Bandfilterproblem

Mar 13, 2006 13 Replies

Hallo zusammen!



ich habe f=FCr 50 kHz ein Bandfilter mit drei LC-Kreisen aufgebaut, kapazitiv gekoppelt. Die Spulen sind abstimmbar (4..10mH), zus=E4tzlich habe ich die etwas bed=E4mpft (47kOhm), um die gew=FCnschte Durchlasswelligkeit hinzukriegen. Die Bandbreite soll etwa 7 kHz gro=DF sein. Aber wie ich es auch anstelle: ich bekomme keine vern=FCnftige Bandfilterkurve hin: statt im Durchlassbereich eine konstante Welligkeit zu bekommen, war der mittlere Peak immer deutlich h=F6her (ca. 3dB) als die beiden =E4u=DFeren Peaks. Ich hab mich dann erst mal als Notl=F6sung auf ein zweikreisiges Filter beschr=E4nkt. Wie schaffe ich es, dass bei einem 3-kreisigen Bandfilter alle drei "Peaks" gleich hoch, "wie aus dem Lehrbuch" sind?



Gru=DF Thorsten



"Thorsten Wahn"

machen dich die 3dB nicht evtl stutzig?

Ich vermute dein Peak in der Mitte ist so hoch weil du einen Schwingkreis kontruiert hast ;-)

leite am besten mit einem C bis zur oberen Grenze nach Masse weg. und dann blockst du alles oberhalb der Untergrenze ab.

.-----. c2 untere Grenzfrequenz | S | || |~~~~~|--------o----||-------o Out | | | || '-----' | --- --- C1 obere Grenzfrequenz | | === GND

So erhälst du auf jeden Fall keinen Schwingkreis.

das kann in der einfachen Varainte mit drei gleichen Kreisen auch nicht vernünftig funktionieren; das Verhältnis Mittenfrequenz/Bandbreite müßte dafür schon in der Größenordnung 15..20 liegen. Künstliche Bedämpfung der Spulen sollte man auch vermeiden, denn das verschlechtert den Shapefaktor. Was geht, ist Entwurf nach Tabelle (hier:

3-Pol-Tschebyscheff, mit gewünschter Durchlaßwelligkeit), zwei gleiche Parallelkreise, mit einem Serienschwingkreis als Koppelelement dazwischen, wobei man hier die Kopplung ggf. noch über Spannungsteilung/Trafoabgriff herstellen müßte, da die dritte Spule ja bereits festgelegt ist.

Gruß Ulrich

leite am besten mit einem C1 bis zur oberen Grenze nach Masse weg. und dann blockst mit C2 du alles unterhalb der Untergrenze ab.

.-----. c2 untere Grenzfrequenz | S | || |~~~~~|--------o----||-------o Out | | | || '-----' | --- --- C1 obere Grenzfrequenz | | === GND

So erhälst du auf jeden Fall keinen Schwingkreis.

PS: C2 >> C1

Hallo,

Ulrich Strate schrieb:

Wegen der hohen Kreisg=FCte w=E4re die Welligkeit bei der gew=FCnschten Bandbreite sonst zu gro=DF, daher musste ich bed=E4mpfen.

Werde ich mal probieren. Als Spannungsteiler versuche ich es mal mit einem kapazitiven Teiler. - Danke f=FCr die Hinweise!

Gru=DF Thorsten

Markus schrieb:

Was ein Unsinn.

Bei der Nachfrage wird der Preis für Schwurbelpunkte heftig steigen...

Gruß Dieter

Außer dem Lastwiderstand am Ausgang _muß_ man gar keine Dämpfung einbauen; bei einem Quarzfilter wird man sich ja auch nicht die teuer erkaufte Güte wieder kaputtdämpfen.

Beispieldimensionierung für 0,5dB Durchlaßwelligkeit: L=8,4mH, C=1,2nF (für die äußeren Parallelkreise), Terminierung=30k L=748mH, 13,6pF (für den Serien-Koppelkreis) Diese Werte sind natürlich nicht praktikabel, und man müßte sie durch geeignete Impedanztransformation passend machen.

Gruß Ulrich

SPICE ist dein Freund.

Grüsse

Robert

'Vom Standpunkt eines Beamtenrechtlers aus betrachtet ist der Tod die schärfstwirkenste aller bekannten, langfristig wirkenden Formen der vollständigen Dienstunfähigkeit.' aus: Kommentar zum Beamtenrecht.

"Dieter Wiedmann"

Wäre nett, wenn du mir jetzt auch noch eine Begründung nennst, denn so wie hier angegeben habe ich meinen 5-Band-Equalizer für meinen E-Gitarrenverstärker aufgebaut und der funktioniert prima.

Markus schrieb:

Schau dir doch einfach mal an wie ein (RC-)Bandpass funtioniert.

Der funtioniert dann nicht prima sondern rein zufällig, und zwar durch die Impedanzen von Quelle und Senke, die hast du aber überhaupt nicht berücksichtigt.

Gruß Dieter

Allerdings wird er nach den Impedanzmessungen, die ich bisher kenne, an jedem Gerät eine andere, kaputte Kennlinie produzieren und vermutlich wird so manches Gerät auch mit Verzerrungen reagieren, wenn man den Ausgang derartige Impedanzsprünge machen läßt.

Gruß Lars

Lars Mueller schrieb:

Wieso? Bei Guitarrenverst=E4rkern gilt doch wohl sowieso: Je schlechter der Verst=E4rker, desto besser der Klang?! SCNR Harald

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