Serielle Schnittstelle, Funktionsprinzip

Apr 20, 2005 8 Replies

Hallo Leute,



ich habe mich in letzter Zeit etwas mit der RS232 Schnittstelle beschäftigt. Eins ist mir jedoch nicht so ganz klar, googeln hat auch nicht wirklich weitergeholfen:



Wie funktioniert denn das mit dem RTS und CTS. Angenommen, ich habe ein Gerät was dem PC etwas schicken möchte, dann ist sein CTS Pegel auf high (-12V). Wird dieser Pegel jetzt im Kabel auf den RTS Port des Rechners gelegt, so nach dem Motto, wenn der Rechner mit einem High antwortet (requestet), dann geht die Übertragung los? Oder sind die beiden getrennt voneinander? Wie ist das denn mit dem DTE und DCE? Woran kann ich rein messtechnisch an der Schnittstelle erkennen wer was ist?



Vielen Dank! Gruß Chris


Christian Kirsch schrieb:

Nicht wirklich richtig. Sonst würdest du diese tausendfach schon erklärten Sachen nicht fragen.

Steht in jedem Buch zur seriellen Schnittstelle.

Suchen kannst du auch nicht?

nein - CTS ist ein Eingang!

RTS ist ein Ausgang und sagt "request to send" - (ich möchte senden) Sender -> Empfänger

CTS ist ein Eingang und heisst "clear to send" - (du darsft jetzt senden) Empfänger -> Sender

so ähnlich - aber das Kabel ist fest verdrahtet und der RTS-Ausgangspegel ändert sich bei Bedarf. Und damit dann der CTS-Eingang auf der gegenseite. Sofern so verschaltet.

Nö - i.D.R nicht. Aber manchmal schon. Es gibt bestimmt hundert oder mehr Varianten wie man die ganzen Steuersignale der Seriellen "verwurschteln" kann. War füher ganz grosse Mode immer neue Kombinationen des Hardwarehandshakes zu erfinden. Damit ja kein "Fremdanbieter" spezieller Geräte sich so leicht da einklinken konnte.

Messtechnisch kannst du das nicht erkennen. Zumindest nicht solange die verdrahtet sind.

google: "rts cts dte dce" führt dich beim ersten Trefer zu allen Erklärungen!

Erzähl mir also nicht daß du gegurgelt hast! Auch viele andere Suchkombinationen finden zu dem Thema massig Infos.

Gruss Wolfgang

No reply to "From"! - Keine Antworten an das "From" Keine privaten Mails! Ich lese die NGs, in denen ich schreibe. Und wenn es doch sein muss, dann muss das Subjekt das Wort NGANTWORT enthalten.

Pinbelegung legt das fest. Hängt davon ab ob das Gerät DTE ( = Terminal ) oder DCE ( = Modem ) ist. Das wiederum erkennt man daran ob SubD Stecker ( = Terminal ) oder Buchse ( =Modem ) ist.

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Heft 3 hätte Beschreibung mit Timingdiagramm. Die "äusseren" Handshakes sind nominell DTR/DSR, die "inneren" RTS/CTS. RTS/CTS haben ursprünglich auch nur angezeigt dass die Geräte verbunden und funktionsfähig sind. Erst später kam Datenflußkontrolle per Hardwarehandshake RTS/CTS dazu und muß auch heute nicht in jedem Gerät implementiert sein. Faxmodems z.B. haben eher XON/XOFF.

MfG JRD

Rafael Deliano schrieb:

meistens

meistens

Aber weder die Pinbelegung als auch die M- oder F-Belegung ist absolut genormt.

AFAIK nein! Das waren schon immer DTE und DCE

und auch schon immer RTS/CTS

Das ist ein Softwarehandshake. Das kann alternativ oder zusätzlich zum Hardwarehandshake vorhanden sein. Bei jeder Art von seriellem Gerät.

Gruss Wolfgang

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Rafael Deliano schrieb:

Hallo,

nein, das war DSR/DTR! RTS/CTS war zum Umschalten der =DCbertragungsrichtung bei Modems die zu=20 einem Zeitpunkt immer nur eine Richtung konnten.

Bye

Wolfgang Gerber schrieb:

Hallo,

nein, wieder daneben. DTE (Data Terminal Equipment) und DCE ( Data=20 Comunication Equipment) sind eigentlich nur verschiedene=20 Steckerbelegungen. Man kann ein DTE und ein DCE 1:1 zusammenstecken,=20 dann sind immer ein Ausgang mit einem Eingang verbunden. Wenn man zwei DTE direkt verbinden will braucht man das Nullmodemkabel=20 mit den Kreuzungen. DCE ist z.B. ein Modem, DTE ein Terminal oder Compute= r.

Die Signale f=FCr Betriebsbereitschaft sind DTR und DSR.

Bye

Uwe Hercksen schrieb:

Oops - völlig korekt!

ACK

ACK

Sollte ich eigentlich im Schlaf und Vollrausch wissen. Habe es ja -zig Jahre in hunderten Varianten verschaltet.

Gruss Wolfgang

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Zunächst mal zu den Bezeichnungen:

DTE = DEE (Datenendeinrichtung) DCE = DÜE (Datenübertragungseinrichtung)

Signale sind immer vom DTE aus gesehen. Der PC mit seinen COM-Schnittstellen ist ein DTE, ein Modem z. B. ist ein DCE. Gehen wir vom einfachsten Fall aus: Modem an PC.

DTE DCE

TXD ---> TXD RXD RTS CTS DTR DSR

Uwe Hercksen schrieb:

Es gibt zwar dahingehende Andeutungen in der RS-232-C von anno 1969 aber ich bezweifle daß das funktioniert hat.

Wolfgang Gerber schrieb:

Datenflußkontrolle per RTS/CTS im heutigen Sinne gibt es vermutlich erst voll etabliert seit dem IBM-PC. Man vgl z.B. Filetransferprogramme wie XMODEM 1977 die XON/XOFF auch nicht verdauen.

Wie ich daselbst

ja schrieb hacken manche UARTs aus den 70er Jahren wie Rockwell 6551 munter das serielle Byte kaputt wenn die Handshakeleitungen schalten. Das haben sich die Halbleiter- hersteller nicht aus den Fingern gesaugt sondern es war ehedem eine gängige Interpretation der Norm. Damit geht dann weder flowcontrol noch eine Umschaltung von Senderichtung. Zu den 28 Seiten RS-232-C von 1969 sei angemerkt, daß

1971 "Application Notes for EIA Standard RS-232-C" nach- gereicht wurden die auf 31 Seiten auch Timing-Diagramme und Zustandsmschinen für die Handshake-Pins enthalten. Aber das hat die Konfusion auch nicht wirklich beseitigen können.

MfG JRD

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