Sinus 0,5V RMS auf TTL-Pegel bringen

Aug 26, 2019 Last reply: 7 years ago 61 Replies

Da wär ich mir gar nicht sicher, daß dem so sein muß.

Ich glaube, es ist erher umgekehrt: Es gibt viel mehr Produkte die in kleinen Stückzahlen hergestellt werden als solche die in großen Stückzahlen hergestellt werden.

Die Steuerungen für die Maschine, die die Dicke des Cremeaufstrichs bei den Mannerwafferln oder die richtige Kraft beim Einpressen eines VW-Rücklichts am Band in Wolfsburg steuern, die werden wohl auch meistens von professionellen Entwicklungsingineuren gemacht, kommen vermutlich aber nie über 10 oder 100 Stück raus, weil niemand mehr als 100 Autofabriken oder 100 Wafferlproduktionen hat. Aber sowas will auch entwickelt werden.

Eben gerade *weil* (relativ) wenige Entwickler reichen um Großserien- produkte zu entwickeln, kann ich mir durchaus vorstellen, daß viele Microcontroller-Entwickler eben Kleinserien machen: Weil der Aufwand dafür auch nicht viel weniger ist als bei Millionen-Stückzahlen, aber trotzdem irgendwie abgedeckt werden muß. Wenn du genau eine Maschine hast, oder genau eine Messepräsentation, oder genau einen Forschungs-Prototypen, etc. und diese Aufgaben aber auch sehr zahlreich sind.

Ich denke es ist ähnlich wie bei Standard-Software und Individual-Software. Auch wenn viel mehr Standard-Software eingesetzt wird, so werden die meisten Programmierer an Individualsoftware für sehr kleine Nischen arbeiten. Eben weil man die Standard-Software kaum größeren Teams erstellen kann, aber die Individual-Software trotdem gemacht werden muß.

/ralph

[...]

Ich hatte seit 2000 einige Jahre intensiv mit

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tun. "Der erste WebController auf einem „SingleChip“ 80186 mit 20MHz"

Inzwischen haben die auch 600 MHz auf ARM.

Ich war Produktentwickler in diversen Entwicklungsabteilungen.

Aber ich war auch mal in Firmen, die einen eigenen Maschinenbau und auch eine Entwicklungsabteilung dafür hatten. Das hatte nicht direkt mit den verkauften Produkten dieser Firma zu tun, die immense Stückzahlen hatten, sondern mit der Produktion der verkauften Produkte. Die selbst entwickelten Maschinen hingegen hatten oft nur ein Exemplar, gelegentlich mehrere Exemplare. Einen Messeaufbau hatte ich auch mal vorgenommen. Das paßt zu den 1 bis 3 Exemplaren, die ich oben nannte. Produktentwickler ist etwas ganz anderes.

Helmut Schellong schrieb:

So, so. Das ist eher unglaubwürdig...

Interessant. Kaum widerspricht dir jemand, erfindest du entweder hanebüchene Argumente, welche deine absurden Behauptungen stützen sollen (z.B. beim Thema Motorblock) oder aber du schwenkst, so wie hier, sogleich um und behauptest fürderhin das Gegenteildessen, was du gerade noch felsenfest wusstest, so dass du vom angeblichen Entwickler von Produkten in Hunderttausenderstückzahlen plötzlich zum angeblichen Entwickler von Einzelstücken wirst. Und um der Absurdität die Krone aufzusetzen, führst du lächerlicherweise auch noch beliebiges und beliebig falsches Wikipedia-Geschreibsel als Beleg an :->

MfG Rupert

Ich finde diese Behauptung erstaunlich, da Du kein von mir in diesen Entwicklungsabteilungen entwickeltes Produkt kennst.

Und vorstehend eine falsche Wiedergabe des Inhalts meiner Texte. "... so dass du vom angeblichen ..."

Hää!? Ich?! Ich schrieb nicht von mir! Nichts in deinem Absatz stimmt - eine vollkommene Falschinformation.

Am Sat, 07 Sep 2019 17:37:09 +0200 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Stimmt, dazu habe ich inzwischen keine Lust mehr. Nachdem ich erlebt habe, dass eine Routine durch bloßes Ersetzen je eines Befehls zum Setzen bzw. Rücksetzen des Pegels eines Portpins statt 9,5 nur noch 2,5 µs gedauert hat, war das Thema Arduino für mich durch.

snipped-for-privacy@sedo.com (Andreas Neumann) am 07.09.19:

die mit der Arduino-IDE mitgelieferte <Stepper.h>

Rainer

rafael snipped-for-privacy@arcor.de (Rafael Deliano) am 07.09.19 um 19:41:

Nee, ich will da schon ein wenig messen, steuern und regeln und dabei mit genau einem Chip auskommen. Ich brauche da eine höhere Hilfsspannung (Batteriebetrieb) und wollte mal schauen, ob ich nicht statt eines gesonderten Step-Up-Wandlers zwei sonst ungenutzte Controller-Pins nutzen kann.

Naja, dachte ich, ich stöpsel das eben schnell mit dem Arduino zusammen zum Ausprobieren, und stieß dann auf die fixe PWM-Frequenz beim Uno.

Rainer

Völliger Blödsinn, der Helmut hat niemals als freier Entwickling gearbeitet und deshalb nicht den Hauch einer Ahnung, was wirklich Geld bringt!

Me too

ACK

'professionell' ist das Stichwort. Für sowas kann man keine Mäuseschubser und PP-blafaseler brauchen.

Ja, und zwar schnell und gut.

Genauso hab ich als ausgebuffter uC HW UND SW Entwickler meine Brötchen verdient. In 40 Jahren nie 2x das gleiche gemacht

Schnell ging eben wg. FORTH, hab ich schon x-mal runtergebetet.

Ich hab damit Topdown entworfen und Bottomup programmiert. Ich hab mit FORTH an jedem REG und I/O bit rumgepockelt, und zwar interaktiv und so gelernt, wie die betreffende HW funzt und auch die Sprache des Kunden kapiert und in FORTH abgebildet. Der sah dann seine eigenen Fachbegriffe und verstand meine Programme gut. Ich wusste meist nach wenigen Stunden, wo der Hase im Pfeffer lag und was von der HW gut und was schlecht war.

Die C-Leute fangen von oben an... und nach mehreren Wochen kommen sie dann drauf, das da was in der (Kunden)HW klemmt.

Ich hab mal eine Maschine saniert (1992?), wo eine Ossi-Truppe von 4 Mann nicht in der Lage waren, eine eigene Entwicklung samt deren! HW vernünftig ans laufen zu kriegen. Ich wurde als Consultant zum Test hinzubestellt. Die Ossis kriegten eien Master Rechner mit 4 seriellen Schnittstellen RS232 zu 4 Slave Computern nicht ans laufen, dauernd wurde die Verbindung abgebrochen und an den Kabeln rumgebraten...

Ich hab dann nur gefragt: was für einen Stecker braucht ihr auf welcher Seite? DB9, DB25, male, female? Ich griff dann in meinen Koffer und zauberte den dementsprechenden Adapter bzw. das passende NULL-Modem raus, klemmte über einen RS232 Spion meinen Schlepptop und lauschte dem Datenverkehr zu. Und gab Anweisungen, wo weiter zu suche sei.

Das hat dem Firmenchef mächtig imponiert. Ich hatte einige Monate früher eine kleine Meßbox geliefert, die sehr gut für ein anderes Projekt funzte. Desterwegen wurde ich dazugeholt.

Ich hab dann so eine SlaveBox in mein Auto gepackt und in mein Büro gefahren. Nach 2 Tagen konnte ich die von meinem Schlepptop komplett bedienen. Waren 8 Einschübe mit 8 Kanäle mit je 2 Schrittmotoren für Dosierpumpen drin (Büretten). Ich hab dann dem Kunden angeboten, er soll die Ossis nach Hause schicken und ich bekomme 50.000DM wenn ich in 14 Tagen alles komplett von einem PC kontrolliert bekomme. Wenns nicht funzt, kriege ich kein Geld und er kann die Ossis wieder holen. Ich hab meine Kohle bekommen und die Ossis gingen leer aus :) Ok, die waren von einer seiner Tochterfirmen in Dunkeldeutschland, also brotlos wurden die nichtr direkt :O

Folgeauftrag für die komplette Laborsteuerung über bis zu 32 Z80 Boxen, samt einem dazu passenden kundeneigenes serielles RS485 Labor-Bus-System hab ich dann auch bekommen.

Danach die 'Viererbande' auch auf RS485-LaborBus umgebaut.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wenn es nicht Hobby ist, gibt es parallel zur technischen Seite Entwicklung immer die Erbsenzähler die für Kosten und auch die Überweisung des Gehalts am Monatsende zuständig sind. Wenn man Entwicklungskosten auf nur 100 Seriengeräte pro Jahr umlegen kann, ist absehbar erforderlich daß deren Produktion 10 Jahre läuft. Und die Prüfsysteme auch über diesen Zeitraum. Consumerspielzeug das in kurzen Zeiträumen wechselt a la Win10, Arduino wird in dem Bereich immer unattraktiv sein.

MfG JRD

Das war schon einer der vielen aufgebohren. Der historische war 6504 NMOS:

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reichte absehbar nur Assembler.

Die Preise sind seit den 80er Jahren drastisch nach unten gegangen ( sowohl für Leiterplatten als auch für ICs ), die Stückzahlen gestiegen. Für Anwender die keine eigenen Leiterplatten layouten sicher ganz nett. Aber ich wüsste nicht wie ich meine Anwendungen ohne eigene Leiterplatten gebaut bekomme.

/ Und viele Varianten von beiden. / Damit machen sie sich natürlich kaputt. Einplatinencomputer / ohne Software sind nutzlos. Vorgefertigte Software verträgt / kaum mehr als eine fixe, stabile Grundvariante.

Hardware ohne Software ist nutzlos ( ich war mal Besitzer eines Amiga

2000 ). Microsoft verdient deshalb mit seinem OS Geld. Der PC-Hersteller weniger so. Microsoft verhindert deshalb Wildwuchs und Inkompatibiliät, sowie allzuviele Releases. Linux hatte diese ordnende starke Hand nicht. Also wurden eifrig viele Varianten gebastelt. Und je mehr es sich aufspitterte, desto mehr verlor es an Bedeutung. Bei Arduino & Raspberry Pie wird mehr schlecht als recht per Hardware Geld verdient. Das ist ein ungünstiger Ansatz. Wenn Banzi den Bill Gates hätte machen können und er für jedes Arduino-Board tatsächlich Lizengebühren kassiert hätte, wäre viel gewonnen gewesen. Aber da ja alles open source zu China-Preisen sein muß hatte ich nie Zweifel daß sich das Zeug früher oder später entsorgen wird.

MfG JRD

Am 08.09.2019 um 00:32 schrieb Rainer Knaepper:

Bist Du inzwischen auch schon bis zur TimerOne Bibliothek vorgestoßen?

DoDi

BASIC hatte extreme Verbreitung in den 70er Jahren. Für Programme bis ca. eine A4 Seite war es ein idealer Ersatz für programmierbaren Taschenrechner. Für embedded war es leider wenig geeignet mangels Befehlssatz ( PEEK & POKE ). Die Geschwindigkeit von interpretiertem BASIC wäre bei Prüfsystemen oft nichtmal das grosse Problem gewesen. Der ursprüngliche PET 2001 hatte hatte ja IEEE488 Schnittstelle und viele zufriedene Anwender.

The proof of the pudding wäre dann ja daß die Arduino-Atomuhr bald tickt. In FORTH hat es absehbar nicht lange gedauert und verifiziert daß die erforderliche Rechenleistung bei geeigneter Programmierung minimal ist.

MfG JRD

Ja eh, nur in den 90er-Jahren war es schon sowas von uncool, daß kein sich selbst respektierender Programmierer das freiwillig verwendet hätte. Keine gute Voraussetzung für ein Produkt in dem Bereich, IMHO.

Sie tickt ja schon:

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(der Schaltplan stimmt nicht ganz, LED oder Schalter sind falsch eingezeichnet)

Einstweilen ohne Pegelwandler und mit einer noch sehr rudimentären Software, aber schon gestellt vom GPS. Ein paar Sachen sind noch nicht implementiert, z.B. muß ich beim Einstellen noch den PIC- Vorteiler mit dem nächsten GPS-PPS-Puls synchronisieren.

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Ich hab FORTH mal auf dem ZX Spectrum verwendet, und finde es durchaus nicht uninteressant, aber mangels fertiger Libraries hätte ich damit vermutlich noch nicht mal das TM1637-Display zum Leuchten gebracht.

/ralph

Kommt wohl immer auf die Anwendung an. Meine Heizungssteuerung entsteht gerade mit einem Raspberry mit Relaisaufsatz, da muss ich nix selber layouten. Für die Bedienung benutze ich einen beliebigen PC per https oder ssh. Der Bordcomputer für meinen Youngtimer brauchte natürlich eine eigene Platine, weil die fertig verfügbaren Experimentierplatinen für Atmel-µC zu unflexibel sind. Aber wie schon gesagt, das sind alles Hobbyanwendungen, für kommerzielles würde ich sowas nur in Ausnahmefällen nehmen.

So war das zu verstehen, alles klar. An dem Punkt war selbst die NASA mal, als sie die ersten Digitalrechner für ihre Raumschiffe bauten ;)

Hübsch.

Noch besser als Code & Schaltpläne roh wäre natürlich eine Dokumentation die dem nächsten hilft der sowas bauen will.

Öffentlichkeitsarbeit zum Nutzen der Allgemeinheit steht leider nicht hoch im Kurs. Komme gerade von hier zurück:
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es eine leicht regnerische Angelegenheit würde war klar. Diesmal nur TU München angetreten. MakerSpaces & Amateurfunker haben gekniffen. Und das Speiseeis ist von 1,50 auf 1,60 EUR gestiegen.

MfG JRD

Ja, das ganze wird natürlich noch mehr dokumentiert. Aber zumindest ich tu mir schwer was zu dokumentieren, was noch im Versuchsstadium ist. Bzw. es wär 10x soviel Arbeit.

Zuerst mal muß das Ding halbwegs funktionieren, dann wird dokumentiert. Keine Sorge, das brauch ich, sonst weiß ich in 2 Jahren nicht mehr was ich da getan hab.

Naja, ich kenn die Veranstaltung nicht, und solche Hobby- Aktivitäten passieren immer ein bißchen in Wellen. Wir haben in der Firma einen "Hackathon" nächstes Monat, wo wir zwei Tage (oder so) an irgendwelchen Spaßprojekten arbeiten können. Mal schauen, ob sich da was ergibt, aber ich glaub da gibts auch ein paar andere die was in die Richtung machen. Im Alltag stellt man sowas ja eher zufällig fest.

Ich hab nicht das Gefühl, daß die Elektronikbastelszene weniger wird. Im Makerspace neben meinem Arbeitsplatz findet nächstes Monat ein Amateurfunkkurs statt, diverses anderes Hardwaregebastel ist auch groß Thema (IoT etc.), aber ich bin in einem der Hotspots der österreichischen IT-Branche (eine alte Tabakfabrik, in der eine Technologiebude neben der nächsten ist, dazu Fotoschule, Uni für Mode, Fotostudio, Veranstaltungen, ...), das ist vielleicht nicht repräsentativ. Da sitz ich eventuell in einer technikaffinen Blase drin.

/ralph

Am 26.08.19 um 12:27 schrieb Ralph Aichinger:

Wenn der Clock nach der Wandlung nicht viel schlechter sein soll als zuvor, dann wäre vieleicht ein LTC6957 ein Gedanke wert. Gibt es aber nur als SMD-Bauteil. Der MSOP hat einen 0.65 Pitch - das ist nicht ganz so schlimm wie es ausschaut. Billig ist der Baustein aber nicht...

Michael

Kann man sich zu Anfang leicht machen. Ab und zu Handskizzen, Messwerte auf Schmierzetteln, Versuchsaufbauten oder was immer mit dem Smart Phone fotografieren und das irgendwann in einen Sinus_TTL.doc File verfrachten.

Das weiss ich manchmal schon nach nur einem Jahr nicht mehr :-)

Es passiert schon einiges, nur nicht mehr viel auf Transistor-Niveau, weshalb solche Leute heutzutage haenderingend gesucht werden.

Elektronikbasteln besteht inzwischen eher aus dem Zusammenstoepseln von Modulen und Programmieren. Arduino Shields und so. Das waere nicht mein Ding, ist aber besser als gar nichts.

Am 08.09.2019 um 07:57 schrieb Rafael Deliano:

Er beschreibt wohl eher Sonderanfertigungen/Prototypenbau, die man sich besser als Dienstleistung mit EUR/h bezahlen lässt.

Ansonsten ist der Musterbau/Prototypenbau eher dafür da Werbung zu machen und kostet Geld. Ich glaube nicht, dass sich für 100 Stück schon ein Umstieg auf Serie lohnt (sollte man aber individuell ausrechnen). Wenn ich an die Entwicklung von RasPi denke, sah es ja auch zuerst so aus, als wäre es ein Nullsummenspiel und jetzt laufen ganze Fabriken.

Es gibt aber immer Firmen, die genau eine Anlage wollen, die es nicht (mehr) in Serie gibt und dann dafür auch bezahlen. Das große Geld ist dort aber nicht zu holen auch wenn es ein gutes Auskommen für wenige gibt. Man ist überproportional vom Wirtschaftszyklen abhänig!

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