Für mich ist "Laser" ein Synonym für "kohärentes Licht", welches nun mal eine einheitliche Lichtfarbe voraussetzt. Aber vielleicht hat es bei diesem Wort einen ähnlichen Bedeutungswechsel, wie beim Wort "kompatibel" gegeben. Das man "Kompatibilität" in Prozent ausdrücken kann, kenne ich auch nur aus der Datenverarbeitung. Für mich war das immer ein "ent- oder weder"-Wort. SCNR Harald
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J
Juergen Hannappel
Fuer mich auch, die Weisslichtlaser sind ja auch eher Mogelteile. Ein Laser mit Femtosekundenpulsen macht aber richtig weisses Licht...
Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappemailto:hannappel@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869
Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany
CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Geneve 23
P
Peter Meyer
Bin nicht damit einverstanden!
Der femtodekundenpuls IST monochromatisch. Erst durch Wechselwirkung mit z.B. Wasser erzeugt dieser Puls "weisses" Licht - d.h. ein breites sichtbares Spektrum. Frage: ist diese Wechselwirkung jetzt eigentlich aufgeklärt? Vor 10 Jahren war dies noch rätselhaft.
Peter Meyer pour m'écrire directement : remplacer "dot" par "." to send a direct e-mail : replace "dot" by "."
L
Lars Mueller
Das ist ein Widerspruch in sich. Auch wenn man es schreit. ;-)
Gruß Lars
H
Henning Paul
Lars Mueller schrieb:
Wie wird die Welle eigentlich gewindowed - Rechteck, Hamming oder was? Klar daß das Spektrum dann "weiß" ist...
Gruß Henning
henning paul home: http://www.geocities.com/hennichodernich
PM: henningpaul@gmx.de , ICQ: 111044613
M
Michael Eggert
Hi!
Ein 10fs kurzer Puls ist grundsätzlich mindestens 100THz breit.
Gruß, Michael.
P
Peter Meyer
Das ist natürlich richtig. Aber: das gibt immer noch kein Weisslicht wie man leicht beobachten kann. Weiss bedeutet nicht breitbandig sonder breitbandig im sichtbaren Bereich des Spektrums. Die Folge in meinem mail, zufällig ? unterdrückt, erläuterte meine Ansicht.
Peter Meyer pour m'écrire directement : remplacer "dot" par "." to sendr a direct e-mail : replace "dot" by "."
M
Michael Eggert
Hi!
Nunja, es hängt einzig davon ab, wie breit das Spektrum also wie kurz der Puls ist. Es gibt Materialien, in denen sich durch nichtlineare Effekte leistungsstarke kurze Pulse zu noch kürzeren zusammenziehen, so daß das Spektrum dann noch breiter wird - aber ohne einen ohnehin schon sehr kurzen Puls wird das nix.
Ich habe nichts unterdrückt, ich habe lediglich nur das zitiert, worauf ich geantwortet hatte. Ein Femtosekundenpuls ist eben _nicht_ monochromatisch, egal ob er bereits so kurz ist, daß man sein Spektrum als "weiß" empfindet (was auch immer das ist) oder nicht. Denn auf die gleiche Art, wie man solch einen Puls in seine Frequenzanteile zerlegen kann, so entsteht er auch: Durch die Überlagerung vieler einzelner, phasengekoppelter Frequenzanteile im Laser, die allesamt schwingen und sich periodisch zu einem kurzen Puls addieren. Filtert man Teile des Frequenzbereichs weg, wird der Puls breiter.
Gruß, Michael.
O
Oliver Wache
Lars Mueller schrieb:
Ich habe aber auch mittlerweile des öfteren schon solche Sternenhimmel in Lichtleitertechnik gesehen. Da sind etwa 100-200 Fasern in einer Länge von 2-3 Metern dran. Kosten sollte das so um die 100 EUR. Der OP sollte mal danach suchen.
CU, Oliver
R
Rolf Bombach
Selbst Demtröder kam auf die Idee, mit einem Etalon eine fs-Laser wieder ein bisschen schmalbandiger zu machen :-]. Mit unseren Synchrotronleuten hatte ich auch schon solche Diskussionen. Sie beharren darauf, dass ihre fs-Pulse was ganz tolles wären. Ich sage immer, ich bin eher Spektroskopiker und nicht Kinetiker, ich will spektrale Auflösung 3 GHz oder besser, Femtosekunden gehen da nicht. Antwort war, man könne ja ihre Pulse zuerst durch einen entsprechenden Monochromator lassen, dann hätte man schmalbandige fs-Pulse. Hab dann auf Jean-Baptiste Joseph de Fourier verwiesen. "Ja, aber trotzdem...". Ich glaub, der Betreffende ist jetzt in einer Softwareabteilung...
mfg Rolf Bombach
R
Rolf Bombach
Und warum sollte ein Laser nur kohärentes und/oder monochromatisches Licht abgeben? Ein Laser ist ein Lichtverstärker, bietest du ihm breitbandiges Licht an und hat er eine grosse Bandbreite, dann verstärkt er breitbandiges Licht. Gerade für Femtosekundenlaser brauchst du notgedrungen eine grosse Bandbreite, Titan-Saphir etwa verstärkt im Bereich 700-900nm und ist da gut geeignet. Durch Verstärkung von Fluoreszenzlicht kann man mit Farbstofflasern modenlose Breitbandlaser herstellen und sogar verkaufen, obwohl die Firma keinen Web-Auftritt hat. (Mode-X von Paul Ewart). Es gibt auch Nanosekunden-Anwendungen, bei welchen man breitbandiges Laserlicht braucht, broadband- CARS etwa.
Jein. Das ent-oder weder bezieht sich immer auf das vorliegende Experiment. Siehst du Interferenzeffekte, ist das Licht kohärent, falls nicht, dann nicht :-). Der Öltropfen auf dem Wasser schillert bunt, ist Sonnenlicht jetzt kohärent?
mfg Rolf Bombach
M
Michael Eggert
Hi!
Naja, kommt drauf an was man machen will. Man kann einen fs-Laser natürlich als "Frequenz-Lineal" nehmen. Kennt man die Pulsrate = Abstand zwischen den Peaks im Frequenzbereich und die Frequenz eines Peaks, kann man die Frequenzen aller Peaks berechnen. Nun kann man sich einen Peak herausfiltern um eine unbekannte Frequenz zum Beispiel durch Schwebung dagegen zu messen. Solange man weiß, _welchen_ Peak man hat (dafür reichen relativ ungenaue Messinstrumente), kann man so die unbekannte Frequenz sehr genau messen.
Nicht Marketing? :-)
Gruß, Michael.
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