Vorschriften für Geräte auf Schiffen

Nov 17, 2004 10 Replies

Hallo,



welche besonderen Vorschriften müssen beachtet werden, wenn elektronische und elektromechanische Komponenten (Steuerungen, PCs, Motoren etc.) zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff eingesetzt werden sollen? All diese Komponenten kommen nur im Innenbereich der Schiffe zum Einsatz (Kabinen, Flure und so). Sind ggf. sogar Abnahmen notwendig?



Vielen Dank schon mal für die Antworten.



Gruß Martin


  • Habiger "Elektromagnetische Verträglichkeit" Verlag Technik 2. Auflage 1992 640 Seiten hat Kapitel bezüglich Schiffe allerdings auf DDR zugeschnitten. Die späteren (West-)Bücher des Autors haben weniger Seiten, weniger Themen also auf Ausgabe achten.
  • die 50Hz werden nicht so uhrengenau sein wie von EVU.
  • selbst wenn Innenbereich wird die "frische (salzige) Seeluft" wohl noch vorhanden sein.

MfG JRD

M. Konopka schrieb:

Hallo,

auch wenn solche Komponenten nicht zum sicheren Betrieb des Schiffes=20 notwendig sind, die Brandschutzbestimmungen auf Schiffen werden sie=20 erf=FCllen m=FCssen. Dann gibt es da noch Vorschriften der Versicherung, der=20 Seeberufsgenossenschaft, des Schiffsregisters und noch einige mehr.

Bye

Manchmal sind bestimmt Materialien nicht erlaubt, die zB. bei Feuer giftige Gase freisetzen... Aber ich würde einfach mal beim GL anrufen und fragen:

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Gruß aus Kiel Ingolf

Rafael Deliano meinte am 17.11.04 zum Thema "Re: Vorschriften für Geräte auf Schiffen":

Naja, Feuchtigkeit schon, salzig muss es nicht unbedingt sein. Könnte ja auch für eine Rhein-Fähre oder einen Bodensee-Ausflugsdampfer sein. Wobei es dann natürlich strenggenommen keine Schiffe, sondern Boote und Kähne sind ;-)

Jedoch auf jeden Fall Rüttelfestigkeit beachten, auch bei nicht ortsfesten (fest verschraubten) Anlagen, sofern es nicht zufällig nur ein Segelschiff sein sollte...

Erweiterter Temperaturbereich (wie für KFZ) sollte selbstverständlich sein.

-jha- id 0x8fce1185 at the usual places.

BILD lügt

Johann H. Addicks schrieb:

esten

chiff

Hallo,

ein Segelschiff, das so gross ist das man solche Ger=E4te einbaut hat auc= h=20 eine Maschine. Sonst w=E4re auch der Strombedarf solcher Ger=E4te kaum zu= =20 befriedigen.

Bye

Laut Handbuch von 1971 für Fahrgastschiffe 0,2g Beschleunigung, bei Fischereifahrzeugen mehr. Könnte allerdings sein, daß Kreuzfahrtschiffe durch Grösse und künstliche Stabilisierung heute günstiger sind.

MfG JRD

Uwe Hercksen meinte am 18.11.04 zum Thema "Re: Vorschriften für Geräte auf Schiffen":

Naja, aber Segelschiffe leiden idR nicht an einer Stahlhülle. (mal von irgendwelchen osteuropäischen Segelschulschiffen abgesehen)

GFK (oder Holz) übertragen die Motor-Schwingungen nicht so stark, zumal die Maschine idR als Hilfaggregat dimensioniert ist, also nicht den kompletten Rumpf bis zum Bug durchschüttelt.

-jha- id 0x8fce1185 at the usual places.

BILD lügt

Rafael Deliano meinte am 18.11.04 zum Thema "Re: Vorschriften für Geräte auf Schiffen":

Ich erinnere mich der Rütteltische, auf der bei der Rostocker Schiffselektronik die fertig verdrahteten Schaltschränke und -Tafeln leiden mussten und dort bisweilen -so gehen die Erzählungen- auch innerhalb kürzester Zeit ihren Dienst quittierten. Das hat man zu DDR-Zeiten bestimmt nicht gemacht, um sich die Zeit zu vertreiben oder irgendwelche CE-Konformitätserklärungen drucken zu können.

Oder hat man damit die Verschraubungen künstlich gealtert ("gesetzt"), um schon gleich im Werk nochmal nachziehen zu können?

-jha- id 0x8fce1185 at the usual places.

BILD lügt

AFAIK gibt es von den jeweiligen nationalen Schifffahrtsregistern Vorschriften über die elektrische Ausrüstung von Schiffen. In einigen Herstellerkatalogen (Klemmen/Verbindungstechnik, Kabel) habe ich Hinweise auf Zulassungen bestimmter Bauteile durch diese Stellen gefunden.

Unabhängig vom Einsatz zugelassener Bauteile dürfte die dauernde Salzwasseratmosphäre ein Problem sein, das Salz dringt mit Wassertröpfchen auch in den letzten Winkel.

Winfried Büchsenschütz

Besorg Dir mal die IEC90645. Da sind die Prüfvorschrifgten aufgelistet. Es ist typisch mindestens CE + nötiger Temperaturbereich, Vibration und Schock und ergonmische Faktoren.

Reinhardt Behm, Nauheim, Germany, reinhardt.behm@t-online.de

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