Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:
[Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
Am 30.09.2022 um 22:08 schrieb Hartmut Kraus:
[Kontaktprobleme bei modernen Fernbedienungen]
Auch in der Rundfunktechnik waren wir führend beim Einsatz von kontaktlosen und verschleißfreien Sensoren.
Am 01.10.22 um 10:12 schrieb Wolf gang P u f f e:
Jo, das waren allerdings auch stolze Preise. 890,- M für ein Kofferradio, 2.890,- M für einen Schwarzweiß-Fernseher, ...
Am 01.10.2022 um 10:50 schrieb Hartmut Kraus:
Stimmt, aber es gab ja sonst nichts zu kaufen. Wohin mit dem Geld?
Am 01.10.22 um 10:12 schrieb Wolf gang P u f f e:
Jo, sag' mal, ist das wahr, dass zum "Auslösen" genügte, dass eine Fliege über die Sensortasten lief? ;)
Am 01.10.22 um 10:52 schrieb Wolf gang P u f f e:
Ganz einfach: 10:1 in DM tauschen und im Intershop einkaufen. ;)
Es gibt Radiergummitastaturen, die funktionieren. Dazu zählt z. B. die Tastatur an meinem Sinclair ZX Spectrum BJ 1982. Technisch gesehen ist das zwar keine Leitgummimatte, sondern eine Folientastatur mit Gummimatte obendrauf - also quasi der Ur-Ur-Urahn der Cherry G81-3000 - aber immerhin. Die Tastatur meines Panasonic PT-AE 900U (BJ 2005) hat ebenfalls kein Problem, dito die vom Marantz CD-67 SE (1997) und Denon AVR-3300 (2000). Es scheint also technisch möglich zu sein, sowas in langfristig haltbar zu fertigen.
Die - und das ist der Punkt - Fernbedienungen der Billiggeräte in meinem Haushalt (Siemens Gigaset, Edision/Digiquest DVB-S-Receiver, Philips LCD-Glotze, ...) leiden fast ausnahmslos an dieser Krankheit. Natürlich löst sich auch die tragische Soft-Touch-Oberfläche an der Drift-Actioncam, dem Zeichenstift, dem Sony-Smartphone und überall am olympischen Alptraum ab bzw beginnt zu kleben.
Da müßte eine Mehrheit der Kunden ihr Konsumverhalten umstellen, bzw. sich in Kaufzurückhaltung üben, dann gäbe es eine reelle Chance, irgendwann wieder brauchbare Produkte zu bekommen.
Hatte kurz über "optische" Computertastaturen nachgedacht. Also nicht diejenigen mit Lichtorgel, sondern Gabellichtschranke usw. Sinnlos. Wer Wert auf eine robuste Tastatur legt, muß sich im Fetischbedarf mit Modellen eindecken, in denen Cherry MXe werkeln.
Man muß das geriatronische Zeugs ja nicht unnötig hochjubeln. Immer die letzte, neueste, coolste Scheiße durchrepetieren kanns halt auch nicht sein. Wir werden diese Lektion auf die eine oder andere Art schon noch lernen.
Volker
Am 01.10.2022 um 10:52 schrieb Wolf gang P u f f e:
Solche Preise relativieren sich ohnehin sehr stark wenn man bedenkt, daß das alltägliche Leben in der DDR hoch subventioniert und somit im Grunde spottbillig war.
TV, Radio etc.pp. galten als hochwertige, langlebige Gebrauchsgüter und hatten einen entsprechenden Preis. Es war einfach nicht vorgesehen, da alle naselang irgendwas neu zu kaufen. Das war nicht nur der allgemeinen Ressourcenknappheit geschuldet sondern hätte auch jeglicher sozialistischer Wirtschaftsphilosophie widersprochen.
Am 01.10.2022 um 10:52 schrieb Wolf gang P u f f e:
Solche Preise relativieren sich ohnehin sehr stark wenn man bedenkt, daß das alltägliche Leben in der DDR hoch subventioniert und somit im Grunde spottbillig war.
TV, Radio etc.pp. galten als hochwertige, langlebige Gebrauchsgüter und hatten einen entsprechenden Preis. Es war einfach nicht vorgesehen, da alle naselang irgendwas neu zu kaufen. Das war nicht nur der allgemeinen Ressourcenknappheit geschuldet sondern hätte auch jeglicher sozialistischer Wirtschaftsphilosophie widersprochen.
Am 01.10.2022 um 10:53 schrieb Hartmut Kraus:
Ob da eine Fliege reichte? Keine Ahnung. Ich selbst hatte den Sensomat nur mal bei einem Bekannten gesehen und bestaunt. Ohne jetzt zu googlen...WIMRE funktionierten die Sensortasten mit etwas höherer Spannung aus einem Transverter. Damit wurden ja auch Glimmlämpchen für den jeweils betätigten Kontakte zum Leuchten gebracht. Glimmlämpchen brauchen dafür ja etwas mehr als
70V(?). Eine Fliege dürfte das sicher gespürt haben und hätte sich nicht lange über den Kontakten aufgehalten, vermute ich mal.Apropos Sensorkontakte: Auch die Fahrkartenautomaten der Reichbahn waren mit sowas ausgestattet. Die kleinen Nietenköpfchen in den Zahlenfeldern...
Tastaturen mit Hall-ICs gab und gibt es noch. Der Hall-Schaltkreis B461 aus dem HfO (Halbleiterwerk Frankfurt/Oder) muss wohl auch exportiert worden sein, da ich in den 2000 Jahren mal die Tastatur einer Werkzeugmaschine mit Philipssteuerung (Deckel/Maho) zerlegt hatte. Da waren genau diese kontaktlosen, magnetischen Schalter unter jeder Taste verbaut. So etwas sollte ewig kalten, auch unter widrigsten Umweltbedingungen. Problem bei der Tastatur war wohl eingedrungene Flüssigkeit zwischen engen Leiterzügen auf der Grundplatine.
Am 01.10.22 um 14:06 schrieb Wolf gang P u f f e:
Sollte. Bei uns gingen die serienmäßig kaputt, in einer Schreibmaschine, die als Konsole an unserem ESER-Rechner hing. Naja, russische oder bulgarische Produktion. Unsere Wartungstechiker haben dann aus einer Tastatur und einem Nadeldrucker selber eine gebaut.
Außer den beiden genannten Geräten hatte der REMA toccata Sensortasten. Bei dem ist uns dgl. nie passiert. Eher war es so, dass bei den ersten Geräten die MOSFET-Eingänge hinter den Tasten unzureichend geschützt waren und öfter mal ausfielen. --
CU Chr. Maercker.
Taugten die Dinger? Meine Eltern hatten damals einen Nordmende Spectracolor TM3 (1975), und die Ultraschall-Fernbedienung hatte einen derartigen Ruhestrom, daß sie alle 3 Monate eine neue Batterie brauchte. Mit Akkus war das erträglich, sonst eher nicht. War aber kein schlechtes Gerät, erst nach 18 Jahren (IIRC) wurde es ersetzt.
Die Tasten am Gerät eines anderen Nordmende aus der gleichen Zeit hatten Probleme mit feuchten Fingern (Dauerfeuer). Insofern war das alles nicht ganz überzeugend.
Daß man auf Bedienteilen mit Gummitasten etc. mehr Funktionen unterbringen konnte, dürfte aber der Hauptgrund gewesen sein, daß das Konzept Sensortasten nicht weiterverfolgt wurde. Die "Telecontrol IV" Fernbedienung des oben erwähnten Fernsehers war schon recht klobig.
Hanno
Ach ja, und ein Schlüsselbund auf den Tisch schmeißen konnte auch lustige Effekte erzielen, hab' ich gehört? ;) Aber bei Infrarot doch alles kein Problem mehr.
Also weißte, wenn du schon nicht mal beim Essen auf die Glotze verzichten kannst, dann nimm wenigstens Besteck. ;)
Ja, das Schaltelement *an sich* ist sicher absolut verschleißfrei, aber das ist ja nicht das Einzige, auf das es ankommt. Ich hab einige Tastatur-Chassis von "Micro Switch" (Honeywell) in schraddeligem Zustand, die haben Halleffekt-Schalter eingebaut:
Soviel zu "widrigsten Umweltbedingungen". Vielleicht wäre eine Folientastatur besser gewesen - auf der tippt es sich zwar nicht so toll, aber die bekommt man zumindest 100% wasserdicht.
Über den Daumen (und nein, ich bin kein Tastaturexperte, nur interessierter Laie) gibt es zwei Systeme, die den Test der Zeit überstanden haben: IBMs "buckling spring over membrane" Model M, und Cherry MX. Von beiden gibt es haufenweise Tastaturen, die seit > 30 Jahren benutzt werden und nicht totzubekommen sind. Wobei Cherry die Nase vorne haben dürfte: Man bekommt die Schalter immer noch als Ersatzteile, und Reparaturen sind einfachst. Membrantausch bei einer Model M ist doch eher was für Freaks.Es fällt aber auf, daß an beiden Systemen nichts konzeptionell spezielles ist: Die Cherry MX haben mechanische Schaltkontakte, und bei den Model M ist es eine Folientastatur, bzw. Membran. Die Entwickler haben "lediglich" beim Gesamtsystem gute Arbeit geleistet.
Hanno
Nicht die jedenfalls. Ist ja auch kein Problem, sowas im den Griff zu bekommen: Einfach 0,1s oder so warten, ob das Signal dann immer noch ansteht.
Da das Signal nicht moduliert war, sondern es für jede Funktion eine fixe Ultraschall-Frequenz gab, konnte man mit dem Ding aber lustige Experimenten zum Dopplereffekt machen: Wenn man die Fernbedienung schnell auf den Fernseher zubewegte, oder davon weg, konnte man bei Betätigung die jeweils danebenliegende Funktion auslösen...
Mit Besteck ließen sich die Sensortasten noch schlechter betätigen - ein weiterer Nachteil.
Hanno
Am 01.10.22 um 21:11 schrieb Hanno Foest:
Du sollst ja das Besteck auch zum Essen benutzen, damit die Finger sauber bleiben, also Zustände sind das bei euch ... *** kopfschüttel ***
Na ich weiß ja nich - meine vertragen nicht mal Kaffee ...
Hättest es halt mal mit Metallbesteck versuchen sollen. ;)
Bekannte hatten das, während wir Mitte der 70er immer noch einen Graetz schwarz/weiß Fernseher (aus den 60ern?) ohne Fernbedienung hatten, bei denen man die Programmtasten sehr weit eindrücken musste. Aber sehr fortschrittlich, konnte man die Tasten auch raus ziehen, um dann zu drehen, damit man eine andere Frequenz einstellen konnte. :-D
Der Nordmende der (reichen) Bekannten hatte besagte Fernbedienung. Ich meine ein "Zirren" hören zu können, wenn man einen anderen Sender wählte. Gut, ich war Pre-Teen, und so besseres Gehör als heute. Aber Ultraschall sollte ich doch nicht hätte wahrnehmen können...
Später hatte ich im Kinderzimmer einen kleinen Interton (oder Teleton?) schwarz/weiß Fernseher. Ohne Fernbedienung, aber immerhin mit Sensortasten. Fliegen liebten diese auch. Ich glaube, damals habe ich meinen Hass auf Fliegen entwickelt, den ich heute noch habe. Den TV hatte ich bis in die späten 80er, und schloss sowohl den Commodore 64, als auch später den Amiga via RF-Dingens (Blasphemie!) daran an.
Wenn ich weiter überlege, war das mein vorletzter TV. Meinen letzten kaufte ich 1992 in meiner eigenen Wohnung. Mit üppigen 70cm, Farbe und in buuuuunt. ;-)
Ja, auch die TV-Show Switch! schaute ich auf dem
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