Sensor abdichten

Jul 26, 2004 39 Replies

Oder vieleicht ein Glasrohr aus der Apoteke falls der Leitwert nicht zu schlecht ist.

MFG Gernot

Glas ist ganz hervorragend geeignet. Tipp: Backaroma im Supermarkt kaufen. Das sind kleine zylinderförmige Fläschchen, Durchmesser ca. 9mm, mit Kunststoffstöpsel. Die Aufschrift kann man mit Aceton entfernen. Loch für das Kabel in den Stöpsel bohren, Sensor und Nähmaschinenöl rein, Stöpsel reindrücken. Fertig. Spricht sehr schnell an (hohe Wärmeleitfähigkeit des Öls und Glases). Nachteil: Bruchempfindlich, kann zerspringen, wenn z. B. in kaltem Zustand in kochendes Wasser geworfen, oder wenn man drauftritt. Reagenzgläschen halten hinsichtlich der Temperatursprünge mehr aus, sind aber noch bruchempfindlicher. Vorsicht bei sehr hohen Temperaturen, weil heißes Öl in Wasser unangenehm werden kann. Epoxy in Glas habe ich noch nicht probiert. Könnte klappen, könnte aber auch am Ausdehnungsverhalten scheitern.

Oliver

Moin!

[Pfannen mit Alu-Boden]

Der Programmschalter meiner Spülmaschine hat mal gehakt und dem Filterhalter meiner Espressomaschine drei Stunden Dauerspülen mit Pulver und Heißwasser beschert. "Schwamm" wär da noch untertrieben.

Gruß, Michael.

Carsten Kurz schrieb:

Die intakte Oxischicht (= Halbedelstein) ist da m.W. entscheidend. Siehe auch

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unter Lockfraß. Messing steht da gar nicht so schlecht da. Im Bootsbau wird auch viel Messing verwendet.

Gruss Gunther

Oliver Friedman schrieb:

Dann treibe erstmal ne Pfanne aus lackiertem Messing auf und setze die den gleichen Bedingungen aus.

- carsten

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50259 Pulheim / Germany WGS84:N50°57'50.2" E06°47'28.5"

Gunther Mannigel schrieb:

Das mag sein, aber Aluminium leitet nunmal die Wärme besser.

- Carsten

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Ich habe mit Messing bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Dünnwandiges Alu+Feuchtigkeit funktioniert auf Dauer nicht.

Passende Edelstahlröhrchen habe ich hier noch nirgends gesehen, und die genannten Preise von RS sind indiskutabel.

Davon mal abgesehen: Selbst wenn das Metall komplett wegfault, ist der Sensor ja immer noch in Epoxy eingeschlossen. Also braucht man das ja eigentlich gar nicht, eine passende Gießform würde auch schon reichen.

MfG Thoralf

Die haben Steuerleitung LIYCY 4x0,14 geschirmt.

Hat das schon mal jemand bestellt? Ist das wirklich schön flexibel oder eher steif?

MfG Thoralf

Spezifische Wärmekapazität in kcal/kg * Grad

Aluminium 0,214 Glas 0,190 Eisen 0,105 Kupfer 0,092 Messing (66% Cu, 34% Zn) 0,092 Zinn 0,052 Gold 0,031

Quelle: Sieber, Mathematische Tafeln, Kurzausgabe, Stuttgart

1973, S. 59.

Darum nimmt, wer es sich leisten kann, Kupfer- oder Messingkühlkörper.

Oliver

... hat aber mit der Waermeleitfaehigkeit ertmal nichts zu tun.

Dr. Juergen Hannappel http://lisa2.physik.uni-bonn.de/~hannappemailto:hannappel@physik.uni-bonn.de Phone: +49 228 73 2447 FAX ... 7869 Physikalisches Institut der Uni Bonn Nussallee 12, D-53115 Bonn, Germany CERN: Phone: +412276 76461 Fax: ..77930 Bat. 892-R-A13 CH-1211 Geneve 23

Ach, nun mach's doch nicht komplizierter, als es sein muss. Als Faustregel für unsere Zwecke (Kühlkörper, Sensorbau) reicht doch: Ist die elektrische Leitfähigkeit hoch, dann ist der thermische Widerstand niedrig. Ist der thermische Widerstand hoch, ist auch die Wärmekapazität hoch.

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Oliver

Oliver Friedman schrieb:

Wenn Du das dann noch mit der Dichte der Materialien in Beziehung setzt, kann man vielleicht richtige Schlüsse daraus ziehen ...

- Carsten

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Aluminium ist wirklich sehr korrosionsanfällig! Es reicht, einmalig die Oxidschicht zu zerstören, wenn das Aluminium danach feucht gehalten wird.

Mit etwas Quecksilbersalz geht das im Schulversuch ganz schnell. Danach wird Aluminium von Wasser angefressen.

Gruß, Ulrich Lukas

... ist aber völlig egal in diesem Fall. Vor allem, wenn noch Kunststoff mit im Spiel ist.

Gruß, Ulrich Lukas

Ulrich Lukas schrieb:

Verflixt, wieso haben wir uns bloß einen Garten andrehen lassen, der nicht mit Quecksilbersalz gedoped ist. Da wären wir unser ganzes Alu doch viel schneller los. Aber wir sind ja selber Schuld, daß wir das Zeugs nicht unter Ölfilm von der Oxidschicht befreien und dann sofort in die Erde stopfen ...

- Carsten

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Reinaluminium ist eher selten, von Folie und neutronenausgesetzten Bauteilen mal abgesehen. Normalerweise handelt es sich ja um eine Legierung mit mehr oder weniger Mg, Mn, Si usw. Damit ändert die Korrosionsfestigkeit und auch die Bearbeitungseigenschaften drastisch. Anticorodal (AC) ist AFAIK sogar seewasserfest. Manche Legierungen sind zwar nach einiger Zeit dunkelgrau-hässlich, aber Korrosionsprobleme sind dann selten. Kühlkörper-Alu hält in dieser Hinsicht wenig aus.

mfg Rolf Bombach

Eben. Was Jürgen wohl andeuten wolle, du machst hier einen Durcheinander zwischen Wärmekapazität und Wärmeleitung. Für die Kühlkörper ist die Wärmeleitung wichtig. Nur bei Metallen gibt es einen Zusammenhang zwischen Wärmeleitung und elektrischer Leitung. Halbleiter sind gute elektrische Leiter und schlechte Wärmeleiter, siehe Peltierelement. Hartkeramik bis hin zu Saphir sind gute Wärmeleiter und hervorragende Isolatoren. Styropor hat einen hohen Wärmewiderstand, deswegen ist seine Wärmekapazität nicht zwangsläufig gross. Und bei allen Daten darauf achten, ob sie sich jetzt auf die Masse oder das Volumen beziehen. Für Chemiker hat Aluminium eine bessere Leitfähigkeit als Kupfer ;-).

mfg Rolf Bombach

Da gibt es doch die unterschiedlichsten Glasröhrchen. Dickwandigere aus Pyrex halten einiges aus. Zentrifugenröhrchen gibt es sehr dickwandige, auch in allen Grössen und Formen. Ev auch beim Glasbläser nach "Bombenrohr" fragen, das ist ein extrem stabiles Reagenzglas für hochdruck/hochtemperatur-Aufschlüsse. Selbst aus Quarzgut (so milchiges Quarzglas) gibt es Röhrchen, auch nicht teurer und extrem temperatur(sprung)fest.

mfg Rolf Bombach

Bei kurzfristigen (Wärme-) Leistungsspitzen hilft eine größe Wärmekapazität des Kühlkörpers schon.

Beipielsweise in unserem Server mit automatischer Lüfterregelung. Der läuft hauptsächlich mit gedrosseltem Lüfter im Leerlauf- oder Schwachlastbetrieb. Kurzfristige Lastspitzen werden von der Wärmekapazität des Kühlkörpers aufgefangen. Die Temperatur steigt, aber nur langsam. Meist ist die

100%-Last schon wieder vorbei, bevor der Lüfter richtig anspringt. Erst wenn die 100%-Last längere Zeit dauert, schaltet der Lüfter auf Nenndrehzahl. Da der nur zwei Stufen hat, bekommt man diese seltenen Fälle gut mit ;-)

Klaus

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(Ausrede) Naja, aber ohne vernünftige Wärmeleitung nützt die grösste Wärmekapazität auch nichts.

mfg Rolf Bombach

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