LCD-Fernseher-Kauftipps für untypischen Verwender gesucht

Sep 27, 2009 35 Replies

Hallo Leute,



langsam macht mein über 10 Jahre alter 89cm 3:4 die Grätsche und ich wollte mir trendmäßig einen 16:9 LCD-Flachmann zulegen.



Ich schaue mir aber weder Spielfilme noch Film-DVDs an sondern nehme eigentlich tagsüber das laufende Programm, überwiegend ARD, auf DVD-RAM auf.



Da meine Recorder einen 8-Stunden/DVD-RAM Modus haben nehme ich überwiegend in diesem Modus auf. Der Hersteller schweigt sich zwar zur Auflösung dabei aus, ich gehe aber von 352 x 288 Bildpunkten aus, das reicht mir eigentlich für die Wegwerfaufnahmen aus.



Über Scart auf dem Röhrenfernseher angeschaut ist das Bild akzpetabel.

Ich will aber demnächst auf eine Dreambox HD 8000 umsteigen wenn dafür die DVB-S2-Zusatztunerkarten erhältlich sind da die Büchse 8 Aufnahmen gleichzeitig auf eine Platte machen können soll, dann hätte ich wieder Aufnahmen in DVD Standardqualität.



Ich hatte mir vor ein paar Jahren mal Flachmänner, LCD und Plasma beim Real-Markt angeschaut und deren Bilder laufender Fernsehsendungen als deutlich beschissener und völlig unbrauchbar im Vergleich zu meinen DVD-RAM-Aufnahmen angesehen:



jede Menge JPEG-Artefakte-Gekrissel um Trennlinien und Bewegungsschlieren zum Weglaufen .... war total unbrauchbar!



Wie sieht es derzeit aus?



Worauf muss ich beim Fernsehkauf achten wenn ich unter diesem Umständen ein gutes, Krisselfreies Bild sehen will? (oder gibt es das gar nicht in LCD?)



Gruß



Jürgen


Juergen Kanuff schrieb:

Weil da üblicherweise DVB-T dargestellt wird. Und da merkt man die schlechte Bildqualität auf Röhrengeräten nicht.

Immer noch genau so: Die Quelle gibt die Bildqualität vor. Bei DVB-S/S2 würde ich mir gar keine Sorgen machen, wenn Du einen Receiver verwendest, der das Bild digital per HDMI anliefert.

"krisselfrei" ist das Bild bei komplett digitaler Anlieferung immer, wenn man Analog-Kabel schaut, kann es natürlich auch schlechter sein. Das einzige Problem (abgesehen von zu niedriger angelieferter Bitrate z.B bei DVB-T) könnte das Deinterlacing darstellen, da sind die Fernseher tatsächlich unterschiedlich gut.

Gruß Henning

henning paul home: http://home.arcor.de/henning.paul PM: henningpaul@gmx.de , ICQ: 111044613

"Henning Paul" schrieb im Newsbeitrag news:4abf7bc4$0$31340$ snipped-for-privacy@newsspool4.arcor-online.net...

LCD-Fernseher entwicklen sich jährlich weiter, demnächst kommt RGB LED Hintergrundbeleuchtung ohne Farbfilter, (derzeit sind die helligkeitsselektierten LEDs noch zu teuer) dann hoffentlich zeilenweises Bildupdate ohne Umrechnung der Bildwiederholfrequenz (das geht nämlich mit LEDs ganz gut, die kann man streifenweise anordnen und zeilenweise aufblitzen lassen), dann hoffentlich polarisierte LEDs damit ein Polfilter entfällt, und weiss der Geier welche Neuerfindungen dann kommen, die die Besitzer von alten lCDs sich schämen lassen, wie sie nur solche Gurken kaufen konnte, die nicht blickwinkelfarbtreu sind, unnötigen stromverbrauch haben (die Farbfilter kosten zu viel) und die Bildwiederholfrequenzumrechnungsartefakte zeigen.

Manfred Winterhoff

Ohne zu bezweifeln, dass sich bei den LCDs in den letzten Jahren viel getan hat, werden wir alle noch erleben, dass die Dinger wieder schlechter werden. So wie mit jeder Technologie halt, wenn die wesentlichen Punkten erstmal ausgereizt sind und sich nur noch über den Preis differenziert wird, geh es abwärts. Man denke nur an die CRT-Monitore. Die besten wurden vor grob 10 Jahren gebaut, obwohl da die LCDs noch lange nicht ihren Höhepunkt hatten. Der Weg zurück zu den TN-Panels, deren Farben wahrlich keine Pracht sind, ist bereits ein deutlicher Schritt in diese Richtung. Extreme Wide-Formate, wie 16:9 auch, denn zu wenigstens 90% werden Computermonitore und Laptops /nicht/ für's Filmegucken verwendet. In anderen Punkten ist natürlich noch Potenzial.

Marcel

Hallo Henning Paul

danke für deine Antwort.

das verstehe ich nicht ganz: du meinst das lag am DVB-T-Signal? Ist das so viel schlechter als DVB-S?

bei der Umrechnung auf das deutlich höher auflösende Bildschirmformat sind keine solchen Fehler zu erwarten?

da hast du mich falsch verstanden:

ich meine damit nicht das analoge Rauschen sondern die JPEG-Artefakte.

Kommen die nur bei der A/D-Wandlung analoger Signale zustande oder nicht auch bei der Umrechnung auf die Bildschirmauflösung wie ich befürchte?

Übrigens: gelten bei der höheren 1080i-Auflösung die selben Betrachtungsabstands- Empfehlungen von 2 bis 3 Displaydiagonalen um die Pixel nicht zu sehen?

Gruß

Jürgen

Ja.

Halbe Bitrate ungefähr.

Zumindest keine Blockartefakte. Das Interpolieren machen die heutigen Fernseher schon ziemlich gut. Das Deinterlacing ist höchstens noch das Problem.

Auch da kommen die nicht zustande, erst bei der MPEG2-Kompression - und ein Fernseher hat keinen Grund, das bei analog angeliefertem Signal zu tun. Da hat man höchstens das Problem einer zu aggressiven Entrauschung, so dass Details verschwinden. Wenn natürlich das analoge Kabelsignal schon mies ist, wird das auf einem LCD im Vergleich zum CRT erst recht auffallen.

Wieso sollte da JPEG/MPEG-komprimiert werden?

Das muss man beim Händler ausprobieren. Ich würde keinen Fernseher kaufen, den ich nicht auch beim Händler probegesehen habe - mit DVB-S/-C-Signal _und_ mit HD-Material.

Gruß Henning

"MaWin" :

Ich hoff ja auf grossflächige OLED's. Die SamsungHandies zeigen ja um Welten klarere Bilder als es jedes LCD schaffen kann. 60000h Haltbarkeit (bei Einfarbigen) sind auch langsam brauchbar, länger hielten die Röhrengurken auch nicht.

M.

Doch. Das ist genau *das* Problem von LCD vs. Röhre. Ein LCD kann nur das Format scharf wiedergeben, das genau der Panelauflösung entspricht (oder ein ganzzahliger Bruchteil davon ist).

Praktisch kann man mit heute käuflichen LCD-Glotzen also entweder

720er oder 1080er HD-Formate gut ansehen. Bei der Darstellung von z.B 720x576 patzen sie alle (der eine mehr, der andere weniger). Bei DVB-S kann das Format auch noch drunter liegen. Z.B. senden manche Sender auch mal nur 688xAAA oder BBBx480.

Das Scaling - insbesondere bei den Zeilen - bekommt kein Fernseher ordentlich hin. Zumindest keiner, den ich bis jetzt gesehen hätte. Das Interlacing (bescheuerterweise gibts 1080 *nur* interlaced) tut ein übriges dazu.

Deswegen bin ich auch heilfroh, daß meine Röhre noch so gut läuft. So lange der Großteil des angesehenen Materials in 720x576 kommt, ist ein LCD schlicht die schlechtere Lösung. Also noch für die nächsten ~10 Jahre.

Und ehrlich gesagt: diese Auflösung ist mir scharf genug. Ich habe mir beim Kumpel mal Olympiade und ein paar BR auf FullHD angesehen. Ja, das Bild ist besser. Aber aus normaler Entfernung sehe ich den Unterschied kaum noch. Und am Inhalt der Sendung verändert sich gleich gar nichts.

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Das sind zwei Aspekte:

  1. Welches Bildfeld kannst du entspannt sehen? Den Unterschied zwischen erster und letzter Reihe im Kino kennst du sicherlich. Und das Problem sind nicht die Pixel.
  2. Ab welchem Abstand siehst du noch Pixel? Das Auge hat eine Auflösung von ca. 1 Bogensekunde. Damit kannst du das leicht selber nachrechnen.

Fazit: du kannst an eine HD-Glotze näher ranrücken bevor du Pixel erkennen kannst. Aber evtl. wirds vorher schon ungemütlich.

XL

Ja, aber das führt trotzdem nicht zu den berichteten Blockartefakten.

Gruß Henning

Henning Paul schrieb:

Noch besser einen im Versand bestellen und zu Hause in Ruhe testen.

Bernd

Ich lese im OP "jede Menge JPEG-Artefakte-Gekrissel um Trennlinien und Bewegungsschlieren zum Weglaufen". Klingt für mich nicht nach Blockartefakten sondern eher nach unscharfen Kanten (Rescaling) und Störungen an dynamischen Bildelementen (De-Interlacing).

Daß DVB-T noch einen draufsetzt, ist unbestritten. Eigentlich war die Idee ja ganz gut. Man hat sie aber kaputtgespart.

XL

Axel Schwenke schrieb:

Eine Bogenminute meinst du wohl.

Bei "FullHD" kommt man da bei 46" Diagonale auf einen maximalen Betrachtungsabstand von ca. 1,8m.

Wäre mir ein wenig nah.

Lass Dir den Fernseher im Laden vorführen, und bestehe darauf folgendes anzuschauen:

- Bild mit schneller Laufschrift (z.B. Börsenkurse)

- Bild mit schnellen und komplexen Bewegungen (Action mit Feuer, Rauch und Explosionen)

- Bild mit Rauschen (z.B. VHS Video oder Analog TV mit schlechtem Empfang)

- Fussball, achte bei Kameraschwenks auf die Zuschauerränge: Bleiben die deutlich oder gibt's nur noch Matsch statt dem Match :-)

Stefan

Auf den Nachrichtensendern sind die Schriften am unteren Rand nun vermehrt auf ein virtuelles rotierendes Dreikantprisma geschriebene Textbrocken. Gab wohl zu viele BEschwerden wegen des Matsches, in den sich die Laufschrift bei vielen "modernen" Glotzen verwandelt?! :-)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Moin!

Nehme ich auch an.

Nein, das ist der _minimale_ Betrachtungsabstand, denn Du willst die Pixel ja _nicht_ als solche erkennen. Alles Strukturen mit Winkelauflösung _kleiner_ einer Bogenminute werden vom Auge als scharf wahrgenommen.

Gruß, Michael.

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Aha, kommt nun doch die Task-Toblerone, den die c't mal als Aprilscherz für ein kommendes Windows ankündigte.

Bernd

Örks. Ja. Falsch gemerkt :)

XL

Ausser dass in 60000 Stunden (ab heute) wohl wirklich so gut wie nix sehenswertes mehr im Fernsehen kommt. Dann ist das alles Internet geworden. Unser TV hat vorsichtshalber schon VGA Eingang und RJ45 Buchse. Ich wage mal die Prognose dass der Umstieg auf digitales Fernsehen langfristig ein Schuss ins Ofenrohr war. Zu spaet, bringt zu wenig.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Was nicht falsch ist, mu=DF aber auch nicht richtig sein ;-) Der Sachverhalt ist komplexer. Die Natur hat da so einige =DCberraschunge= n parat.

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--=20 mfg hdw

die Frage bei Alterung ist halt problematisch, wenn sie Pixelabhängig ist (Einbrennen). Und das ist bei OLED definitiv der Fall.

Ach wieso? Bei uns kommt nachmittags immer 'Hausfrauenfunk'. Da kann man alles den aktuellen Stand des Kraftwortschatzes oder alles über den derzeitigen Zustand des Verdauungstraktes von Nachbars Hund und ähnliche wichtige Dinge erfahren.

Bis auf weiteres gibt das IP-Protokoll kein vernünftiges Broadcasting her. Und das Thema 'Live' ist dann sowieso keines mehr, denn der Kunde wünscht natürlich unmittelbar auf die Zeitpunkte der Betrachtung Einfluss zu nehmen. Also braucht man auch kein Broadcasting sondern nackte Bandbreite.

Bis TV für jedermann durch die Internetleitungen in die abgelegenen Winkel findet, wird es noch lange dauern. Ich denke das Thema SAT wird sich noch sehr lange halten. Zumindest mal in Europa, wo ein einziger Satellit mühelos einen ganzen Sprachraum abdeckt und trotzdem mit einfachem Equipment einzufangen ist.

Die Frage ist, welche Rolle der terrestrische Empfang oder die Öffentlich Rechtlichen dann noch spielen.

Marcel

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