Gibt es so eine Art Y-Weiche für Cat5-Netzwerke?

May 18, 2006 9 Replies

Hallo!



Ich habe da mal eine lustige Idee: Ich möchte einen Routingserver mit Proxydiensten fürs DSL aufbauen (was das ist muss ich _euch_ wohl nicht erklären ;-) ). Jedenfalls bin ich ein ziemliches Spielkind, wenn es um Computer geht und ich probiere gerne mal was aus (natürlich ein Image des letzten Systemstands in der Tasche). Daher kann es passieren, dass der Server für die Zeit des Einrichtens und vielleicht auch danach mal seinen Routingdienst verweigert. Da ärgern sich natürlich alle im Haus und ich muss mein Telefon abschalten. Dabei ist die Lösung ganz einfach:



Wenn man das RJ-45 Kabel des DSL-Modems (hat auch Routing integriert) statt in den Server in den Switch steckt (so läuft es auch zZ), dann sind alle zufrieden: Sogar der Server kann dann ins Internet und Updates ziehen.



Leider kommt erschwerend hinzu, dass ich das aus der Ferne steuern muss, weil ich die meiste Zeit des Jahres nicht vor Ort bin. Die Weiche müsste also vom DSL-Modem das Signal entweder in den Server oder in den Switch geben. Das müsste über eine Schnittstelle der Servers umschaltbar sein.



Geht sowas überhaupt? Ist ja ziemlich fukkelig im MHz Bereich - sowas kann ich doch bestimmt nicht selbst löten, oder? Oder hat jemand eine bessere Idee als die?



Grüße!


Man wird mir sicher verzeihen, wenn das hier ein bischen OT ist. Ich glaube Löten ist hier nich angebracht, weil:

Der Name "switch" sagts doch schon. Lass alles am switch und der wird auch switchen. Nimmst du noch einen dhcp-server auf deinem server und du kannst deinen hosts sagen, wer das default gateway ist (u.a.). Dieses kann dann auch dein Router (dein Modem ist wahrscheinlich ein Modem-router) sein, oder eben der "server" (was served er eigentlich?). Das ganze kannst du dann über Telnet oder besser ssh fernsteuern, falls dein modem-router NAT kann.

Vielleicht habe ich auch die Frage falsch verstanden und habe übereilig meine 5 cents hier beigesteuert. Ich hatte mal das AHA-Erlebnis als mir klar wurde, dass man durchaus ein paar (IP-) Netzwerke an einem Switch betreiben kann (Layer 2). Sehe das also jetzt so: Kabel umstecken unnötig, da der switch das machen kann (darum heisst er so). Ich hoffe ich habe da nichts vergessen.

schöne Grüsse Jay

Hi!

Jay Christnach schrieb:

*Vor den Kopf schlag* Das ist aber auch wie zugenagelt. Da benutzt man seit jeher ein Wort ohne auch nur einmal darüber nachzudenken, warum das so heißt und welche Mächtigkeit doch in so einem kleinen aktiven Mitleser steckt.

Wichtig ist mir vorallem, dass im Normalbetrieb sämtlicher Internetverkehr über den Server laufen muss, ohne dass dies durch den Clienten verhindert werden könnte. Dies kann ich dann ja dadurch lösen, dass sich die Clienten und der Server in einem anderen Netzwerk befinden als das routende Modem und die zweite Netzwerkkarte am Server. Die treffen sich dann zwar am Switch- die Clienten dürften aber trotzdem keinen direkten Kontakt zum Modem bekommen können, da ihre Route dahin durch den Server führt.

Das ist wirklich ein AHA-Erlebnis. Und danach auch tatächlich OT.

Grüße!

Hallo Guenther,

So ganz habe ich nicht verstanden, was Du machen willst. Wenn es aber am Ende nur ein Routing mit Fernwartungsmoeglichkeit ist, geht das recht einfach.

Ich benutze dafuer einen SMC Barricade Router mit Firewall. Daran kann man 7 Stationen anschliessen, ueber Switches auch mehr. Man kann ihn so schalten, dass Einstellungen bezueglich Internetzugang aus der Ferne (ueber Internet) durchgefuehrt werden koennen.

Gruesse, Joerg

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Tut mir leid, ich wollte hier gar nicht übermächtig erscheinen und mitlesen ist hier sehr lehrreich. Deshalb sitze ich so spät noch vor meiner Kiste und schau manchmal hier rein. Möchte halt auch gerne mal was "sagen" ;-)

Wenn die Benutzer sich ein bisschen mit Netzwerken auskennen kann man das wirklich nur schwer verhindern.

Hardwaremässig habe ich so eine Umschaltung mal bei einer Firma gesehen, weiss aber nicht wie aufwendig das Innenleben der Kiste war, sah aber recht schlicht aus.

viel Spass noch

Hallo!

Jay Christnach schrieb:

Da hast du was falsch verstanden. Ich meinte mit dem "Mitleser" den Switch, da er ja im Gegensatz zu den heute aus der Mode gekommenen Hubs den Datenverkehr (zumindest auf der IP Schicht) aktiv mitlesen muss, um zu entscheiden über welchen Port das Paket herausgeschickt werden soll. Sonst führe ich hier über niemanden Buch und weiß nicht, wer hier wieviel postet.

Aber dein Posting ist trotzdem lehrreich ;-)

Jetzt gehe ich aber auch ins Bett (Gott sei dank habe ich morgen frei).

Grüße!

Es gibt Switche, die sich mit der IP-Schicht auseinandersetzen, aber das Exemplar wird sich ganz konventionell mit den MAC-Adressen begnügen.

Lutz

Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de mit Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk neu: USB-Sensor spricht Klartext: http://www.messpc.de/sensor_alphanumerisch.php Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf

Günther Frings schrub:

Was Du da beschreibst, ist ein Router. Switches interessieren sich nur für die MAC-Adressen, nicht für IP-Adressen. Es gibt allerdings auch zuhauf Router mit eingebautem Switch.

So ganz klar ist es immer noch nicht, was Du da eigentlich treibst... warum sollen die Leute, die ins Internet wollen, unbedingt über den Server geleitet werden?

Das "Normale" wäre folgendes:

- Das DSL-"Modem" (wie Du schreibst, eher ein Modem-Router, also mit eigener "Restintelligenz") handhabt den DSL-Login beim Provider

- Nutzer verwenden dieses DSL-Modem als Internet-Zugang

- Nutzer können internen Server ebenfalls benutzen (für was auch immer).

- Server benutzt den gleichen Internet-Zugang wie alle anderen

- Auf dem DSL-"Modem"-Router wird ein Portforwarding für SSL (Port 22) zur Administration auf den Server eingerichtet

- Für weitere Dienste, die *aus dem Internet* auf dem Server erreichbar sein sollen, wird ebenfalls ein Port-Forwarding eingerichtet. Für FTP is das ziemlich besch***, und deshalb ist FTP zu vermeiden und bevorzugt durch SFTP oder HTTP zu ersetzen.

... hab ich was vergessen?

Ansgar

Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht! Gültige Adresse gibt's bei Bedarf! Mails to the given address may or may not reach me - valid return address will be given when required!

Das kann man so genau heute nicht mehr sagen*, aber er meint einen Switch.

Habe mal einen Switch konfiguriert, der fasste die Clients protokollbasierend in VLANs zusammen. Wozu, könnte man fragen: Der Kunde hatte noch zusätzlich nichtroutbare Protokolle im Einsatz, wollte aber sein Netzwerk schon so aufbauen, das nach der schrittweisen Umstellung auf IP alles sauber strukturiert war. So wurde zusätzlich zu den nach IP getrennten VLANs noch ein VLAN darübergelegt, in dem automatisch alle Clients Mitglied wurden, die mit einem nichtroutbaren Protokoll daherkamen. Insofern interessiert sich auch mancher Switch für IP-Adressen und andere höhere Protokollschichten.

Auch Filter auf IP-Ebene usw. lassen sich heute mit Switches realisieren.

Wobei die Unterscheidung eigentlich Router und Bridge heissen müsste, Switch beschreibt eher die schnellere Weiterleitung durch Asics und nicht durch Software wie bei den ersten Bridges.

Lutz

Temperatur und mehr mit dem PC messen - auch im Netzwerk: http://www.messpc.de mit Ethernetbox für direkten Anschluss der Sensoren im Netzwerk neu: USB-Sensor spricht Klartext: http://www.messpc.de/sensor_alphanumerisch.php Test im IT-Administrator: http://www.messpc.de/MessPC-Testbericht-ITA.pdf

Oh, entschuldige, bei mir war da wohl ein Ironiefalschalarm.

Genau, Layer 3 switch. Es gibt sogar switchs mit Authentifizierung auf der Mac-Ebene (siehe EAP). Das ist aber alles teuer.

Bei meiner Idee entscheidet der Switch nicht direkt, sondern die Clients bekommen bei der Konfiguration über DHCP mitgeteilt welche Ip-Adresse das Gateway ist. Das ARP findet dann heraus, welche MAC-Adresse das Gateway hat und der Switch verbindet den Client dann mit dem Server und nicht mit dem Router. Wie gesagt kann ein halbwegs bewanderter Nutzer aber einfach die Ip-Adresse seiner Netzwerkkarte ändern. Das kann man teilweise mit Benutzerrechten umgehen, verhindert aber noch immer nicht ARP-Spoofing, wozu der Nutzer aber noch etwas besser bescheid wissen müsste.

Das mit nem richtigen Schalter funktionniert vielleicht noch bei 100Mbit/s, wer weiss? Ein Ausgang des Parallelports, ein Transistor, ein Relais und libparapin (Linux). Ausgang am LPT wird dann über Kommando (SSH) ferngesteuert. Es findet sich vielleicht auch ein IC das mal in switches zur Anwendung kam.

MfG

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