Hanno Foest schrieb:
Das kann ich bestätigen. Die Bauteile sind hinterher noch in Ordnung und können in Bastelprojekten problemlos wiederverwendet werden. Ich habe mit der Heißluftpistole auch schon Chips eingelötet, und zwar auf dem alten Commodore 610, der danach immer noch funktionierte. War eine Speichererweiterung mit dem 4164.
Mit der Heißluftpistole löte ich alte Platinen ab, zwecks Bauteilegewinnung. Reparaturen an modernen Boards mache ich damit nicht so gerne, weil SMD-Bauteile bei weichem Lot gerne verrutschen oder sogar runterfallen und dann nicht mehr wiedergefunden werden. DIL-Gehäuse müssen ergo die rabiate Methode über sich ergehen lassen: Alle Anschlüsse mit einer ordentlichen Ladung aus flüssigem Lot erhitzen,
100-Watt-Kolben ist prima. Bauteil rausziehen, Zinn mit Lötzinnlutsche absaugen, Löcher freisaugen. Bei Problemen mit Lußmittel nachhelfen. Das geht, weil der Lötstoplack verhindert, daß Leiterbahnen kurzgeschlossen werden. Danach mit Spiritus reinigen. Neues Bauteil hinein in die frei gewordenen Bohrungen, einlöten, Funktion testen, Reparatur erledigt.Holger