Schaltpläne für Elektrobaukasten

Jan 15, 2010 78 Replies

"MaWin" schrieb:

Kann man machen, obwohl der Preis nur scheinbar günstig ist. Es gibt ja einige Franzis-Lernpakete (die sich thematisch überlappen). Der genannte Conrad-Adventskalender ist im Grunde auch nichts anderes.

Man kann nach ihnen auch in der Bucht und in Altbuchläden suchen.

Wer weiß, wovon geschrieben wird, kommt damit klar. Einem Anfänger dürften die Abbildungen fehlen.

Da hätten wir dann den Autor der o.a. Lernpakete (und der Adventskalender)

| Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. | Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Lies Duden, bevor Du schreibst.

"Tim Franke" schrieb:

Der Lehrer will erstmal selbst verstehen?

Auch recht. Lies die Abbildungen irgendwie ein oder fotografiere sie und stell sie dann mit Deinen Fragen auf irgendeinen Webspace. Dann sieht man weiter.

Mit 5 ist er vermutlich zu klein dazu.

"Elektronik -- gar nicht schwer" (erstmal Band 1 und 2)

Ich schlage vor, Du erzählst erstmal ein bißchen von Dir. Bisher habe ich Deine Anfrage so verstanden, daß Du als zumindest mäßig von Elektronik Beleckter Deinem Kind die Grundbegriffe der Elektronik beibringen willst. Jetzt stellt sich die Sache eher so dar, daß Du erstmal selbst das lernen möchtest, was der Experimentierkasten vermittelt und das dann weitergeben möchtest. Das wird vermutlich schwierig.

Ich würde meinem Kind einen solchen Experimentierkasten vermutlich erst mit 10 in die Hand drücken (es sei denn, es fragt vorher ausdrücklich danach). Physik etc. gibts aus gutem Grund in der Grundschule nur in homöopathischen Dosen.

Es gehört zum Guten Ton, von Physik nichts zu verstehen.

Die Physikprofessorin am Realgymnasium Feldkirchen in Kärnten erklärte, daß Eisen keinen Strom leitet. Die Kinder konnten sie nicht überzeugen, Eltern mußten aufmarschieren.

w.

Hallo Tim,

Tim Franke schrieb:

ohne Quelle, nur aus Erfahrung: für Kinder in dem Alter muss es blinken oder Krach machen und nach einer Viertelstunde muss etwas zu sehen oder hören sein. In ganz besonders spannender Umgebung darf es auch etwas länger dauern, mehr als eine Schulstunde sollte man aber einem Kind in dem Alter nicht zumuten.

Alarmanlagen sind übrigens auch sehr überzeugend und man kann damit gut den Transistor erklären.

Echtes Verständnis wirst du bei 7 Jahren aber noch nicht erzielen, erstmal "nur" Interesse.

Gruß

Klaus

reply pub . pieper ibeq to kp3 . at . com

Joerg schrieb:

Ich kenne bei Kosmos die Kontaktierfedern in bunten Plastikbrettern in die man die normalen Bauelemente reinsteckte. Auch Transistoren, an den Stellen waren die Kontaktfedern im Dreieck angeordnet. Bei der holländischen Gloelampenfabrik hingegen waren die Transistoren auf kleine Platinchen gelötet, teils mit Kühlfahnen (BC148). Später dann hatte Kosmos auch Transistoren auf Platinchen (wie hier:

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Ich habe sowohl einen Batzen Kosmos-Kästen als auch das Philips-Labor EE2000 für die Kinder.

Bernd

On Sat, 16 Jan 2010 17:39:48 +0100, Klaus Butzmann wrote in de.sci.electronics:

Jo, irgendwo habe ich vor kurzem die Handbücher zu meinen Kästgen auch beim Aufräumen (!?!) gesehen.

Was mir eben beim Ansehen der Beispielseiten auffiel: Die ruhige, unaffektierte Sprache, in der das Wissen vermittelt wurde, vor allem in sofort verständlichen Begriffen. Liegt es daran, daß Heinz Richter noch zu Zeiten geschrieben hat, als Deutsch auch noch als Fachsprache galt? Obwohl, hier deutet sich schon Müpfiges an:

(Zitat):

"2. XR-Besitzer brauchen kein Hasch: Dreikanal-Lichtorgel"

Ja, klar hab ich die damals auch gebaut. Und bin bis heute frei von allem Rauchbaren geblieben. Danke! :)

Gruß, U. (Schöner Drösel, dies!)

On Sat, 16 Jan 2010 09:34:41 -0800, Joerg wrote in de.sci.electronics:

Da ich die Federn nicht zu mögen gelernt hatte, versuchte ich es zunächst mit Lötenlernen. Ein dieser Technik nicht ganz sicherer Verwandter beschenkte mich mit einem großen Napf Lötpaste für das Gas-Wasser-Schiete-Handwerk, warmgefügt mit einem Haushaltslötkolben, der seinen Namen noch verdiente. Das war ein Abenteuer, heute weiß ich, daß ich unerkannt Vorläufer-Experimente der SMD-Löttechnik durchführte.

Dann verfiel ich auf die Idee, erst alle Verbindungen als Drahtgerüst zu löten und die Bauteile dann Stück für Stück einzufügen. Schon mal näher dran. Ein Freund, der mit Röhren experimentierte (Kosmos Radiomann), machte mir klar, daß das dafür nicht so geeignet war, und ob Transistoren sich durchsetzen würden, davon war er nicht so überzeugt. Da muß ich so ca. 12 gewesen sein...

Der nächste Schritt war dann ein NF-Mischpult mit zwei Monokanälen, Drehpotis (lineare waren unerschwinglich), und einer Pertinaxplatine ohne Beschichtung natürlich, in die ich mit dem Drillbohrer aus dem Laubsägekasten Löcher für einzunietende Lötösen gemurkelt habe. Die Anregung dazu kam, wimre, aus einem sehr frühen Heinz-Richter- oder Irgendwas-ohne-Balast - Buch. Gehäuse aus Abachi-Platten. Wow. Mein erstes Gerät. Danach kam dann irgendwann das oben im Link erwähnte Labor. Und damit Erkenntnisse, weil diese Bücher wirklich erklärten.

Gruß, U.

Bernd Laengerich schrieb:

Bei Kosmos waren die Transistoren auch auf (runden) Plastikplättchen, allerdings nicht gelötet, sondern an den Kontaktfedern angenietet. Siehe Radiomann von 1962, 2.Abbildung und besonders gut 6. Abb.:

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Wenn man die Seite hinabfährt, sieht man auch weitere sehr schöne Fotos, z.B. die Verwendung einer Röhre (war ein Batteriefresser).

Michael

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Da gab es dann wohl verschiedene Versionen: Meine Kosmoskästen (Radio und Elektronik) waren ohne Platinen, die Transistoren wurden mit speziell gebogenen Füßen in die Steckfedern gesteckt. Mein Phillips hatte die Transistoren auf kleinen quadratischen Platinen mit 4 Anschlüssen.

Ralf

Hallo,

Ulrich G. Kliegis

wrote:

Wen man sowas versucht den Schülern im Physikunterricht beizubringen halte ich das für vergeudete Physikstunden. Ich habe es damals nicht ver- standen obwohl ich gut in Physik war *und* es auch verstehen wollte. Selbst als ich es noch ein paar mal nachgelesen habe konnte ich mir keinen Reim drauf machen. Selbst das mit der Diode und den Raumladungszonen war fast nicht zu duchschauen. (Warum sollten sich denn die Elektronen und Löcher nicht anziehen und flux rekombinieren?) Verstanden habe ich es erst im Studium als uns das ganze drum herum mit den Potentialen und die Potentialtopf"theorie" erklärt hat. Wenn sowas im Physikunterricht öfters vorkommt kann ich gut nachvollziehen, dass sich viele Schüler davon abwenden.

Viele Grüße, Martin L.

Ralf Haboldt schrieb:

Ja, genau die kenne ich auch. Grellbunte Plastiksteckbretter mit den Federklemmen drin. Die spätere X-Serie (graue Kunststoffsteckbretter) hatte dann die Transistoren auf Platinchen mit Lötnägeln unten dran zum Einstecken in die Federn. Vermutlich sind zu viele Anschlußdrähte abgespielt worden und die Kosmos-Transistoren waren ja sooo teuer...

Bernd

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Hallo,

solche "Verdrahtungsmatrizen" hatten wir beim Analogteil des Hybridrechners um die Integrierer und Summierer zu verschalten. Die massive Alutafel mit den eingesteckten Verbindungsleitungen wurde motorisch in die Kontakte eingefahren, mit Hauruck ging da nichts mehr.

Bye

Martin Laabs schrieb:

Hallo,

in der LED rekombinieren sie ja auch um ein Photon zu generieren. Beim Vergleich Diode und LED kommt man mit einfachen Modellen wohl nicht weiter. Beide lassen den Strom nur in einer Richtung fliessen, aber Licht erzeugen kann nur die LED und warum kommt da nur eine bestimmte materialabhängige Wellenlänge heraus?

Bye

Also schrieb Uwe Hercksen:

man bandluecke Bei dotiertem Silizium liegt die Strahlung halt weiiiit im Infraroten...

Ansgar

*** Musik! ***

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

Hallo,

vermutlich soweit das das Silizium die Photonen nichtmal aus dem Kristall herauslässt...

Bye

Helmut Wabnig schrieb:

Hallo,

glücklicherweise war es ja keine Universitätsprofessorin sondern nur eine Gymnasialprofessorin, aber immer noch schlimm genug. Man hätte vielleicht mit ihr zum nächsten Weidezaun gehen sollen und sie über ein Stück Eisendraht den Zaun berühren lassen. Vorher noch den Boden gut nass machen und sie die Schuhe ausziehen lassen. "Die Medizin muß bötter schmecken, sonst wirkt sie nicht!" Fragt sich welche Metalle man noch alle für den glorreichen Selbstversuch hätte bereitstellen müssen, nicht das es im nächsten Schuljahr weiter geht: "Zinn leitet keinen Strom".

Bye

Also schrieb Uwe Hercksen:

Nunja. Es wird halt warm. :))

Ansgar

*** Musik! ***

Am Tue, 19 Jan 2010 10:56:48 +0100 schrieb Uwe Hercksen:

...

Vielleicht kommt sie ja aus der Astrophysik und hat die Sache mit den Metallen / der Metallizität in den flaschen Hals bekommen. ;)

MfG Knut

Soll doch gemütlich sein :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

jein, ich teile durchaus einige der Bedenken, wobei ich nicht primär das mangelnde Verständnis als vielmehr die kindliche Schusseligkeit bzw. die Neugier als Risiko sehe. So ein Transistor lässt sich halt auch mit 3V schon schnell grillen, wenn man mal den Basisvorwiderstand vergisst. Ich meine da passiert selbst mir als altem Hasen noch manchmal, das ich bei einer Testschaltung etwas falsch anschließe. Es geht zwar nicht am ersten Tag gleich alles kaputt, aber wenn das Zeug erst mal hin ist, fliegt es halt auch gerne mal in die Ecke und staubt zu. Das wäre dann nicht unbedingt zielführend. Ich meine ich bin ja normalerweise kein Verfechter von 'kindgerechten' Gebrauchsgegenständen, denn lernen müssen sie es so oder so, aber ein wenig auf Robustheit sollte man bei der Auswahl gerade in relativ frühem Alter schon achten. Vor allem dann, wenn die Gefahr so wenig greifbar und vorstellbar ist wie beim Strom, und auf das Verständnis eben noch nicht gebaut werden kann.

74xx mit 4,5V betrieben verdauen z.B. alles außer umpolen schon eine Weile. LEDs kann man einen kleinen Zwangsvorwiderstand verlöten, damit sie nicht sofort hops gehen. Und bei Transistoren geht es Notfalls auch mit einem festgelöteten Basisvorwiderstand von vielleicht 22Ohm. Damit kann man natürlich nicht mehr jede Schaltung bauen, aber das ist am Anfang möglicherweise auch egal.

Wobei man ja selbst zu meiner Studienzeit beim Aufbau der echten Messapparaturen (nicht das Zeug für die Praktika) eher Programmieren können musste...

Marcel

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