Wer benutzt zur Zeit Win 11 Pro mit Realtek Soundcard und deren Line-In-Eingang?

Mar 06, 2025 Last reply: 1 year ago 116 Replies

Am 09.03.2025 um 11:31 schrieb Bernd Mayer:

Ja, die Hinweise habe ich schon alle ausprobiert.

Inwieweit wären das Anleitungen? Das ist eine peinliche (für MS) Aneinanderreihung von #metoo und die übliche Support-Gebetsmühle "Troubleshooter ausführen", "Treiber aktualisieren", "Rollback".

Volker

Am 08.03.2025 um 19:39 schrieb Jürgen Hüser:

Ja, es kommt immer darauf an, jeder Jeck ist anders, wie der Kölner wohl sagt.

Im Büro Umfeld gibt/gab es IMO drei hauptsächliche Trigger für Windows: Excel, SAP und das leidliche Thema Groupware - also das Duett Outlook+Exchange.

Excel praktisch nur, wenn man Exel Macros/VBA "braucht". Formeln hingegen haben soweit ich sie in den letzten 10+ Jahren benutzt habe, auch in Libre Office Calc funktioniert. Für die Schatten IT kann man Windows Terminalserver mit MS Office hinstellen, >90% der typischen Büroarbeitsplätze brauch nicht mehr als Libre Office (es sei denn, dass die Excel Maxcros als *hust* "Datenbankapplikationen" für alle mißbraucht werden, aber dann hat man ganz andere Probleme als Windows oder nicht-Windwos)

Das Thema SAP GUI wird gerade via S/4 im Browser gefrühstückt, könnte für viele im Herbst 2025 zum Win 10 Supportende erledigt sein.

Bleibt das, was mit IMAP, CalDAV und CardDAV nicht so funktioniert wie mit Outlook (+MS Exchange) z.B. Termine mit Verfügbarkeiten firmenweit zu planen. Und bitte nicht nur die 20 Leute Firma betrachten, sondern auch Enterprise Umfeld mit 4+ stelliger Mitarbeiter Anzahl.

Persönlich bin ich mit Mint schon recht zufrieden, aber eben nur für die private Nutzung, wo mir IMAP, CalDAV und CardDAV reicht.

Dafür gibt es Cloudservices, nicht nur von Microsoft, sondern auch von Google. Die Webanwendungen dafür gehen mittlerweile gut genug.

/ralph

Excel dürfte sich durch LibreOffice Calc hinreichend gut substituieren lassen. IIRC unterstützt das ebenfalls Makros, nativ aber nur *sic* LibreOffice Basic, in der weiteren Periperie notfalls auch Python, JavaScript, und BeanShell. Falls es aus unerfindlichen Gründen unbedingt das beliebte Einfallstor für Makroviren sein soll, könnte man es mit der Funktion "VBA macro import" versuchen - natürlich ist das genausowenig perfekt, wie die Formatumwandlung von MS Word/PPT nach LO Writer/Impress, selbst wenn man von Anfang an den zwischenzeitlich sogar bei MS zu findenden Standard ODF benutzt.

Sehe ich auch so. Natürlich kann man für Ticketsysteme und alles Andere - frei nach dem Motto "Nun, da ich einen Hammer besitze, sieht jedes Problem für mich wie ein Nagel aus!" - auch Excel vergewaltigen.

Allerdings.

Nagel mich bitte nicht fest, aber bei Evolution...

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wird sowas durchaus beschrieben. Wie es dann in der Praxis funktioniert, weiß ich mangels Erfahrungen nicht.

Wie bei ICE vs. BEV wird dann natürlich sofort jemand kommen, der dringend Active Directory braucht (z. B. um die Daseinsberechtigung als IT-Spezialist beim Patchen der zahlreichen Verwundbarkeiten zu rechtfertigen), SAMBA, FreeIPA und OpenLDAP aber vollkommen unter seiner Würde findet.

Nunja. In Deutschland wurden 2023 knapp drei Millionen Automobile neuzugelassen, gegenwärtig rund 50 Millionen PKW im Bestand, 2% davon elektrisch. Will sagen: Wenn ein Problem groß ist, läßt man es lieber links liegen und beschäftigt sich mit Marginalien (und Nebelkerzen).

MS als amerikanisches Unternehmen ist ja speziell in der Trum-Präsidentschaftals komplett gutartig, preisgünstig und vertrauenswürdig zu bewerten. Auch an der Softwarequali fehlt sich erkennbar nichts.

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Mei, müßte man halt mal versuchen, anstatt kategorisch zu sagen "Geht nicht!" und die Sache aufgeben. Wenn da nur nicht die Lobbies wären und eine eingefleischte Gruppe von Administratoren, Consultants, usw., die mit diesen Produkten eine Stange Geld verdienen und sich ggfs. auf Linux erst einarbeiten müßten.

Volker

Hallo!

Am 09.03.2025 um 23:10 schrieb Thomas Einzel:

Büroumfeld ist mir ziemlich egal. Und wenn - da wäre Linux glaube ich kein Problem. Im Gegenteil.

Nein, bei mir speziell geht es um Software zum programmieren, Abgleich, Firmwaretools und dergleichen mannigfaltig der Hersteller Motorola, Kenwood, Icom und vielleicht demnächst noch Hytera für deren Funkgeräte und Funk-Zubehörteile. Die schreiben durchweg alle ihre Servicesoftwares für Windows.

Und will ich mir den Krampf antun solche Software unter WINE laufen zu lassen? Bestimmt nicht!

Jürgen Hüser

Das wünschte ich mir auch. Ich halte aber die Integration der Programierumgebung in die Tabellenkalkulation bei Excel für wesentlich besser gelungen als in Libre Office Calc. Für Normal- anwender ist das viel zu komplex und zu schwer durchschaubar.

Zumal da dann kaum Gewalt nötig ist.

Eben. Da müßte das Libre Office Team daher noch nacharbeiten. Ansonsten kann man gut damit klarkommen. Trotzdem ist Excel VBA eine Sache, für die ich Microsoft Vieles Andere verzeihe :-).

Grüße, H.

Am 10.03.2025 um 08:52 schrieb Volker Bartheld: ...

Mich dünkt, dass das Problem oft stärker bei den "Experten" der Schatten ITs sitzt die ihren Geschäftsführern erzählen, dass nur ihre lang erarbeiteten Makros der Firma weiterhin Geldsegen garantieren können, das ginge mit Openoffice/Libreoffece etc. nicht.

Am fehlenden Linux know how liegt es bei uns auf Arbeit jedenfalls nicht das sit da. Es laufen zahlreiche VMs mit RHEL und die ganzen SAP Landschaften auf SLES (Suse). Arbeitsplätze nicht, aber die Kollegen sitzen auf dem gleichen Gang, das würde alles gehen. Aber es *muss* MS sein, weil... siehe oben.

Cloudservices von Google statt MS On-Premises? So etwas nennt man glaube den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Verlangt ja auch niemand. Es ist ja IIRC nicht Deine Soundkarte, die nicht mehr funktioniert und es warst ja auch nicht Du, der hierzugroups releativ themaverfehlend um Hilfe zu den rauchenden Trümmern seines Betriebsystems ersuchte.

Volker

Na klar. Dieser Filz wärmt halt gut. In vielerlei Hinsicht.

Volker

Ja, so erlebt in einer Firma in der ich mal gearbeitet habe.

Ich habe die Arbeit mit der Google Suite (aktuell heißt sie glaub ich schon wieder anders) als deutlich angenehmer empfunden als die mit Outlook&Co.

/ralph

Ich glaube bei Excel sind mittlerweile weniger die Makros, mehr die "Power-User" das Problem, irgendwelche Controller oder Buchhalter, die jedes Mikro-Detail der Excel-Bedienung so tief internalisiert haben, dass sie eine halbe Sekunde dort, eine halbe Sekunde da einsparen, wenn sie irgendwas machen was *genau so* nur in Excel geht (selbst wenn es auf die LibreOffice oder was auch immer-Methode nicht prinzipiell langsamer, sondern einfach nur anders ist). Und bei Leuten die das

30 Jahre so machen, die wollen sich u.U. nicht mehr umstellen, IMHO ist das durchaus oft auch rational, weil sie wissen, dass sie in der nächsten Firma mit zu 98% Wahrscheinlichkeit sowieso wieder vor Excel sitzen.

Also Leute, die quasi in Excel "leben", und oft weit oben in Firmenhierarchien sitzen.

/ralph

Thomas Einzel snipped-for-privacy@einzel.de schrieb oder zitierte:

[In de.sci.electronics OT:]

Ich nutze hier eine nicht-Excel-Tabellenkalkulation auf einem nicht-Windows-Gerät. Dort gehen die Formeln soweit gut, aber es gibt doch Abstriche gegenüber Excel, wenn es etwas subtiler wird. So ist die Erkennung von Zirkelbezügen anscheinend defekt und sieht bei größeren Tabellen manchmal Zirkelbezüge, wo keine sind, und bietet nicht die Hilfen von Excel für Zirkelbezüge an. Entsprechend fehlen andere subtilere Funktione, wie das Einfügen als Wert oder das Kopieren von Formeln in eine andere Tabelle. Die Größe öfter veränderter Tabellen wächst ins Unermeßliche, bis sie für das Programm zu groß werden, aber ich habe jetzt herausgefunden, wie ich sie durch das "Löschen leerer Zellen" wieder verkleinern kann. Und dann fehlen eben Makros und die Möglichkeiten zum Anpassen der Oberfläche.

Der Chatbot kann einem heute vielleicht dabei helfen, Excel-Makros in LibreOffice-Calc-Makros zu übersetzen oder LibreOffice-Calc-Makros neu zu schreiben.

Ungetestet: Ich:

Bitte schreibe ein LibreOffice-Calc-Makro, welches den Text "Hallo Welt!" in Zelle A1 schreibt.

, der Chatbot:

|Hier ist ein einfaches LibreOffice-Calc-Makro in LibreOffice- |Basic, das den Text "Hallo Welt!" in die Zelle A1 schreibt: | |Sub SchreibeHalloWelt | ' Hole das aktuelle Dokument (Calc-Tabelle) | Dim oDoc As Object | oDoc = ThisComponent | | ' Hole das aktive Tabellenblatt | Dim oSheet As Object | oSheet = oDoc.Sheets(0) ' Das erste Blatt (Index 0) | | ' Schreibe "Hallo Welt!" in die Zelle A1 | Dim oCell As Object | oCell = oSheet.getCellByPosition(0, 0) ' Spalte 0, Zeile 0 (entspricht A1) | oCell.String = "Hallo Welt!" |End Sub

Man kann LibreOffice Calc auch von Python aus automatisieren und steuern, was mir als Python-Programmierer natürlich gefällt.

|def write_hello_world(): | doc = XSCRIPTCONTEXT.getDocument() | sheet = doc.Sheets[0] | cell = sheet.getCellByPosition(0, 0) | cell.setString("Hallo Welt!")

Das sieht auch einfacher aus als die BASIC-Version.

Dazu kommt leider auch noch, daß LO noch immer ziemlich buggy ist. Und das sage ich, obwohl ich kein MS-Office verwende - aber viele reine Büronutzer wollen sich das nicht antun... kann ich verstehen.

Ich finde LibreOffice eigentlich nicht buggy, bzw. nicht mehr oder weniger als Excel oder irgendwelche anderen Konkurrenzprodukte. Vor 20 Jahren war das anders, aber schon lange nicht mehr. Alles in dem Feld sind ausgereifte Produkte, die jahrzehntelang debuggt worden sind.

/ralph

Das sind die Ersten, von denen ich hoffe, daß ChatGPT & Co ihnen den Job wegnehmen.

Volker

Am 10.03.2025 um 11:56 schrieb Eric Bruecklmeier:

Ja, leider. Der Writer ist genauso kaputt wie der von OO von dem ich weg wollte. Und manche Konzepte sind einfach Mist (oder ich habe sie nicht verstanden), wie z.B. die Sache mit Bildern und Bildunterschriften, die als Makro da Rahmen drumbauen und wo alles auseinanderfällt wenn man das Bild austauschen will. Relativ kleine Dokumente mit vielen Bildern drin gehen mir auch gerne mal komplett kaputt.

Bernd

Ich auch nicht. Es gibt gewisse "Eigennartigkeiten", das liegt in der Natur der Sache.

Neulich ist mir bei Mint Mate aufgefallen, daß man nicht ohne große Schmerzen das Panel (vulgo: "die Taskbar") auf andere Monitore rüberklonen kann. Außerdem gibt es einen riesen Sauverhau, wenn ich meinen Hauptmonitor kurzzeitig deaktiviere, z. B. weil ich darauf den Desktop des Arbeits-Laptops ausweiten, aber am anderen Monitor noch den Linux Mint Desktop sehen will.

Wenn ich dann den zentralen Monitor wieder aktiviere, stimmt die ganze Plazierung nicht, das Panel ist am falschen Bildschirm, Refreshrate muß neu eingestellt werden, usw.

Dann gibt es Applikationen, die hartnäckig auf dem via DVI angeschlossenen Monitor erscheinen (VeraCrypt) oder ihre Popups darauf werfen (Double Commander), auch wenn der HDMI-Monitor der primäre ist und ich sogar via CompizConfig Settings Manage im "Place Windows" plugin gesagt habe, daß das Ausgabegerät genommen werden soll, welches gerade den Mauszeiger hat.

Sicher könnte man das nun irgendwie skripten, auf der anderen Seite hat es bei MS auch Jahrzehnte gedauert, bis das wenigstens halbwegs funktionierte. Ich sag nur: High-DPI-Displays, Remote Desktop Services. Ganz schlimm.

Ich erlebe durchaus allerlei Lustigkeiten mit Linux Mint und FOSS darauf, kann man sich mit arrangieren. Meist gibt es irgendein Skript, einen Workaround oder sonstige Lösung dafür.

Das jetzt zum Anlaß zu nehmen, um die Alternativlosigkeit von Windows zu begründen, halte ich für weit überzogen. Scheint in den Köpfen derer, die das vor 10-20 Jahren mal mit überwiegend negativer Erwartungshaltung ein paar Minuten benutzten und Horrorgeschichten ihrer Ex-Studifreunde von selbstcompilierten Kernels gehört haben, aber immer noch einbetoniert zu sein.

Das sind pikanterweise meist Leute, die gar keine besonderen Ansprüche hinsichtlich der Software oder der PC-Topologie haben. Sie sind einfach phlegmatisch und eingefahren.

Volker

Das kann ich leider nicht bestätigen...

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