Mux vor A/D Wandler

Jan 18, 2007 11 Replies

Hallo,



ich wollte mal wieder mit einem 12-bit A/D Wandler und vorgeschaltetem FET-OPV und Multiplexer auf 12 Kanälen Spannungen zwischen 0 und 5 Volt messen.



Spannungsteiler wollte ich wegen dem nötigen Abgleich nicht einsetzen, also geht es mit 1 MOhm Serienwiderstand direkt über MUX und Spannungsfolger auf den A/D Wandler, der eine 5 Volt Referenz hat.



Soweit kein Problem, bis auf den Effekt, den ich schon einmal beobachtet hatte: die Multiplexer 4051 fangen auf einem eigentlich gesperrten Kanal an zu leiten, sobald die Eingangsspannung über die Versorgungsspannung steigt. Damit verfälscht es das Messergebnis auch für die anderen Kanäle. Bisher hat das nicht gestört, bei der geplanten Anwendung sind etwas höhere Spannungen am Eingang aber nicht auszuschliessen.



Natürlich lässt sich das mit zusätzlichen Bauelementen begrenzen, aber gibt es auch Multiplexer, die dafür besser geeignet sind?



Danke für eure Tips.



Lutz


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Hallo Lutz,

Es gibt Multiplexer fuer wesentlich hoehere Versorgungsspannung. Sie werden in Ultraschallgeraeten eingesetzt, sind aber i.d.R. Spezialanfertigungen und suendhaft teuer.

Begrenzung mit Dioden ist aber nicht so wahnsinning kompliziert ;-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

SB120 Schottkydioden.

Mux der auf dielectric isolation CMOS-Fertigungslinie herstellt wurde. Die waren aber eigentlich nur von Harris in den 80ern handelsüblich. Die machten DI in grösserem Umfang für radhard-Wehrtechnik:

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Letztlich also nicht sonderlich praktikabel.

MfG JRD

Hallo Rafael,

Kostet aber mindestens 5c :-)

Ich spendiere meist nur eine BAV99. Wenn es hoch kommt, auch mal eine Doppelversion der BAT54.

Regards, Joerg http://www.analogconsultants.com

Rafael Deliano schrieb:

Schottky-Dioden sind bei einem 1Meg-Ohm-Serienwiderstand überhaupt nicht zu empfehlen (Leckstrom). Überhaupt würde ich Schottkys nie in einem Messpfad einsetzen, der hochohmiger als 1kOhm ist.

DG4xx von Analog Devices kann auch höhere Eingangsspannungen. Allerdings muss das Ding unbedingt mit mindestens der gleichen Spannung versorgt werden.

Michael

Bei 1M benötigt man vermutlich überhaupt keine externen Dioden. Ob man dann 12 Bit schafft ist allerdings eine andere Frage.

MfG JRD

Am Fri, 19 Jan 2007 12:19:07 +0100 schrieb Rafael Deliano:

Das Problem tritt leider trotzdem auf. Die internen Dioden des 4051 scheinen direkt zum Ausgang durchzuschlagen :-(

Problem mit dem Sperrstrom von Schottkydioden hatte ich in einer ähnlichen Anwendung schon mal. Dort reichte das, um über 10 K Ohm etwa 3-4 mV zu erzeugen. Der Blick ins Datenblatt zeigte dann, dass das innerhalb der Spezifikation war ...

Durch den Spannungsfolger nach dem 4051 scheint das hinreichend hochohmig, so dass zumindest bei Tests hier die Spannung nach dem OPV auf ca. 1 mV genau der vor dem 1 M Widerstand entspricht. Genauer kann ich nicht messen, für die Anwendung reichen aber eigentlich auch 10 bit Auflösung.

Lutz

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Lutz Schulze schrieb:

Man könnte auch probieren, per Spannungsteiler ca. 0.3V weniger als die Versorgungsspannung zu generieren und mit 4148 dann dahin klemmen.

Aber richtig weiterkommen wirst Du mit diesem Konzept wohl nicht. Ich würde erstmal einen anderen Analogschalter testen/verwenden.

Michael

Hallo Lutz,

Überspannunsschutz mit Channel-Protektor z.B. Analog Devices ADG465 (single) bzw. ADG466 (oktal) vorschalten oder...

Mux mit integriertem Überspannungsschutz nehmen: ADG439 (wieder Analog Devices). Geht bis +/- 40V.

tschuessle Bernhard Spitzer

bash.org - Top 100... hm. I've lost a machine.. literally _lost_. it responds to ping, it works completely, I just can't figure out where in my apartment it is.

Am Thu, 18 Jan 2007 19:17:59 +0100 schrieb Lutz Schulze :

Von Maxim hatte ich mal Analogschalter (über Muxe bin ich mir nicht sicher), die +-22V vertrugen. Waren auch recht niederohmig, ich glaube für Sprechkreise in Telefonanalagen statt mech. Relais gedacht.

Martin

Hallo Martin,

Bei Mux Spezialchips und dergleichen muss man aber fein aufpassen, dass man keine "Vaporware" erwischt, die nur auf dem Reissbrett existiert.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo,

beim alten analogen Telefon müssten die erheblich mehr vertragen als nur

22 V.

Bye

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