Class D-Amps Beschaltung der Lautsprecherleitungen

May 26, 2024 Last reply: 2 years ago 48 Replies

Hammer Tips. Vielen Dank. Das werde ich mir wirklich zu Gemüte ziehen Wenn ich hier die Frequenz und gar noch die Phase selbst beeinflussen kann, bräuchte ich auch die gesamte Sinusgenerator-Sache vorher nicht mehr! Genial.

Gruß, Ingolf

So. Jetzt hast Du es geschafft. Gleich morgen gehe ich rüber in meine Werkstatt und werde das Motorgehäuse auseinander nehmen. Im Original-Stecker (habe gerade gleich mal nachgeschaut, den ich eigentlich nicht umbauen wollte) sind 6 Litzenenden verlötet. Jedoch führen hier jeweils immer 2 das gleiche Potential (verdrillt und wie Netzwerkabel typisch wegem EMV und vor allem wegen hoher Datengüte parallel geschaltet). Aber rein elektrisch (nach Kirchhoff) kommen nur drei Pole an. Ob nun drei Pole aus den nackten Motor herausragen oder gar 4 werde ich morgen endlich eroieren. ;-)

Viele Grüße Ingolf

Am 27.05.24 um 09:36 schrieb Marte Schwarz:

Danke. Der Fehler ist jetzt in mir aufgegangen. Habe einfach nur mechanisch gedacht, als wenn ich eine "gute-alte" Leistungs-OP Schaltung hätte. Das echte Ersatzschaltbild einer Class-D Endstufe hätte mir sofort diesen Kurzschluss "schreiend" offenbart.

Viele Grüße

Am 27.05.24 um 09:36 schrieb Marte Schwarz:

möge man denken. Doch hört man dennoch die Kreuzprodukte eines Class-D Amps oft gut vernehmlich im Lautsprecher, welches sich dann als das typische Class-D-Rauschen manifestiert.

Nein. ich bin da eher konservativ und werde meinen Röhren (meine gesamte Audiostrecke besteht nur aus Röhren) so weit wie möglich von allem "Schmutz" fernhalten. ;-)

Viele Grüße

Auf dem Foto sieht man, dass die Endstufe per Hohlstecker mit 24V versorgt wird, als single source.

Mit drei Halbbrücken könnte man sowohl L- als auch Y- oder D- Schaltung versorgen. Aber in dem Gerät des OP kann man die wohl nicht geeignet ansteuern.

Man muss nicht alles ohne Not auseinanderpflücken.

Widerstandsmessung ist schon mal nicht verkehrt.

Der Motorist vermutlich permanenterregt. Man kann die Wicklungen also ans Oszilloskop hängen und die Phase betrachten.

Bei L-Schaltung (wenn man den Sternpunkt identifiziert hat) ergeben sich dann die 90° oder im XY-Modus ein Kreis.

Bei einer Dreiphasenwicklung weicht es deutlich von 90° ab und statt Kreis eine schiefe Ellipse.

Am 27.05.24 um 22:25 schrieb Sieghard Schicktanz:

Ja, danke. Aus der Vielzahl der Posts heraus ist mir inzwischen das Licht aufgegangen. Denn - ja - dieser Amp mit nur einer Versorgungsspannung. Und hier lag mein Denkfehler, der mich dazu verleitete, einen ordentlich Kurzschluß herbeizuführen, da ich die "-" Pole der Lsp-Ausgänge in meiner Messschaltung jeweils auf Masse legte. Ein fataler Fehler, weil ich im Geiste diesen Amp als DC-Leistungs-OP idealisierte. Naja, manchmal sollte man einfach mal der realen Logik den Vorzug geben. ;-) Gruß Ingolf

In Deinem OP schriebst Du:

| Nun werden einige Leute fragen: "Ja warum musst Du das denn überhaupt | kurz schliessen?" | Der Hintergrund ist, da ich damit einen 3 poligen 18v Synchronmotor | antreiben möchte, wobei ich ein um 90° verschobenes Sinussignal (50 Hz - | 67 Hz, wegen Drehzahlumschaltung) auf L und R einspeisen wollte. | | Dass das wunderbar funktioniert, weiss ich, da ich diesen Motor einst | mit einem Analog-Stereo-Amp Class angetrieben hatte. Doch nun wollte ich | diese Mimik etwas Energie-effizienter gestalten und falle bereits bei | dem ersten Versuchsaufbau, dh heisst ohne angeschlossenen Motor, aber | eingespeistem Signal auf den A...

Lohnt sich der ganze Aufwand, wenn der Rest der Anlage ausschließlich mit Röhren arbeitet? Die paar Milliwatt Verlustleistung, die Du mit der Klasse-D-Endstufe gegenüber einer Klasse-AB-Endstufe sparst, sind doch ein Klacks verglichen mit den Verlusten durch die Röhrenheizungen.

Und wie jeder Röhrenfan weiß: Röhren klingen am Besten, wenn man sie nie ausschaltet ;-)

Ich würde mir das Gebastel am Motor sparen und ein Audioverstärker-IC verwenden, also etwas in der Art des TDA2030 oder Nachfolger.

Womit wurde der Motor eigentlich ursprünglich mal betrieben? Da gab es vom Hersteller doch bestimmt eine Baugruppe dafür. Ist die defekt?

Martin

P.S. Ich hatte mal Klasse-A-Röhrenendstufen betrieben: Telefunken V69a. Toller Klang, aber 250 Watt Verlustleistung pro Kanal bei 25 Watt Ausgangsleistung pro Kanal. Kann man heute nicht mehr machen und nicht mehr bezahlen, außer wir werden irgendwann mit Solar- und Windstrom so zugeschüttet, dass wir ihn unbedingt loswerden müssen.

Hi Sieghard,

Lasst doch endlich den Quatsch mit dreiphasig. Das steht hier doch definitiv nicht zur Diskussion. Es ist ein Motor mit 2 Phasen im 90° Versatz anzusteuern. Was ist daran zu rütteln? Nichts. Mittlerweile wissen wir, dass die beiden Spulen wohl einen gemeinsamen Anschluß haben.

Der OP wollte eine analoge Endstufe durch eine Class-D ersetzen. Das wird so aber nicht funktionieren. Im Gegensatz zu AB-Brückenschaltungen kann man bei einer Class-D Brückenendstufe eben wahrscheinlich nicht einfach eine halbe Brücke verwenden.

Aber selbst bei einer analogen Brückenendstufe dürfte es eine schlechte Idee sein, je eine Halbbrücke der beiden Kanäle kurzzuschließen.

Marte

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