Sternenhimmel

Sep 20, 2004 31 Replies

Hallo Leute!



Ein Bekannter von mir hat die Idee, dass er in seinem Zimmer sich einen Sternenhimmel aus LEDs bauen möchte. Dabei denkt er an etwa 1000 LEDs, die er in meheren Reihen (die diagonal durchs Zimmer verlaufen) ansteuern möchte. Diese Reihen sollen nacheinander langsam auf-und abgeblendet werden, so dass sich eine Art Wellenverlauf ergibt. Für das aufeinanderfolgende Ansteuern der LEDs hab ich schon eine Idee, hier denke ich, dass man mit einem Zähler (z.B. 74HC4017) die LED-Reihen nacheinander ansteuern könnte. Die Schaltimpulse für das zählen des Zählers könnte man z.B. mit einem NE555 erzeugen. Mein Problem ist das auf- und abblenden der LEDs. Hat hier jemand eine Idee, wie man dies gut lösen könnte?



mfg. Markus Haastert


Markus Haastert schrieb:

Du könntest natürlich an jeden Ausgang des 4017 einen Tiefpass und eine spannungsgesteuerte PWM ranhängen, aber wesentlich einfacher wäre es das Ganze in Form von Software in einen Mikroconroller zu gießen, der könnte dann sogar verschiedene Lightshows fahren.

Gruß Dieter

Die ökonomische Lösung wäre ein kleiner Microcontroller. Sowohl das Dimmen (->PWM) als auch die Wellenbewegung lassen sich komplett in Software realisieren, so daß an externer Beschaltung nur noch die Treibertransistoren für die LED-Ketten gebraucht werden.

Diskret könnte man z.B. die Ausgänge des 4017 über RC-Glieder auf je einen Komparator geben. Die anderen Komperatoreingänge alle parallelgeschaltet auf einen zweiten 555, der als Sägezahngenerator mit einigen 100Hz arbeitet. Die Komparatorausgänge auf die LED- Treiber. Das gibt ebenfalls eine PWM mit einigermassen geringem Aufwand.

Analog würde ich das nicht machen, bei 1000LEDs kommen doch schon ganz nette Ströme (und damit Verlustleistung) zusammen.

Hergen

Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch der MAX6956, ein 28-Port LED-Treiber regelbar in 1,5mA-Schritten bis 25mA mit I2C-Interface.

Gruss, Florian

"Markus Haastert" schrieb im Newsbeitrag news:cinl7r$40v$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Sterne sind LED-Farben-technisch weiss. Hat dein Bekannter mal nachgerechnet, was ihn der Spass kosten wird ? Hat er mal nachgerechnet, wie viel Licht aus

1000 weissen LEDs kommt ? Hat er mal nachgerechnet, wie viel Strom 1000 weisse LEDs verbrauchen ? Nicht vielleicht doch nur 100 ?
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Wie wäre es, einen kleinen Projektor zu bauen, der die Sterne an die Decke wirft? Ein Auf und Abblenden könnte man durch ein kleines Stück Blech oder lichtstreuendes Material erreichen, das zwischen dem Licht und der Lochscheibe, bzw. dem Film hin und her fährt und einen Teil des Lichtes abdeckt oder fort streut. So etwas könnte auch mehrere helle oder dunklere Bereiche enthalten. Gegen Streulicht in ein kleines Gehäuse stecken, die Linse beweglich anbringen zum Fokussieren und fertig wäre die Konstruktion und auf jeden Fall deutlich billiger, als die gesamte Decke zu verkabeln und mit 1000(!) weißen LEDs zu pflastern! Unter 1000 Euro werden die doch wohl kaum zu bekommen sein? Und sonderlich realistisch ist so eine fette LED als Stern auch nicht gerade. Von der schlechten Lichtfarbe mal ganz abgesehen. Mit einer Lochplatte und darunter liegenden Abblendscheibe könnte man sogar verschiedenfarbige Sterne realisieren. :-)

Gruß Lars

Nimm doch einfacher ein Bündel Glasfaser laß die von der Decke leuchten.

"Lars Mueller" schrieb im Newsbeitrag news:cioqsc$2sfb$ snipped-for-privacy@ulysses.news.tiscali.de...

Nennt man Planetarium. (Obwohl die modernen per Laserprojektion arbeiten).

Alle Sterne sind weiss. Egal ob roter Riese oder kleiner blauer, das sind nur Nuancen von weissem Licht, sozusagen Pastellfarben, auch die Rotverschiebung macht keine Puffbeleuchtung. Kein Stern ist knallrot oder giftgruen wie LEDs.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Wandelsterne, man Mars.:-)

ACK.

Gruß Dieter

Oder ne Disco-Spiegelkugel nehmen und aus verschiedenen Richtungen anstrahlen (Spot). Sind dann auch viele einzelne Punkte, aber dann halt keine Wellenbewegung.

Hehe, dann wird der Sternenhimmel auch gleich noch durch ne boese EMV-Wolke verdunkelt wenn er die mit PWM ansteuert ;)

scnr,

Steffen

...

...

NACK!

Schon etwas mehr als Nuancen, aber egal:

Ich hatte eigentlich nicht geschrieben, daß in dieses Miniaturplanetarium LEDs eingebaut werden sollen: Ich hatte sogar geschrieben, daß mir die Lichtfarbe von _Weißen_ LEDs hierfür zu schlecht ist. Daher ist mir der Auslöser für diesen Einwand ziemlich schleierhaft.

Eine kleine Energiesparlampe könnte ich mir z.B. vorstellen, weil ihr Licht nicht punktförmig ist, was das mit den Wellen und Farbnuancen per Scheibe oder ähnlichem hin und her fahrendem oder rotierendem Gegenstand erleichtert und das Licht annähernd einen weißen Eindruck macht. Also von unten her: Reflektor (Alufolie?), Lampe, evtl. eine Linse, bewegliche Scheibe zum Abdunkeln, und evtl. leicht einfärben, feste Lochscheibe (könnte man aber auch ganz langsam rotieren lassen), Linse, ferig. So könnte ich mir das in erster Näherung vorstellen. Oder eine Halogenlampe mit Reflektor und das Licht noch etwas streuen und auf die Kühlung achten. Wenn nur ein einzelner Stern eingefärbt werden soll: Ein Stück bemalter Folie unter oder über das jeweilige Loch kleben. Vielleicht wäre das ja eine durchführbare Grundidee. Mir gefällt es jedenfalls besser, als der Gedanke, die ganze Decke mit Elektronikmüll zu pflastern. :-)

Gruß Lars

,

100 Sterne sind nicht viel.

Ich habe =FCber meinem Bett (200 x 140 cm) die Decke abgeh=E4ngt und=20 dunkelblau ('Nachblau') gestrichen, in diese abgeh=E4ngte Decke habe ich =

gem=E4=DF der realen Anordnung zwei 50er-Lichterketten eingelassen (L=E4m= pchen=20 rausgezogen, die Fassungen mit Hei=DFkleber in die Bohrungen eingeklebt, =

dann L=E4mpchen wieder eingesteckt). Diese Lampen sind dimmbar. Aber viel= e=20 sind es nicht. Besucher sch=E4tzen meist, da=DF es sich um etwa 40 bis 50= =20 Lampen handelt. F=FCr ein ganzes Zimmer, das sicher mehr als 3 qm hat=20 w=FCrde ich weit mehr nehmen.

Ciao Dschen

--=20 Dschen Reinecke

=3D=3D=3D der mit dem Namen aus China =3D=3D=3D

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mailto: snipped-for-privacy@dschen.de

[...]

Danke für eure Tips für den Sternenhimmel, geplant sind (auch aus Kostengründen) gelbe LEDs, ne Lösung mit einem Projektor geht wohl nicht, die Lösung mit Lichtleitern und einer zentralen Lichtquelle aussieht ist im Moment noch in Prüfung, wird aber wohl auch teuer als mit LEDs. Werde die LEDs wohl per PWM ansteuern, ob dies über einen µC oder diskret erfolgt, da bin ich im Moment noch nicht ganz klar, ich tendiere aber zum µC.

mfg. Markus.

(Dschen Reinecke) 21.09.04 in /de/sci/electronics:

Du hast Besucher in Deinem Bett? Tse tse tse ;-)

(Markus Fried) 21.09.04 in /de/sci/electronics:

Gibt's sehr billig bei IKEA inkl. Farbspiel!

Die Begründung wäre interessant.

Würde mich wundern. Lichtleiterkabel gab es zumindest früher in fast jedem Laden auch als Bündel von Kunststofffasern mit schwarzer Hülle herum. Wenn man davon ein paar Meter kauft und die einzelnen Leiter nutzt, dürfte das nicht sehr teuer werden. Und besser aussehen als eine fette, gelbe LED wird's allemal. :-)

1000 (ich spare mir dieses mal das F-Wort) gelbe LEDs an der Decke? WOW! Kannst du mal ein Foto zugänglich machen, falls das jemals gebaut wird? Würde mich doch sehr interessieren! Am besten auch ein Video. :-)

Gruß Lars, völlig übermüdet, ins Bett gehörend, um 8 wieder raus müssend. :-(

WEISSE LASER??? SCNR Harald

"Harald Wilhelms" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Sicher. Google Weisslichtlaser. Mein Planetariumbesuch in einem Planetarium mit Laserprojektion (weiss und farbig) war uebrigens schon 22 Jahre her. Ist also gar nicht so neue Technik.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Markus Haastert schrieb:

Hmm... also ich finde die Lösung mit den Bündeln Lichtwellenleitern irgendwie einfacher. Da gibt es nur ein Leuchtmittel und vor den Leitern wird nur eine Maske hin- und hergefahren so das sich der selbe Effekt ergibt.

bye,kai

"MaWin" hätte früher mühevoll in Stein gemeißelt:

Jedenfalls wurde imho bisher noch kein solcher entdeckt. Aber denk doch mal an die praktische Seite, im Vergleich zu einer Briefmarken- oder Plattensammlung:

Er: Hast Du schon mal einen grünen Stern gesehen? Sie: Nein, is ja toll. Wo gibts denn das?

Grüße, H.

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