zentrale Stromversorgung mehrere Hubs

Sep 01, 2026 Last reply: 1 week ago 21 Replies

Hallo das Thema hatten wir schon einmal, ich möchte es doch mach mal konkretisieren. Habe 3 USB-Hubs welche an je einen Port vom PC angeschlossen sind. Die 3 dazugehörigen 5V Schaltnetzteile will ich reduzieren zu einem. Nun hat man mir aber dringend abgeraten einfach 1 einzelnes Netzteil für alle zu verwenden. Denn da werden ja alle 3 +5V Ausgänge des PCs (rückwärts) über die Hubs kurzgeschlossen. Alles klar bis dahin. Stimmt ja so auch. Wenn ich das nun simpel dur 3 Dioden 'entkopple'? Also nach dem Motto: Trafo 9VAC -> Gleichrichtung -> DC/Wandler auf ggf. 5,8V -> dann die 3 Dioden für je einen Hub. Wäre das eine einfache, funktionierende Möglichkeit um die USB-Pots des PC zu schützen?



Danke schon mal Jürgen


Am 01.09.26 um 06:52 schrieb Jürgen Jänicke:

Sollte gehen, und wenn du Glück hast, sind diese Dioden sogar bereits in den Hub eingebaut.

Am 02.09.2026 um 11:07 schrieb Hergen Lehmann:

Leider nein, in keinem. Jedenfalls habe ich am USB-Eingang der Hubs die

5V bei externer Versorgung anliegen.

Hi Jürgen,

Klassischer Designfehler. Das darf eigentlich nicht sein. Das stört nur kaum einen Hersteller, genausowenig, wie früher die Polyfuses an den Ausgängen...> Wenn ich das nun simpel dur 3 Dioden 'entkopple'?

Dafür bieten sich MOSFETs an, die rückwärts sperren und vorwärts ggf. aber niederohmig parallel zu den Bodydioden werden.

Verstehe ich nicht. Wozu die 5,8V wenn die Dioden in Sperrrichtung zum PC rückwärts liegen sollen? Du willst doch den Rückstrom blockieren, da brauchst Du keine Flussspannung kompensieren. Du brauchst eine Schaltung, die die Flussspannung der Sperrdiode überbrückt, wenn die Speisung von den Netzteilen nicht kommt, sondern nur vom PC.

Alternativ baust Du einfach ganz fette Schottkydioden ein, die dann mit wenig Flussspannung die Hubs versorgen.

Marte

Am 02.09.26 um 21:05 schrieb Marte Schwarz:

USB-Kabel zu jedem Hub mit einer Diode in +Ub nachrüsten? Hmm, sind denn die Datenleitungen elektrisch Entkoppelt (Massefrei?)???

Und, reicht die ankommende Spannung dann noch aus für den Hub? Wenn er sie überhaupt aktiv nutzt...

??? Body-Dioden... wo?

Ich glaube er will auf 5,8 Volt regeln und mit dem EINEN Fetten Netzteil (mehr I = mehr P) über je eine Diode (0,8V Spannungsfall) je einen Hub Stromversorgen. 3 Dioden = 3 Hubs. Es ging ihm doch um das einsparen der einzelnen Netzteile.

Ich kann nicht erkennen das er an einen Rückfluß zum PC über die Stromleitungen des USB-Kabels zwischen PC und Hub gedacht hätte.

PC als USV wenn das Netzteil aus ist = Bus-powered als notlösung oder verstehe ich dich da falsch?

Bye/ /Kay

Am 02.09.2026 um 22:24 schrieb Kay Martinen:

Jawoll, genaus so.

ist und der Hub weiterhin von seinem eigenen Netzteil versorgt wird. Da dieses i.d.R. wohl selten mit dem PC gleichzeitig geschalten wird. Aber genau dieses wird bei meiner 1-Netzteil Varinate dann so sein. Dieses 'zentrale' Netzteil soll vom USB des PCs aktiviert werden. (USB schaltet per Relais dieses NT)

Dann sind das keine USB-Hubs, sondern lediglich USB-ähnliche Murksobjekte - leider gängig.

Der USB-Standard verbietet explizit, daß ein self-powered hub die +5V in Richtung Host zurückspeist.

Will sagen: wenn Du die Hubs eh extern speisen willst, dann trenn' die

5V-Verbindung am Upstream-Port auf.

cu Michael

Das bringt nix - der Hub speist dann immer noch die +5V in Richtung PC zurück, was er nicht darf.

Wenn überhaupt, muß die Diode in die Leitung vom PC zum Hub. Aber wenn er eh extern speisen will, kann er auch die Diode weglassen und VBUS zum PC einfach auftrennen.

cu Michael

Hi Kay,

Die, die in jedem MOSFET parasitär enthalten sind.

Genau das ist ja sein Problem. Er braucht keine Dioden in den Zuleitungen zwischen Netzteil und Hubs, sondern zwischen den HUBs und dem PC rückwärts.

So habe ich das gelesen. Ansonsten könnte er auch einfach die 5V-USB Leitung auftrennen, dann laufen die HUBs nur, wenn das externe Netzteil an ist.

Marte

Am 04.09.2026 um 14:17 schrieb Marte Schwarz:

Das funktioniert nicht da der PC lediglich 4,8 V auf den Ports liefert.

Ja genau so soll es sein. Nur wenn ein USB-Gerät mit der niedrigen Spannung Ärger macht, dann externe Versorgung.

Und genau das wäre eigentlich ungünstig. Aber ich habe nun eine Kompromisslösung, schalte das NT mit einem in greifbarer Nähe befindlichen Schalter bei Bedarf ein.

Am 04.09.26 um 14:57 schrieb Jürgen Jänicke:

Das ist jetzt aber ohnehin schon arg wenig, um einen Hub und über diesen auch noch andere Geräte zu versorgen. Sicher, das da nicht irgendwas faul ist, z.B. eine bereits zu hohe Last?

Es ist aber kein Hinderungsgrund, dort eine Diode einzufügen - "ideale Dioden" auf Basis einen MOSFET mit Steuerchip existieren.

Ist er einmal durchgeschaltet leitet er in beide Richtungen ;-) (billiger Verpolschutz)

Ob die HUBs viel Strom rückwärts abgeben , wurde das gemessen oder nur vermutet ;-)

Bei einer "Art" Ladegleichrichter gebe ich auch Spannung zurück, damit der Lader weiß, das was dran baumelt, die Ladung behalte ich aber schön auf der richtigen Seite, falls da jemand unerlaubt etwas raus lutschen wollte ;-)

Am 04.09.2026 um 15:25 schrieb Hergen Lehmann:

Alle 3 vorhandene USB3-Ports haben komplett ohne Last diese Spannung. Ist wohl ein 'Spezialdesign' meines Aspire C24-1650.

Wenn ich bei einem beliebigen Rechner im BIOS die Versorgungsspannungen anzeigen lasse, ist der 5 V Zweig immer sehr niedrig, 4.75 oder 4.8, der

3.3 V (so vorhanden) etwa richtig, und der 12 V deutlich drüber. Das ist also wohl einfach normal und die "5 V" nominell zu verstehen.

Am 04.09.2026 um 15:39 schrieb Joerg Niggemeyer:

auch alle drei 5 V Ausgänge des PC kurzgeschlossen werden. Und geht das problemlos?

Jürgen

Nein, eben nicht. Nichtmal bei einem einzelnen Hub darf da Strom rückwärts in den PC fliessen.

Wenn Du das sicherstellst, hast Du auch mit den externen Netzteilen keine Probleme.

cu Michael

Warum eigentlich nicht? Der Begriff "Netz" für Stromversorgungskreise kommt doch gerade von der Vermaschung und die wird allgemein wegen ihrer Vorteile maximiert.

Hä? Worauf willst Du jetzt hinaus?

Der USB-Standard hat da genaue Definitionen. USB ist als Baum organisiert, nicht als Netz.

Wenn man sich da nicht 'dran hält, kann es halt sein, daß Sachen nicht funktionieren oder gar kaputt gehen (ja, in genau so einem Szenario mit rückspeisendem Hub habe ich das schon erlebt, daß der PC das überhaupt nicht mochte).

Ich klammere jetzt mal USB-C aus in dem Fall, daß beide Seiten PD können. Dann wird ausgehandelt, wer Strom liefern und annehmen kann, das ist dann sicher, aber auch dann gibt es niemals eine direkte vVrbindung vom Hub-Netzteil zur VBUS-Leitung.

cu Michael

Vielleicht hilft dir dabei das Stichwort "Rückwärtige Speisung". In einem Maschennetz hast du 1+n Einspeisungen und das ist so gewollt.

Aber USB ist Top-down als Baum gedacht mit genau n=1 Versorgung. Da kann/darf nicht einfach ein Hub mittendrin die Energie seiner Versorgung in alle Richtungen verstreuen.

Vergleichbar wäre das mit einer Wind/Solaranlage die im Vermaschten Netz ganz ohne Registrierung und Rücksicht auf Netz da oder Frequenz einfach so weiter einspeist. Was dann passieren kann wirst du dir vorstellen können.

Bye/ /Kay

Beantworte dir das doch einfach selber, indem du es simpelst misst und nicht fragen stellst, ob deine HUBs es einhalten, was sie eigentlich sollten.

Es ist zudem völlig schnurz, ob deine externe Versorgung drei oder ein SNT ist, bezüglich der Rückwärtsspeisung, deiner drei sollten die HUBs jeweils für sich das rückwärts blocken.

Dazu brauchst du lediglich ein USB Verlängerungskabel was du schlachtest und ein simpelstes DMM, was du zu haben scheinst.

Bei dem Kurzschluss, den du dann rückwärts machst, beginnst du hochohmig mit z.B. 100R dann warte mal könnten sogar 50mA fliessen ;-O

Das DMM klemmst du über diese 100R und rechnest das dann selber aus - zur Not mit KI

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required