Kondensatoren 330nF / 1%?

Jun 18, 2009 33 Replies

Moin,



irgendwie gibt es kaum mehr Folienkondensatoren geringer Toleranz und hoher Kapazität, wie es scheint. Hat jemand einen heißen Tip, wo man auch in Zukunft z.B. 330nF @ 1% bekommt? Wir brauchen die nur in geringer Stückzahl für ein RC-Glied in einer Prüfschaltung für den Endtest und die Geräteüberprüfungen beim Kunden, das ziemlich genau in der Spezifikation ist. Momentan hat Digikey noch ein paar hundert am Lager, da haben wir erst mal einen kleinen Vorrat beschaff; aber auch bei Digikey sind die als Auslauftyp gelistet.



Natürlich können wir dann einfach auch messen und mit Ausgleichs-Cs arbeiten, aber trotz der geringen Stückzahl und der manuellen Fertigung im Haus macht das halt keinen Spaß :-)



Nach erster Messung sind die von Digikey (ein Panasonic-Typ der Sorte rostrotes Karamel-Bonbon :-) recht genau, wenn man noch bissl selektiert und ca. 10 % wegsortiert, dann kommt man damit auf besser als 0.5%...


-ras


Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Hallo Ralf,

Es ist ueberhaupt verdammt schwierig geworden solche Kondensatoren, speziell fuer den analogen Filterbau, zu bekommen.

Du meinst vermutlich diesen Typ, owohl diese eine Toleranz von 2.5% haben?:

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Habe ich leider nicht. Aber der ist mit 330 nF noch recht gross, wenn die Spannung nicht sehr niedrig ist.

Waere es da vielleicht nicht sinnvoller, falls es moeglich ist, die Testschaltung anders zu relaisieren. Wie waer's mit einem ganz gewoehnlichen Folienkondensator mit 10% Toleranz, z.B. von WIMA, und der Widerstand des RC-Gliedes wird mit einer Kombination von Widerstand und (Cermet-)Trimmpotmeter genau abgeglichen?

Gruss Thomas

ELKO-Buecher ueber Opamp, Instrumentation-Amplifier und Timer-555: http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/timer-555 (Aendere "akz" durch "isi" in der Mailadresse fuer Reply!)

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

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den

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zB

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--=20 mfg hdw

So scheint es.

Der hier isses:

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Nun ja, die Schaltung ist bei den Vertretungen schon im Einsatz und muß identisch nachgebaut werden, damit auch die Kalibrierdaten passen, die wir dazu zur Verfügung stellen. Es soll halt alles austauschbar bleiben. Und die Messung ist doch recht penibel, Frequenzen von paar Hz bis paar zig KHz werden da durchgejagt, und am anderen Ende schaut sich ein DSP (oder im Vorgängermodell ein 6809 :-) Amplitude und Phase ganz penibel an. Ist die Prüfleitung länger oder kürzer als vorgegeben, dann funktioniert es schon nicht mehr richtig...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Interessant, danke!

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Farnell hat seit Jahren und immer noch in grosser Stueckzahl Vishay-Roedersteins MKP 1837 Serie (1%) auf Lager. Denke die sind soweit zukunftsicher. Benutze die haeufig fuer Filter etc.

Leider gibt es die nur von 10 bis 100nF, loest also dein aktuelles Problem nicht, aber vielleicht hilft dir das bei einem zukuenftigen Projekt.

Gruss Klaus

Naja, 3 * 100n + 3* 10n sollte bei Einzelstueckzahlen auch machbar sein

Ansonsten Digikey, z.B. :

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Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt --------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------

Dann können wir auch einfach gleich mit zusätzlichen Abgleich-Cs arbeiten.

Der isses ja, den ich habe, und den es bald nicht mehr gibt.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Jein, 6 Kondensatoren ist nicht besonders elegant, aber du wuerdest zumindest das Ausmessen sparen.

Klaus

Die ECQP Serie von Panasonic ist vom Hersteller noch nicht auf "Not recommended for new designs" gesetzt worden. Frage mal bei denen an, wer die sonst noch fuehrt. Ansonsten einfach die restliche 400 Stueck bei Digikey ausloeffeln, so teuer ist's ja nicht. Vielleicht drei Anstandsstueckchen fuer Unis uebrig lassen :-)

Ansonsten Parallelschaltung etlicher C's und abpitschen bis es passt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Das liegt daran, dass selbst Analogixe wie ich solcher Schaltungstechnik aus Kostengruenden den Ruecken kehren. Den letzten Hilbert-Phasenschieber hatte ich um 1990 entwickelt und das Geraet ist nicht mehr in Produktion.

Fuer 1% Kondensatoren ist kaum noch ein Markt vorhanden und er schrumpft weiter.

[...]
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Horst-D.Winzler schrieb:

Klingt prima, hoffentlich überstehen die die Krise.

Butzo

W=E4re es nicht m=F6glich etwas aus einer gr=F6=DFeren 10%-Lieferung auszusortieren oder durch Parallelschaltung abzugleichen. Bei Quarzen hat man, solange man im Hobby-Preissegment bleiben m=F6chte, keine andere Wahl.

Hi,

Das habe ich vor 20 Jahren mal ausprobiert... mit dem Ergebnis, dass bei über 200 Bauteilen alle Werte zwischen +1% und +10% oder zwischen -1% und -10% lagen. Die +-1% Bauteile wurden offensichtlich schon vorher aussortiert und teurer verkauft.

Gruss Michael

Ja, die Negativauswahl kann man da schon mal abbekommen, vor allem, wenn für höheren Preis auch genauere Cs angeboten werden.

Abgesehen davon können die handselektierten Cs im Sommer oder tiefen Winter das 1%-Band auch schon mal verlassen wenn die Caps nicht konstruktiv für 1% ausgelegt sind.

Man kann aber auch mal Glück haben: Siemens, Baujahr '73

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früher war alles besser...

Gruß, Gerhard

Alles? Wer erinnert sich noch an die Wima Tropydur Bonbons? Erst entwickelten sich Pickel, dann brodelte aus einem davon braeunliche Suppe. Gefolgt von einem Knall oder einem Feuerchen:

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Die hielten manchmal nur wenige Jahre.

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So eins habe ich vor etwa zwei Jahren aus einer Philetta De Luxe rausgeholt. Das Ding hat doch etwa 40 bis 50 Jahre gehalten. Dann war aber fertig mit einem kompletten Kurzschluss.

Stefan

Von Problemkondensatoren will ich nix wissen. Problemfrau ist schon schlimm genug, und bei Problembären gibt's eine wenigstens eine Problemlösung.

Ist doch immerhin erfreulich, dass der zum Zeitpunkt der Messung schon 35 Jahre alte Styroflexkondensator und die auch nicht mehr ganz neue Messbrücke einer Meinung sind.

Mit dem Fön konnte man das übrigens auch leicht auf 47000 pF bringen, erschien mir aber für das Foto unsportlich. Warten, bis die Sonne ins Labor knallt hätte wohl auch genügt.

Gruß, Gerhard

/ Durch die Weiterführung des Know-how der Firma JAHRE/Berlin

Die sind glaube ich schonmal in den den 90ern (?) knapp davongekommen. Wenn sie damals ernsthaft neu strukturiert haben stehen sie besser da als mancher Mittelständler der sich weitergeschleppt hat. Zumal sie jetzt wohl nur noch ihre Nische bedienen wollen.

MfG JRD

Klar geht das.

Wir wollen das halt vermeiden, solange es möglich ist.

-ras

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