Schutzschaltung für Netzwerkkarten

Apr 06, 2008 32 Replies

Hallo Jörg,

Die verlaufen in erster Linie im Stecker und in der Buchse aufgedröselt. Auf der Platine der Dose muss man dann mit Kondensatoren wieder einfangen, was man durch den Stecverbinder verdröselt hatte.. Damit hab ich mal eine zeitlang mein Studium verdient :-)

Marte

Interessant. Bei uns haben die Dosen keine Platinen, nur vergoldete Kontaktzungen und Schneid-Klemm Verbinder.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo Jörg,

dann schau Dir mal an, was zwischen den RJ45 Buchen und den LSA-Teilen ist. Das sieht unscheinbar aus, ist es aber nicht ganz ;-)

Marte

LSA Teile? Ich meinte die Dosen, die man hinterher in die Wandrahmen schraubt. Da ist definitiv nichts anderes drin. Sind im Prinzip glorifizierte Telefondosen.

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Bei schnellen Netzen sieht das nur so aus. Die Abschirmung dieser Netzdosen ist inzwischen sehr gut. Kabel werden =FCber LSA-Klemmen angeschlossen. Das es sich hier eigentlich um "glorifizierte Telefondosen" handelt, dar=FCber kann man sich wirklich nicht streiten. Deshalb ja auch der hohe=

Schirmaufwand ;-)

--=20 mfg hdw

Am Thu, 10 Apr 2008 07:14:14 +0200 schrieb Horst-D.Winzler:

Auf die Platine zwischen Buchse und LSA-Klemme ist auch oft noch etwas L und C gedruckt um die Übertragungseigenschaften bis xxx Mhz zu erreichen.

Lutz

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Hallo zusammen,

Das sind diese Schneidklemmverbinder.

Versuch macht kuch, sacht mancher hier. Mach mal so eine Dose auf, dann siehst Du's.

Alles, was über 10 Mbit hinaus will eben. Die 10 Mbit gehen noch mit CAT3, da reicht fast schon Klingeldraht.

Die Abschirmung bringt eigentlich fast gar nix. CAT5 ist UTP - ungeschirmt - spezifiziert und läuft auch ohne Stress damit. Wenn eine CAT 5 Verkabelung Stress gemacht hatte, dann hat meist geholfen, den Schirm aufzutrennen ;-) Die Kabel an sich sind schön gleichmäßig in verschiedenen Steigungen je Päärchen verdrillt und machen gegeneinander kaum übersprechen etc. auch nach Aussen hin ist in einigem Abstand schnell Ruhe, weil die Verdrillung eng gegenber der Wellenlängen sind. Dumm nur, wenns in den Stecker geht. Im Günstigsten Fall liefert allein der RJ 5 Steckverbinder schon über 2 cm aufgedrillte Strecke. Dass zu allem Übel dazu auch noch die mittleren Päärchen aufgedröselt sind, also 3-6 gegen 4-5 ist einfach nur doof. Dass man dann auch noch das dümmste Päärchen 3-6 benutzt, habe ich nie verstanden. Dass das Übersprechen auf kapazitive Asymmetrien zurückzuführen sei steht zwar in der Norm, ist aber ausgemachter Blödsinn. Das hatte offensichtlich keiner wirklich nachgerechnet. Egal, es wird danach fleisig kapazitiv korrigiert und irgendwie klappt das ja auch. Das wurde eben so lange hingetestet, bis es der Typ im Zertifizierungslabor oder der entsprechende Kunde akzeptiert hatte. Dass die Mesungen extrem vom verwendeten Messaufbau abhingen, hatte offenbar wenig gestört. Ich hatte dann das ganze mal gerechnet und fand, dass das vorwiegend induktiv passiert. Mein induktiver Kompensationsansatz hat auch auf Anhieb fast gepasst, leider hatte ich nur bis zum Ende der Buchse gerechnet und die aufgedröselte Fläche im Stecker vergessen ;-) Und dann hat die Firma gemeint, man könne einem Studi doch nicht so viel Geld bezahlen, wie ursprünglich vereinbart... dann eben nicht mit mir!

Marte

Am Thu, 10 Apr 2008 10:28:36 +0200 schrieb Marte Schwarz:

Stimmt.

Da war allerdings nie erforderlich. Eine der Norm entsprechende Verkabelung macht auch keinen Stress.

Ich würde mich da allerdings auch auf eine praktische Messung der Übertragungseigenschaften verlassen, wie genau kann ein Rechenmodell die über die Länge verteilten Kapzitäten und Induktivitäten und deren Kopplung abbilden?

in der Berechnung, vermute ich.

Theoretisch gibt es zwischen Theorie und Praxis keinen Unterschied, praktisch schon ;-)

Lutz

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Ah, auf amriganisch also IDC. Danke. Die habe ich hier auch ueberall installiert.

Habe ich schon gemacht, sonst haette ich hier nicht kommentiert ;-)

Da waren nur Schneidklemmen, vergoldete Federn und PVC dran. Sonst nix.

10/100 Netz, was hervorragend funzt. Abschirmung bringt nicht so viel. Fuer die EMV schon, aber nicht fuer die Funktion.

Meins geht ueber 10M. Stinknormales CAT5E und Plastebuchsen von Leviton.

Das war aber nicht fair. Ist mir zum Glueck noch nicht passiert.

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Hi Lutz,

O, doch. Springende FI Sorry RCD natürlich

mit verteilt ist beim Stecker gar nix. Bei den Leitungslängen ist bei 155 MHz immer noch fast Gleichstrom.

Scherzkeks;-) Ich hatte bei einem Vorgängermodell die Kondensatorflächen weggefräst und dann vermessen lassen. Dann hab ich das ganze mathematisch nachgebildet und kam auf ziemlich andere Werte, wenn man nur die kapazitiven Kopplungen berücksichtigt. Als ich das Modell um die induktive Komponente erweitert hatte, lagen meine Ergebnisse recht nah bei den gemessenen. Dann hab ich ein Layout gemacht, das nach meinem Modell die induktiven Kopplungen mit entsprechend ausgelegten Schleifen auf dem Layout wieder kompensieren sollten, also nicht wie üblich kapazitiv einzelne Aderpäärchen untereinander koppeln, sondern im Prinzip die Einkopplungen gegenphasig wieder drauf ziehen. Das gab in der Messung ein echtes Aha-Erlebnis, weil mir das keiner glauben wollte. Allerdings hatte es nicht ganz zu den geforderten Werten gereicht, weil ich besagterweise den Teil des Steckers, der ausserhalb der RJ45 Buchse läuft, vergessen hatte zu simulieren. Den nächsten Entwurf wollten sie aber nicht bezahlen, ich hatte ja parallel dazu bereits ein Entwurf konventionell mit gedruckten Kondensatoren hingepfriemelt. Und wer schon bei der ersten Rechnung am Preis herummäkelt (damals gerade mal 25 DM/Stunde, was für einen Studenten wirklich viel zu viel ist...) der braucht auf eine weitere Zusammenarbeit nicht hoffen wollen. Dann hab ich lieber die Diplomarbeit gemacht, anstatt weiter Zeit ins Land gehen lassen. 6 Monate später wären anscheinend 80 DM billig gewesen, schließlich hätte man dann ja einen Ingenieur bezahlen dürfen.

Marte

Hi Jörg,

Glaub ich nicht, eher, dass Du die Kondensatoren nicht bemerkt hattest. Das sind wahlweise gegenläufige Kämme, Plattenkondensatoren durchs Basismaterial oder geschickt angeordnete Vias, die die Kondensatoren bilden.

Hier spiele ich mal Thomas: "Wenn ich nicht... "

Ich bin anscheinend zu gutmütig. Ist mir schon zweimal passiert, einmal sogar als Ing. Da meinte der Knde dann schließlich meine zeitabrechnung um die Hälfte nach unten korrigieren zu müssen, weil die internen Ings meinten, das hätte in der halben Zeit gemacht werden können (hätten sie es gekonnt, dann hätte ich es nicht machen dürfen ;-)

C'est la vie

Marte

Am Thu, 10 Apr 2008 18:52:49 +0200 schrieb Marte Schwarz:

Na, da stimmt mit dem Potentialausgleich was nicht. Allerdings wird das oft auch eher stiefmütterlich behandelt und nicht richtig durchdacht, dass Endgeräte und Verteilerraum potentialmässig zu einer Elektroverteilung gehören.

Sorry, ich hatte das Kabel gemeint. Das koppelt übrigens ganz schön zwischen den Paaren. Wenn man die Berg- und Talbahn nach dem durchwobbeln über den Frequenzbereich gesehen hat kommt man zu dem Schluss dass das nicht wirklich zu simulieren ist.

Ist schon eine Wissenschaft. In der Firma, in der ich um 1994 arbeitete, gab es (damals noch recht selten, da war sogar eine Wortmarke eingetragen) ein komplett zertifiziertes System, also nicht nur das Kabel, sondern mit Anschlussdosen, Patchfeld und Patchkabeln, das die Anforderungen von damals Kat. 5 von Ende bis Ende erfüllte. In der Praxis war das auch kritischer als heute, denn die ersten 100 Mbit Komponenten waren Hubs, jeder Fehler legte schnell das Segment lahm. Mit den etwas später aufkommenden Switchen war dann physikalisch an dem Port Schluss.

Lutz

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Da war wirklich nichts anderes drin. Sah auch zerlegt absolut wie eine Telefonbuchse aus, nur mit zwei Kontakten mehr.

Ok, ich werde jetzt nicht noch eine zerlegen, die Dinger von Leviton (so eine Art Nobelmarke) sind teuer. Damals beim Verlegen hatte ich das auch nur gemacht, weil eine Seite des PVC abgebrochen war.

Traurig. Ist mir auch noch nicht vorgekommen. Vermutlich wussten die gar nicht, was an Detailarbeit alles noetig war.

Einige Male war es hier umgekehrt. "What, 23 hours? You mean, that's it?"

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