Shahed-136

Oct 20, 2022 Last reply: 3 years ago 114 Replies

Keine Ahnung, was da in Google Maps passiert, aber das Kompassmodul, das ich hier auf dem Tisch hatte, war definitiv deutlich besser als +-90°.

Am 26.10.22 um 20:47 schrieb Helmut Schellong:

Doch, klar. Bord-Elektronik außer Gefecht setzen, Auto bleibt sofort stehen. Es würde mich wundern, wenn das geht, /ohne/ Schäden anzurichten.

Aber selbst wenn nur die Steuerung gestört ist, geht das bei einem Flieger nicht lange gut.

Und gänzlich ungeeignet. Das war der Traum von Ronald Reagan. Dumm nur dass das keinen Meter funktioniert, wenn sich die Ziele drehen, was auch der Stabilisierung der Flugbahn dienen kann.

Marcel

Selbstverständlich wird durch Stören (auf Signalebene) die Elektronik nicht beschädigt. Für ein Beschädigen bräuchte man vielleicht 1000-fach mehr Energie.

Ja, genau.

SDI wurde wegen der irre hohen Kosten und Komplexität für komplette Realisierung eingestellt. Keineswegs wegen der heute standard-mäßig genutzten Zerstörungs-Laser.

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Ich schrieb doch vorstehend '_probate_'. Ich hatte doch Links angegeben. Solche Laser funktionieren vorzüglich. Die werden nun bei der Bundeswehr eingeführt. Ich sah eine Dokumentation zum neuesten US-Flugzeugträger, wo solche Laser eingebaut sind, mit konkreten erfolgreichen Schießübungen damit. Ich rede NICHT von der Abwehr von anfliegenden Raketen!

Keine Ahnung und nicht ausprobiert wohin andere Kompasse in der städtischen Umgebung voller Metall zeigen. Wenn ich auf einer Straße stehe, liegen die möglichen Richtungen zum Losgehen um 180° auseinander. Dafür reicht's immer.

Vorgestern in den Nachrichten:

| Auf der Ostsee wurde von der Fregatte "Sachsen" eine Drohne per | Laserwaffe abgeschossen. Das Militär und die beteiligten Unternehmen | waren zufrieden mit dem Test.

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Hi Stefan,

Viel sinnvoller wären Gedanken, wie man die Dinger möglichst billig und effektiv unschädlich vom Himmel bekommt, statt den Aggressoren auch noch gedankliche Unterstützung zu liefern, wie man solche Waffensysteme optimieren könnte. Das ist es, was mich hier sehr befremdet.

Marte

Hallo Helmut,

Hier tut sich gerade ein Paradigmenwechsel auf. Die zitierten Shared-136 sind gerade deswegen so gefährlich, weil sie wenig kosten und in Schwärmen losgeschickt werden. Da wird eiskalt einkalkuliert, dass 19 von 20 Teile abgefangen werden. Das eine, das sein Ziel erreicht, genügt. Die Kosten, die dem Abwehrenden beim erfolgreichen Abschuß der

19 entstanden sind, können als zusätzlichen Erfolg verbucht werden.

Hier entsteht eine neue Art der Kriegführung, die nicht wenige schon lange befürchten.

Marte

Am 29.10.2022 um 07:59 schrieb Marte Schwarz:

Das ist eine durchaus interessante, aber völlig andere Aufgabenstellung.

Dazu fallen mir aber kaum billige elektronische Möglichkeiten ein. Was mir spontan einfällt wären großkalibrige breit streuende Waffen, ähnlich einer Schrotflinte. Das könnte z.B. eine große Schrotpatrone sein, aus der ein kompaktes Projektil abgefeuert wird das erst nach einer gewissen Strecke die eigentliche Schotladung abfeuert. Also eine zweistufige Patrone. Die könnte man dann aus Maschinengewehren in langsam fliegenden Jagdflugzeuge oder in Hubschraubern abfeuern.

Am 29.10.22 um 07:59 schrieb Marte Schwarz:

Es gibt eine Maximalgeschwindigkeit für zivile GPS-Empfänger. Wenn sie schneller bewegt werden als +- 300 Km/h, dann dürften eigentlich keine Daten mehr herauskommen. Das wär's mal wert zu überprüfen für die billigen uBlox u.ä., die jeder für fast nix kaufen kann.

Gerhard

Ich denke, daß zwischen dem dort gezeigten Quadrocopter und einer militärischen Kamikazedrohne ein gewisser Unterschied besteht, schon mal rein von der Masse her. Zudem sind Quadrocopter fernsteuerbar, reagieren also möglicherweise schon empfindlich auf Störungen ihrer sehr empfindlichen Empfangseinrichtung, meist mit der Rückkehr zu ihrem Herrchen am Startpunkt. Ach wäre das schön, wenn man militärische Drohnen ebenso einfach zum Absender zurückschicken könnte!

DoDi

Hallo Volker,

Dann gibt es eigentlich nur eine sinnvolle Konsequenz: Man hält sich besser raus und hält den Mund bzw. die Finger still ...

Ich ziehe mir die jetzt nicht rein, weil ich nicht davon ausgehe, dass sie den Anspruch auf Ausgewogenheit etc. hat.

Irgendwie hatte ich bei der Nato/Uno deutlich seltener beobachten können, wie die eigenen Leute drangsaliert und in ihrer Freiheit nennenswert beschnitten wurden, nur weil sie mit dem dominanten politischen Führungsstil im eigenen Land unzufrieden gewesen wären.

Ich habe im aktuellen Streit auch wenig davon mitbekommen, dass amerikanische Truppen oder auch solche von NATO-Staaten auf russischem Territorium (in den allgemein anerkannten Grenzen der Jahre unmittelbar vor 2014!) im Einsatz wären. Dafür, dass russische Truppen seit 2014 in der Ukraine tätig sind, gibt es mittlerweile hinreichend viele Hinweise sogar von offiziellen russischen Stellen, die sich gelegentlich auch verquatschen.

Mir wären auch im NATO-Gebiet jenseits der Türkei keine Panzeraufläufe vor demonstrierenden Menschen bekannt, deren Aufstand nach Freiheit mit roher militärischer Gewalt niedergeschlagen worden wäre.

Marte

Hi Gerhard,

Die genannten Flugkörper seien mit "nur" 180 km/h unterwegs.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass man die Teile mit Helikopter runterblasen könnte. Aber ich wollte auch nicht in dem Heli sitzen :-(

Marte

Immerhin ist es (unkommentiertes) Original-Filmmaterial. Ja, natürlich kann man das entsprechend zusammenschneiden. Aber bei Dir gehe ich fest davon aus, daß Du die geistige Reife besitzt, das entsprechend einzuordnen und nicht gleich ins Pro-Russische Lager überläufst.

Das Eine hat m. M. n. nichts mit dem Anderen zu tun. Argumente, man wolle irgendwen "befreien" kamen m. W. n. erst später und wurden natürlich von der NATO wie dem Warschauer Pakt bemüht. "Befreiung" klingt doch auch im Ukraine-Invasionskrieg irgendwie gleich viel legitimer.

Unbenommen. Ich will das Thema auch nicht überstrapazieren, propagiere nur einen (zumindest gelegentlichen) Blick über den Tellerrand.

Volker

Den Anspruch haben einige, einlösen kann ihn (fast) keiner. Das ist der Grund, warum ich russische Propanganda und Querschwurbler lese. Natürlich ist 99 % Unsinn (bei den GEZ Kollegen nur 80, toll) aber der Blickwinkel ist ein anderer und die eine oder andere seltene Perle ist auch mal dabei.

Am 29.10.2022 um 08:19 schrieb Gerhard Hoffmann:

[...]

Mein Telephon zeigt auch bei 450kt noch vernünftige Werte an - so ganz kann das also nicht stimmen.

Am 29.10.22 um 11:20 schrieb Eric Bruecklmeier:

Ja, die Zahlen. Die Zahlen, die im Netz am häufigsten genannt werden sind jetzt 1000 Knoten und 18000 Fuß Höhe, also eher gegen ICBMs als gegen Eric. :-)

Als Glonass hier benutzbar und GPS halbwegs zivil wurde, habe ich für einen Kunden die Hardware für einen gemischten GPS/ Glonass-Empfänger gebaut. Ich glaube, da waren die Limits noch niedriger.

Die Software, und das ist >90% des Aufwandes, sollte von extra abgeworbenen Glonass-Leuten in Moskau geschrieben werden. Die Spezialisten haben aber schnell rausgefunden, dass man die neue West-Connection benutzen konnte um Büro- material zu importieren und die Westfirmen im Umkreis zu beliefern. Gegen Westknete, versteht sich.

Die Software hat keinerlei Fortschritt gemacht und Schutzgeld- erpressung gab's auch bald. Der Kunde hat dann die Reißleine gezogen. Russland wie aus dem Bilderbuch. Ein gutes Jahr später gab's GPS+Glonass von Ashtech.

Wenn man ein russisches Reverse-Engineering-Unterfangen stoppen will, dann reicht es anscheinend, das Team mit Buntstiften zuzuwerfen.

Gerhard.

Am 29.10.2022 um 12:27 schrieb Gerhard Hoffmann:

Was auch immer Du damit jetzt sagen willst. Die 300km/h für zivile Empfänger scheinen also nicht mehr ganz aktuell zu sein...

Am 29.10.22 um 12:46 schrieb Eric Bruecklmeier:

Kann das sein, dass ich oben geschrieben habe, dass 1000 KT und

18 TFuß am häufigsten genannt werden?

Das könnte von mir aus gerne auf 100 Km/h reduziert werden. Wenn man nicht weiß wo man hin will, braucht es auch nicht schnell zu gehen.

Für 'nen Flieger gerne mehr, aber mit Endverbleibnachweis.

Gerhard Hoffmann schrieb:

Das schriebst du, aber das weiß mein derzeitiges Handy (und auch das vorige) nicht. Selbiges funktioniert auch in 33.000Fuß bei gut 900km/h noch einwandfrei (wenn man einen Fensterplatz hat). Mehrfach erprobt...

Nach dieser Logik müsste man sehr viele Dinge verbieten, weil sie ja für gute wie für schlechte Zwecke nutzbar sind

MfG Rupert

Da muß ich Dich leider enttäuschen, daß dem nicht so ist. Ich habe Aufzeichnungen aus ganz normalen Linienflügen, bei denen ich als Passagier "hinten" drin saß. Das einzige Problem ist in solch einer Dose Empfang zu bekommen. D.h. in den Mittelreihen wird's schwierig, an den Fensterreihen problemlos. Die Werte waren jeweils plausibel, stetig, und von der Startbahn auf Reiseflughöhe und zurück auf eine Landebahn gab's runde Kurven ohne Ausreißer.

AFAIR: über 10.000m und >900km/h, also typische Werte für die Kandidaten mittlerer Größe von Boing und Airbus.

Einer meiner GPS-Empfänger war ein Navin MiniHomer, d.h. Streichholzschachtelgröße.

Gruß, Ralf

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