EIRP bei GSM Handys in Europa?

Feb 02, 2011 11 Replies

Hallo Leute,



Die bisher gefundene Info im Internet ist recht konfus. 2W fuer 900MHz und 1W fuer 1800MHz, aber das scheint die Ausgangsleistung der Endstufe zu sein. Vermutlich Spitze, wenn ein GSM-Handy eine neue Verbindung zu einem Tower aufnimmt. Dann las ich hie und da was von 0.6W EIRP wegen befuerchteter Strahlenschaeden in der Birne.



Wieviel kommt denn bei europaeischen Handys als Spitzenwert an EIRP raus?


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2W Sendeleistung auf 900 MHz peak, also je nach Zeitschlitzeinteilung bei Telephonie i.d.R. 0.25W average, bei Datenübertragung werden mehr slots belegt, also auch entspr. pro slot 0.25W mehr. Auf 1800 MHz die Hälfte, also 1W / 0.125W. Auf UMTS meist 125mW für Telephonie, 250mW für Data.

EIRP eher weniger, da die Antennen nix taugen.

Interessant am Rande, bei GSM wird eine Aussendung bei Verbindungsaufnahme mit der größten Leistung begonnen, die die Zelle erlaubt (kann in Mikrozellen auch weniger als 2W/1W) sein), bei UMTS dagegen wird mit der kleinsten Leistung begonnen, hochgeregelt bis der PEgel stimmt und in einer schnellen Regelung darauf geachtet, daß alle Teilnehmer an der Basisstation immer mit der gleichen Feldstärke ankommen, was wegen des code multiplex erfoderlich ist.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

In diesem Fall geht es um Einstrahlfestigkeit und Spitzenleistung. Leider fangen die ja mit voller Suppe an und regeln dann runter anstatt das hoeflicherweise umgekehrt zu machen.

Da waere schoen zu wissen minus wieviel dB "nix taugen" ist :-)

Den Grund fuer volle Sendeleistung habe ich nie so ganz verstanden, aber auch fuer so manch andere Dinge nicht. Als Funkamateur schaltet man ja hoeflicherweise die 750W Endstufe auch erst zu wenn es wirklich noetig ist.

In diesem Fall geht es um Krankenhaeuser in Europa. Da gibt es in Sachen HF eine gewisse Paranoia. Die ist auch verstaendlich, weil es dort Geraete mit geradezu jaemmerlicher Einstrahlfestigkeit gab und vermutlich noch gibt. Ein GSM-Handy hatte mal was uebles angerichtet. Nun wollen wir denen erklaeren wieviel weniger die 100mW EIRP von WLAN sind. Sieht fuer Peaks wohl nach 10:1 aus, ohne Antennenfaktor bei Handys kann man es jedoch nicht genau sagen.

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Joerg :

So gross scheint der Unterschied nicht zu sein, die haben hier

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so 30dBm gemessen. 20dBm sind ja wohl für WLAN erlaubt.

Naja Hauptproblem ist das 200Hz-Gehacke des GSM, meiner Erfahrung nach wirkt sich die gleichmässigere UMTS-HF oder WLAN-HF auf Analogsignale kaum aus (bei ähnlicher EIRP).

M.

Geht schneller, da die Regelung einfach recht träge ist. Außerdem würde man mit dem schwachen Signal ggf. Störungen erzeugen, bis endlich mal die Synchronisation steht. Also access burst mit gerade maximal erlaubter Leistung, Aufbau eines logischen Kanals, und dann wird heruntergeregelt.

Ja, bei den MObiltelephonen ist halt von o bis 20 oder 30 dB Dämpfung (wenn es in der Hosentasche steckt) alles drin.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Wlan ist genauso Gehacke, teilweise noch derber, nur mit weniger power. Da hat man 100mW peak anstelle der 2W. UMTS macht eh wenig Leistung und dazu noch konitunierlich, da habe ich noch nie Störungen erlebt.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Ja, der Unterschied im Spitzenwert durefte bei 10:1 liegen. 3-4dBi dureften Handyantennen schaffen, so wie bei WLAN auch oft.

Im Prinzip sollte ich dem GSM-Standard dankbar sein. Als das bei einzelnen Mobile Anbietern hier angeboten wurde bekam ich einige Auftraege. Alles EMV, wegen der Handshake Sequenzen bei voller Leistung. Das war fuer Elektronik was fuer Menschen ein 5km Lauf ist, die nicht so fitten fallen aus der Bahn :-)

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Ja, GSM zeigt, was taugt, und was nicht :) TETRA ist noch bösartiger, bei 380-470 MHz, auch gepulst, und das speckert und hackt, daß die Fernseher fast vom Tisch springen, obwohl nur 1W. Aber eben gescheite Antennen, kein im Gehäuse verborgener Müll, und offenbar hauen die Frequenzen auch besser rein.

-ras

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Joerg schrieb:

Hallo,

na ja, 5 km ist ja nun keine sonderliche Herausforderung für die Fitness, interessanter wird es bei 20 km und mehr...

Bye

Ja, die meisten R&D Ingenieure in der Unterhaltungsbranche wissen offenbar nicht, was das Wort Grossignalverhalten bedeutet. Selbst wenn dann wuerden sie die Empfaengertechnik wohl eh nicht beherrschen :-(

Ich arbeite derzeit an einer Funkanlage mit. ICs oder Module kannst Du voll abhaken, muss man alles selbst machen wenn's gescheit werden soll. Bei Funkleuten gibt es nach meinem Eindruck im wesentlichen zwei Gruppen. Die eine kann es nicht, die andere baut super gute Geraete aber meint dass es ok ist wenn jedes Geraet zur Versorgung ein persoenliches Atomkraftwerk braucht. Dazwischen gibt es nur ganz wenige, die meisten sind in Rente, Altersheim oder noch weiter.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Das Problem sind weniger die Empfänger denn die NF-Verstärker und Stromversorgungsteile.

Kommt darauf an; den ZF-Zug baut man wohl nur für supersonderspezial-Anwendungen diskret auf, und für HF-Leistungsstufen gibt es auch feine Module. Ansonsten ist man in den meisten Fällen diskret besser dran. Außer, man heißt Motorola, dann läßt man sich tolle ICs nach Wunsch entwickeln und baut damit top-Funkgeräte.

Ja, das ist irgendwie so ein sterbendes business. Ist auch lustig, daß ich immer wieder Jobangebote bekomme, von Leuten, die irgendwo gehört haben, daß ich mal irgendwie irgendwas mit irgendwelchem Funk gemacht habe. Es muß wohl einen gewissen Mangel geben...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Dafuer hat ein Funkamateur doch immer ein paar 4.7nF keramisch und einige Ferritperlen in der Hosentasche rumklimpern.

Mich nerven die HF-Teile viel mehr. Wenn da die Architektur vermasselt wurde, was so gut wie immer der Fall ist, da kannst Du nix machen. Jedesmal wenn sie hier wieder an den Fernsehkanaelen drehen sitze ich da und gleiche das Notch Filter neu ab. Hat aber nur zwei Notches. Wehe wenn drei zu starke Sender kommen, das Dingen gibbet nicht mehr.

Ok, dann ist die Anlage supersonderspezial :-)

Hier so einmal pro Woche. Manche auch in sehr schoenen Gegenden, aber inzwischen bin ich fuer einige meiner Kunden der einizige Elektrolurch. Manchmal aus obigen Gruenden, sie konnten keinen finden. Die kann man nicht im Regen stehen lassen.

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