Motor aus altem Laserdrucker ansteuern

May 07, 2004 13 Replies

Hallo,



Aus einem alten Laserdrucker habe ich folgenden Motor:



formatting link



(Durchmesser der großen Scheibe ca. 4cm). Das sieht mir ziemlich nach Schrittmotor aus. Da ich von Elektronik kaum Ahnung habe, wüßte ich gerne, wie ich den Motor zum Laufen bekomme. Es reicht mir vollkommen aus, wenn durchläuft, d.h. die Schritt-Funktion benötige ich nicht. Da er ja noch komplett auf der Platine ist hoffe ich, daß die benötigte Ansteuerelektronik da noch drauf ist? Ansonsten bleibt mir noch die mechanische Lösung: die Achse guckt auf der Unterseite ca. 5mm heraus, da könnte ich einen Riemen dranmachen und den Motor mittels eines anderen Motors antreiben. ;-)


-/RJ/-


Fanatismus ist das Paradies für eine Sekte. John Keats, englischer Dichter (1795 - 1821)

Am Fri, 7 May 2004 13:19:31 +0000 (UTC) hat Robert Jäschke geschrieben:

Was auch immer das bringen soll, dann kann man ja den alten Motor gleich weglassen. Sieht nach laserspiegelmotor aus. Normal ist das ein bürstenloser DC Motor, oft braucht ein solcher aus einem Drucker aber noch ein Enable Signal. Vom Aufbau einem Schrittmotor/Synchronmotor ähnlich, die Elektronik ist aber anders, Schrittbetrieb ist da nicht vorgesehen. Meist findet amn am Stecker 2 dicke Leitungen, die sich als VCC und GND (geht zu ausgedehnten Masseflächen) identifizieren lassen. Betriebsspannung anlegen (steht normal auf dem Typenschild). Dann Spannung an den restlichen Pins kontrollieren und über Widerstand (100 bis 1k) gegen GND oder +5V ziehen, bis das Teil anläuft. Wenn man zum verwendeten IC ein datenblatt findet, kann man auch da nachsehen.

Martin

Hallo,

Aus einem alten Laserdrucker habe ich folgenden Motor:

formatting link

(Durchmesser der großen Scheibe ca. 4cm). Das sieht mir ziemlich nach Schrittmotor aus. Da ich von Elektronik kaum Ahnung habe, wüßte ich gerne, wie ich den Motor zum Laufen bekomme. Es reicht mir vollkommen aus, wenn durchläuft, d.h. die Schritt-Funktion benötige ich nicht. Da er ja noch komplett auf der Platine ist hoffe ich, daß die benötigte Ansteuerelektronik da noch drauf ist? Ansonsten bleibt mir noch die mechanische Lösung: die Achse guckt auf der Unterseite ca. 5mm heraus, da könnte ich einen Riemen dranmachen und den Motor mittels eines anderen Motors antreiben. ;-)

-/RJ/-

Fanatismus ist das Paradies für eine Sekte. John Keats, englischer Dichter (1795 - 1821)

Auf der Achse ist ein Spiegel montiert, den brauche ich dort an dieser Stelle.

Klingt gut, soweit ich das verstehe.

Es gibt nur diese 6-poligen Steckverbinder auf der Platine. Am linken Rand der Buchse steht ein Minus - da habe ich schonmal Masse angeklemmt und dann alle anderen Pins durchprobiert. Allerdings nur mit 3V, da ich das Ding nicht kaputtmachen möchte.

Auf dem Motor selbst befindet sich kein Typenschild. Was auf der Platine steht, sieht man ja auf dem Bild ganz links.

Sorry, das habe ich jetzt nicht verstanden.

1J1 A13456A

steht da drauf. Eine Suche bei Google brachte u.A., daß das IC richtig "#HA13456AMP" heißt.

formatting link

Da gibts das Datenblatt. So ganz blick ich da noch nicht durch.

-/RJ/-

Der Mensch ist nur dann wahrhaft Mensch, wenn er der Selbstbeherrschung fähig ist, und selbst dann nur, wenn er sie ausübt. Mahatma Gandhi, indischer Freiheitskämpfer (1869 - 1948)

Am Fri, 7 May 2004 14:28:01 +0000 (UTC) hat Robert Jäschke geschrieben:

Das gibt ja schon einiges her. Das IC ist ein Motortreiber (welch Überraschung :-) und wird mit 12V+-10% betrieben - also wahrscheinlich der ganze Motor. Es gibt ein CE pin (Pin D oder 11 beim quadratischen Gehäuse), dieser muß auf Masse gezogen werden, um den Motor zu starten, du mußt also nur die Leitung von dem Pin zum Stecker suchen. Die Massefläche ist auf der Platine zu erkennen, wenn auch nicht sehr groß (zw. einigen Leiterbahnen). VCC des ICs ist an Pin M/21, auch von dort muß eine Leitung zum Stecker zu finden sein, ev über eine Ferritperle oder Sicherung o.ä. Die restlichen Pins werden Statusausgänge (Drehzahl, OK,...) sein. Mit diesen Infos müßtest du den Motor starten können, wenn er OK ist.

Martin

auf Masse ziehen = kurz an Masse anklemmen?!

OK, VCC kommt an Pin2 des Steckers an, Masse habe ich auf der Platine freigekratzt. Wenn ich an VCC +12V anlege und dann Masse anlege, dann zieht das ganze ca. 60mA. Wenn ich dann noch Masse kurz an CE anlege, dann passiert trotzdem nichts.

Nunja, bei der Suche nach dem Chip brachte mir Google auch eine Seite, wo jemand den suchte, weil seiner durchgebrannt war und daher der Laserdrucker "Error 52" meldete. Mein Laserdrucker meldete auch einen Fehler (weiß die Nummer nicht mehr - bedeutete jedenfalls Defekt in der Belichtungseinheit) und daher habe ich ihn ja ausgeschlachtet. Und die Platine ist an der Stelle des ICs von unten viel dunkler als anderswo. Ich befürchte also, der Chip ist hinüber. :-( Dann kann ich den Motor also auch vergessen?! Hhmm. Irgendwie muß ich die Achse retten, ich brauche den rotierenden Spiegel.

Danke erstmal allen für die Hilfe, auch wenns doch nicht klappt. :-)

-/RJ/-

Liebe ist das Vergnügen, das zwei Menschen aneinander haben. Friedrich Nietzsche

Robert Jäschke schrieb:

Das ist eine Scannereinheit aus einem LaserJet IIp. Der Motortreiber wird außerhalb seiner Spezifikationen betrieben, deshalb fackeln die Dinger nach 20.000 Seiten ab. Besorg Dir was anderes, nicht so ein Verschleißteil. Die Einheit aus dem großen IIIer ist robust.

Pin 1: +5V Pin 2: +12V Pin 3: /ScnOn Pin 4: ScnTach Pin 5: ScnClk Pin 6: Gnd

An ScnClk legst Du 800 kHz an (erlaubt sind 500) und ScnOn kommt auf Masse. Dann sollte das Ding losdrehen. Wenn der HA13456 noch nicht abgebrannt ist, kommt auf ScnTach die aktuelle Drehfrequenz raus.

Patrick

Auf Masse ziehen bedeutet, dass die entsprechende Leitung fest auf das Spannungspotential von "Masse" gezogen wird. Um sch=E4den durch =DCBers= trom zu verhindern macht man das i.d.R =FCber einen Widerstand von mindestens 1=

0kOhm. In der Digitaltechnik sind aber 100kOhm =FCblicher.

Wolfgang

Hehe, so einen hab ich rechts neben mir stehen. Bei dem ist aber die Wartungsklappe kaputt gegangen und nicht die Scannereinheit.

Ich muss das Teil mal reparieren, von wegen PCB Herstellung mit dem Tonertransferverfahren. Hab das heute mal ausprobiert (mit dem Laserdrucker meiner Arbeitsstelle) und das funktioniert wirklich richtig gut.

Wolfgang

Das ist, gelinde gesagt, eine Sauerei.

Und das geht auch, wenn der Chip hinüber ist?

Vermutlich ist er das doch.

-/RJ/-

Gleichgültigkeit ist die mildeste Form der Intoleranz. Karl Jaspers, deutscher Philosoph und Psychiater (1883 - 1969)

[..]

... dann ist er 100%ig breit. Das ist ein Standardfehler von alten Laserjet II und III Druckern, ich durfte schon mehrere Motorplatinen auswechseln ...

Gruß,

Holm

L&P::Kommunikation GbR Holm Tiffe * Administration, Development FreibergNet.de Internet Systems phone +49 3731 41930 Bereich Server & Technik fax +49 3731 4196026 D-09599 Freiberg * Nonnengasse 31a http://www.freibergnet.de

Am Fri, 07 May 2004 23:35:19 +0200 hat Wolfgang Draxinger geschrieben:

Insbesondere beim Testen, wenn man die (fremde) Schaltung nicht kennt. Ich würde aber niederohmiger arbeiten: R von mindestens 100 Ohm, i.A. 1k ..

10k. 100k wäre für TTL zB schon etwas sehr viel, bei statischen CMOS Eingängen aber voll OK.
Martin

Am Sun, 9 May 2004 09:15:30 +0000 (UTC) hat Robert Jäschke geschrieben:

Das mit dem Clock hab ich im Datenblatt übersehen.

Nein, wie den auch? Dann geht gar nix mehr. Aber vielleicht bekommst du ja einen Ersatzchip.

Martin

Martin Lenz schrieb:

Das ist mir seinerzeit nicht gelungen, ich mußte mir bei PrinterWorks in USA eine neue Scannereinheit bestellen. Die neueren Einheiten haben einen anderen Controller, der hoffentlich robuster ist. Dicker ist er jedenfalls.

Zum HA13456 habe ich auch ein Datenblatt, falls da jemand was mit anfangen kann.

Patrick

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required