Dimensionierung von Trafo, Gleichrichter und Elko

Dec 26, 2007 21 Replies

Hallo NG,



bin auf der Suche nach Theorie zur Dimensionierung eines Netzgerätes bis zum Spannungsregler. Wie mache ich aus einer Spannung 230VAC eine Spannungs von 10VDC mit 10A. Der Spannungsregler braucht 10+2VDC also 12V. Wie gebe ich Ihm 12VDC?



Wäre dankbar für entsprechende Nennungen von hilfreichen URLs bzw. Literaturempfehlungen.



Gruß aus Wolfsburg



Christian Engel



PS. Könnte zwar einen dicken Trafo mit 18VAC Ausgangsspannung nehmen, bloß muss das sein?


"Christian Engel" schrieb im Newsbeitrag news:fku1bp$bct$ snipped-for-privacy@news1.wobline.de...

Lang & breit in Kapitel F.9. Netzteile der de.sci.electronics FAQ:

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(hey, heute ist die Stunde der FAQ-Verweise).

...unter allen Umstaenden (niedrige Netzspannung, austrocknende Elkos, alle Toleranzen nach unten)...

Macht fast 100 Watt Verlustleistung im Spannungsregler, ob das nach Datenblatt erlaubt sein wird bzw. ob du den dann nach Datenblatt geforderten Kuehlkoerper auftreiben kannst (was seit Pentiums zumindest einfacher ist.) ?

Aber selbst ein idealer 13.4V Trafo wuerde noch zu bis zu 70 Watt Verlust im Spannungsregler und 20 Watt Verlust im Gleichrichter fuehren, ein 2x12V/12A=288VA Trafo (nicht 11.2V wie bei Halogen) mit nur 2 Dioden (Delon-Schaltung der FAQ), und die als Schottkydioden, zusammen mit

47000uF/16V Siebelko (-20% ergibt die minimal bei 10% Netzunterspannung benoetigten 40000uF) ist hobbytechnisch wohl die bessere Loesung.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Wenn ich frueher einen Verweis in der Schule oder so bekommen habe, war der oft mit einer Backpfeife verbunden ;-)

Oder man nimmt allen Mut zusammen und wagt sich mit schlotternder Hose gleich an einen Schaltregler heran. Heutzutage gibt's die ja fast schon als Fertiggericht mit detaillierter Bastelanleitung.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo,

ja, der Verweis war richtig - ich brauchte ihn auch. Ich vergesse leider immer die FAQ.

Ich möchte ja einen Schaltregler bedienen, allerdings möchte ich auch verstehen was ich da mache. Der Schaltregler würde ja die unnötige Verlustleistung nur in Wärme umwandeln und so dachte ich mir halt, frag mal ob jemand eine Info zur Theorie für dich hat. (-;

Mal im Ernst. Der Hinweis auf die FAQ war gut und ich werde mir beim nächsten Mal bestimmt vorher die FAQ anschauen.

Das Fertiggericht gibt es regelmässig in den diversen Elektronikzeitschriften. Allerdings setzen diese immer eine VDC voraus (-; Möchte halt noch lernen ...

Gruß aus Wolfsburg

Christian

Joerg schrieb:

Der Schaltregler hat den Vorteil, dass er nicht so viel in Waerme umwandelt. Verstehen setzt aber viel Studium von Application Notes, Datenblaettern, Simulation und Versuche voraus. Wenn man es mal richtig gerafft hat, ist man in der Industrie aber dafuer "der gemachte Mann". Ein Startpunkt waere hier:

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DC heisst aber nicht saubere Gleichspannung. Es muss nur genug sein und auch in den Taelern noch ueber dem Limit liegen, dass der Schaltregler braucht.

An einen Primaerregler direkt vom Stromnetz aus sollte sich ein Anfaenger aber besser nicht herantrauen, das kann gefaehrlich werden. Und irgendwann waren wir alle mal Anfaenger, ist ganz normal. Ich musste natuerlich mutig gleich ans Netz damals und es kam wie es kommen musste ... FATZ ... *PENG*. Das uebliche, Krater in der Decke, Teppich war hin, Putz rieselte mir auf den Kopf. Jahre spaeter leuchtete mir ein, dass es so was wie ESR gibt, dass der Widerstand von Elkos auch bei Wechselstrom nicht Null ist.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

"Christian Engel" schrieb im Newsbeitrag news:fkui9f$j09$ snipped-for-privacy@news1.wobline.de...

Na wenn dein Regler ein Schaltregler ist, also regelt, und nicht nur ein Spannungswandler, dann kannst du ihm die 18V aus deinem Trafo geben, und einen viel kleineren Siebelko verwenden, weil pro Halbwelle dann die Spannung von 23.2V auf 13.2V abfallen darf, also um 10V bei 10A (sogar weniger bei hoher Spannung) und dazu reichen 10000uF/35V (mit 10A Ripplestrom bei 100Hz, also nichts billiges!), vorausgesetzt dein Schaltregler haelt 28V maximal aus. Das hat den Vorteil, das der jedesmal eltladene Elko sogar den PowerFactor der Stromaufnahme des Netzteils aus dem Netz verbessert, und damit vielleicht sogar kommerziell erlaubt waere, denn ab 75W muessen kommerzielle Netzteile strenge Auflagen ferfuellen, die ein normales lineargeregeltes nicht mehr erfuellen kann, daher auch das Aussterben von LT1038 10A Linearregler und grossen Trafos ausser fuer ohmsche Lasten, also Beleuchtungszwecke.

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Hallo,

und danke für die Hilfe.

Ich wollte im Grunde den LA4970A von STMicroelectronics verwenden. Ist zwar im Grunde im "Pinning" etwas eng, aber ich werde die Leiterbahn mit einer massiven Kupferader verstärken.

Gruß aus Wolfsburg

Christian

Christian Engel schrieb:

Wohl den L4970A.

Nimm lieber was mit externem Schalttransistor, z.B. LT1339. Der hat auch gleich Synchrongleichrichtung, kommt dem Wirkungsgrad zugute.

Gruß Dieter

Christian Engel schrieb:

Hallo,

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Bernd Mayer

Schäuble, wenns Dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben!

Hallo,

Danke an alle.

Werde mich jetzt ersteinmal durch die genannten Infoquellen durchwühlen.

Gruß

Christian Engel

MaWin schrieb:

...

Wobei mich mal interessieren würde, wie häufig in D mit zu niedriger Netzspannung gerechnet werden muß. Ich habe das jedenfalls noch nie gehabt. Diese Angst vor Unterspannung führt bei entsprechend dimensionierten linearen Netzgeräten doch in (geschätzten) 99,9 % der Betriebszeit nur dazu, daß mehr Verlustleistung als nötig verbraten wird. Gibt's 'ne Statistik zu Netzunterspannungen in D? Sollte man dann in Netzteilen für den Hausgebrauch nicht auf die diesbezügliche Dimensionierung verzichten (können)?

Fragt mal ganz ketzerisch

Reinhard

"Reinhard Zwirner" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@t-online.de...

Dauernd.

Wenn du nur ein unbelastetes Netz misst, wirst du nichts mehrken. Wenn aber an derselben Steckdose ein 2kW Heizluefter ahengt, taktet die Spannung mit dessen ein- und ausschalten um einige Prozent. Und wenn die schon vorher wegen der Einstellung am Mittelspannungstrafo nicht ganz die Normwerte erreichte, war's das dann.

Meine ehemals nach Bauteilangaben aus Elektor oder Bausaetzen gebauten Netzteile hatten immer Probleme, wenn in der gleichen Steckdose der Staubsauger anlief, dann sprach der Reset-Controller des angehaengten uC an.

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MaWin schrieb:

Nein. In den größeren Trafostationen wird geregelt. Auf welcher Ebene das genau ist, weiß ich Schwachstromer nicht.

Das ist aber ein dynamischer Effekt: Der Staubsauger wirkt genauso wie ein Ringkerntrafo am Netz: relativer Kurzschluß.

Staubsauger und Kühlschränke sind die Grundlage der privaten Störfestigkeitsmessung :-)

Aber das weißt du ja.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Hallo Reinhard,

Reinhard Zwirner schrieb:

Du hast es noch nie /gemerkt/, weil die Geräte eben darauf ausgelegt sind!

vg, Wolfgang

From-address is Spam trap Use: wolfgang (dot) mahringer (at) sbg (dot) at

Joerg schrieb:

In Zuerich haben die mal ein paar Java-Applets gebaut, die sind auch ganz nett, um sich mal nen Ueberblick zu verschaffen:

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(oder steht das schon in der FAQ?)

Gruss, Matthias Dingeldein

Um Frauen zu berechnen, braucht man einen Zufallsgenerator. ;-) Francois Zellinger

Funzt hinter meiner Firewall nicht. Das hat Schmidt-Walter irgendwie geschickter gemacht.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Warte mal, bis Jupp in der Garage den Schweisstrafo und die Flex rausholt, um seinen alten Benz noch einmal durch den TUEV zu bringen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg schrieb:

hmm, bei mir funzt es mit firefox 2.0.0.10 sogar offline, wenn ich das Zip-File fuer Offline-Betrachter verwende (das ist direkt auf der Startseite links unten verlinkt und enthaelt die ganze Seite incl. der Java-Applets fuer die Schaltregler)

Gruss, Matthias Dingeldein

... und immer 'ne Handbreit Schiene unter den Raedern!

Meine Firewall laesst die Applets gar nicht durch, da kann es nicht Offline gehen. Naja, Schmidt-Walter reicht zur SMPS Berechnung. Allerdings machen ich das meist auf die klassische. HP11C -> Anspitzer

-> Bleistift -> Papier ;-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Joerg schrieb:

huh, da ist die aber ganz schoen bissig eingestellt ;-)

Zum Berechnen, klar. Das Witzige an den Applets aus Zuerich ist, dass man da nebeneinander die Schaltung, die Spannungs-/Stromverlaeufe und ein Kennlinienfeld hat, und man kann Arbeitspunkt und Tastgrad mit der Maus packen und verschieben, und sich die Aenderung der Kurvenverlaeufe dabei ansehen. Oder man verschiebt die "Jetzt"-Linie im U/I-Diagramm und kriegt passend dazu die Schalterstellungen und Stromfluesse im Schaltbild animiert. Nix zum Schaltung-Auslegen, aber sehr gut, um am Anfang mal ein Gefuehl dafuer zu kriegen, was so ein Schaltregler eigentlich macht und wie.

Gruss, Matthias Dingeldein

Ein Zugbegleiter, der Bewaffnete ohne den BGS vor die Tuer setzt, prueft wahrscheinlich auch mit der Eisenstange, ob die Oberleitung eingeschaltet ist. Tim Landscheidt in debm

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