spez. el. Widerstand von Legierungen

Sep 13, 2007 18 Replies

Hallo, ich möchte die spezifisch elektrische Leitfähigkeit(rho) von Legierungen berechnen, um auf die Wärmeleitfähigkeit zu schliessen. Bekannt sind dabei die Volumenanteile der einzelnen Metalle. Wie z.B. Lötzinn. Wie berechne ich nun Gesamt(rho)? In den Datenblättern, die ich bis jetzt von Lötzinn gesehen habe, ist sowas leider nicht angegeben.


MfG Mark

Mark schrieb:

Geht nicht, bzw nur bei sehr kleinen Konzentrationen.

Gruß Dieter

Nach längere Bedenkzeit hat Dieter Wiedmann geschrieben :

hab ich ja lange nicht mehr gehöhrt. :-(

Na dann kann man es ja auch vernachlässigen, oder?

MfG Mark

[...]

Nein, selbst relativ kleine Konzentrationen von Störstellen schaffen schon viele neue Zustände, in die Streuung möglich ist, und damit Widerstand.

Der tatsächliche Widerstand einer beliebigen Legierung ist kaum vorhersagbar. Neben den Anteilen der Metalle hängt er auch von der Materialstruktur ab.

Marcel

Der elektrische Widerstand ist nicht fest mit der Wärmeleitfähigkeit gekoppelt. Krasses Gegenbeispiel ist Diamant, der sowohl einer der besten Wärmeleiter als auch ein ser guter elektrischer Isolator ist.

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

Kai-Martin Knaak schrieb:

Hallo,

gut, aber wenn wir uns mal nur auf die Metalle beschränken gilt es doch immer, oder gibt es da ein Gegenbeispiel?

Bye

Mark schrieb:

Hallo,

die Leitfähigkeit von Zinn und Blei alleine ist schon erschreckend schlecht wenn man sie mit Kupfer (rein für Leitzwecke) vergleicht, man könnte meinen das die von Lötzinn nicht angegeben wird weil sie noch schlechter ist. Es gibt ja Leute die Leiterbahnen die viel Strom tragen sollen dick verzinnen weil sie so den Widerstand verringern wollen, wenn man aber die Leitfähigkeit von Zinn, Blei und Kupfer vergleicht ist das praktisch wirkungslos. Es ist nicht anzunehmen das Lötzinn besser leitet als Zinn oder Blei alleine.

Bye

Das kann nicht funktionieren. Vergleicht man Kupfer und Messing, dann hat Messsing (IIRC) nur 25% der Leitfähigkeit von Kupfer bei 40% Legierungsanteil.

Nick

The lowcost-DRO:

Uwe Hercksen zerbrach sich den Kopf, und kam zu folgendem Ergebniss:

Für Metalle gilt es. Mein altes Physikskript spuckte folgendes aus:

Wiedemann-Franzsches gesetz: Für alle Metalle gilt:

(lambda)/(rho) = L*T

wobei: (lambda): spez. Wärmeleitfähigkeit (rho): spez. el. Leitfähigkeit T: Temperatur des Metalls L: Lorentz-Konstante (oberhalb 250K nahezu gleich für alle Metalle) L ~~ 2,2*10 E-8 W*V*A*E-1 *K*E-2

MfG Mark

Mark schrieb:

Bei reinen Metallen gilt das prima, aber schon bei Legierungen gibts zahlreiche Ausnahmen. Die üblichen Weichlote sind aber keine solchen.

Gruß Dieter

Ob die gute Wärmeleitfähigkeit der Grund dafür ist, dass Frauen den so gerne tragen? :-) Ist bestimmt angenehm auf der Haut.

MfG Mark

Wohl eher nicht...

Was ist angenehmer in der Hand, ein 20°C warmes Stück Holz oder ein 20°C warmes Stück Metall?

Gruß Henning

Hmm, kommt auf das Metall an. :-) Gold z.B. ist angenehmer als Holz.

Ich dachte nur, der Effekt, dass es zum Anfang kalt ist, der bei einer Kette auftritt, wenn man sie umbindet, ist beim Diamanten geinger bzw. kürzer.

MfG Mark

Wenn das Goldstück nur mit einem kleinen Teil seiner Oberfläche die Haut berührt, hält es diese Stelle recht effektiv auf Lufttemperatur ---> Im Winter nicht wirklich angenehm. Holz wirkt dagegen isolierend.

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Kai-Martin Knaak http://lilalaser.de/blog

st

Deshalb "verstecke" ich in dem dick aufgetragenem Zinn auch immer ein St=FCck Kupferdraht. :-) Gruss Harald

Uwe Hercksen stellte die Frage :

@all:

Ich konnte jetzt wenigstens heraus finden, wie groß die el. Leitfähigkeit gegenüber bleihaltigem Lot ist. Sie ist nur geringfügig höher. Demnach dürfte die Wärmeleitfähigkeit bei bleifreiem Lot auch nur wenig höher liegen als bei bleihaltigem.

Quelle: Stannol el. Leitfähigkeit, %IACS (gegenüber Kupfer)

S-Sn63Pb37: 11,9 S-Sn95,5Ag3,8Cu0,7: 13 S-Sn96Ag4: 14

MfG Mark

Mark schrieb:

Hallo,

bemerkenswert ist dabei das reines Zinn nur 11 hat und Blei immerhin

19,2. Eine Beimischung von nur 4 % des gut leitenden Silbers ergibt einen deutlich höheren Widerstand als von reinem Zinn, Sn63Pb37 ist da deutlich besser und kaum schlechter als reines Zinn.

Mit der Berechenbarkeit des Widerstandes von Legierungen sieht es wohl wirklich schlecht aus.

Bye

Dieter Wiedmann schrieb:

Wie nennt man denn das "Gemisch" Zinn/Blei dann, wenn nicht Legierung? Was ist denn der Unterschied zu einer Legierung?

Bin halt kein Chemiker :-P

Viele Grüße, Johannes

PS: Ein Realname wäre nett. Ich selbst nutze nur keinen, weil mich die meisten hier bereits mit Namen kennen. Markus Gronotte aka "Makus" aka "Kosst Amojan" in de.sci.electronics

Johannes Bauer schrieb:

Hier: keine Ausnahme.:-)

Da wäre Linguist eh besser gewesen.;-)

Gruß Dieter

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