Delay Lines

Dec 19, 2007 31 Replies

Hallo beisammen,



ok, das jetzt etwas speziell:



Gibts eine Moeglichkeit, (TV-)Signale variabel um 0...0,5ms zu verzoegern ? (Entweder I/Q oder 36MHz IF).



Ok, einsamplen, DSP, DAC ginge auch, aber bei der Bandbreite ist das auch nicht so untrivial... oder kennt jemand ein nettes DSP-Evalkit, das ADC+DAC in ner passenden Bandbreite mit dabei hat ?



Danke,



Thomas


Thomas Pinz schrieb:

Was für eine Bandbreite hatte eigentlich die PAL-Verzögerungsleitung(64µs)?

mfg hdw

Guten Abend,

Naja, 64us waeren ein Anfang, aber sind eigentlich noch ein gutes Stueck weg von den 0.x ms wo ich eigentlich hin wollte. An SAW-Filter hab ich auch schon gedacht, aber das ist auch eher us-Bereich.

Das ganze ist fuer die Simulation von einfacheren Echo-Effekten auf TV-Signale gedacht, fuer Geraete-Tests und im kommerziellen Einsatz. Also falls jemand ein fertiges Geraet kennt, das etwas unterhalb der Preisklasse von R&S &co liegt, waer ich auch dankbar, denn die sind etwas ueberdimensioniert fuer meine Anwendung.

Danke,

Thomas

Vorweg: Nicht wirklich ernst gemeint.

Thomas Pinz schrieb:

Um ein Echo darzustellen, hilft manchmal schon das Signal aus dem DVB-T und dem DVB-S parallel auszugeben. Interessant wird es ebenfalls bei DVB-S und DVB-C. Aber noch viel spannender und vermutlich auch Deinem Zweck dienlicher ist das ausgeben der Signale aus einem Band bei ARD und ZDF am Morgen im Frühstücksfernsehen....

Peter

Schuld ist der Tag heute..

Peter Kern schrieb:

Wie ist denn die Verzögerung zwischen DVB-S und DVB-T? Mehr als die Laufzeit zum Satelliten und zurück?

Die zwischen Analog, DVB-? und Internet "live"-stream wurden während der Fußball-WM eindrucksvoll vorgeführt:

"Grööööl" aus O. Analog, terr. ... 0,1 Sekunde .... "Grööööl" aus N. Analog, SAT. ... 1 Sekunde .... "Grööööl" aus SSW. DVB-? ... 5 Sekunden .... "Grööööl" aus SW. Internet.

Falk

Eimerkette (analoges Schieberegister) mit variabler Taktfrequenz?

Es gab solche für TV-Zwecke, aber afaik nur fuer eine Zeile Verzögerung.

Stefan

Peter Kern schrieb:

Ich hab das noch nie geschaut... Was ist denn da das fürn Echo, ich versteh den Witz nicht.

Viele Grüße, Johannes

"Viele der Theorien der Mathematiker sind falsch und klar Gotteslästerlich. Ich vermute, dass diese falschen Theorien genau deshalb so geliebt werden." -- Prophet und Visionär Hans Joss aka HJP in de.sci.mathematik

Thomas Pinz schrieb:

Hallo,

vor einigen Jahrzehnten hat man das bei Videorecordern für Fernsehstudios mit einer variablen Verzögerungsleitung aus Induktivitäten und Kapazitätsdioden gemacht. Man musste da die restlichen Geschwindigkeitsfehler der Mechanik ausregeln damit auch die Bilder vom Recorder frequenz- und phasenstabil bis runter zum einzelnen Pixel synchron zum Studiotaktgeber waren damit man Livebilder von den Kameras und Bilder vom Recorder problemlos mischen, überblenden und umschalten konnte. Allerdings geht so eine Verzögerung von 0 bis 500 µs natürlich nicht, mit genügend vielen Dioden aber von z.B. 300 bis 800 µs (grob geschätzt).

Bye

Zwei Signalgeneratoren die zeitversetzt gestartet werden.

MfG JRD

Wie waere e smit ADC/FIFO DAC. 36MHz IF waere mind. 73 MSpls/s oder bei 0.5 ms 36000 Worte. Mit 9 bit/Wort duerfte man dass noch in einen XC3S500e bekommen.

Uwe Bonnes bon@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de Institut fuer Kernphysik Schlossgartenstrasse 9 64289 Darmstadt --------- Tel. 06151 162516 -------- Fax. 06151 164321 ----------

Uwe Bonnes schrieb:

Dann aber doch ehr das FBAS Signal, da reichen *einige* MSpls/s weniger. Und die A/D-D/A-Wandler werden deutlich billiger.

Gruß Dieter

36MHz IF klingt aber nach DVB-T. Analog liegt (lag...) es bei 38.9MHz.

Allerdings sind in den 36MHz IF ja auch nur max. 8MHz Bandbreite enthalten. Da könnte man schon mit Unterabtastung arbeiten.

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Hi Georg,

Ja, das betrifft DVB-T, DVB-C, ATSC usw...

Aber ganz allgemein ein Signal, 8MHz Bandbreite, entweder auf 36MHz IF oder direkt als I/Q-Signal.

Also kein FBAS-Signal und auch nicht den Bildinhalt, sondern einfach nur ein allgemeines Siganl, das mit nem Echo versehen werden soll.

(Es gibt natuerlich die passenden Generatoren aus Muenchen, die entsprende Fading-Optionen schon eingebaut haben, aber die liegen halt im oberen

5-stelligen Bereich und mich wuerds intressieren, ob man sowas nicht guenstiger basteln koennte)

Viele Gruesse,

Thomas

Ein kleines FPGA mit AD/DA und evtl. etwas externem schnellen SRAM ist sicherlich um 20dB günstiger als die Geräte aus München. Die Spartan3 haben ja zB. noch einiges an Multiplizierern, damit lässt sich wohl schon in kleinen FPGAs eine Menge (variables) Echo machen...

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

sicherlich

Ist Geld jetzt eine Leistung (für den Bürger, der dafür Arbeit verrichten muss zB) oder eine Feldgröße bzw Pegel (für den Manager und Politiker, der da eher an den Geldstrom denkt) ? Macht immerhin einen Faktor 10 in der Motivation, es selbst zu entwickeln, aus ;)

horst-d.winzler schrieb:

War IMHO ziemlich schmalbandig. Es wurde ja nur das Farbsignal (bei

4.433619 MHz) für die nächste Zeile "aufbewahrt". Das Y-(Helligkeitssignal) wurde sowieso in jeder Zeile neu gesendet.

Als Schüler habe ich viele TV-Geräte aus der Röhrenära ausgeschlachtet, da blieb aber auch wirklich KEIN Bauteil zurück :-). Bei den ganz alten Farb-TVs war die Verzögerungsleitung (wusste damals noch gar nicht was das Ding war) so aufgebaut: Ein Klotz glasähnlichem Materials (Quarz?) von etwa 4cm x 10cm und 1cm dick hatte an den Enden je 2 aufmetallisierte Elektroden. Mehr war da nicht drin. Dürfte sich daher vermutlich auch von der Bandbreite ähnlich wie ein Quarz verhalten.

Gruß Frank

Frank H. schrieb:

Das Signal war schon das demodulierte Signal, das nur mit einer Bandbreite

Hmm. Es sind Ultraschallwandler, das Signal wird über ( bei neueren Ausführungen über mehrere ) Grenzflächen reflektiert und landet nach 64 usec auf dem Empfängerwandler. Die großen Klötze hatten nur eine Reflektionsfläche meine ich. Die Bandbreite eines Quarzes ist damit nicht zu vergleichen, da diese extrem schmalbandig sind und hier mit ihrem Übertragungsverhalten nicht einsetzbar wären.

- Udo

Udo Piechottka schrieb:

Stimmt, das Auge nimmt es bei der Auflösung der Farbinformation nicht so genau. So, hab gerade mal in einem alten Buch nachgelesen: ja, die Farbinformation wird in jeder Zeile übertragen, aber jeweils um 180 Grad phasenverschoben gegenüber der Vorgängerzeile. Da die Änderungen der Farbe von Zeile zu Zeile meist nicht allzu groß sind, heben sich Phasenverschiebungen durch Störungen auf der Übertragungssrecke über zwei Zeilen auf. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber NTSC, böse Zungen nennen es auch "Never twice same color" :-) Dort sind bei Störungen im Empfangssignal (z.B. Mehrwegeempfang) dann die Farben verändert. Ältere US-Fernseher hatten immer auch einen Einsteller "Hue" für den Farbton. Weiß nicht, ob das heute auch noch so ist. Joerg könnte es wissen, aber der sieht ja nicht fern ;-) Was eine ziemlich sympathische Einstellung ist...

Das glaube ich dir. Das heißt, die "Metallisierungen" wären dann eher was piezoelektrisches? Gut möglich, habe leider nichts mehr von dem alten Zeugs. Heute könnte ich es halbwegs durchmessen. War auch eher eine Vermutung wegen des Aufbaus.

Gruß Frank

...

Ach, den habe ich leider auch nicht mehr:-(

Griff nach vorne, die Quarz-Kiste ist gerade die oberste, purer Zufall:-) GTE Silvana SOL145 (oben D 7 5 eingeprägt): Quarzscheibe 31x21 mm, 1 mm dick. Die Transmitter sitzen auf einer 10,5x45 Grad Fase. Wenn ich mich nicht verzähle: 9 Reflektionsstellen. Wenn ich mich nicht vermessen habe: ca. 154 mm Lauflänge. Leider ist eine Ecke (ca. 5x45 Grad gegenüber der Ein/Auskoppelfase) herausgebrochen, dürfte jetzt unsauber klingen.

Viele Grüße, Olaf

Olaf Schultz schrieb:

Ich hab da was mit 20cm in Erinnerung.

Gruß Dieter

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