Spice Modell für 74HC11 von SGS-Thomson

Nov 27, 2004 27 Replies

Hallo zusammen,



ich bin auf der Suche nach einem Spicemodell für den Triple-AND Baustein M74HC11 von SGS-Thomson. Der besitzt gepufferte Ausgänge und liefert maximal 25mA pro Ausgang. Die in PSpice enthaltenen Modelle



7411 scheinen hier ein anderes Verhalten an den Tag zu legen.

Herzlichen Dank schon mal im vorraus.



Gruss Michael



P.S.: Hier das Datenblatt zum SGS-Thomson M74HC11

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"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Es gibt aber nun mal kein Spice-Modell fuer ST's M74HC11.

Und nu ?

Anspruchshaltung ueberdenken ? Selber nachdenken ? Transferleistung erbringen ?

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Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Hallo Michael, also wenn du die PSPICE Demoversion hast, dann vermute ich, daß da nur die Standard-TTL 74xx Bausteine enthalten sind. Die haben natürlich eine total andere Ausgangskennlinie. Die 25mA sind nicht!!! als normale Dauerlast gedacht. Für soviel Strom gibt es extra Bustreiber, z.B. 74AC244. Aber Achtung, die haben so schnelle Pegelwechsel, daß das bei falschem Layout auch mal schiefgehen kann.

Sag lieber erst mal was du überhaupt machen willst.

Hier gibt es auf Seite 34 die Ausgangskennlinien von HCMOS Bausteinen von Philips. Die von ST werden ähnlich sein. Laut dieser Beschreibung verliert man bei 25mA Last 1V bis 2V von der Ausgangsspannung bei 25Grad.

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Zur Simulation mit SPICE: Entweder man implementiert jetzt solche Ausgangs-Kennlinien über geeignete SPICE-Quellen mittels Tabellen oder baut richtige MOS-Transistoren an den Ausgang um dieses Verhalten zu erzielen. Solche Modelle mit Transistoren gibt es bei Philips.

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Die könntest du jetzt an den Ausgang deiner PSPICE-Gatter anhängen.

Statt PSPICE empfehle ich LTSPICE. Das ist kostenlos und ohne Einschränkungen. Außerdem gibt es einen schnellen englisch- sprachigen Support in der Yahoo-newsgroup. Dort gibt es auch hunderte von Beispielen und inzwischen 4000 FAQs.

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Das Programm LTSPICE(= SwitcherCAD = swcadiii) gibt es von Linear Technology.

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Gruß Helmut

Hallo Helmut,

herzlichen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen.

Ok. Die Anwendung ist recht simpel, es handelt sich um eine Schaltverzögerung für ein Relais. Schaltplan findest Du hier:

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Die Verzögerung wird durch einen Komparator (LM311) erreicht und einer Kondensator Widerstandskombination. Wenn der Kondensator sich auflädt und die Schwellspannung an IN- des LM311 erreicht hat, schaltet dieser durch. Im Augenblick wird das Relais durch den Widerstand R6 repräsentiert.

Die ganze Schaltung soll für zwei Relais verwendet werden, d.h. der LM311 Teil wird zweimal aufgebaut. Die Logik am Eingang erlaubt nur, das entweder das eine oder das andere Relais geschaltet ist.

In der aktuellen Ausführung bräuchte ich aus der Logik 5V/R3 +

5V/(R4+R5) = 1mA Strom, was kein Problem sein sollte.

Da R4 als Potentiometer ausgelegt sein wird und R3 eventuell kleiner wird, damit sich der Kondensator schneller entlädt, wäre es sinnvoll von einem M74HC11 die drei enthaltenen Und-Gatter einfach parallel zu schalten, dann hätte ich den dreifachen Strom, was keine Probleme bereiten dürfte.

Gruss Michael

"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Hallo Michael, ich habe das jetzt verstanden was du machen willst.

Der LM311 kann aber auch kein Relais treiben. Der ist ja nur mit

8mA bei 0.4V Abfall spezifiziert. Bau einen npn-Transistor als invertierenden Treiber dazwischen. Da muß man dann natürlich die Eingänge am LM311 vertauschen.

Das EXOR-Gatter kannst du ohne Funktionsverlust durch ein NAND- Gatter 74HC00 erstzen.

Welche Pegel bringt eigentlich PSPICE für den (SN)7411 für logisch 1 und 0? Wenn es keine 5V(=VCC) sind, dann häng einfach ein E-Bauteil dahinter und multipliziere damit den Pegel auf 5V.

Gruß Helmut

Hallo Helmut,

im Datenblatt des LM311 ist aber folgende Angabe zu finden: "Further, they can drive lamps or relays, switching voltages up to 50V at currents as high as 50 mA."

Entnommen der ersten Seite aus:

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Allerdings habe ich gerade festgestellt, dass das mir vorschwebende Relais einen minimalen Spultenwieder von 27 Ohm hat, das heisst bei 5V darf man da mit 185mA rechnen, besser 200mA. Man müsste also einen Relaistreiber verwenden. Gefunden habe ich bisher nur die Typen ULN2003, das sind Darlington Arrays (7-Transistorstufen), die bis

500mA liefern. Da ich aber nur zwei benötige finde ich es etwas mit Kanonen auf Spatzen geschossen ein Array zu verwenden.

Kennst Du zufällig einen einzelnen (dual) Treiber für Relais (Darlington?), den ich verwenden könnte? Kann ich mit dem LM311 überhaupt einen Transistor ansteuern? Der hat ja einen Open-Collector Ausgang und zieht diesen beim Schalten auf GND, oder verstehe ich hier etwas falsch?

Herzlichen Dank für Hilfe und Tipps.

Gruss Michael

Hallo Helmut,

das stimmt, Funktion bleibt die selbe. Aber welchen Vorteil bringt mir das? Ist das Geschmackssache oder hast Du einen speziellen Grund das EXOR gegen ein NAND zu tauschen?

Gruss Michael

[Laber laber laber]

Du, in der guten alten Zeit gab es Transistoren. So komische drei- beinige Dinger. Die gibts angeblich immer noch.

Ein passender PNP löst dein Problem. Basis an LM311, Kollektor an GND, Emitter an Relais, anderes Ende vom Relais an 5V. Bei lächerlichen

185mA reicht schon ein BC557.

Das nächste Mal verwendest du besser gleich einen passenden Komparator (bzw. OPV). Oder baust gleich einen Schmitt-Trigger aus 2 Transistoren.

XL

"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Hallo Michael, Seite 1 ist immer die Marketing-Seite. Diese Werte gelten erstmal nur bei Vollmond. Das heißt fürs Basteln kann man es ja probieren, muß aber bei jedem Examplar im Kühlschrank und im Backofen nachmessen ob es auch bei Grenztemperaturen noch funktioniert.

Auf Seite-2 geht es dann ans Eingemachte. Saturation: V+>4.5V, Iout=8mA max. 0.4V Das sind die Werte auf die man sich bei Serieneinsatz verlassen kann.

Die Darlington sind schlecht für dich oder hast du 6V Spannung für die 5V-Relais. An dem Darlington fallen vermutlich 1V ab die dir dann an der Relais-Spule fehlen.

Du brauchst einen Transistor mit sehr hoher Stromverstärkung und gleichzeitig kleiner Sättigungsspannung. Kein Darlington!

Dem Problem kannst du aus dem Weg gehen, wenn du einen Leistungs- Mosfet nimmst. Es gibt auch Modelle bei denen 2 in einem kleinen Gehäuse sind. Da du nur 5V Steuerspannung hast, mußt du einen mit niedriger Schwellspannung wählen.

Schaltung: Pullup-Widerstand 1k..5k nach +5V. Daran das Gate des Power-NMOS. Source gehört nach Masse(0V), Drain geht zum Relais. Anitparallele Diode an der Relaisspule nicht vergessen, sonst ist der MOSFET nach dem ersten Abschalten hinüber. Beispiel: Das Teil muß einfach für Ugs

Noch ne kurze Frage. Was hat es mit dem Strobe Ausgang auf sich? Für was ist der zu gebrauchen? Danke.

Gruss Michael

"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Hallo Michael, das NAND ist halt gängiger. Das liegt meistens eh irgendwo herum.

Gruß Helmut

"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Hallo Michael, na auswendig weiß ich das auch nicht. Da muß man halt ins Datenblatt schauen. Kannst du englisch? Wenn man den Strobe-Pin über 1kOhm nach Masse legt, dann wird der Ausgangstransistor abgeschaltet(=hochohmig). Ja nicht ohne den 1k-Widerstand nach Masse legen! Steht da auch drin.

Gruß Helmut

Hallo Axel,

Heute haben sie keine Beinchen mehr, sondern so komische kleine Flossen ;-)

Widerstand in Serie zur Basis nicht vergessen.

Gruesse, Joerg

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Hallo Axel,

vielen Dank für die Tipps.

Welcher Typ wäre denn ein passender Komparator? Mein Problem bei der Bauteilwahl ist eben immer, das es das Zeug wie Sand am Meer gibt und meine Erfahrungswerte hier sehr bescheiden sind. Im Endeffekt suche ich mir dann ein Bauteil raus um mein Problem damit umzusetzen. Ob es die "sinnvollste" Wahl war weiss ich nicht.

Vielleicht hast Du ja einen Tipp für mich? Bin jedenfalls für jede Anregung dankbar.

Gruss Michael

LM393 wäre der bipolare Standard-Dual KOP. Der treibt aber auch kein Relais, dafür ist immer externer Transistor zuständig. Die Diode am Relais nicht vergessen. Da aber schon 74HCxx verbaut sind: soweit man kein Präzisionstiming will sind Schmitt-Trigger a la 74HC14 ( hex Inverter ) oder 74HC132 ( quad NAND ) statt des KOP möglich.

MfG JRD

"Sinnvoll" ist sehr relativ. Man kann ja in verschiedene Richtungen optimieren:

- Bauteile sind preiswert

- Bauteile sind leicht erhältlich

- Bauteile sind auch in 5 Jahren noch erhältlich

- Bauteile liegen schon in der Bastelkiste

- Schaltung läßt sich auf Lochraster aufbauen

- Schaltung läßt sich hypsch klein aufbauen etc. pp

Ideen wären z.B.

- Verwendung eines Dual-OPV (du brauchst das ja wohl 2x) mit Gegentakt- Ausgang, als Relaistreiber nimmt man einen NPN oder kleinen FET.

- Verwendung eines 555 als Trigger und Treiber, der schafft die 185mA auch gleich selber.

- Komparator/Treiber gleich diskret aufbauen. Zwei Transistoren und zwei Widerstände ergeben schon einen Schmitt-Trigger.

- Die Zeitglieder auch in Logik aufbauen. Entweder als Monovibrator oder mit Schmitt-Triggern (Rafaels Vorschlag).

- den ganzen Schmonzes (Logik, Zeitglieder) in einen kleinen uC packen. Ein ATtiny12 würde z.B. perfekt passen.

XL

Hallo Helmut,

nochmals vielen Dank für Deine Tipps. Ich habe mich als MosFET für einen ZVN4306A von Zetex entschieden. Der hat ein Rds(On) von typisch

0,35 Ohm bei Vgs = 5V und Id ca. 200mA (siehe Seite 3 Datenblatt).

Die Simulation sieht auch ganz gut aus. Der Strom der von den UND-Gattern geliefert werden muss liegt bei 1mA, was kein Problem sein sollte. Sicherheitshalber werde ich die drei UND-Gatter eines Bausteins parallel schalten, dann reicht der Strom auch bei kürzeren Ladezeiten.

Nochmals Danke für Deine Hilfe.

Gruss Michael

Link zum Datenblatt ZVN4306A:

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Link zur Schaltung:
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Link zur Simulation:
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P.S.: In der Simulation wird derzeit ein idealer NMOS verwendet mit Rds(on) des Zedex. Außerdem ist die Logik nicht angeschlossen. Der Ladestrom kommt von VCC. Die Leitung "Logik" müsste getrennt werden und an D1, R3, R4 müsste der Ausgang eines UND-Gatters. Das Relais wird durch R7 repräsentiert.

"Michael G?nther" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...

Manchmal fragt man sich, wozu der NE556 erfunden wurde, wenn man dasselbe auch mit hunderten von Einzelbauteilen aufbauen kann...

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Vor allem da es den NE556 (bzw. eigentlich den NE555) schon richtig lange gibt.

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Gruß Dieter

"MaWin" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@uni-berlin.de...

Hallo MaWin, der NE556 ist gerade mal mit 8mA bei 0.35V spezifiziert. Also mit den anvisierten 180mA Laststrom kann man den in der Pfeife rauchen. Ne, ne so einfach ist die Welt nicht. Auch ein NE55x löst dieses Problem nicht.

Gruß Helmut

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