kurze Frage nebenbei: Ich habe hier einen PC auf dessen Mainboard einige Elkos sind, die die bekannte "Gelbe Sauerei" auf dem Deckel haben. Mainboard läuft aber zuverlässig.
Kann ich das bedenkenlos ignorieren, solange es keine Probleme gibt, oder risikiere ich dann, dass großflächig Komponenten auf dem Mainboard kaputt gehen?
Gruß
Manuel
Didn't find your answer? Ask the community — no account required.
J
jms
sind, die die bekannte "Gelbe Sauerei" auf dem Deckel haben. Mainboard läuft aber zuverlässig.
risikiere ich dann, dass großflächig Komponenten auf dem Mainboard kaputt gehen?
Ich würde sie austauschen, solange du die aufschrift noch lesen kannst. Vielleicht sind es nur sieb-elkos, die nicht so entscheidend sind. Einen grösseren schaden riskierst du wohl nicht.
JMS
M
Manuel Reimer
Die Aufschrift wird unleserlich?
Eine Reichelt-Bestellung hatte ich ohnehin vor und die Elkos sind nicht besonders teuer. Allerdings ist der Austausch halt auch nicht in ein paar Minuten getan... Da der PC seinen Dienst noch gut tut und ein Tausch des Mainboards auch einen Tausch von Speicher und CPU nach sich ziehen würde, werde ich die Elkos wohl tauschen müssen.
Netzteil hat übrigens ähnliche Elko-Qualität. Auch hier gelbe Soße. Gestern hat das Ding sich mit lautem Knall verabschiedet und hat dabei den LSS ausgelöst. Dort lohnt eine Reparatur aber kaum --> Schrott.
Gruß
Manuel
D
Dieter Wiedmann
Am 23.07.2012 12:56, schrieb Manuel Reimer:
Die Sollbruchstelle oben ist offen?
Austauschen ist natürlich besser, aber erfordert einen guten Lötkolben. Und wenn man schon neue Elkos einstetzt, dann auch wirklich gute, z.B. Panasonic FM.
Gruß Dieter
M
Manuel Reimer
Ja. Kann gerne auch Fotos liefern, aber ich glaube wie ein Elko aussieht, bei dem oben das Elektrolyt rausquillt, ist nicht unbekannt.
wenn
Ich habe eine gute analoge Weller-Station (80 Watt). Elko rausmachen ist kein Thema. Eher Gedanken mache ich mir darüber, wie ich die Durchkontaktierungen dann sauber bekomme. Da habe ich aber mit Entlötlitze und Flussmittel schon mehrfach gute Erfahrungen gemacht.
Die LOW-ESR-Elkos von Reichelt sind wohl von Panasonic. Passen die?
formatting link
Bei
formatting link
verzweifle ich gerade an der Suche. Noch habe ich bei denen die LOW-ESR-Typen nicht finden können.
Gruß
Manuel
H
Hans-Jürgen Schneider
Manuel Reimer schrieb:
gehen?
Falls Du Dich in umfangreicher Prosa übst, dann solltest Du öfter mal abspeichern. Außerdem sind plötzliche Abstürze aufgrund defekter Elkos auch temperaturabhängig. Und jetzt soll ja angeblich der Sommer kommen.
MfG hjs
H
Henrik Faber
Panasonic FC.
formatting link
sagt, dass FM 40-70% weniger ESR hat als FC.
Henrik
D
Dieter Wiedmann
Am 23.07.2012 13:23, schrieb Manuel Reimer:
Reichelt führt an Low-ESR wohl nur Panasonic FC, die sind da ehr nicht zu empfehlen.
Schau bei Farnell, dann findest du die auch bei HBE.
Ansonsten gibts noch
formatting link
Gruß Dieter
D
Dieter Wiedmann
Am 23.07.2012 13:23, schrieb Manuel Reimer:
Noch was: wenn du mal die Aufschrift des alten Elkos postest, dann lässt sich besser sagen was wirklich sinnvoll ist. Und wenn bei dem einen oder anderen Elko mehr Platz ist (Durchmesser, Höhe), dann kann man auch darüber bessere Qualität erreichen.
Gruß Dieter
A
Axel Schwenke
Was meinst du mit 'bekannte "Gelbe Sauerei"' ?
Auslaufenden Elektrolyt habe ich noch nie gesehen. Wenn defekte Elkos rein äußerlich erkennbar sind, dann haben sie "dicke Backen". Sprich: sie sind aufgewölbt. Oft sehen sie auch ganz normal aus.
If it ain't broke, don't fix it!
gehen?
Wenn Stützelkos Kapazität verlieren, gibt es Rechnerabstürze. Theoretisch kann der größere Ripple auch Bauelemente killen, aber das habe ich weder erlebt, noch davon gehört. Praktisch wird man wohl lange vorher entnervt von den Abstürzen sein.
XL
M
Michael Limburg
Dann bemühe doch z.B. die Bildersuche von Google mit "Elko ausgelaufen".
Nach "dicke Backen" kommt aufreißen an der Sollbruchstelle und dann dir "gelbe Sauerei". Bei den kleinen SMD-Alucaps läuft's gerne unten raus.
MfG Michael
J
Jens Fittig
Manuel Reimer schrieb:
gehen?
Du musst damit rechnen, dass es von einem Moment zum Nächsten irgendwie Bumm macht. Irgendwann irgend wie. Von unhörbar bis Knall. Vn unsichtabr bis Rauchwolke.
M
Matthias Olescher
Am 23.07.2012 13:23, schrieb Manuel Reimer:
Ich habe gute Erfahrungen mit einer abgestupften Pin-Nadel gemacht. Von hinten heizen, von vorn durch das flüssige Lötzinn durchdrücken. Muss ja nicht Zinnfrei sein, nur dass der Stahldraht vom neuen Elko rein passt. Ein Trick ist, beim Auslöten an die Lötpunkte vor dem Auslöten erst etwas neues Lötzinn - mit Flussmittelseele - zu geben. Das verbessert den Wärmeübergang und das Flussmittel erhöht die Schmelzfähgikeit.
vG Matthias
PS: schon über 100 Elkos damit getauscht und auch Jumper oder Pin-Leisten nachgerüstet, wo der Hersteller sie vorgesehen, dann aber doch nicht bestückt hat.
S
Stefan Huebner
Die Original-Lowcost-Elkos sind sicher nicht besser als FC, zumindest nicht nach einem halben Jahr Betrieb. Aber FC habe ich schon oefter vorzeitig sabbern sehen - Grünspan an den Beinchen und der - ähem - charakteristische Geruch.
FM oder die aktuellen Nachfolger (irgendwas mit R - FR?) sind da besser. Oder YXF (Rubycon), aber immer schön auf die Größe achten, mitunter muss man mit der Kapazität eine Stufe runter, oder zwei mal schauen, ob an einem bestimmten Ort wirklich 10V gebraucht werden und nicht doch 6,3 reichen. Die Original-Elkos sind immer so erstaunlich klein für ihr C*V...
Am 23.07.2012 13:46, schrieb Dieter Wiedmann:
S
Stefan Huebner
Ich habe eine Zeit lang in jeder zweiten Dual-Xeon Workstation von Dell den Schaltregler-Contoller mit tauschen dürfen, wenn sich in dem Bereich beide vorgesehenen Stützelkos verabschiedet haben. Konstrukt: +12V - Drossel - 2x1000/16 - Schaltreglerschaltung. Wenn diese Elkos taub werden, killt die EMK in der Drossel beim ersten Abschalten der MOSFETs den Controller-IC.
M
Matthias Olescher
Am 23.07.2012 12:56, schrieb Manuel Reimer:
defekte Elkos bedeuten mehr Verlustleistung in den MOSFets. Die heizen sich mehr auf und irgendwann zerreisst es diese, die Treiberstufe über das durchgeschossene Gate gleich mit, reißt die Kupferkaschierung unter dem D²PAK/SMD-220 und wenn es dumm kommt nimmt die volle Spannung vom Netzteil (12 V oder 5 V, je nach Speisequelle des Tiefsetzstellers) gleich noch Prozessor, Ram und was sonst noch so in der Nähe ist mit.
Ich bin für präventives Tauschen.
Matthias
A
Alexander Schreiber
wenn
Um die Durchkontaktierungen habe ich mich damals, als mir auf dem guten ABit BP6 ein paar Elkos ausgestiegen sind[1], recht brachial gedrückt: - die alten Elkos mit Seitenschneider und Zange so zerlegend entfernt, daß danach noch ca. 5-10 mm "Stummel" von deren Kontaktbeinen übrig waren - an diese Stummel die Ersatzelkos angelötet - und da ich natürlich nicht die exakte Boutiquekapazität[0] auftreiben konnte, zwei Elkos parallel drangelötet um so knapp drüber zu kommen
Sah grauslich aus, lief aber zuverlässig noch 1-2 Jahre bis es dann endlich von einem wesentlichen schnelleren Board abgelöst wurde.
Man liest sich, Alex. [0] Klar, der Mainboardhersteller nimmt ein paar LKWs an Elkos ab, da kriegt er auch Wunschkapazitäten weit außerhalb der Standardreihen. [1] Und damit das System beim Booten immer exakt beim aktivieren der lpt Schnittstelle stand ...
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison
A
Alexander Schreiber
Schon gesehen auf Mainboards: Elko hat dicke Backen, die Sollbruchstelle ist korrekt gerissen und etwas gelb-braune Suppe ist oben entkommen.
Man liest sich, Alex.
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison
O
Ole Jansen
Am 23.07.2012 12:56, schrieb Manuel Reimer:
Moin,
Möglicherweise führen die ausgetrockneten Elkos auch zu einem aktiven EMV Problem. Falls dann irgendwann ein Eumel *) vor Deiner Tür steht... ;-)
O.J.
*) Gibt es besagte Messwagen eigentlich noch? Den Letzen habe ich WIMRE vor 15 Jahren gesehen...
G
gUnther nanonüm
"Ole Jansen" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...
Hi, oh ja, die Hirschgeweihe fahren noch...oft inzwischen "ergänzt" um eine "Campingsatschüssel". Sieht ziemlich gebastelt aus, die modernen Fahrzeuge haben wohl nicht mehr genug Dachblech für kleine Durchführungen...der Verhau bebt und klappert...
mfg,
gUnther
Join the Discussion
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Didn't find your answer?
Ask the community — no account required
Report Content
You are reporting this content to the moderators. They will look at it
ASAP.