Ob der Staat eine E-Auto-Stromsteuer schon in der Planung hat ?

Nov 27, 2019 Last reply: 6 years ago 1178 Replies

Und sollte sich das E-Auto mal erfolgreich "durchgesetzt" und die mit Verbrenner vom Markt verdrängt haben, werden auch seine Vorteile dahinschmelzen wie Butter in der Sonne, kannst dich heilig drauf verlassen.

Oder alle E-Autos gleichzeitg über Nacht geladen werden wollen, was ja durchaus in nächster Ferne passieren könnte ...

Hast du das schon mal erlebt?

Irrtum, das beweist also eher das Gegenteil.

Das erscheint mir ein wenig sehr optimistisch.

Klimacheck wirst Du alle 2 Jahre/30Mm machen müssen (50€), Aktivkohle-Innenraumfilter wird einen guten Zehner kosten und rein regenerativ bremst Deine Karre auch nicht, ergo darf man die 250€, die so ein Satz aus Scheiben und Belägen alle 100Mm kostet mit um die 30-40€ je

15Mm einpreisen. Wenn Du nicht elektrisch sondern hydraulisch bremst, wird zudem je 30Mm ein Bremsflüssigkeitswechsel für ca. 60€ fällig, machen wir uns da mal nichts vor. Der Reifenverschleiß dürfte etwa vergleichbar mit dem eines konventionell angetriebenen Fahrzeugs sein.

Die achtjährge Akkugarantie wird man dann ähnlich wie mit einer Neuwagen-/Anschlußgarantie bei den Verbrennern sehen bzw. kaufen, da sind meist auch die Klassiker: Motor-Kupplung-Getriebe-Bremsen-Lack abgedeckt.

Unter dem Strich dürfte der reine Betrieb (Energiekosten, Wartung, Reparatur) eines BEV momentan günstiger sein als der eines Verbrenners. Betrachten wir allerdings auch den Wertverlust der meist deutlich teureren BEVs (deutscher Einstiegspreis für den Hyundai Kona Elektro 34'600€, der Hybrid kostet 26'900€, mit Basismotor 17'730€), muß der Strom schon ziemlich billig sein.

Das alles gesetzt den Fall einer unumgänglichen Neuanschaffung. Denn wenn mir jemand ernsthaft weismachen will, an einem Neuwagen sei irgendetwas billiger oder umweltfreundlicher gegenüber einem halbwegs aktuellen (<=20 Jahre), intakten Altfahrzeugs, das sich noch im Bestand befindet, zeige ich ihm einen Elefanten, der fliegen kann.

Meine Rede.

Und das ist außerhalb jeglicher Diskussion. Finde ich sowieso viel authentischer, wenn jemand sagt: "Weil ich es geil finde.", anstatt sich die Anschaffung mit leicht falsifizierbaren Aussagen schönzulügen.

Volker

Ich befürchte, nicht. Bedenke die Altersstuktur. Neulich erst hat mir eine alte Dame ganz stolz von ihrem neuen Auto erzählt. ("Dafür haben wir ein Leben lang gearbeitet.") Ha, ha, für ein doppelt so teures (das man als alter Meschn auch kaum noch über lange Strecken bewegt), also zwei Leben lang ... ;)

Am 06.12.19 um 11:49 schrieb Hartmut Kraus:

Und ihr Mann ist schon auch so ein alter Friemelarsch, der lieber 10mal repariert als 1mal neu kauft. ;)

Am 04.12.19 um 23:20 schrieb Rupert Haselbeck:

Hä? Gerade da müsst es doch wunderbar funktionieren. Oder ist "Rekuperationsbremse" auch wieder nur ein Werbegag?

Nein. Weil der Erwartungswert (Ausfallwahrscheinlichkeit multipliziert mit Ausfallkosten) nicht in das Preismodell von Mercedes paßt. *ICH* gebe Dir gerne sogar 1000'000km Garantie auf (D)einen x-beliebigen Wagen. Kostet dann halt ein wenig mehr in der Anschaffung.

Nein. Weil der Erwartungswert (Ausfallwahrscheinlichkeit multipliziert mit Ausfallkosten) Bestandteil der Marketingpolitik von Tesla ist und es Elon Musk momentan offenbar nicht darauf ankommt, mit der Marke Tesla wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Denn sonst würden sie nicht jahrelang n Folge rote Zahlen schreiben [1] .

Sondern statt dem (wegen hoher Stückzahlen) vergleichsweise günstig zu produzierenden Hubkolbenmotor ein sündhaft teurer, riesiger Lithiumionenakku mit eingebauten Verfallsdatum. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe eines 1:1-Vergleichs, aber sagen wir so: Straßenpreise für einen Audi A6 C7 S6 Austauschmotor (Rumpfmotor ohne Nebenaggregate) liegt bei um die 2k€ für den 3L Benziner mit 309kW. Es wurde schon von Traktionsbatterien berichtet, die nach 200Mm kaum nachgelassen haben (der Opel Ampera im ADAC-Dauertest). Ein Tesla-S-Kunde verbucht nach 45Mm eine Reichweiteneinbuße von nur 4km (1.2%). Demgegenüber hatte ein Nissan Leaf nach knapp 100Mm um 11% nachgelassen.

Wir alle wissen, daß man den Rückgang der Batteriekapazität nicht unbedingt linear extrapolieren kann, ich bin aber zuversichtlich, daß Batterien, Fahrtregler und Elektromotor ein Autoleben lang hält, so wie auch ein Benzinmotor nebst Getriebe und Kupplung ein Autoleben lang hält. Typische Nutzungsdauern von 10 Jahren vorausgesetzt (Statista: deutsche PKW sind durchschnittlich 9.5 Jahre alt) und wenn es sich dabei nicht um meine Karre (den hier schon besprochenen Audi A3 8L aka. "Olympischer Alptraum") handelt.

Ergo wird man einfach die Reparaturkosten vergleichen: Ein Austauschmotor alle 200Mm für 2k€, ein Austauschgetriebe mit Kupplung alle 300Mm für 4k vs. eine Traktionsbatterie nach 500Mm für...? Wer jetzt sagt "Aber so lange fahre ich das Auto doch gar nicht!" denkt ein bisserl kurz.

An Lagerschäden.

Volker

[1] Ja, die Bilanztricks zur Aktienmanipulation sind mir durchaus bekannt.

Da drauf kann man sich eben nicht verlassen.

Wie Amazon angefangen hat, da haben die Konkurrenten im Versandhandel auch ähnlich argumentiert. Und jetzt sind sie quasi Monopolist. Amazon hat anfänglich auch enorme Verluste eingefahren.

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/ralph

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Stammtischparolen. Sieht der Fahrzeugbestand in Ländern mit Tempolimit anders aus? Oder klarer formuliert: Wenn die Fahrzeuge nicht ans Tempolimit angepaßt werden (wozu xxx kW und eine hypothetische Höchstgeschwindigkeit von 250km/h, wenn bei 130km/h auf der Autobahn Schluß ist?), dann kostet es fast gar nichts aber bringt leider auch fast gar nichts.

Tempolimits einzuführen, weil man ein Differenzial und zwei Wellen loswerden möchte, finde ich jetzt etwas übers Ziel hinausgeschossen. ;-)

Volker

... ein Messie ist, sein Auto als rollendes MySpace-Außenlager betrachtet und durch Ballast noch schwerer macht, als es eh schon ist.

Hmmm. Tiefgaragentransponder. Bordbuch/BDA/Serviceheft würde ich drinlassen. Bordwerkzeug, AHK und vollwertiges Ersatzrad gehören wohl auch zum Serienumfang.

Volker

Naja, bei meinem letzten Auto war nach ca. 140000 km ein Injektor kaputt. Der und nur der wurde getauscht. Gab netterweise noch Kulanz drauf, kostete mich nur einen 100er.

Das Auto wurde mit kurz vor 200000 km verkauft und bis zu diesem Zeitpunkt waren die anderen drei Injektoren noch gut.

Gerrit

Nein. Weil der Erwartungswert (Ausfallwahrscheinlichkeit multipliziert mit Ausfallkosten) nicht in das Preismodell von Mercedes paßt. *ICH* gebe Dir gerne sogar 1000'000km Garantie auf (D)einen x-beliebigen Wagen. Kostet dann halt ein wenig mehr in der Anschaffung.

Nein. Weil der Erwartungswert (Ausfallwahrscheinlichkeit multipliziert mit Ausfallkosten) Bestandteil der Marketingpolitik von Tesla ist und es Elon Musk momentan offenbar nicht darauf ankommt, mit der Marke Tesla wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Denn sonst würden sie nicht jahrelang in Folge rote Zahlen schreiben [1] .

Sondern statt dem (wegen hoher Stückzahlen) vergleichsweise günstig zu produzierenden Hubkolbenmotor ein sündhaft teurer, riesiger Lithiumionenakku mit eingebauten Verfallsdatum. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe eines 1:1-Vergleichs, aber sagen wir so: Straßenpreise für einen Audi A6 C7 S6 Austauschmotor (Rumpfmotor ohne Nebenaggregate) liegt bei um die 2k€ für den 3L Benziner mit 309kW. Es wurde schon von Traktionsbatterien berichtet, die nach 200Mm kaum nachgelassen haben (der Opel Ampera im ADAC-Dauertest). Ein Tesla-S-Kunde verbucht nach 45Mm eine Reichweiteneinbuße von nur 4km (1.2%). Demgegenüber hatte ein Nissan Leaf nach knapp 100Mm um 11% nachgelassen.

Wir alle wissen, daß man den Rückgang der Batteriekapazität nicht unbedingt linear extrapolieren kann, ich bin aber zuversichtlich, daß Batterien, Fahrtregler und Elektromotor ein Autoleben lang halten, so wie auch ein Benzin-/Dieselmotor nebst Getriebe und Kupplung ein Autoleben lang hält. Typische Nutzungsdauern von 10 Jahren vorausgesetzt (Statista: deutsche PKW sind durchschnittlich 9.5 Jahre alt) und wenn es sich dabei nicht um meine Karre (den hier schon besprochenen Audi A3 8L aka. "Olympischer Alptraum") handelt.

Ergo wird man einfach die Reparaturkosten vergleichen: Ein Austauschmotor alle 200Mm für 2k€, ein Austauschgetriebe mit Kupplung alle 300Mm für 4k vs. eine Traktionsbatterie nach 500Mm für...? Wer jetzt sagt "Aber so lange fahre ich das Auto doch gar nicht!" denkt ein bisserl kurz.

An Lagerschäden.

Volker

[1] Ja, die Bilanztricks zur Aktienmanipulation sind mir durchaus bekannt.

Am 05.12.19 um 07:34 schrieb Marcel Mueller:

Korrekt. Das sollte man nach ~ 200 Jahren Akkutechnologie wohl wissen. Und es hatte wohl seine Gründe, dass Elektrofahrzeuge früher auf dem Markt waren, aber ganz schnell verdrängt wurden, sobald der Verbrenner "mobil" genug war.

Ähm, von Radnabenmotoren bin ich nun kein Fan. Größere ungefederte Massen -> schlechtere Fahreigenschaften.

Und was heißt hier "Ansätze" - gerade die Brennstofzelle ist über diese Stadium schon lange hinaus. Z.B. in U-Booten (wohl auch einer unserer "Eportschlager") - und da ist frische Luft schon prinzipbedingt ziemlich knapp. ;)

So isses.

Also bei meinem TDI hielten die vorderen Bremsen 150000 km und die hintern 180000 km. Hat mich auch überrascht und gefreut. Wenn die beim E-Auto nicht länger halten hat jemand was falsch gemacht.

Wenn Du nicht elektrisch sondern hydraulisch bremst, wird

Bremsflüssigkeit wechselt man doch eher nach Zeit, typischerweise alle 3 Jahre?

Gerrit

Kleinautos werden wohl teurer:

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Und das wegen der unbewiesenen Behauptung, des Menschen Aktivitäten würde das Klima schädigen und der Schädling wäre das CO2.

Einen Effekt dürfte die erhebliche Verteuerung ergeben, der Pleb wird das Autofahren zwangsweise reduzieren müssen und somit wird es weniger Autoverkehr geben. Wird staats-subventionierte Vielfahrer, wie unsere Grünen Abgeordneten, freuen. Freie Fahrt für Abgeordnete.

Die sog. Energiewende die den CO2 Ausstoß reduzieren sollte, hat außer wahnsinnigen Kosten lediglich die Stromversorgung unzuverlässiger gemacht. Man könnte nun meinen, nach diesem teuren Flop wäre eine Umsteuerung angebracht, zumal unser CO2 Anteil lediglich 2% beträgt gegenüber Chinas mit 27% CO2. Nichts dergleichen, es wird auf diesem Weg der unbewiesenen Behauptungen stramm weitermarschiert. Vor 1945 hieß es noch: Führer befiel, wir folgen.

Am 05.12.19 um 19:14 schrieb Marcel Mueller:

Jo, das tut mir auch immer in der Seele weh, wenn ich hier gleich um die Ecke eine stolze Porsche-Fahrerin lostuckern sehe, als hätte sie auf jedem Pedal ein rohes Ei. ;)

Primstens. Dann langweilen sich die hinteren Scheiben/Beläge/Sättel wenigstens bei Dir nicht zu Tode und wir reduzieren die Schätzung auf 15€ je 15Mm. Was schon rund 20% der von Fritz veranschlagten Servicekosten sind. Vermutlich arbeitet das Kfz-Handwerk in Österreich für lau. Ich Geldsack muß in München leider zwischen 80 und 120€ je Stunde bezahlen, wenn ich nicht selber schraube.

Gut. Dann halten sie also ewig, weil sie nicht rosten, nie Riefen kriegen, festgehen, undicht werden, usw. Dann bringe ich Dir als Argument stattdessen das wegen des höheren Systemgewichts schneller ausgelutschte Fahrwerk (Federn/Dämpfer für 1k€ nach 200Mm - und jetzt sag nicht, das ginge günstiger!), vielleicht die Radlager (400€ à 150Mm) und ein bisserl Lenkgetriebe/Spurstangenköpfe sind wohl auch dabei, es lenkt sich mit dem elektrischen Servo bei 1.8t im Stand halt so leicht.

Und deswegen kostet der Wechsel nichts? Fritz schreibt was von "300-400km/Tag unterwegs", gönne ich ihm 200 Werktage, damit Jahresfahrleistung nicht unter 60Mm. Wer da nur alle drei Jahre die BF wechselt, ist... hmmm... naiv. Meist heißt es deswegen im Werkstatthandbuch "alle 30Mm oder zwei Jahre, je, nachdem, was früher eintritt".

Volker

Nun, das sehe ich ein bisschen anders. Ein paar PS mehr im Rücken können schon nicht schaden, wenn man mal kräftig beschleunigen muss, z.B. zum Überholen.

Für China? Die verfahren so. Die Bundesregierung soll wohl Mittel bereitstellen damit sich das THW neue Notstromgeneratoren vermehrt beschaffen kann. Letztens irgendwo gelesen.

Letztlich kann uns jedes Argument recht sein, um den Autoverkehr mit seiner immensen Ressourcenverbrunzung zu reduzieren. Ob man das nun mir CO2 argumentiert, mit Feinstaub, Stickoxiden, den Unfallopfern oder dem

Volker

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