Dehnungsmess"streifen"

Jun 20, 2007 33 Replies

gUnther nanonüm schrieb:

Hallo!

Konnte ich dort nicht herauslesen.

Nö, wenn über das Gewicht verkauft wird, dann muss die "ausführende" Waage geeicht sein, sonst gibts Bußgelder und mehr (auch ohne Beschwerde vom Kunden).

Gilt natürlich auch bei Volumen (Tankstelle, Tankwagen, ...) uswusf.

Hi NG,

gUnther nanonüm schrieb:

Flasch. Der Hersteller muss nicht eichen lassen, darf aber.

Auch flasch. Der Kunde braucht es nicht ausdrücklich zu verlangen.

Richtig nach

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ist:

"Nichtselbsttätige Waagen dürfen zur ... Bestimmung des Preises nach dem Gewicht für den Verkauf in öffentlichen Verkaufsstellen ... nur in Betrieb genommen, verwendet oder bereitgehalten werden, wenn sie geeicht sind."

Volker.

Martin J wrote: ...

Yepp, und das beste was ich gesehen habe, war eine analoge (Balken)-Waage, auf der ein kleiner Spiegel klebte, der dann mittels Laser auf einer Skala an der Wand das Gewicht anzeigte.

Uwe

In dieser ganzen Diskussion geht unter, daß es Waagen gibt, die "Eichfähig" sind, andere dagegen sind es nicht. Folglich muß es Vorgaben geben, um ein Gerät als "Eichfähig" deklarieren zu können.

Uwe

Hallo Uwe,

uwe wiards schrieb:

Diese Vorgaben einzuhalten, liegt in der Verantwortung des Herstellers. Bei den Punkten, auf die ich mich bezog - unter welchen Bedingungen besteht Eichpflicht und wer steht in der Verantwortung, der Eichpflicht zu genügen - spielt diese Frage aber keine Rolle.

Volker.

rag

achen

h dem

ben

An dieser Stelle schaltet sich dann die PTB ein. Obwohl sie selbst nicht eichen darf (selbst alle Eichh=F6rnchen auf dem Gel=E4nde wurden gegen Kalibrier- H=F6rnchen ausgetauscht), =FCberpr=FCft sie die Eich- F=E4higkeit von neuen Ger=E4ten anhand eines einzelnen Baumusters. Gruss Harald

Volker Staben schrieb:

Über diese Ehre freut er sich bestimmt tagtäglich :D

Ja die Mettler Substitutionswaagen! Musste es auch mal lernen als Jüngling. Was mich damal schon beeindruckte, war dass die Gewichte sich BCD kodiert auflegten mittels eines Dekadenknopfes.

Und das Ding mit dem Drehspiegel hat mein Physiklehrer immer als eine Art von Perpetum Mobile angepriesen: Speigel wird nur um zum Bsp 20 Grad bewegt und der Strahl macht dabei 40 Grad Bewegung, also offenbar kostenlose Verdoppelung der Ablenkung.

Vermutlich muss man erst mal definieren, was man unter 'eichen' versteht. Die offizielle Eichung ist ja nicht nur der Abgleich von Soll- und Ist-Anzeige, sondern auch die Einstufung in die passende Genauigkeitsklasse, Dokumentation und Befristung der Eichung.

Manche Produkte werden ohne Eichung hergestellt (man verlaesst sich z.B. auf die Federkennlinie und hat auf deren Eigenschaften, wie auch auf die Skaleneinteilung keinen Einfluss). Da kann man bestenfalls den Nullpunkt verschieben.

Manche Waagen lassen sich auf einen Sollwert abgleichen - im Messbereich wird in der Regel eine Linearitaet erwartet, die annaeherungsweise gegeben ist, gerade bei kleinen Teilen des Gesamtbereichs aber versagt.

Moderne Waagen erlauben sogar vielfaeltige Abgleichmoeglichkeiten mit Kennlinienkorrektur je nach Temperatur, Waegebereich usw. - aber sie koennen nicht mehr hergeben als die Genauigkeit des Waegeverfahrens es moeglich macht.

Typisches Augenwischerbeispiel: Personenwaagen mit 50g-Teilung. In besseren Handbuechern finden sich dann oft die Erlaeuterungen dazu: Genauigkeit liegt im Bereich von plusminus 400 Gramm. Wer die eigene Waage fuer genauer haelt, der wird vermutlich von ihr angelogen: sie merkt sich den alten Messwert und gibt den immer wieder aus, solange man in dessen Naehe bleibt. Pruefen laesst sich das sehr einfach, indem man mal eine eigene Messreihe macht und sich dazu z.B. zehn Tafeln Schokolade besorgt und das eigene Gewicht mit zusaetzlich einer, zwei, drei... Tafeln auf der Waage misst und protokolliert.

Schoenen Gruss Martin

Das ist ja Folter der übelsten Sorte!

Gruß, Gerhard

Kommt drauf an - zehn Tafeln meiner Lieblingsschokolade sind ein durchaus attraktiver Vorrat. Ein Glueck, wer Migros vor Ort hat :-)

Die Messung brauchte durchaus etwas Zeit, war aber auch recht lehrreich: Die eigentlich recht teure Soehnle-Waage ueberschritt sogar den ±400-g-Bereich und hatte einige Vorzugswerte, auf die sie gerne einrastete. (hatte nur 100g-Teilung)

'Eichfaehige' Personenwaagen sind weit teurer, signalisieren aber schon in ihrer Eichklasse die Genauigkeit auf gerade mal 500 g.

Schoenen Gruss Martin

Nun, 60.000 Digits über den Messbereich sind durchaus machbar, ist halt ne Preisfrage und damit, wie Du schon schriebst, vom Wägeverfahren abhängig. Mit DMS klappt das nicht.

Bei 120kg Vollast sind das rein rechnerisch 2g/digit. Wenn dann noch für Ecklast und Linearität 20 Digits dazukommen, dann biste immer noch deutlich unter den genannten 500g.

Uwe

Hallo Martin,

Am Fri, 22 Jun 2007 09:09:48 +0000 schrieb Martin Trautmann:

Das ist nicht vorwiegend eine Frage der Waage, sondern der Anforderung, dass zur Anzeige eines Gewichtes für einen definierten Zeitraum sich der Messwert nicht ändern darf. Diese Bandbreite ist nun einmal bei Lebendviehwaagen :-) groß.

Grüße, Kurt

Kurt Harders MBTronik - PiN GmbH http://www.mbtronik.de
*Martin Trautmann* wrote on Fri, 07-06-22 10:27:

Intra- oder extrakorporal?

In meiner zweiten Studienarbeit wurde ich von meinem Betreuer gezwungen, überall Kalibration und kalibrieren durch Eichung und eichen zu ersetzen, meine Einwände wollte er nicht hören und er war der Chef.

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