Ladeschaltung oder Ladegerät für 9V Ac cus

Dec 16, 2007 42 Replies

Das ist schon mal das wichtigste. Sonst würde es gar nicht lohnen übers schonende Aufladen noch groß nachzudenken. NiMH sind normalerweise äußerst empfindlich gegenüber Tiefentladung/Umpolung. Und das tritt in 9V Blöcken leicht auf.

Vgl. Abb. 9 in

formatting link

außer solche teuren z.B. von GP wo ein expliziter Tiefentladeschutz angegeben ist:

formatting link

Alte NiCd sind da auch wesentlich robuster

diese holländische "Reflex-Ladung" bei Niedrigstrom und ohne Abschaltung ist bedeutungsloser Voodoo im Vergleich zu Vorwiderstand an DC. Da hat jemand mal irgendwas gemacht wegen dem Wort ... Ungünstig ist da angesichts bekannter definierter Akkus, dass die Versorgungsspannung so weit über der max. Spannung im Vollzustand ist - der Strom also bei der Überladung nichtmal spürbar nachlässt. Viel sinnvoller ists, sich einfach die Größenordnung klar zumachen.

Bei 24h kann man problemlos mit dem einfachen Widerstand und Gleichspannung knapp über der max Spannung leben. Dann wird z.B. anfangs mit C/15 geladen und mit C/30 end-/erhaltungsgeladen. Das taugt für >500 Lebenszyklen bei Marken-Akkus, sofern man zumindest nicht jahrelang die Akkus dauerüberladen lässt.

GP Akkus halten laut Datenblatt C/10 Dauerüberladung (sehr hoch) 1 Jahr aus. Die Schadwirkung nimmt stark überproportional mit dem Strom zu. Dauerladeströme kleiner C/30 ( >5 Jahre aushalten, werden oft als "schadloser" Trickle gar bezeichnet. Je kleiner der Strom umso (überproportional) besser natürlich.

Soviel Timer und Gebastel lohnt für 8 solche Akkus angesichts des geringen Verbesserungseffekts und auf Kosten der Erhaltungsladung ja auch wohl kaum. Und immer wärs noch keine richtige Schnelladung. Da könnte man dann gleich eine Schaltung mit µC mit

8x10bit AD für 3 EUR und etwas Code machen. (Aber nicht nur dummes

-dU sondern zumindest Slope/Wendepunkt wie der ICS1700 - sonst wäre das schädlicher als o.g. Dauerlader)

Grüsse Robert

Martin Klaiber schrieb:

Wie wahr, in jeder Hinsicht.

mfg Rolf Bombach

Hallo Martin,

Ich kann weder erkennen, dass das Auslaufmodelle wären, noch dass es nennenswert Geräte gibt, die 9 V Zellen schgnelladen würden und dann auch noch mit dU eine Endeerkennung hätten.

IMHO schreibt Ansmann explizit in seine Anleitungen, dass die 9V Schächte eben keine Erkennung drin haben und auch keine Schnelladung.

Nee, C/10 ist das Standardladeverfahren nach wie vor. Das tut den Zellen dabei nicht weh, wenn die mal 20 Stunden dran sind. Man hat höchstens den Randeffekt, dass sich die Zellen einer Serienschaltung wieder normalisieren. Das einzige, was an C/10 weh tut ist die lange Zeit, die es braucht. Da das nicht hip ist, werden Schnelleader gebaut. Da die bei Überladung aber die Zellen sehr schnell schädigen, braucht es hier eine vernünftige Ladeenderkennung.

Marte

Martin Wiesner schrieb:

Also russisch hatten wir ja noch in der Schule... ;) Mit raten gehts hier zum Glück noch...

Gut, damit habe ich den ersten Einschaltpunkt des Timers beim ersten AUS der LED. Der Timer läuft dann 14 Stunden und jetzt trennt er den Accu und ich hätte wieder ein EIN der LED. Die Erkennung, das ein Akku wieder drin liegt erfolgt wie? Also entweder wieder Kontakt oder Taster.

Nach roberts Post versuch ich mal was anderes:

Was würde passieren, wenn die Lade"schaltung" einfach gestrickt zwischen C/12 bis C/10 ausführt und das Ganze mit einer einfachen Timerschaltung verbindet, die vorher den Ladezustand abfragt... Ausgangspunkt dafür wäre soetwas wie Ansmann 4000042

formatting link
... und dann entsprechend der Ladung die Zeit runterrechnet.

Im Übrigen habe ich mal nach dU und UI Kennlinien gesucht und bin doch eher der Meinung UI wäre für meinen Zweck vollkommen ausreichend. Ich habe weder Schnelladung (eben wegen der unterschiedlichen Zellenstruktur und der entsprechenden Probleme) noch eine Dauerladung (vermieden durch Timer) vor.

Hab ich was vergessen?

Danke für alle Argumente!

Peter

Peter Kern schrieb:

Ein Schleifenstromrelais in Serie zum Akku, dazu parallel zum Relais ein Taster "Ladung beginnen" wäre einfacher.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Habe ich auch mal gedacht, bei Funkgeräteakkus. Komischerweise waren die C/10-geladenen Akkus regelmäßig nach spätestens sechs Monaten platt, die Zellen aus der gleichen Charge halten dagegen im Schnellader bis zu drei Jahre. Beide Anwendungen der Art, "Gerät läuft den ganzen Tag, kommt abends in die Ladeschale".

Ralph.

formatting link

Hi Ralph,

klingt nach Tiefentladung, weil die Nacht nicht ausgereicht hat, den Bedarf des Tages zu decken. Das kann bei C/10 schon passieren. Ansonsten kann ich das nicht nachvollziehen. Ich hab (allerdings mit NiCd) einige über Jahre als standby im C/10 Lader und die sind sehr alt geworden.

Marte

Gibt's sogar bei Conrad:

Kann schon sein, dass die das so implementiert haben.

Wenn man das regelmäßig macht, halten NiMH nicht lange. Die sind gegen Überladung empfindlicher als NiCd.

Neee, eher Überladung, weil der Tagesbedarf doch nicht so groß war.

Kenne ich nur von richtig alten Akkus aus Knopfzellen mit Graphitelektroden; die werden so teilweise zehn Jahre alt. Bosch FuG10, Standard-Feuerwehrfunkgerät aus den 70ern, da war das noch so.

Ralph.

formatting link

Ist typisch für Zellen mittlerer Qualität.

Beim Schnelllader hängt es sehr davon ab, wie gut er abschaltet. Wenn man täglich nur ein paar Prozent nachlädt durchfährt man jedesmal die bei weitem kritischste Phase am Top der Ladekurve. Eine Nachladung bei NiXX zählt da fast so viel bzgl. Schadwirkung wie eine Volladung aus dem fast-leer-Zustand. 1000 solche Nachladezyklen in einem gewohnlichen -dU Schnellader und gleichen Zellen wie oben halte ich für fast rekordverdächtig - je nachdem was als "platt" gilt.

Diese Art des täglichen Nachladens weniger Prozente hat man bei vielen Geräten mit festeingebauten Akkus - Rasierer, DECT-Phones, E-Zahnbürsten, Werkzeuge... die großen Millardenmärkte, wo der Verbraucher zum "besten" gehalten wird. Und es ist ziemlich offensichtlich, dass durch Wahl des Ladestroms die Gerätelebensdauer absichtlich auf ein wenige Jahre begrenzt wird. Zu niedrig wäre schlecht fürs Image. Zu viel ist wieder nicht optimal für den Gesamtgewinn, den wenn der Verbraucher einigermaßen zufriedwar, nimmt die 3J Lebensdauer (bis die Kap. auf

In erster Linie würde ich so viele Akkus wie möglich durch Netzgeräte ersetzen. Es gibt Wandwarzen mit diesen Anschlussclips, wie sie die

9V-Blocks haben. Für ortsfeste Effektgeräte, DI-Boxen, usw. ist das ein guter Ersatz. Nimm aber stabilisierte Netzgeräte, sonst stimmt die Spannung nicht und bei Audiogeräten kann es brummen.

Für die noch verbleibenden Akkus würde ich mir ein Schnellladegerät besorgen. Gibt es auch als Markenprodukt, z.B. das Powerline 2 von Ansmann für zwei 9V-Blocks. Damit schaffst Du alle Akkus innerhalb von 24 Stunden.

Genau darum geht es. Es ist hier nicht geplant, ständig nach den Möglichkeiten von Netzteileinsatz zu suchen. DI-Boxen mit accu durch ein (billig)NT mit Clip-Kontakt zu ersetzen ist sträflich. Oder (für den Moment) unbezahlbar. Stabilisierung und Brummen ist nicht in Zusammenhang zu bringen. Brummen und alles, was keine ordentliche galvanische Trennung hat wohl schon.

Schaffen vielleicht schon - aber genau das wollen wir eben nicht.

Drahtlose Micros, Headsets, Braken, Messgeräte - das lässt sich mit Netzteilen nicht bewältigen und bei 8 Accus gleichzeitig brauche ich mindestens 4 Lader...

Und ehrlich: Ansmann ist zwar sehr professionell, aber ein Aufkleber ist eine Marke... [*]

Peter

Wo ist eigentlich Zündi? Der macht doch sowas auch ständig....

[*] Aus dem Kopf zitiert: "Alle unsere Akkus haben ein Überduckventil. In Ihrem Fall haben diese nicht ausgelöst, was uns unverständlich ist, aber zur Zerstörung von Akkus und Ladegerät führte, weshalb wir ohne Rechtsanspruch ein neues Ladegerät mit entsprechenden (4) Akkus liefern"

Hi all,

kann mir jemand auf die Sprünge helfen, warum in der oben genannten Schaltung nicht einfach Tr1, D2 und R3 durch eine Diode anstelle der CE-Strecke von Tr1 verwendet wird? so ähnlich lade ich nämlich schon seit ca

20 Jahren meine Knopfzellen. Ich kann nur noch keinen tieferen Sinn in der Transistorschaltung erkennen.

Marte

Das scheint zu passen, lädt ReFlex-artig, und warm wird da nix, also schaltet er wohl rechtzeitig ab.

Die Funkgeräte sind meist so um 40 bis 60 % entladen gewesen...

Ich gebe meine Akku meist bei ca. 70% weg, oftmals verschenkt an Leute, denen das noch gereicht hat.

Bei dem Funkkram geht es halt oft nicht anders, da muß man einfach - es kann fatal sein, wenn das Ding zur Unzeit leer ist. Aber durch LiIo wurde das alles deutlich besser, solange man keine dauerhaften Niedrigtemperaturen hat.

Viele Grüße!

Ralph.

formatting link

Hatte ich mich auch schon gefragt. Vielleicht/vermutlich macht die Transistorschaltung den Entladepuls kürzer und steiler.

Allerdings frage ich mich, ob das Reflexprinzip in dieser Schaltung überhaupt richtig funktioniert. IIRC soll der Entladepuls 2,5mal so hoch sein wie der Ladestrom. Da R2 in Serie zu R1 liegt, beträgt der Entladepuls aber nur ein Elftel des Ladestroms, bei C/10 also C/110.

Ortsfeste Geräte mit Akkus zu betreiben, halte ich für Quatsch, wenn Netzbetrieb möglich ist. Aber das musst Du wissen.

Ok. Davon dass es möglichst billig sein muss, war bisher noch nicht die Rede.

Doch. Das was da brummt sind Reste der gleichgerichteten Netzspannung, auch Brummspannung genannt. Kann man durch Siebung oder Stabilisierung verringern.

Du meinst vermutlich Brummschleifen. Die sind zwar auch ein häufiges Ärgernis, bei Steckernetzteilen in der Regel aber kein Problem.

Dann halt nicht...

Nein, rate mal, warum die Teile Schnellladegeräte heißen. Die von mir genannten Geräte laden zwei Akkus in ca. drei Stunden, acht Akkus also in ca. zwölf Stunden. Deine Forderung lautete, dass alle Akkus innerhalb von 24 Stunden aufgeladen sein sollen, also bleiben Dir ca. zwölf Stunden um die Akkus zu wechseln.

Das wäre interessant wie der Lader heisst (und obs den noch gibt). Ist das noch so ein Gerät mit ICS1700 o.ä.? Das wäre in der Tat so ziemlich das beste fürs NiMH-Akku-Leben und würde die Größenordnung 3J/1000 Nachladezyklen erklären. Sonst wäre mir das hoch vorgekommen. Die schalten auch viel früher als -dU Geräte ab. Es gibt ähnlich gute Fuzzy-Lader

formatting link
formatting link
Bosch AL 2498 FC, .. Aber im normalen Consumer-Bereich siehts schlecht aus.

Ist natürlich grad so nicht leer und nicht voll. Ideal wäre dann ein fortgeschrittenes bedarfsgemanag'tes Verfahren wie bei NiMH Hybridautos, wo kontrolliert nicht ganz voll geladen wird. Da liese sich nochmal 3x Lebensdauer gewinnen. Könnte man locker in die üblichen Lade-µC's reinprogrammieren - nur honorierts kaum ein Kunde.

Mehr als 3 Jahre / 600 Zyklen wird man mit LiIo die Kap. auch nicht über 60% halten hönnen. Die Energiedichte ist anfangs vielleicht 25% höher - auch nicht die Welt.

Grüsse Robert

Ich denke nicht dass das einen nenneswerten Unterschied zu einer bloßen Diode macht. 18V auch. Ist Voodoo :-) Bei NiXX macht Reflex mit so winzigem Strom und bei so geringem Nettostrom überhaupt keinen Sinn. Siehe NASA-II.pdf in

formatting link

Bei Alkaline Knopfzellen macht es Sinn. Allerdings mit viel viel stärkerem Rückstrom:Hinstrom.

Wie ist da das Verhältnis der Widerstände? Oder ist es die Schaltung mit 2 Dioden rückwärts?

Grüsse Robert

Die Anwesenheitspflicht beim Wechseln ist halt übel

Da ist meines Wissens irgendein Motorola-Custom-IC drin, aber ich schaue mal rein.

Mein einer LiIo-Akku mit Baujahr 1999 tut heute noch in einem Funkgerät eines Bekannten, und der hat auf jeden Fall noch deutlich über 50%.

Ralph.

formatting link

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required