Grundsatzfrage zur Diode ( pn - Übergang )

Aug 26, 2007 7 Replies

Hallo !


Meine Frage bezieht auf die grunds=E4tzliche Funktionsweise einer Diode ( eines pn - =DCberganges ).



Ich habe gelesen, das wenn an eine Diode keine Spannung angelegt ist, sich im Bereich des pn =DCberganges die Elektronen sich mit den L=F6chern rekombinieren ein Feld oder eine Feldst=E4rke ausbildet so das nicht alle ps - ns des Halbleiters rekombinieren k=F6nnen.



Ohne dieses Feld w=FCrden alle ps und ns rekombinieren.



Woher kommt dieses Feld ? Sind die rekombierten pns den nicht neutral ?


Danke.



Torsten Giebl schrieb:

Grundsaetzlich heisst das Zauberwort: Diffusion. Dass Diffusion im Spiel ist, kann man messtechnisch an der Temperatur-Abhaengigkeit erkennen.

Im Prinzip bildet auch ein Gluehfaden (im Scope, TV-Roehre usw.) durch Diffusion (der Elektronen) eine Elektronen-Wolke und damit ein Feld in seiner Umgebung.

Mit Gruss, Joachim

Torsten Giebl schrieb:

Vereinfacht: Sowohl der n-dotierte als auch der p-dotierte Halbleiter sind für sich alleine elektrisch neutral. Fügt man sie nun zu einem pn-Übergang zusammen, so rekombinieren in einem Bereich in der Nähe des Übergangs die Elektronen und die Löcher. Dadurch sind im n-dotierten Halbleiter nun weniger Elektronen als im elektrisch neutralen Fall und im p-dotierten Halbleiter sind mehr Elektronen (=weniger Löcher). Somit bildet sich ein Feld zwischen dem nun positiv geladenen n-HL und dem negativ geladenen p-HL aus. Nach kurzer Zeit hat sich ein Gleichgewicht zwischen der aus dem Feld resultierenden Kraft und dem aus der Diffusion resultierenden Wandern von Elektronen und Löchern eingestellt.

CU Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA
[...]

Woher das elektrische Potential kommt haben ja schon die anderen beantwortet. Als kleine Zusatzfrage, die mir damals lange Kopf- zerbrechen bereitet hat: Warum kann man die Diffusionsspannung nicht zwischen Anode und Kathode messen?

Viele Grüße, Martin L.

Martin Laabs schrieb:

Weil die Diffusionsspannung quantenmechanisch aus dem Verbiegen der Fermi-Niveaus kommt, und wennste da Kontakte ranhaeltst werden in denen die Fermi-Niveaus ebenfalls gebogen, und summa summarum heben sich die Spannungen genau auf. Da die Fermi-Dinger aber etwas temperaturabhaengig sind, kann man tricksen und etwas messen, wenn man verschiedene Materialgrenzen im Stromkreis auf unterschiedliche Temperaturen bringt. Das Ganze heisst dann Thermoelement und hat aufgrund der Waermeleitung im Material einen bsch...eidenen Wirkungsgrad.

Gruss & CMIIW, Matthias Dingeldein

"Alles mehrt sich. Nur ich nicht. Mit wem auch?" (ein Kreisbekannter)

Hallo !

Vielen Dank f=FCr die Antworten.

CU

Ist es vorstellbar, dass es einestages gelingt, mittels Nanostrukturen, diese ach so realistisch-boese Physik ganz auszutricksen?

Vielleicht kann man diese Frage nur beantworten, wenn man zuerst seine eigene Vorstellung austrickst... *oeoeoeoeoehm*

Mit sowas und einer radioaktiven Waermequelle werden thermonukleare Batterien fuer sonnenferne Weltraumfluege gebaut. Die Voyagers - nein nicht Startrek! - lassen gruessen...

Vielleicht mit einem Zombie... :-/

Gruss Thomas

Meine Elektronik-Minikurse in: http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/ (Aendere "akz" mit "isi" in der Mailadresse fuer Reply!) *** 'de.sci.electronics' wurde am 07.02.2007 13 Jahre alt! ***

Thomas Schaerer schrieb:

eher nicht:

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Die haben halt eine relativ lange Lebensdauer bei Wartungsfreiheit. Wirkungsgrad und insbesondere Preis bewegen sich aber auch hier recht weit weg von dem, was man bei Gebrauchsgegenstaenden des Alltags noch akzeptieren wuerde.

glaube nicht, dass das fuer den Zitierten eine Option ist

Gruss, Matthias Dingeldein

Man sollte den Richtungschalter so verlegen, daß man ihn bei Bedarf auch wiederfindet Fredy Barth in debe

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