wer stoert 433 MHz?

Aug 16, 2026 Last reply: 1 week ago 81 Replies

Ich übertrage meine Zählerdaten aus dem Keller mit CC1101 auf 433 MHz. Das ganze ist marginal und grenzwertig, aber mit Außenantenne für den Empfang stabil. Ab und zu fällt mal eine einzelne der minütlichen Übertragungen aus.



Zwischendurch gibt es aber Lücken von einer halben bis zu einer Stunde. Ich frage mich was das sein könnte. Halbwegs plausibel scheinen mir Flug- oder andere Modelle in der Nachbarschaft. Kann das sein?



Funkamateure am 70m-Band fahren u.U. mit viel Leistung, die drücken so einen CC1101 vermtutlich völlig weg. Wäre das möglich?

Irgendwelche Funkgeräte von Baustellen etc.? Die nehmen nicht immer legales Zeug?

Bist du sicher dass das Signal nicht schon von sich aus, auch ohne Störung grenzwertig ist?

Amateurfunk, "illegal" als Betriebsfunk missbrauchte Amateurfunkgeräte, irgendein China-Ramsch der in der Nähe ist, andere kaputte Sachen, die Harmonische aussenden?

Eventuell wäre LoRA geeigneter?

/ralph

Ich kenne niemand mehr, der dafür 433MHz benutzt. Entweder 2.4GHz, oder

868MHz.

Ich hatte mal analoge Funkkopfhörer mit 433MHz - auf dem Band ist da Dauersenden erlaubt.

Ich würde (ohne eigene Erfahrungen damit) auch Lora auf 868MHz empfehlen - alleine, weil auf 868MHz Sendezeit-Limits gelten.

cu Michael

Axel Berger wrote on 16.08.2026 19:31:

Ich habe hier zuvor im Kontext 'Garagen-Tor-Funk-Öffnung' geschrieben. Deshalb: Firma Hörmann verwendet für seine Torsteuerungen 868 MHz, weil diese Frequenz deutlich störungsärmer ist.

Allerdings ist eine Funksteuerung über nur 5..15 m Entfernung mit 434 MHz wohl fast völlig unkritisch.

Wir hatten hier ein Conrad-Funkklingelsystem... ging Jahrelang gut... bis wohl in der Straße hier jemand was anderes auf 433 hatte... Fehlalarme ohne Ende.

Nun ist es ein 868er (Honeyell). Seitdem keine Probleme mehr. BTW: Haben wir inzwischen auch @Work... falls Frontoffice nicht besetzt... damit das hinter Brandschutztüren noch gehört wird... auch auf "große" Entfernungen funktioniert es wunderbar.

Insofern... Störanfälligkeit durch Fremdsender auf 433 scheinen allgemeine Probleme zu sein.

Viel Erfolg beim Beheben,

Olaf

Nicht am frühen Sonntagabend.

Ich bin sicher, daß es das ist und hatte das oben ausdrücklich geschrieben. Es ist auf Kante genäht und läuft gerade so, aber das erstaunlich stabil.

Genau das sind meine Fragen.

Wäre es ganz sicher. Aber wenn ich eine Sache gar nicht kann und möchte, dann ist das Programmieren. Der CC läuft und das war Kampf genug.

Ein dokumentiertes und laufendes Sender-Empfänger-Paar, das ich für mich adaptieren könnte, habe ich nicht gefunden.

Danke Axel

Ich habe wegen der Reichweite bewußt die niedrigste Frequenz gesucht, die ich finden konnte. Der Sender steht im Keller auf dem Zählerschrank ca. 2 m von einem winzigen Fenster entfernt. An derselben Außenwand, etwas seitlich versetzt, liegt mein Schlafzimmer. Dort geht es nur mit Außenantenne. Eine zweite, getestet funktionierende Antenne mit langem Kabel habe ich. Aber dann müßte ich auch im Gemeinschaftsbereich einen Fensterrahmen durchbohren, ein langes Kabel ziehen und eine Antenne außen ankleben.

Wenn möglich will ich das vermeiden.

Wie wäre es mit gesteigerter Sendeleistung?

Am 16.08.26 um 19:31 schrieb Axel Berger:

Da wirst du dir einen Scanner oder SDR zulegen müssen und auf die Suchen gehen müssen. Es könnte auch gar kein legales Gerät sein, sondern einfach ein nicht funkentstörtes Schaltnetzteil. Von denen gibt es mittlerweile viele.

Was spricht dagegen, mal mit einem SDR zu schauen?

Erstens daß ich nicht weiß, was das ist, und zweitens, wie man es anwendet.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Keller in den ersten Stock im Mehrfamilienhaus. Also nein. Es sei denn da würde mal aus anderen Gründen etwas geöffnet, dann kann ich mit rein. Mit Kabel könnte ich einen Access Point aufstellen.

Es gibt ein (genauer vier) ungenutztes SAT-Kabel. Ich habe schon angedacht, darüber Modbus als RS485 zu versuche. Erstes Problem, die 48 Kabel am Verstärker im Keller sind nicht beschriftet.

Kann man die irgendwie durchpiepsen? Eventuell sind sie sogar irgendwo dokumentiert?

Vermutlich kriegst du da mit billiger Hardware sogar Ethernet drüber.

/ralph

Möglich, aber um bis 433MHz hochzukommen, muß man sich mit einem DC/DC-Wandler schon etwas anstrengen.

Üblicherweise liege ich (mit gutem, kompakten Layout) eher bei ~150MHz mit den Resonanzen bei einem synchronen step-down.

Mit den deutlich größeren Bauteilen in einem AC/DC-Design würde ich eher deutlich niedrigere Frequenzen erwarten.

cu Michael

Das ist eine praxisgerechte Aussage.

Hallo Axel,

Welcher Zähler und in welchem Format?

Falls es sich um die Magnet-Umdrehungsimpulse handelt, habe ich gute Erfahrungen mit Zigbee-Wassermeldern gemacht. Anstelle der zwei offenen Kontakte einfach ein kleines Reedkontaktröhrchen in die Aussparung unterm Gaszähler kleben (diese netten Klebeknetepads tuns hervorragend)

Andere haben wohl erfolgreich Tür/Fensterkontakte dafür umgebaut. Da fand ich nur sehr häufig minimal kleine SMD-Magnetsensoren verbaut, die sich ungern an andere Orte versetzen lassen.

Mittlerweile hab ich alles auf ZigBee umgestellt. Da gibts alles, was man haben will, preiswert beim schnellen Ali und ist schön stabil. Ein paar ZigBee Funksteckdosen zusätzlich an der Waschmaschine ... verteilt, stabilisiert die Funkübertragung ungemein. Seither braucht man auch nicht in den Keller um nachzuzsehen, ob die Waschmaschine schon fertig ist, das sieht man am Sromverbrauch der Maschine auf dem Händi.

Homeassistant ist schon ein nettes Ding.

433 MHz ist irgendwie nicht mehr so interessant.

Marte

Du verstehst das Problem nicht. Für Zigbee brauche ich schon innerhalb der Wohnung Repeater.

Es sind infrarot abgegriffene SML Daten von zwei Zählern. (Nicht freigeschaltet. Mehr als Zählerstand und Momentanleistung will ich ohnehin nicht.) Die werden von einem Esp32 dekodiert und ausgewertet. Das Problem ist die Übertragung aus dem Jeller in die Wohnung und zum HA. Dafür war der CC1101 mit 433 MHz das, was ich ans Laufen bekommen konnte. Der Schritt vom Empfängerarduino zum HA über MQTT war der, mit dem ich am längsten zu kämpfen hatte.

Wie erwähnt, Software ist meine Achillesferse.

Ist ja ein ISM Band und da gibt es im 433MHz Band IIRC/AFAIK sogar noch höher priorisierte Nutzer/Anwendungen.

Immer die beste Lösung. Wenn es ohne Bagger und Gerüst nur drahtlos geht (wie schon im Thread erwähnt wurde) auf das 868 MHz Band ausweichen, AFAIK: da sind keine Dauersender erlaubt, Tastgrad <10%. Sofern man einen Einfluss auf das Übertragungsprotokoll hat, die Datenübertragung mit einer Sicherungsschicht versehen.

Ich habe 2023 im Zusammenhang mit der Installation eines Leistungsmesser für die PV in der Hauptverteilung vom Elektriker 2 Hutschienen-LAN Ports mit setzen lassen, an einem ist der SMA Homemanager, an den anderen kommt die Steuerbox des bereits angedrohten iMSys. Billig war das nicht, aber so habe ich Ruhe. (vorsorglich: ist alles in einem separaten VLAN)

Hallo,

das habe ich auch so erlebt.

Gleichtakt-Ferrite helfen da, am besten der, welcher sich mit steigender Frequenz am steilsten einkringelt.

peter

Mein CC1101 sendet einmal jede Minute ein Array von (iirc) 32 Byte.

Verstehe ich nicht. Auf welchem Weg erfolgt die Übertragung. Ich muß vom Zählerschrank im Keller in meine Wohnung.

Hi Axel,

Ja und? Die Repeater sind bei ZigBee einfach und schnell installiert. In meinen Fällen sind das einfach Zwischenstecker in irgendwelchen Steckdosen. Die Teile kosten keine 10 € und brauchen kaum Strom. Nebenbei kann man die Steckdosen schalten und den Energieverbrauch darüber erfassen (was ich nur bei der Waschmaschine tatsächlich mache). Wenn Du mehrere Etagen überbrücken musst, wo sich kein ZigBee-Repeater platzieren lässt, würde ich wohl WLAN bevorzugen, oder tatsächlich die SAT-Leitung durchklingeln. Einfach an der eigenen Leitung oben einen Abschlußwiderstand drauf (am einfachsten einen Kurzschluss) und unten mit dem Piepser nacheinander durchklingeln. Als Protokoll bietet sich onewire an oder wenn es unidirektional reicht, einfach UART TxD mit kleiner dreistelliger Baudrate.

Die ESPs haben doch WLAN an Bord. Mit vernünftiger Antenne komme ich damit vom Keller durch drei Stockwerke bis zum Dachboden. Ganz früher hatte ich mal eine alte FritzBox als Repeater unterm Dach. Die hatte mein Vorbesitzer mit Klingeldraht als DSL-Router da oben plaziert. Zu 16 MBit-Zeiten ging sowas noch überraschend gut. Ich nutze die Fernsehkabel-Leitung bis ins 2. OG und habe dort im Wohnzimmer nun meinen Kabelrouter. Wenn ich auf DSL umstelle, kommen zwei Balluns dran und DSL darüber. Das hat zwei Jahre lang mit 200 MBit/s bemerkenswert gut geklappt.

Klingt unnötig kompliziert.

Marte

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required