Am 19.08.2023 um 09:35 schrieb Michael S.:
Dies ist im Datenblatt enthalten (min|max; AW=Amperewindungen). Und ich habe das längst gepostet. In Kombination mit einer Warnung, daß diese Daten beachtet werden sollten.
Am 19.08.2023 um 09:35 schrieb Michael S.:
Dies ist im Datenblatt enthalten (min|max; AW=Amperewindungen). Und ich habe das längst gepostet. In Kombination mit einer Warnung, daß diese Daten beachtet werden sollten.
Das ist der Einheit nach eine Durchflutung.
Hallo Cleverle Helmut,
Und was hat das mit der oberen Frage zu tun? Das bezieht sich auf das Minimum, bei dem der Kontakt sicher geschlossen sein sollte. Das hat durchaus eine gewisse Variation. Unterhalb von 10 AT wird sicher nichts auslösen und oberhalb von 15 AT wird er sicher schalten.
Ja ja, Helmut weiß es immer und hat es auch immer schon gesagt gehabt.
Marte
Am 19.08.2023 um 15:20 schrieb Helmut Schellong:
Und ich habe nicht drauf reagiert, weil es Unsinn war.
Ich bin zwar zu blöd für einen Reedschalter, zum Lesen des Datenblatts reicht es aber in der Regel.
Michael
Am 19.08.2023 um 17:12 schrieb Marte Schwarz:
Ich weiß, daß diese beiden Werte kein Maximum Rating sind. Eine solche Angabe wäre auch reichlich dusselig - eines Dämelacks würdig.
Ich hatte davon Abstand genommen, vorher zu erklären, daß ich weiß, daß das kein Maximum Rating ist. Nun stelle ich fest, daß ich es hätte doch sogleich pauschal erklären sollen.
Ja, so ist das tatsächlich fast immer.
18.08.2023, 11:50 hatte ich meine Antwort gegeben. Zu dem Zeitpunkt gab es den Begriff 'Maximum Rating' im Kontext noch gar nicht!Das Datenblatt lag doch allen bereits im Start-Posting vor...
Am 19.08.2023 um 17:36 schrieb Michael S.:
Die Angabe war überhaupt kein Unsinn!
15 AW ist derjenige Wert, der sicher ausreicht, um den Reedkontakt zu schließen. Man muß da nicht die 100-fache magnetische Kraft verwenden...
AW ist durchaus gängig für alle Relais und Schütze.
Wenn Du die AW Zahl kennst, kannst ausrechnen, bei welchem Strom Du welche Windungszahl brauchst.
besonders wichtig bei 'Relais''Bausätzen' oder Änderung der Wicklung.
Da Reed Kontakte seltenst eine Spule haben, ist da eben die AW angegeben.
So kannste leicht berechnen, dass Du zB. zur Kontrolle eines Bremslichtes mit 12V/10W irgendwas (bei 15-30AW) gut 15Wdg brauchst, dann Schlumpfschlauch drüber und Du hast den perfekten Bremslicht-Kontrolletti- Sensor :) Probieren mit welcher Wdg Du auch den Ausfall einer Birne sehen kannst, mit dem Einschaltstrom eines Glühobste, zieht es kurz an und fällt dann wieder ab, sprich eine (rote) Kontrollleuchte am Armaturenbrett blinkt kurz, wenn Du bremst, sind beide ok, dann eben solange Du auf die Bremse tappst. s BTDT schon in meinem 1. Auto 1970 :)
Ähnlich kann man leicht DC-Ströme an Hochspannung detektieren... möglichst langen Kontakt und oder langes Isolierrohr(Keramik), wo der Reed drinnen wohnt, und alles wird gut. Geht sowohl als Spannungsrelais, als auch als Stromrelais. Liegt halt im Auge der Wicklung :)BTW kleine Reedkontakte schaffen leicht hunderte von Hz... aber der Verschleiß/Ermüdung...
Und kapazitive Last danken sie einem mit Kontaktverschweißung! Induktiv hamse etwas lieber, aber ansonsten wird Ohmsch/DC gewünscht. und zuviel Magnet... sh. OP :]
kl. Magnet an einer Fahhradspeiche und Kontakt an der Gabel ist auch gut als Grunzlage für simplen Fahradtacho... BTDT2
Auch gerne bei Einbruchmeldern an Türen...
BTW gibt auch selten Öffner- und noch seltener Umschalt- Kontakte.
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
Am 18.08.2023 um 08:00 schrieb Michael S.:
Ich habe jetzt aktuell ein Setup, das keine Fehlfunktion mehr zeigt: Reed-Kontakt an dünne Leitungen angelötet, in Schrumpfschlauch. Mit dem Magnet halte ich mindestens 2cm Sicherheitsabstand.
Der Schalter soll mal erkennen, ob an einem Schweißgerät Schweißstrom fließt. Das scheint derzeit bis runter bis 10-20A möglich zu sein. Darf aber auch bis über 200A nicht zu Fehlfunktionen führen.
Ich bin gespannt...
Michael
Klar.
Nur ist es speziell bei Reedkontakten schon eher selten, daß ihr Partner eine Spule ist. Sondern eher ein Permanentmagnet. Und da hat man dann...
Aber mei. Herumrechnen muß man sowieso, weil der Abstand eingeht und evtl. noch andere Größen. Und das Magnetfeld einer Spule mit soundsoviel Amperewindungen dürfte schon etwas unterschiedlich sein, wenn es eine kurze oder lange Spule ist, vom Helmholtz-Typ und wo genau dort sich dieser Reedkontakt befindet.
Letztlich egal, ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, daß ein Überschreiten der Arbeitsbedingungen um mehrere Zehnerpotenzen möglicherweise riskant wäre.
Eh. Wohnt beim mir am Mopped (Sigma BC700 mit Halter, Leitung zum M8-Reedkontakt in Bremsbowdenzughülle vom Fahrrad) seit 20 Jahren. Nachdem ich 2x die Tachowelle getauscht und danach keinen Bock mehr auf Geldverbrennung hatte.
Volker
Ich auch, bei meinem Schweißgerät kann ich den Stromfluss ganz sicher am Lichtbogen erkennen. Es sei denn die Elektrode habe ich festgebrannt, aber dann wirdse rot :]
Was soll da ein Reed-Kontakt Melder bringen?
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
Am 21.08.2023 um 03:15 schrieb Wolfgang Allinger:
Soll ne Absaugung Ein- und Ausschalten.
Michael
Wie warm darf denn ein Reedschalter werden? Denn: erhitzt man den genug, dürfte eine eventuelle Magnetisierung aufgehoben werden. Erstmal seh ich nicht warum ein Konstrukt aus Glas und Metall nicht gut warm werden dürfte... seh aber auch nicht wie warm nötig ist, irgendwas unter der Curie-Temperatur? Kann das Anlöten der dünne Strippen schon gereicht haben um die ausreichend zu erwärmen?
Nur so am Rande: so kleine Springbrunnenpumpen sind günstig und, wenn man den Läufer rausnimmt, hat man eine Spule mit Wechselfeld. Für das Demagnetisieren von Schraubenziehern reicht das Feld. (Manchmal ist es ja praktisch, wenn die Schrauben kleben bleiben, manchmal sowas von nicht.) Reicht vielleicht für's Demagnetisieren der Kontakte.
Wenns danach geht, war die Ursache eine Aufmagnetisierung der Kontaktstreifen.
Thomas Prufer
Am 21.08.2023 um 09:25 schrieb Thomas Prufer:
Das war auch meine erste Idee. Nach Ergoogeln der Curie-Temperatur von Eisen habe ich sie aber verworfen.
Michael
Ja, las ich auch -- aber:
"Magnetmaterialien sind folglich nur deutlich unterhalb ihrer Curie-Temperatur als Magnetwerkstoff einsetzbar. Das betrifft sowohl Dauermagnete als auch weichmagnetische Werkstoffe wie Eisen oder Ferrite."
und
"Die Polarisierung eines Dauermagneten verschwindet schon deutlich unterhalb der Curie-Temperatur irreversibel, da eine makroskopisch einheitliche Orientierung der Weiss-Bezirke thermodynamisch instabil ist. "
Und da könnten die ~ 350 °C vielleicht schon was bewirken. Kanste einen übrigen "backen"?
Thomas Prufer
Das macht IMHO keinen Sinn. Die Absaugung nur für die wenigen Sekunden des Brutzeln bringt nix. Absaugung starten, bevor die Arbeit beginnt und dann noch die restlichen Dämpfe einige Zeit weiter absaugen würde evtl. Sinn machen.
Aber eben nur bei Stabelektroden. Und eh besser im Freien! Bei Schutzgas ist jeder Windzug zu vermeiden, also nix mit Absaugung oder gar im Freien.
IMHO ist Absaugung fürn Arsch, besonders, wenn mit Schweißstrom gesteuert.
Aber ich bin Schweiß-Stümper :) wg. mir auch ohne 'w' :))))
Gott gebe, dass es klebe!
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
Am 21.08.2023 um 09:25 schrieb Thomas Prufer:
Als ich 1968 bei Dürkopp in Künsebeck war, wo Kugellager hergestellt wurden, beobachtete ich eine Maschine, die Kugellagerringe entmagnetisierte.
Die hatten eine große Luftspule mit Länge 30 cm und Dicke 15 cm. Da hindurch lief eine Transportschiene mit Gefälle, in der die Kugellagerringe rollten. Ein Kugellagerring wurde vom Feld der Spule festgehalten, nach wenigen Sekunden freigegeben, und rollte dann weiter.
Der Eintritt eines Ringes in die Spule wurde sicherlich detektiert. Daraufhin wurde der Transport vor der Spule blockiert. Der Ring verharrte kurz in dem Wechselmagnetfeld, dessen Amplitude danach langsam verringert wurde. Der Ring rollte wieder an, nachdem das Feld gering genug war.
Wenn beispielsweise ein Schraubenzieher entmagnetisiert werden soll, soll man diesen langsam dem Feld nähern, langsam einstechen, dabei langsam um die Längsachse drehen. Und ebenso langsam entfernen.
Am 21.08.2023 um 13:27 schrieb Wolfgang Allinger:
Das ganze gibts in Professionell und wird genau so gemacht, mit vermutlich erheblichem Nachlauf.
Ich wurde gefragt, ob ich das Kabel dieser Anlage, die den Schweißstrom detektiert und sich dann anschaltet, nicht durch ne Funkstrecke ersetzen könnte, weil das Kabel immer im Weg ist und ständig kaputt geht.
Genau das mache ich jetzt gerade. Sinnhaftigkeit habe ich nicht hinterfragt. Ist auch nur ein Hobbyprojekt für Freunde und ich hatte Bock drauf.
Michael
Am 21.08.2023 um 17:49 schrieb Michael S.:
Verstehe ich nicht, der Detektor kann doch direkt am oder im Schweißgerät sitzen? Der Strom ist doch überall im Schweißkreis gleich.
Ansonsten kannst Du auch optisch detektieren. Macht jeder Automatik-Schweißschirm so. In jedem Falle benötigst Du wohl eine weitere Energiequelle (Batterie?)
Bernd
Am 21.08.2023 um 18:31 schrieb Bernd Laengerich:
Das müssen wir hier nicht diskutieren. Ich wurde gefragt, ob ich das machen kann, hatte Bock drauf und so ist das jetzt.
Michael
Staun! Nicht alles, was sich professionell nennt, ist es auch :]
Das wäre sinnvoll, sinnvoller aber ein Schalter an die Anlage?!
Staun! Warum ist das 'Sensor'-Verlängerungskabel nicht am Zuleitungskabel angetackert oder nicht gleich ein Zuleitungskabel mit Zusatzleitung für Absaugung?
Warum keine Messung auf der "Kraftstromseite" (Steckdose)? Stromwandler sind erfunden! Alles in die Steckdose oder einen Zwischenstecker mit 'fliegender' Schaltbox...
Falls WS, dann Umbau auf CEE rot 5pol und dann nur L1, N, PE für Schweißgerät und L2 oder L3 als Meldeleitung für Schweißstrom fließt. Steckdose beschriften, das kein DS, sondern nur für Schweißgerät...
Für DS gibbet leider keine Stecker, wo man was als Meldeleitung misbrauchen kann. Warum eigentlich nicht? Keine Phantasie beim VDE?
Dann frag doch Deine Kumpels mal.
Funkstrecke bei Lichtbogen mit Doppelwumms? Sicher spannend.
Vielleicht wird andersrum ein Schuh draus: wenn im/am Schweissgerät ein kleiner Sender ist, der nicht mehr empfangen wird, da gestört, dann ist der Lichtbogen an.
Habe von HF immerhin soviel Ahnung, dass ich normalerwise einen großen Bogen um diese Vodoo Technik mache :)
So hab mich genug verbreitert, aber an den Wärmepumpenscheiß komme ich nie ran :[
Bin gespannt, was unsere Funkenpuster dazu sagen.
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
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