BNC-Gecrimpe

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Hallo!

Kann mir einer mal erklären wie ich BNC (75Ohm) Stecker zum Crimpen
mechanisch fest an das Kabel bekomme?

Lötet man den Stift an oder crimpt man ihn?
Letzters gelang mir nicht.

Was ist mit der Abschirmung und der Hülse?  
Kabel hat Geflecht und Alufolie.
Alufolie mit drunter?
Oder gar noch die Isolation?
Das Geflecht reisst mir immer aus der Hülse raus. D.h. die Litzen
brechen ab, sie rutschen nicht etwa raus. Und da gecrimpt: Stecker
wegschmeissen.

Was mache ich falsch?

Re: BNC-Gecrimpe

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BNC = Beinahe Nie Contact...

Aber das nützt Dir sicher nix. Ich habe mich darauf verlegt, den Pin an
die Seele zu löten, da auch meine teuerste Zange mit einem extra
Crimpmodul für die Pinne, diese eher zerquetscht als verpresst.

Das Geflecht eines RG58 Kabels hat keine Metallfolie als Abschirmung,
sondern nur Geflecht. Du hast da also etwas anderes als RG58.
Klick! Du hast Antennenkabel! ( RG58 ist das olle Netzwerkkabel mit 50R
Wellenwiderstand, deines hat 75R also TV/Radio/SAT)

Die Reihenfolge ist normalerweise:

Ende glatt abschneiden.
Biegeschutz überziehen
Metallhülse überziehen

Zum ersten Abisolieren lege ich jetzt den Mittendorn an und schneide auf
der Länge durch die Isolierung bis zur Seele durch, die der Länge der
Seele in der Öffnung des Dorns enspricht. Es schaut nachher also nur
noch das Stück Seele heraus, das komplett im Dorn verschwindet.

Das zweite Abisolieren erfolgt durch anlegen des äußeren Steckers.
hier wird auf die Länge abisoliert, die das Drahtgeflecht um den Kranz
herum ragt auf dem es verkrimpt wird.

Dann Dorn anlöten ( am besten vorverzinnen, dorn von außen anheizen und
Seele einführen. Wenn man an der Oberkante des Dorns lötet ( was auch
geht) dann schmilzt einem schnell die innere Iso werg und das ist ein
Verlust für den Wellenwiderstand.

Das ganze zusammenschieben, bis der Dorn einrastet. Bei eingen
Fabrikaten aus dem Netztwerksektor mußte man dazu sehr viel Kraft
aufwenden, da war es sicherer mit einer Spitzzange am Dorn zu ziehen, da
es einem die Verlötung und die Iso im Inneren zerlegte, wenn man den
Druck nur über das Kabel ausübte.

Dann die Hülse überziehen. Wenn Du den Folienschirm ganz dicht am Kragen
  des BNC-Steckers abschneidest, ist das Besser als sie mit
aufzukrimpen. Diese metallisierte Plastikfolie sorgt nämlich sonst
dafür, dass die Krimpung rutschig wird. Achte aber bitte darauf, dass
das Drahtgeflecht nur 'geöffnet' wird und seine eigendliche Form behält.
Damit erreichst Du, dass die Crimpung eine gleichmäßige Kraftübertragung
/ Zugbelastung aushält.

Also Hülse drüber und verpressen. Knickschutz drüber und fertig.

Das ist der normale Weg. Aber mal ehrlich, alles ist besser als BNC,
wenn es auf lange konstante Steckverbindungen ankommt. Also
Verbindungen, die einmal gesteckt nach Möglichkeit nie wieder
auseinander genommen werden. Bei Verbindungen ala Oscar, also häufiges
Stecken, ist es etwas anders. Da gibt es zum einen wenig Alternativen,
zum anderen wirkt das Stecken und Lösen reinigend auf den Kontakt.

Gruß
--
Ulrich Prinz
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Re: BNC-Gecrimpe
Am Freitag, 09 Januar 2004 00:23, _Ulrich Prinz_ schrieb:

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Yepp.


50R auch für Funk und Messtechnik.

[Abisolieren]

Geht einfacher und sicherer mit entsprechenden Werkzeug.

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Oft ist es aber notwendig das Geflecht 'aufzufüttern'. Je nach Durchmesser
von Hülse und Leitung hält die Crimpung nicht.

Lutz

Re: BNC-Gecrimpe
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Ach wie? Ich dachte, das geht nur mir so! Für den Hausgebrauch am
Oszilloskop reicht es ja, aber die Abschirmung (gute Masseverbindung)
ist immer wieder ein Problem. Ich habe bei manchen Steckern schon
gelegentlich die Massekontakte etwas nach außen gebogen, um den
Massekontakt wenigstens temporär zu verbessern.

Lars

Re: BNC-Gecrimpe

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Ack dein Kabel mit Folie ist nicht das Beste zum crimpen - wohl ein
billig RG58 (da gibt es verschiedene Sorten!). Das mit dem Vollgeflecht
(ohne Folie) ist viel besser glaube heist RG58UG.

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Und Schrumpfschlauch (am besten mit Kleber) darüberschrumpfen. Das
nimmt noch ein bisschen Zug auf und verhindert das harte Abknicken am
Hülsenrand.

M.
--
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Re: BNC-Gecrimpe

Alternativ: nimm lieber Löt/klemmstecker, die sind meiner Erfahrung
nach viel zuverlässiger (da wird der Schirm von einer Gummidichtung
angedrückt). (reichelt UG88U)

M.
--
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Re: BNC-Gecrimpe
On Fri, 9 Jan 2004 09:25:20 +0000 (UTC), Matthias Weingart

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Es gibt auch richtige Knickschutztüllen in rot, grün, blau, weiß,
schwarz. Wichtig für Komponentenverkabelung.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: BNC-Gecrimpe

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Meinst du diese klapprigen Dinger? Die nie richtig halten? Ich bin
deswegen auf Schrumpfschlauch umgestiegen.

M.
--
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Re: BNC-Gecrimpe
On Sun, 11 Jan 2004 12:13:32 +0000 (UTC), Matthias Weingart

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Also mir ist noch keine abgefallen oder verrutscht. Dafür muß man sie
aber auch richtig fest aufdrücken.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: BNC-Gecrimpe

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Naja ich denke da nur an meine alten BNC-Rechnervernetzungen, kaum mal
hängengebliebten irgendwo, waren die dann nicht mehr richtig zu
gebrauchen. Die mit der Stopfbuchse eingeklemmten Kabel hielten
wesentlich mehr aus.

M.
--
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Re: BNC-Gecrimpe
On Tue, 13 Jan 2004 16:26:48 +0000 (UTC), Matthias Weingart

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Tja, ich rede von professionellem Videoequipment. Da in der Computerei
das alles ja nichts kosten darf, überrascht mich das nicht.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: BNC-Gecrimpe
On Fri, 09 Jan 2004 00:23:51 +0100, Ulrich Prinz

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Da habe ich den Gegenbeweis. Alle unsere Geräte in der Studiotechnik
haben BNC-Anschlüsse, ebenso werden die Kabel auf der Rückseite der
Videosteckfelder mit BNC angeschlossen (vorne sind sog.
Siemens-Stecker) und diese Anschlüsse werden üblicherweise genau
zweimal angefaßt, einmal beim Aufbau und das andere Mal beim Abbau.
Und dazwischen können 20 Jahre liegen ohne Probleme.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: BNC-Gecrimpe

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Das beweist aber z.B. noch nicht eine wirklich dauerhaft gute
Masseverbindung für den höherfrequenten Bereich. Außerdem sagt es nichts
darüber aus, was im täglichen Gebrauch (Umstecken) passiert.

Lars

Re: BNC-Gecrimpe

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Gut, wir machen nur Video bis 5 MHz und SDI mit, ja, weiß ich gar
nicht, 25 MBit/s + digitaler Ton, was macht das denn in MHz? Umstecken
war ja nicht die Frage, Ulrich bezweifelte die Eignung von BNC gerade
für selten gesteckte Verbindungen. Wirklich häufig zu steckende
Sachen, wie zB. die Steckfelder (Patchfelder) werden nicht in BNC
gemacht, sondern mit diesen sog. Siemenssteckern.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: BNC-Gecrimpe

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SDI: 4:2:2 Digital-Componenten Signal mit 8 oder 10 Bit.
6,75 MHz Samplingraten für U- und V-Componente und 13,5 MHz für Y.

Ergibt (2*6,75+13,75)*10 Mhz = 270 MHz

Da ist Embedded-Audio noch gar nicht dabei.

HDTV hat so um die 2 GHz. Dafür haben wir auch immer die gleichen
RG59-Crimp-Stecker verwendet und für kleine Strecken sogar bloß das
herkömmliche RG59-Video-Kabel.

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Bei meinem (seit-diesem-Jahr-Ex-)Arbeitgeber wird sogar sehr häufig
umgesteckt. Ich habe in meiner Laufbahn garantiert tausende BNC-Stecker
gecrimpt bzw. crimpen lassen. Manchmal regelrecht im Accord mit einem
Stecker pro Minute :-).

Die hier im Thread geäußerten Vorbehalte kann ich irgendwie nicht
nachvollziehen. Probleme gab's selten und wenn ein Stecker mal den Geist
aufgab, dann konnte man das sehr gut auf grobe Handhabung zurückführen.

Auf der anderen Seite kauften wir unsere Stecker und dazugehörigen
Werkzeuge nicht bei Conrad oder ähnlichen Billig-Anbietern.

CU,
Christian

Re: BNC-Gecrimpe
On Sun, 11 Jan 2004 20:00:32 +0100, snipped-for-privacy@gmx.de

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Das ist der Punkt.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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Re: BNC-Gecrimpe
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Also wenn ich hier lese, wie viele Leute damit Schwierigkeiten haben,
und ich daran denke, wie einfach und gut unsere Crimpverbindungen wurden,
ist es offenbar enorm wichtig das richtige Kabel zu verwenden,
damit die Crimpverbindung haelt.
Du hast offenbar das falsche zumindest das nicht zum Stecker passende)
Kabel und daher Probleme.
Aehnlich wie bei F-Steckern, die auch millimitergenau zum Kabel passen
muessen.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: BNC-Gecrimpe

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Crimpen.


Bei einem Crimpstecker ist auch der Pin zum Crimpen. Wenn es bei dir nicht
funktioniert, hast Du die falsche Zange oder der Draht hat den falschen
Durchmesser.

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Du hast vermutlich Stecker für RG59, dann mußt Du auch das richtige Kabel
(RG59) verwenden. Alles andere ist Murks.
--
Das Recht auf Anonymität: http://www.realname-diskussion.info/anonheft.htm
Pseudonym? Aber sicher! http://www.realname-diskussion.info/pseudo.htm
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Re: BNC-Gecrimpe
me snipped-for-privacy@nospam.arcornews.de says...

PLONK!

Falk

Re: BNC-Gecrimpe

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Der Mittelstift ist problematisch, weil die Toleranzen sehr eng sind.
Wir haben sehr teure Crimpzangen (in Köln), mit denen es problemlos
geht, die billige Westfalia (die ich mal für unser Studio kaufte)
crimpte nur eine Charge von Steckern (da war der Stift wohl ein wenig
dicker), bei allen anderen muß ich auch löten.

Wenn das Geflecht bricht, solltest Du vielleicht besseres Kabel
kaufen.


--
Martin D. Bartsch
ARD Paris
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