Was haltet Ihr von Schmelzsicherungen im Ausgang an Stelle von elektronischen Schutzmaßnahmen?
Wo wir gerade beim Thema waren, MOSFET-Endstufen
Nov 09, 2019
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Beinahe nichts. Es ist besser als nichts, jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Rettung im Falle des Falles ist gering.
Ich verwende Strom-Shunts mit 0,01 Ohm, Instrumentation-Verstärker Analog-Multiplier TrueRMS-Converter etc. Der Schutz dadurch ist fast perfekt.
Am 09.11.2019 um 02:19 schrieb Helmut Schellong:
Das ist ein hoher Aufwand.-
Aber das damals übliche Verfahren mit Tansistoren über dem Shunt, das die Aussteuerung der Endtransistoren kurzschließt, kann man vergessen.
"Leo Baumann" snipped-for-privacy@yahoo.de schrieb im Newsbeitrag news:qq52re$vph$ snipped-for-privacy@solani.org...
Da ein Lautsprecher durch thermiosche Überhizuung der Schwingspule beschädigt wird, ist eine (mittelträge-träge) Sicherung eine praktikable Möglichkeit den Lautsprecher vor Defekten einer Endstufe zu schützen.
Den Verstärker, vor allem dessen Endtransistoren gegen SOA Überschreitung bei Kurzschluss am Ausgang (Lautsprecherkabel mit nackten Enden), kann man mit Feinsicherungen nicht schützen, dazu braucht es elektronische Abregelung, SOA-Protection.
Superflinke 'Halbleiter'sicherungen könnten zwar Transistoren schützen, müssten aber so knapp dimensioniert werden, daß nicht die Leistung an die Lautsprecher gegeben wird die mit den Transistoren sinnvoll möglich wäre.
Multiplier und TrueRMS kosten je um die 10 €. Das ist wirklich teuer. Und ich brauche mehrere davon, in einer von 2x6=12 Endstufen. TrueRMS brauche ich insgesamt 2x3.
Die Shunts sind SMD-Widerstände, 1%, 5W, bis 35A, Isabellenhütte. Bei 20A hat der 0,01 Ohm 200mV an sich liegen, 4 Wpeak. Ein Instrumentation hat z.B. 50uV Offset max., 10uV typ. Zu den Instr.-Eing. führen natürlich Spannungsteiler.
Ich messe: Strom plusseitig Strom minusseitig Leistung AlFet plusseitig Leistung AlFet minusseitig TrueRMS Last (optional)
Jeweils Momentanwert und Integral. Mittels Trimmer kann zwischen M und I wie mit Balance eingestellt werden. Kann sein, daß ich 30 Trimmer in der Rückenplatte vorsehe.
TrueRMS ist schwierig. Ich muß den Zustand des Ausgangs mit Komparatoren feststellen. Die steuern dann entsprechend.
Der Transistor (in diesem Fall MOSFET) schützt zuverlässig die vorgeschaltete Sicherung! (Altes Elektronik Sprichwort)
Am 09.11.19 um 11:15 schrieb MaWin:
Das klappt aber nur, wenn der Verstärker nicht zu groß für den Bass ist. Andernfalls ist die Schwingspule die Schmelzsicherung.
Bei MOSFET? Da ist SOA doch kein ernstes Problem. Wenn die gescheit dimensioniert sind, verrecken die fast nie.
Naja, Endstufen muss man immer überdimensionieren. Schließlich ist ja auch der Crest-Faktor der Musik nicht wirklich gut vorhersagbar.
Aber effektive elektronische Schutzschaltungen existieren durchaus. In der Regel natürlich als integraler Bestandteil des Endstufen-Designs. Gerade bei Profi-Equipment ist das durchaus relevant, denn da ist immer irgendwann mal ein Vollpfosten am Regler, der die Grenzen nicht kennt.
Marcel
Marcel Mueller snipped-for-privacy@spamgourmet.org:
Die Glühbirne beim Hochtöner ist schon ausgestorben?
Die Unterscheidung ist auch systematischer Natur - der Stereo-Sektor konsumiert so gut wie ausschließlich nivelliert eingepegeltes, sittsames Material, auch wenn es noch so wild angemalt wurde. Als Hochtonanteil sind hernach, was ich mich entsinne, um die 15 % anzusetzen. Bühnentechnik muss das aushalten, dass nicht vorab eingepegeltes Zeug daherkommmt, der Hochtonanteil wird hier größer angenommen, bis 30 %, wenn ich das noch passend im Schädel habe (zumindest sollte die Relation nicht weit daneben sein). HiFi-Plunder zerschießt es dann gern, wenn im falschen Theater aufgestellt, das ist nicht nur der Übersteuerungsanteil bei schwachem Verstärker, das ist eine andere Statistik des Materials, die hier daherkommt.
Hat leicht etwas schrulliges, wenn der OP diese Unterscheidung nach nivelliert eingepegeltem Material, dem seine Kundschaft wahrscheinlich huldigen wird, wie alle anderen braven Konsumentenbürger auch, im Gegensatz zum im Hier und Jetzt unvermittelt zuweilen daherknallenden Live-Zeugs, ignorieren will. Bei einer Veranstaltung ist das Schall und Rauch und verpufft wieder (wenn es denn die Technik erträgt), auf Tonträger hingegen ist das eine Zumutung, wenn man dasselbe wieder und wieder vorgesetzt bekommt, abgesehen davon, dass mit den Pegelgrenzen auf Tonträgern enorm geizig umgegangen wird, man also nicht damit rechnen muss, dass solche Reserven vorgehalten werden.
Am 09.11.2019 um 13:00 schrieb Fritz:
Deshalb baut man ja noch eine Crowbar ein, um die Sicherung doch noch zu killen.
DoDi
Am 09.11.19 um 15:53 schrieb Ewald Pfau:
Passende Glühlampen bekommen langsam Seltenheitswert. Wollte mir einen HF-Thermokopf bauen. Passende Soffitten sind inzwischen schon rar.
Werden eigentlich noch Aufnehmen unkomprimiert vertrieben?
Am 09.11.19 um 15:53 schrieb Ewald Pfau:
Die nennt man heute Polyfuse. ;-)
Kommt auf die Abtrennfrequenz an. 15% der Leistung ist zumindest ab
3-Wege schon viel. Ich habe eher etwas von 5% in Erinnerung, wenn man nicht gerade schon bei 2,5kHz los legt, was aus klanglichen Aspekten eher schlecht ist. Ich habe irgendwann mal einige tausend Musikaufnahmen ausgewertet.Das hingegen wundert mich nicht. Wenn da die E-Gitarre losschmettert...
Ack.
Mit Techno bekommt man auch schon eine deutlich abweichende Energiedichteverteilung. Da sind Bass und Höhen stark überrepräsentiert Wie sonst sollte man sich in der Disse bei >125dB noch (schreiend) unterhalten können? ;-)
Marcel
Am 11.11.2019 um 22:00 schrieb Marcel Mueller:
Ähm... nö! Schau einfach, wie viele W-Bins bei einem Rock-Konzert stehen. Techno verdichtet das Bass-Spektrum halt auf den Kickbass.Falk D.
Wie wäre es mit einer "Effektivwertmessung" wie bei einfachen Multimetern? Mittelwert mit einem RC-Glied bilden und dann so kalibrieren, dass bei einem Sinus ein Effektivwert dabei herauskommt. Sollte genau genug sein ....
[...] [...]
Ich habe inzwischen darüber nachgedacht. Und zwar, wie ich es weniger aufwendig und billiger und vernünftiger gestalten kann:
Die Shunts liegen ja beide zum Ausgang hin. Bei der Last messe ich den Strom, indem ich die Differenz beider Shunt-Ströme bilde: Der Ruhestrom allein hat diff=0. Eine diff>0 muß Laststrom sein.
Der 4-Quadranten-Multiplier erspart mir einen Präzisions-Gleichrichter. Einen TrueRMS werde ich nur für die Last-Leistung einsetzen. Also einmal pro Frequenzweichen-Brücken-Verstärker = 3-mal. Ich werde die Last-Leistung auch als Momentan-Wert zur Limit-Prüfung anbieten.
Ich messe also: Last-Leistung momentan Last-Leistung RMS StromP momentan StromM momentan TransPleistg momentan TransMleistg momentan
Ich werde damit 3 x 4 Trimmer auf der Rückplatte anbieten, zum Einstellen für die Limit-Überwachung. Wegen Limit kann ich das Signal per JFET kurzschließen und/oder den Verstärker ausschalten. Relaiskontakt zur Last hin will ich nicht.
Den jeweils zweiten Verstärker einer Brücke werde ich nicht limit-bestücken, da der Laststrom stets durch beide geht.
Brückenverstärker sind sicherer: Es müssen _zwei bestimmte_ (von 4) Transistoren Kurzschluß aufweisen, um die Last zu schädigen.
Am 13.11.19 um 15:08 schrieb Falk Dµbbert:
Hört bloß auf. da wird einem ja schon beim Lesen schlecht. Bin froh, dass es sowas hier nicht mehr gibt: Der nerven- und umweltbelastende Brüllschuppen "Music Point" ist seit geraumer Zeit von auße kaum noch zu hören, und das jährliche Brüllevent "XXL - Party" hier gleich nebenan am Baggersee gibt's auch nicht mehr. Beides wahrscheinlich mangels Publikum.
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