafür möchlichst viel davon.
Wenn man mit ein paar Prozent ausgefallenen Geräten bis z.B, zu einer jährlichen Wartung warten kann, dann macht das eventuell nicht soviel aus,
/ralph
T
Thomas Einzel
Die Bypassdioden (meist Schottky) funktionieren recht gut. Ein Modul kann z.B. in 6 Bereiche aufgeteilt und 3 Bypassdioden haben, jeweils 1/3 oben und 1/3 unten sind parallel geschaltet - ältere Module sind z.B. in
1/3 aufgeteilt und haben auch 3 Bypassdioden und es gibt wohl auch PV Module mit 4 oder 6 Bypassdioden.
Ein einzelnes, teil- oder vollständig verschattetes Modul zieht den String übrigens nicht nennenswert herunter, du kannst gern, wenn der Schnee weg ist, vorbei kommen und das mit meinem größeren String (19 Module) von einem Dachfenster mit einer Decke zur Abschattung ausprobieren, mit dem Monitoring (Wechselrichterstatusseite im (W)LAN kannst du sehen was passiert.
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