Re: DCF77-Empfang

Mar 26, 2020 Last reply: vor 6 Jahren 41 Replies
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Am 26.03.20 um 18:38 schrieb Roland Krause:



Ich habe mir mal den Spaß gemacht, mit Ferritstab, Spule, ein paar
> Keramikkondensatoren und einem Oszilloskop das DCF77-Signal sichtbar zu
> machen. Hat aber nicht geklappt.
> Deshalb meine Frage: Welche Spannung ist denn an einem abgestimmten
> Schwingkreis zu erwarten? Ist Spannung etwa zu gering, um sie auf einem
> Oszilloskop sichtbar zu machen?

Kann dein Oszi µV?


Marcel


Wenn Keramische, dann NP0/COG, andernfalls Styroflex.

Am 26.03.20 um 18:38 schrieb Roland Krause:

Hallo,

1mV/m an der Antenne :).

Der Rest zur Lösung sind Formeln:

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Peter

Am 26.03.20 um 18:38 schrieb Roland Krause:

Nimm vielleicht besser einen zweiten Ferritstab mit ein paar Dutzend Windungen Kupferlackdraht drauf, den du an den Funktionsgenerator anschließt und in die Nähe legst. Dann kannst du in deine Empfangsantenne einkoppeln, ohne jede Gefahr, sie dabei zu verstimmen.

Hanno

Sie dürfte im Mikrovoltbereich liegen. Für genauere Abschätzung muss zumindest die Entfernung zum Sender bekannt sein. Auf der Website von DCF77 gibt es eine Grafik, auf der die Empfangsqualität in Abhängigkeit von der Entfernung grob angegeben ist.

Vor Jahren war das DCF77-Signal mit meinem Allwellenempfänger und einfachem Langdraht gut zu hören. Heute nicht mehr, selbst nachts nicht, wenn hier kaum noch Straßenbahnen fahren und der Langdraht im Freien hängt. Funkuhren empfangen das Signal aber nach wie vor.

Roland Krause schrieb:

Ich hab's grad bei mir (knapp 300 km nördlich von Mainflingen) mal ausprobiert. Abgestimmter Schwingkreis mit relativ großer Ferritantenne, dahinter phantomgespeister Sourcefolger, Speisespannung 5 V über 1 mH (15 Ohm) zugeführt: lt. Oszilloskop Träger = 80 mVss.

HTH

Reinhard

  • Chr. Maercker snipped-for-privacy@gmx-topmail.de:

Und worauf führst du das zurück? Allgemeiner HF-Salat in deiner Wohnung? Die üblichen Verdächtigen wie Mobilfunk, Wifi, Bluetooth, Smart-Home liegen bei 0.8, 2.4, 5 GHz, also 4 bis 5 Zehnerpotenzen über den 77.5 kHz. Powerline, 2-68 MHz? Schlecht abgeschirmte/entstörte Haushaltgeräte, Schaltnetzteile? All of the above?

- Andi

Am 27.03.2020 um 07:54 schrieb Chr. Maercker:

Ich empfange DCF77 hier in NRW wit 30 dB über S9

Lässt sich nicht eindeutig sagen. Ein gewisser Grundpegel war auch früher auf niedrigen Frequenzen vorhanden. Aber wenn bei eingeschaltetem BFO kein Pfeifen vom Träger zu hören ist, müsste das Signal schon seehr schwach sein. Leider hat mein Rx kein S-Meter, so dass sich nicht feststellen lässt, ob die Grundgeräusche deutlich stärker geworden sind. Die diversen HF-Quellen der IT scheiden aus, da hast Du schon mal recht. Dass es keinen Unterschied zwischen Zimmer und Balkon gibt, spricht eher gegen Haushaltgeräte, Schaltnetzteile & Co. Außerdem wäre die Störung extrem breitbandig, so etwa 30...3000kHz, überall etwa das gleiche Geräusch. Man muss den Lautstärkeregler nur weit genug aufdrehen. Aber das war auch vor 30 Jahren schon so, mit dem einzigen Unterschied, dass es damals etliche Sender mehr in diesen Bereichen gab. Es fiel seinerzeit nur weniger auf, weil es viel weniger Lücken zwischen den Sendern gab. Heute gibt es nur noch Lücken und gelegentlich einen Sender.

Mit einem SDR aus .nl fand ich das bestätigt. Wenn hierzuort wirklich sämtliche Frequenzen bis ca. 3MHz derart gestört wären, würden die Uhren nicht mehr synchronisieren. Tun sie aber.

Am Donnerstag, 26. März 2020 21:33:51 UTC+1 schrieb Hanno Foest:

eine andre Hirnprothese, Hannenmöse.

Am 26.03.20 um 18:57 schrieb Marcel Mueller:

Das wäre wohl nur nötig, wenn er den Versuch auf einem anderen Kontinent machen würde.

Als ich als Jugendlicher mit DCF77 experimentierte, bekam ich in der Nähe von München -- mit einer Rahmenantenne (ca. 50cm x 50cm) -- ein Signal, das mittels eines simplen HM307 bestens erkennbar war. Dabei lernte ich auch gleich, dass die 5. Harmonische der Zeilenfrequenz der damaligen Fernseher ziemlich nah beim Signal von DCF77 liegt.

Grüße,

Günther

Am 26.03.20 um 18:57 schrieb Marcel Mueller:

0,5mV mit der X10 Taste, reicht das oder ist das zu wenig?

Ich hatte eine schöne Resonanz bei 90kHz ;)

Am 26.03.20 um 19:41 schrieb Peter Thoms:

Ich hatte nur den Ferritstab .... natürlich grob nach Süden ausgerichtet (ich wohne nördlich).

Am 26.03.20 um 21:33 schrieb Hanno Foest:

Möglicherweise hatte ich beim Abgleich in der Empfangsspule einen zu hohen Strom, das kann sein.

Als auf Mittelwelle noch Radiosender funkten, konnte ich mit der gleichen Anordnung + Germaniumdiode (Detektor) problemlos Radio mit dem Kristallhöhrer hören. DCF77 sendet sicher mit viel höherer Leistung.

100mV würde ich da schon vermuten. Eventuell mehr.

Was hört man denn da? Es wird doch nur der gepulste Träger gesendet.

Heute nicht mehr, selbst nachts nicht,

Am 27.03.20 um 10:39 schrieb Reinhard Zwirner:

Aha, ich bin etwa 300km norwestlich. Welche Verstärkung muss man beim FET annehmen? Dann ist wohl mit 1mV oder etwas mehr zu rechnen.

Grummel, welche Eingangskapazität hat eigentlich so ein Oszi? Ohne Impedanzwandler verstimme ich meinen Schwingkreis eventuell zu stark?

Am 27.03.20 um 18:36 schrieb Roland Krause:

Na, das glaube ich nicht, google mal nach der Sendeleistung vom DCF77, ich denke die Mittelwellensender waren alle >100kW.

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