Röntgendetektor mit TUN?

Apr 12, 2011 25 Replies

Hallo beisammen,



wir spielen hier gerade an einer Röntgenröhre, deren "Lichtblitz" zu detektieren ist, um danach einen Prozess automatisch anzustoßen. Der Chefe meinte, das mit Photodioden machen zu müssen, was aber aufgrund der Wechselwirkung mit der Beleuchtung ausfällt. Ich hab das jetzt mal mit 3 BC337 als Superdarlington mit offener Basis realisiert, was zunächst tut, aber sehr empfindlich auf elektrostatische Annäherung reagiert, auch nicht so doll. Was nimmt man da eigentlich zweckmäßiger?



Grüße



Marte


Marte Schwarz schrieb:

Hallo,

wie wäre es mit Fotodioden die mit lichtundurchlässigen schwarzen Lack überzogen sind? Oder in einem lichtdichten Gehäuse das für Röntgenstrahlen genügend durchlässig ist.

Bye

u
l

ger?

k

Noch besser w=E4re ein bei R=F6tgenstrahlen fluoreszierendes Material aufs Fenster und erst dar=FCber den schwarzen Lack. :-) Gruss Harald

Einen Ausgang hast Du nicht oder magst/kannst Du nicht verwenden? Gibt es eine Kontrolleuchte, die man vermittels drangepappter Photodiode detektieren könnte? Ansonsten könnte das mit der Photodiode auch durchaus durch den Röntgenbltz klappen, einfach in eine schwarze Filmdose oder so packen...

Dann gäbe es da noch das gute, alte Geiger-Müller-Zählrohr :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Das wird dann wohl ggf. etwas träge...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Marte Schwarz wrote in news:io1fgr$h8o$ snipped-for-privacy@gwaiyur.mb- net.net:

BPW34

Gruß R.R.

Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gewählt!

Am Tue, 12 Apr 2011 06:02:14 -0700 (PDT) schrieb Harald Wilhelms :

Braucht es normalerweise nicht, Photodioden sind auch ohne Szintillator recht empfindlich f=C3=BCr R=C3=B6ntgenstrahlen. Ich w=C3=BCrde das Ding ei= nfach in ein lichtdichtes Geh=C3=A4use packen.

Wolfgang

Hi Robert

Vor allem wird das unheimlich träge. Ein 20 ms Impuls geht noch lustig,

10 ms wird schon sehr eng...

und den, wie Uwe und Ralph bemerkten wohl satt lichtdicht verpackt. Mal sehen, ob sich auf die Schnelle was auftreiben lässt.

Noch weitere Anregungen zu speziellen Bauteilen, die nach möglichkeit in Einzelstückzahlen erhältlich sind?

Marte

Hallo Ralph,

Mögen nicht wirklich, können wahrscheinlich, dürfen auf gar keinen Fall. Ein Eingriff in ein medizintechnisches Gerät ist gaaaanz böse.

Nicht dass ich etwas sinnvolles entdeckt hätte. Ausserrdem, wer sagt mir, dass die Kontrollleuchte nicht aufgeblitzt hatte, ohne dass die Röhre geblitzt hatte?

So wirds wohl werden. Muss mal in meinem Bestand forsten, was morgen aufbaubar ist.

Erst haben ein Gewehr, dann schiessen einen Hasen. Derzeit ich haben nur ein Speer ;-(

Marte

Früher gabs mal Siemens Typen SFH 520 SFH 521 SFH 522 SFH 523

aber diese Firma hat sich aufs Kerngeschäft zurückgezogen, das sind Staubsauger.

Irgendwo im Norden gibts noch einen Laden der macht weiter, such grad nach dem Namen.

w.

Genau; halt nicht gerade in BLei :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Am 12.04.2011 17:33, schrieb Marte Schwarz:

in

Nur so eine Idee: k=F6nnte man nicht auch einen schnellen Optokoppler wie= =20

6N136 als R=F6ntgensensor einsetzen? Bei dem w=E4re die Photodiode bereit= s=20 lichtdicht verpackt.

Gru=DF, Alexander

BPW34 sechs Stück parallel mit 15 Volt Vorspannung. FUNKSCHAU 1986 Bauanleitung. Schon erfunden.

Die Dioden müssen selektiert werden, nicht alle eignen sich und geben fake Pulse ab.

w.

Marte Schwarz schrieb:

formatting link

Aber die haben das auch in etwas kleiner.;-)

Gruß Dieter

Die "Verstärker" in den Röntgenfilmen sind/waren CaWO4 oder CdWO4, Nachleuchtdauern allenfalls im einstelligen us-Bereich, kann aber sehr langes Nachleuchten auf tiefem Niveau aufweisen. Plastikszintis liegen sogar eher im ns-Bereich. Da ist der Phototransistor langsamer. Eu:CaF2 wär auch noch was.

mfg Rolf Bombach

Kann ja sein, dass ich auf dem Schlauch stehe - aber wie soll das ohne Szintillator funktionieren? Unter der Voraussetzung, dass ich richtig gerechnet habe, hat 1keV Roentgenstrahlung eine Wellenlaenge von 1.2nm. Marte schrieb von medizinischen Geraeten, also duerfte es sich eher um 50-70keV Roentgenstrahlung handeln. Im Hammatsu Datenblatt geht die Empfindlichkeit auch ohne Fenster bereits bei 200nm gegen Null.

Oder gehst du davon aus, dass die Roentgenstrahlung auf jeden Fall Ladungstraeger in der Sperr- bzw. I-schicht erzeugt? In dem Fall sollte das dann mit jeder (Kapazitaets-)diode machbar sein. Vorteil der Hammamatsu-Dioden waere dann nur die Groesse des Dies.

Gruebelnd Klaus

Wie kommst du auf 'ohne'?

Schon, aber wegen der geringen Dicke nur sehr wenige. Es gibt ja extra 'Foto'dioden mit mehrere Millimeter dicker i-Schicht, aber die Biester muss man mindestens mit flüssigem Stickstoff kühlen.

Gruß Dieter

Ich habe den Thread so verstanden, dass Marte die Roentgenstrahlung direkt, also ohne Szintillator, detektieren will.

Gruss Klaus

Klaus Bahner schrieb:

Hast Recht. Besser als mit einem Minitransistor wirds mit einer großflächigen Diode allemal, aber der Preis der Dioden wird sicherlich abschrecken.

Ob man wohl eine MUR3020 missbrauchen könnte?

Gruß Dieter

Habe ich mich auch gefragt. Ich denke der reverse-current solch einer fetten Diode ist zu gross. Ich vermute, dass das Nutzsignal im Rauschen des reverse-currents untergeht. Photodioden wie BPW34 duerften da besser abschneiden. Ob die groessere Chipflaeche und damit bessere Empfindlichkeit einer MUR3020 das wieder wett macht, kann ich nicht abschaetzen. Ich glaub ich muss mir mal einen spielerischen - aeeh - experimentellen Tag im Labor goennen ...

Gruss Klaus

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