Prior Art: E-Ink auf Plastikkarte

Nov 13, 2006 41 Replies

Am Wed, 15 Nov 2006 20:04:44 +0100 schrieb MaWin :

Ich spreche in diesem Fall von Östrreich, wo ich lebe, bin nur im Sommer gelegentlich in .de gewesen. Ich bringe sie daher nur bis zum nächsten Mistkübel. Wo ich im Sommer immer baden gehe hängen eigene Säcke für die leeren Dosen.

Schaffen es die Leute bei euch nicht, ihren Mist wegzuräumen? OK, bei uns auch nicht alle, aber genau diese verzichten wahrscheinlich bei euch auf das Pfand.

Martin

"Martin Lenz" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.gmx.at...

Nein, wobei die Berge, die an einer Verzehrstelle von McDoof-Fressen anfallen weit aetzen der sind, als die Flaschen.

Bei einem vernueftigen Pfandsystem ist es auch gar nicht noetig, das derjenige die Flassche zureuckbringt, der sie gekauft hat, sondern ein beliebige anderer.

Das haben die Haendler aber jahrelang unterbunden, bis endlich das Gesetz mal einschritt und die Leute zu einer Loesung verdonnert hat.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

snipped-for-privacy@dschen.de (Wed, 15 Nov 2006 20:29:52 +0100):

=20

Das mit dem "umweltfreundlich" ist so eine Sache: die Gutachten zur CO2-=20 und Wasser-Bilanz von PET-Einweg und Mehrweg waren da durchaus=20 orthogonal. Zumal der Mehrweg jetzt zunehmend schlechter aussieht, weil=20 Standorte wegfallen und die Transportstrecken damit l=E4nger werden. =20

Ich finde es wird mal Zeit f=FCr was neues:=20 Die Trennleistung von Sortiermaschinen und einer Tonne ist mittlerweile=20 besser als die von 6 Tonnen/S=E4cken und der schmarotzenden=20 Verwertungsbranche.=20 Warum nicht einfach mal den Versuch wagen und wieder eine Tonne f=FCr=20 alles? Und den Einwegpfand tun wir auch gleich mit dahinein, nichts geht=20 kaputt, wenn der nicht da ist. In Gegenteil: das Einwegpfand macht den=20 Mehrweg kaputt. Eine Einwegsteuer d=FCrfte sp=E4testens der europ=E4ischen= =20 Betrachtung nicht standhalten.

Es ist immer erstaunlich wie konservativ die progressiven sind.=20

Falk

(P.S.: suche Recycling-Ideen f=FCr etwa 70.000 Pfandautomaten)

snipped-for-privacy@gmx.at (Thu, 16 Nov 2006 14:32:40 +0100):

ns =20

=20

Fahr mal mit dem =D6PNV. Seit der letzten Pfandreform gibt es Leute, die=20 ihren Hartz-Urlaub mit Einwegflaschen zusatzfinanzieren. Und bei meiner=20 unwissenschaftlichen Z=E4hlung fallen die teilweise sogar in die=20 Steuerpflicht mit ihrem Zusatzeinkommen.

Falk

"Falk Duebbert" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.t-online.de... snipped-for-privacy@dschen.de (Wed, 15 Nov 2006 20:29:52 +0100):

Hypothese, nichts as eine Hypothese

Hier wird gar nicht getrennt. Soll heissen klar wird getrennt gesammelt, aber zusammen verbrannt.

Recykling ? Was ist das ....

thermische Verwertung heisst das Zauberwort fuer das man die Leute selbst in ihre thermische Verwertungsanlage stopfen sollte.

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*Falk Duebbert* wrote on Thu, 06-11-16 23:35:

Jedem, der sein Einkommen mit eigener und nützlicher Arbeit verdient, gönne ich es.

Michael Holzt schrieb:

Zugegeben, das mit dem Einwegpfand ist jetzt mit den Automaten für die Rückgabe schon einfacher geworden. Vorher Bons sammeln, Ketten haben sich zusammen getan und man ist nur am Schauen gewesen, an wen man den Kram bringen musste.

Der Siegeszug der 0,5L Coca-Cola Mehrweg PET :-)

Jetzt gibt's aber die schönen Automaten, einfach rein und gut. Überall bekomme ich meine 25 Cent zurück. Super.

Aber dann waren da noch abgeweichte oder zerrissene Etiketten und verbeulte Dosen. Pech gehabt. Keine 25 Cent für mich - 25 Cent für den Händler, eine Mülltonne zum Reinwerfen der kaputten Behälter steht netterweise bereit.

Da sind Pfandpflaschen eindeutig im Vorteil - egal ob das Etikett dran ist oder nicht, ich kann sie in jedem Getränkemarkt abgeben. Dazu brauchte es keine speziell entwickelten Farben, keine teuren Automaten.

Ich persönlich sehe überhaupt keine Vorteile im Einwegpfand - früher war Einweg gut, wenn man unterwegs war - war die Flasche oder Dose leer, ab in den Müll (was viele nicht getan haben, deswegen haben wir ja jetzt das Pfand).

Jetzt kann ich diese praktischen Einweg-Sachen wieder kaufen, nur hab ich gar keinen Vorteil - denn ich muss sie ja genauso wie auch die anderen Mehrwegsachen zurückbringen. Wozu also das ganze?

Normales Pfand wie eh und je hätte es auch getan.

Die gesammelten Sachen werden ja auch nicht hierzulande wiederverwertet sondern verkauft (für Textilproduktion). Also brauche ich für jede neue Flasche wieder Rohstoffe - und das Argument mit dem logistischen Mehraufwand für Mehrweg? Naja, der LKW der die Kisten bringt kann ja auch die leeren mitnehmen. Und die Einwegcontainer müssen ja auch geleert werden, da kommt aber extra einer für. Und verschifft werden muss es dann auch noch - und das quer über die Welt.

Dann gibt es die unzähligen Artikel - jeder kann sich den aussuchen, den er gerne hätte, Pro-Einweg oder Pro-Mehrweg. Pro-Tetra-Pak, Contra-Tetra-Pak.

Mein eigenes Fazit: Ich selbst halte es für sehr fragwürdig, ob die Verwendung von teuren Materialien wie Aluminium oder langlebigen Materialien wie PET oder Glas für kurzlebige Einweg-Verpackungen Sinn ergeben, die nach der einmaligen Verwendung weggeworfen werden. Ich denke die Natur profitiert davon nicht. Aber mit Müll lässt sich viel Geld verdienen... mit zugehöriger Bürokratie auch :-)

Und auf einigen Inseln gab es auch mal Milch-Automaten, wo man seine eigene Flasche mitbringen musste (aber oh weh, die musste man auch spülen - das geht ja nun gar nicht).

Cheers!

Eben! Das Einwegpfand sollte nur eine erzieherische Maßnahme sein, weil immer mehr Einwegverpackungen verkauft wurden. Das Problem ist jetzt, daß die Leute durch das Pfand glauben, Einwegverpackungen seien genau so umweltfreundlich wie Mehrwegverpackungen. Oder noch schlimmer, lieber Mehrwegglasflaschen kaufen, wenn sie beabsichtigen, die Flaschen sowieso wegzuschmeißen. Die Glasflaschen werden dann gerne kaputtgeschmissen, weil das so schon scheppert. Ich habe den Eindruck, seit dem Einwegpfand sehe ich mehr kaputte Glasflaschen in der Gegend herumliegen.

Wahrscheinlich wäre eine Zwangs_abgabe_ von 25 Cent auf Einwegverpackungen, die der Staat eingestrichen hätte, sinnvoller gewesen. Aber dagegen hätte dann wahrscheinlich irgendjemand (erfolgreich) geklagt.

Gruß Henning

snipped-for-privacy@aol.com schrieb:

Sinn des Pfandes in allen Fällen ist ja, dass der Kunde nicht raus reiner Bequemlichkeit die Tonne aufmacht, alles reinwirft und gut. Deswegen gibt's ja auch das Mehrweg-Pfand, dort aber nicht primär wegen der Umwelt sondern weil die Flaschen Geld kosten.

Und hier liegt meiner Meinung nach der Haken, während beim normalen Pfand der Abfüller/Hersteller das Pfand erhebt und es damit für den Händler egal ist, ist das beim Einwegpfand ja nun nicht so. Deswegen das ganze Chaos mit den Bons etc. Das hätte man von Anfang an einfacher (und kundenfreundlicher) haben können. So braucht man die DPG - immerhin ein paar Arbeitsplätze mehr.

Cheers, Jan

*MaWin* wrote on Fri, 06-11-17 10:58:

Ich zitiere einen sehr alten Leserbrief (nicht von mir) aus dem Kopf: "Vom importierten Erdöl werden 95 % direkt verbrannt, aus 5 % werden Kunststoffe. Diese 5 % dürfen nun nach Meinung der Ideologen auf gar keinen Fall verbrannt werden, egal wieviel Energie die Alternativen vergeuden."

N.B: Vernünftige Verbrennungsanlagen sind immer auch Heizkraftwerke, das Zeug wird zu sinnvoll genutztem Brennstoff.

"Jan Kesten" schrieb im Newsbeitrag news:455da2ff$0$5725$ snipped-for-privacy@newsspool3.arcor-online.net...

Das ganze kundenunfreundliche Chaos lag sehr im Interesse der Haendler, die haben ploetzlich 25 ct mehr pro Flasche verdient, bei normalen Gewinnspannen im einstelligen Prozentbereich war das ein lukratives Nebeneinkommen das niemand freiwillig wieder aufgegeben haette.

Der Handel hat mit der kundenunfreundlichekit hunderte Million Euros verdient, und jammert nun rum, wo mal ein paar pfiffige sich einge tausend Euro zurueckholen.

Achgottchen, so ein Gejammer hab ich damals nicht gehort, als es 'nur' um das Geld aus den Taschen der Buerger ging. Wenn in irgendeiner Zukunft mal all die huntert Millionen Euro wieder ausgezahlt wurden, dann, ja dann kann man sich Gedanken machen und anfangen zu jammern, aber wer heute schon jammert zeigt nur, wie einseitig und egozentrisch er ist. Und so jeman verdient kein Mitleid.

Manfred Winterhoff

Jan Kesten schrieb:

Nach der neuen Pfandregelung erhebt tats=E4chlich der Abf=FCller das Einwegpfand, und nicht mehr der H=E4ndler. Deshalb ja auch das ganze DPG-System, dass schweineteuer ist.

Man muss bedenken, dass beim Einwegpfand gegen=FCber dem Mehrwegpfand ein gewaltiger unterschied besteht. Beim Mehrwegpfand ist es egal, wer das Pfand auszahlt, da er auch eine Gegenleistung erh=E4lt, n=E4mlich die zur=FCckgegebenen Flaschen. Hat ein R=FCcknehmer ( egal ob Abf=FCller oder H=E4ndler ) ne Million mehr an Pfand ausgezahlt als eingenommen ( z.B. weil er verkehrsg=FCnstig liegt o.=E4. ) dann hat er auch einen entsprechenden Gegenwert bekommen, den er verwerten kann. H=E4tte im alten System der gleiche R=FCcknehmer eine Million mehr Einwegpfand rausgegeben als eingenommen, w=E4re er wohl Pleite. Daher war im alten System es einfach zwingend notwendig, dass die H=E4ndler nur ganz genau das Pfand auszahlten, dass sie vorher auch eingenommen hatten. Dieses Bonsystem war keine Boshaftigkeit, sondern gerade f=FCr kleine =DCberlebenswichtig.

MaWin schrieb:

Du vergisst eines: _den Handel_ gibt es nicht. Nirgendwo sitzt ein gesichtloses Wesen, dass _der Handel_ heisst und auf x Millionen Pfandgeldern sitzt. Wir reden hier von einigen 10.000 einzelnen H=E4ndlern und Abf=FCllern. Und w=E4hrend _der Handel_ wohl durchaus ein paar Milli=F6nchen in die eine oder andere Richtung vertragen kann, macht f=FCr einige der einzelnen schon ein paar Tausen in die eine oder andere Richtung den Unterschied zwischen Pleite und Fortbestehen aus. An anderer Stelle gab es eine Diskussion =FCber Betrug im Pfandsystem und dort wurde auch argumentiert, dass ein Betrugsversuch im Umfang von ein paar 10.000 Euro ja doch beim Milliarden-Gesamtvolumen _des Handels_ =FCberhaupt nicht ins Gewicht fallen. Auch dort wurde =FCbersehen, dass diese paar 10.000 Euro nicht zu lasten _des Handels_, sondern zu lasten eines _einzelnen Abf=FCllers_ gehen.

snipped-for-privacy@gmx.de (Fri, 17 Nov 2006 12:50:49 +0100):

Du kannst es Dir aussuchen, welches System umweltfreundlicher ist - es=20 tut sich nichts dazwischen. Du musst nur Deine Priorit=E4t auf Wasser-=20 oder CO2-Bilanz setzen und erh=E4ltst so entweder PET-Einweg oder (Glas-) Mehrweg als die umweltfreundlichere Flasche. Allerdings verschiebt sich=20 durch den Wegfall vieler Glasabf=FCller das ganze in Richtung PET-Einweg.= =20

Das Einweg immer schlechter ist als Mehrweg, ist genauso wahr wie der=20 Glaube, dass K=E4nguruhs mit Magneten an den Pfoten geboren werden.

Falk

schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@m7g2000cwm.googlegroups.com...

Es ist aber nicht Schuld des Buergers, wenn sich _der Handel_ nicht ordentlich organisiert.

Fakt fuer den Buerger ist: Das Geld ist weg. Und gelernt hat er hoffentlich daraus: Einweg-Pfandflaschen kommen mir nicht ins Haus. Das waere dann wenigstens ein Erfolg fuer die Umwelt.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Aber es ist die Schuld des B=FCrgers, wenn er immer noch den Einwegm=FCll kauft, obwohl es wesentlich einfachere und sinvollere Mehrwegsysteme gibt.

Das ist ja auch der Sinn der ganzen sache. Schliesslich wurde das Einwegpfand eingef=FChrt, um die Einwegverpackungen unatraktiv zu machen. Das beste Einwegpfand war dasjenige, das am kompliziertesten und beschwerlichsten und f=FCr den B=FCrger am teuersten war. Ein Einwegpfand, das einfach und effektiv und f=FCr den B=FCrger ohne gr=F6ssere Zusatzkosten ist, das hat ungef=E4hr den gleichen Sinn wie ein Strafzettel, dessen Strafe man sich wieder von der Polizei erstatten lassen kann.

"MaWin" :

Laßt uns dieses Autodafé mit einem Grillabend abschließen ... natürlich mit Bier aus Mehrwegflaschen.

An autodafé? YES!!! Let's burn his car, too!

Gerhard

In article , Gerhard Hoffmann writes: |> On Fri, 17 Nov 2006 21:33:01 +0000 (UTC), Rejnold Byzio wrote: |> |> |> >Laßt uns dieses Autodafé mit einem Grillabend abschließen ... |> >natürlich mit Bier aus Mehrwegflaschen. |> |> An autodafé? YES!!! Let's burn his car, too!

Du hast wohl auch den "Renault - Createur d'automobiles" -- "Rene - Cremateur d'automobiles"-Gag gefunden :)

Rainer

Nein, ich glaub' das war jemand so vor einem Jahr in der Pariser Vorstadt!

Gerhard

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