Rueckstromfestigkeit von Spannungsreglern

Jul 03, 2026 Last reply: 1 week ago 25 Replies

Am 09.07.2026 um 20:24 schrieb Gerhard Hoffmann:

Na, Du wirst es wissen...

Am 10.07.26 um 07:55 schrieb Eric Bruecklmeier:

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Das war jetzt schwer!

500 Stück à 6 cent von ETEK, wer immer das sein mag. Bei onsemi muss man 22-24 cent bei einer Stange/75 Stk anlegen.

Für den großen Hunger zwischendurch sind bei DK und Onsemi >100000 auf Lager. Die kriegt man bestimmt billiger als bei Abnahme einer Stange. Und Digikey ist bestimmt nicht der Billigheimer.

Das sind doch heute wirklich keine Hochtechnologieprodukte mehr. Die konnten bis letzte Woche sogar die Russen nachbauen, ganz ohne ASML.

Lebt die Re-Inkarnation von Bob Widlar eigentlich noch?

Abgesehen davon habe ich den 7805 allenfalls als schlechtes Beispiel erwähnt.

Gerhard

Soll die Diode nicht genau diesen Fall verhindern?

Ich hatte Dich so verstanden, dass dieser Rückstrom dadurch entsteht, dass irgendwo Durchbruchspannungen überschritten werden. Aber die liegen doch vermutlich höher als 0,7 Volt, oder?

Wenn der Eingangselko geladen war und dann die Spannungsversorgung wegbricht, sehe ich auch keine großen Ströme durch die Diode. Der Regler arbeitet in dem Fall ja nicht mehr und der Eingangselko entlädt sich nur durch seine Selbstentladung und den Ruhestrom des Reglers. Das müsste also recht langsam gehen.

Anders sieht es natürlich aus, wenn keine Eingangsspannung am Regler anliegt und jemand, sagen wir, einen geladenen Akku an den Ausgang anschließt. Dann würde kurz ein ziemlich großer Strom durch die Diode fließen, bis der Eingangselko aufgeladen ist, aber das könnte man ja berechnen und die Diode dafür dimensionieren.

Oder sehe ich das zu naiv?

TIA, Martin

Am 13.07.26 um 17:18 schrieb Martin Klaiber:

Ja, und eben deshalb muss sie den in diesem Fall auftretenden Strom vertragen können. Der Eingangselko entlädt sich ja nicht von alleine schneller als der (sehr viel kleinere) Ausgangselko, sondern, weil irgend ein anderer Verbraucher als unser Regler dort gerade viel Strom entnimmt.

Dieser Fall ist nicht exotisch, gerne wurden zu Blütezeiten des 78xx größere Verbraucher wie Motoren oder Leistungsverstärker aus der ungeregelten Eingangsspannung versorgt, weil der 78xx zu schwachbrüstig war und ein fetterer diskret aufgebauter Regler kostenintensiv gewesen wäre.

Wenn der Stromkreis unseres Reglers der einzige Verbraucher ist, braucht man die Diode in der Tat nicht.

Das ist noch wieder ein anderer Sonderfall...

Ich weiß es nicht, hätte aber Angst, daß schon eine einzige vor dem Regler versorgte Leuchtdiode mit 20 mA für ein Latchup reichen könnte. Der 78xx schickt auhc seine eigene Versorgung mit iirc um die 10 mA in den Groundpin. Wenn der Ausgang bis auf den Elko offen ist, reicht vielleicht sogar schon das.

Aber nur SEHR kurz, dann sind alle Elkos auf der Ausgangsseite leer. Viel Kapazität ist dort sowieso nicht zu erwarten und die Schaltung selbst leert die Kondensatoren dort ja auch weiter.

Eine 1N4001 verträgt einen (sehr kurzen) Spitzenstrom von 30A.

Gerrit

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