Hallo NG
Letzte Woche wollten wir mal die zuvor hier
Hier also nochmal die Fakten:
Es geht um einen Vollbrücken Gegentaktwandler nach
8mF LowESR, Ausgangselkos ca. 1mF, LowESR. Der Übertrager besteht aus zwei dieser Kerne:
540V, Ausgangsleistung 2,5 KW. Extra Freilaufdioden haben wir auf der Primärseite jetzt nicht vorgesehen, da die intrinsische Diode des IRFB3077 laut Datenblatt ja eigentlich ausreichen sollte (Trr = 42ns). Weitere Daten zum gesamten Wandler stehen ja schon im alten Thread drin.
Hier das ist direkt die Spannung über der Primärwicklung bei 24V (25% Tastverhältnis, 1 div = 5us/5V):
Wie zu sehen entsteht bei jedem Einschalten der PWM ein starkes Überschwingen. Wenn wir statt den 24V 48V verwenden ist damit auch klar, warum die FETs kaputt gehen, die können ja nur max 75V ab. Wir haben daraufhin mal die Ansteuerung gecheckt, und die scheint auch unter Last einwandfrei zu funktionieren. Hier die Spannung an den High Side Gates (unterscheided sicht praktisch nicht), (1 div = 5V): home.rz-online.de/~wdreschm/dcdc/Gate_Highside.JPG
Und hier die Spannung an den Low Side Gates:
Hier mal beide Gatespannungen, die von der High Side wackelt natürlich übel, weil ja auch der Source des Highside FETs stark wackelt, aber ich denke man erkennt das verzögerte Schalten
Wie man vielleicht erkennt, sind die Low Side FETs auch in den PWM Pausen komplett leitend, der Enable des IR2184 Treibers ist also immer an. Hier die Schwingung nochmal in Großaufnahme, hat ca. 8 MHz
Die H Brücken werden direkt aus zwei 100mm² Stromschienen versorgt, an denen auch keine großen Spannungsschwankungen messbar sind. Windungsschlüsse der Übertrager können wir eigentlich ausschließen (gemessen mit 1V 50Hz, das Übersetzungsverhältniss stimmt).
Wir könnten jetzt einfach FETs mit größerem Uds einbauen, aber eig. würde ich das Problem schon gerne verstehen und beseitigen. Falls also jemand ne Idee hat, warum das so stark überschwingt wären wir da sehr Dankbar.
Gruß, Michael