Loop Antenne

Jul 02, 2005 4 Replies

Hallo, für einen Handsender möchte ich eine PCB Antenne machen. freq. 868 Mhz. Aufgrund des relativ großen Gehäuse, hätte ich die möglichkeit die Länge das Leiterzuges weit über die lamda/4 Länge von 8.6cm zu machen. Der Wirkungsgrad steigt ja mit der effektiv umschlossenen Fläche. Alle Berechnungen und Beispiele dich ich gesehen habe, verwenden eine Leiterbahnlänge von unter lamda/4. Oder ist es besser in diesem Falle eine volle Stub ( mit 90Grad Winkel ) zu designen?



Andreas


Vorsicht: Von einem "Wirkungsgrad" redet man bei Antennen i.a. nicht, wenn man nicht extrem schlechtes verlustbehaftetes Material verwendet, welches durch die HF aufgeheizt wird.

Interessant ist der _Antennengewinn_, der allerdings hat einen Vetter namens _Richtwirkung_, denn HF-Leistung herbeizaubern kann die beste Antenne nicht. Sie kann nur die vorhandene HF Leistung mehr oder weniger gebündelt abstrahlen. Spätestens nach ca. 4 Wellenlängen im leeren Raum befindet man sich im Bereich des Fernfeldes, ab da ist der Zusammenhang zwischen elektrischem und magnetischen Feld nur noch durch die Gleichungen des Herrn Maxwell bestimmt, egal wie diese Felder erzeugt wurden.

Sprich: Du solltest wissen was Du erreichen willst:

- Baust Du im Handsender eine Antenne mit viel Gewinn ein, dann bedingt dies automatisch eine _Richtwirkung_. Diese ist bei einem Handsender häufig nicht erwünscht, da dieser aus jeder Lage einwandfrei arbeiten soll.

- Möchtest Du keine Richtwirkung, dann ergibt sich automatisch ein geringerer Antennengewinn. Damit reicht aber die übliche Lambda/4 bzw. Lambda/2 Struktur.

Eine übergroße Schleife bringt Dir keine Vorteile sondern macht höchstens Ärger bei der Anpassung.

Du solltest bei Schleifenantennen auch berücksichtigen, dass diese gerne eine hohe Impedanz haben, welche korrekt angepasst sein willl. Sonst geht in der Tat der Systemwirkungsgrad in die Knie, weil die Leistung infolge falscher Anpassung in der Senderendstufe verheizt wird.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Danke für die schnelle Antwort.

Ist schon klar, ungeschickt ausgedrückt.

Irgendein Problem das man mithilfe eines Netzwerkanalysator nicht aus der Welt schaffen könnte?

Also, ich habe das "Matchingnetwork" auf 50Ohm ausgelegt. Danach habe ich 3 Bauteile als PI Filter geschaltet. An dem 50Ohm Punkt soll dann der Netzwerkanalysator dran, und diese 3 Bauteile sollen dazu dienen die Anpassung vorzunehmen. Also das Gehäuse ist ca 150mm lang und 50mm breit. Unten befindet sich ein Batteriefach. Die Platine ist 90mm lang. Da ich den CC1150 relativ weit unten positioniert habe, ergibt sich eben eine lange Wegstrecke, die ca. 140mm lang ist(oben halbkreis). Also > Lamda/4 < Lamda/2 Ich wollte einfach wissen, ob es eben ungünstig ist länger als lamda/4 zu sein.

Andreas

"Andreas Ruetten" schrieb im Newsbeitrag news:edc79$42c694a6$508d85d5$ snipped-for-privacy@news1.surfino.com...

Am oberen Gehaeuseende lambda/4, mittendrin 90 Grad abgewinkelt, damit Rundumstrahler.

-- Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage:

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de.sci.electronics FAQ:
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Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Betrachte die Antenne bitte als Wandler zwischen Leitungsgebundenen und leitungsfreien Wellen. Dieser Wandler hat einen Wirkungsgrad, denn er wandelt nicht alle Energie um, und er hat eine Richtwirkung, die aussagt, daß eine bestimmte Richtung bevorzugt wird. Diese wird Gewinn genennt. Der Gewinn sagt nur etwas über die Verteilung der gewandelten Energie aus.

Loopantennen gbt es in tuned und nontuned, erstere nennt man auch magnetische Antenne, letztere Oblong. Magnetische Antennen haben nicht mehr als 20 % der Wellenlänge als Umfang.

Fertige aus Draht eine Schleife mit d = 2 cm und schliesse einen kleinen Trimmkondensator an, messe die Resonanzfrequenz und stelle den Kondensator optimal ein, und ermittle, ob die Ergebnisse vertretbar sind.

Robert

'Vom Standpunkt eines Beamtenrechtlers aus betrachtet ist der Tod die schärfstwirkenste aller bekannten, langfristig wirkenden Formen der vollständigen Dienstunfähigkeit.' aus: Kommentar zum Beamtenrecht.

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