Wie DS18b20 an Heizungsrohren befestigen?

Jun 01, 2020 77 Replies

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Andreas Neumann

Mit Kabelbinder hinstrapsen. Ach, hast Du ja schon. Das ist ein Sensor, kein Kühlkörper. Das Geschmier mit der Paste wäre mir da echt zuviel. Außerdem zeigt eine andere Platzierung des Sensor oft erstaunliche Temperaturunterschiede, viel mehr als Wärmeleitpaste könnte. Woran…

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Ich möchte mir diesen Winter mal ansehen, ob es bei unserer Heizungsanlage Optimierungspotential gibt, und das ganze ein bißchen besser verstehen (derzeit Vorlauftemperatur 75°, uargs).



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Die Werte oben aus dem Diagramm hab ich direkt über ein eBus-Interface aus dem Heizkessel ausgelesen, aber ich möchte auch noch ein paar Stellen mehr ansehen, bzw. kontrollieren ob die Werte stimmig sind, die üblichen DS1820-Sensoren im Metallröhrchen kosten ja quasi nix.



Die Sensoren die der Installateur montiert hat, sind einfach mit Kabelbinder gegen das Rohr gebunden. Würdet ihr das auch so machen, oder eine Metallschelle, oder eine andere Variante wählen? Und: Würdet ihr Wärmeleitpaste drauf/drunterschmieren oder eher nicht?



/ralph


Mit Kabelbinder hinstrapsen. Ach, hast Du ja schon.

Das ist ein Sensor, kein Kühlkörper. Das Geschmier mit der Paste wäre mir da echt zuviel. Außerdem zeigt eine andere Platzierung des Sensor oft erstaunliche Temperaturunterschiede, viel mehr als Wärmeleitpaste könnte. Woran man wieder mal sieht, daß Temperatur messen zum Einen eine Kunst ist, und es zum Anderen bei der Heizung eh mehr der Verlauf interessant ist, als die hochpräzise Messung auf Millikelvin.

Am 01.06.2020 um 12:00 schrieb Ralph Aichinger:

Schlauchbandschelle - stabil und einfach lösbar. Schau nur, dass das Röhrchen vollflächig am Rohr anliegt.

Dafür nicht.

Aber eine gute Lage Isolierung drumpacken. Der Sensor soll ja genauso warm sein wie das Heizungsrohr.

Grüße, H.

Am 01.06.20 um 12:00 schrieb Ralph Aichinger:

Ich habe bei 2mm Röhrchen für Durchfluss-Temperatur-Messung den Sensor mit 2k Wärmeleitkleber (Conrad?) draufgeklebt und das ganze von aussen mit Schaumstoff gegen die Umgebungstemperatur isoliert um Temperaturänderungen schnell und mit relativ hoher Auflösung (1/10K) zu bekommen. Würde ich in Deinem Fall vielleicht auch so machen da relativ einfach zu realisieren

Gerald

Verwende ich nicht, vermute Rohr ist elektrisch ( und damit thermisch ) isoliert.

Wo immer möglich löte den GND-Pin und den 3. Pin auf das Messobjekt und akzeptiere daß sie da auch elektrisch liegen und der Controller gegebenfalls isoliert werden muß. Zuleitung normalerweise sehr dünner Kupferlackdraht der weniger Wärme abführt.

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Bei Aluschiene kann man z.B. M3 Loch bohren und Gewinde schneiden, den 18B20 auf Messing M3-Schraube auflöten und die dann eindrehen:

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MfG JRD

Also Thermosensoren mit thermisch isoliertem Rohr zu bauen, das wär schon ziemlich dumm. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies bei den handelsüblichen Teilen gemacht wrid.

Ich schau es mir an, danke!

/ralph

Du hast es ja nicht eilig und Wärme fließt eher keine bis wenig. Was ich aber auf jeden Fall tun würde ist, außenrum dick Isolation zu packen. Du willst ja nicht die Raumluft messen.

Ack, auf jeden Fall isolieren.

Der Sensorlieferant der größten Flexibilität liefert Rohranlegefühler mit einer an die Hülse angelöteten Metallplatte:

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Aber halt nicht mehr für Centbeträge.

Grüße Marc

Das Verwendungs-Foto zeigt eine maximal falsche Befestigung. Der Sensor kann so zerstört werden und die Wärmeübertragung ist auf diese Weise maximal schlecht, wesentlich schlechter als ohne Metallplatte.

Die Rohrschelle muß zentriert über der Metallplatte sein, wenn solch eine Metallplatte vorhanden ist.

Desweiteren ist eine Isolierung vollkommen unüblich und auch unnötig.

Üblich waren lange Zeit Fühler die in ein spezielles Rohrstück eingesteckt werden und so die Temperatur direkt mitbekamen.

Nur aussen anlegen kann man natürlich auch, aber einen gewissen Offset wird man sich damit einhandeln. Wenn man damit leben kann, OK.

Gerrit

[...]

Der Sensor auf dem Anwendungsfoto ist mit dem Rohr über lediglich <1 mm² wärme-verbunden, weil der Sensor schief aufsitzt und nur über zwei Kanten kontaktiert ist.

Ich sehe an Heizungsanlagen, daß Sensoren mit Hilfe von langen metallischen Befestigungsteilen, die aussehen wie ein stark tailliertes Mieder (etwa X-Profil), kraftverteilend aufgedrückt werden. Stets ohne Isolation.

Die Wärmeleitung durch Luft ist so gering im Vergleich mit einem metallischen Druck-Kontakt über mehrere Zentimeter, daß eine Isolation praktisch wirkungslos wäre. Diese würde eher das ganze Rohrstück wärmer werden lassen, und den Sensor verstecken.

Wärmeleitpaste wäre auch fast wirkungslos, weil sie im Vergleich mit Luft exzellent leitet und die Temperaturdifferenz an ihr fast Null wäre wegen der geringen Wärmeleistung durch sie.

Ohne Wärmequelle kann die Isolierung keine Erwärmung verursachen.

Wenn man ein bisschen Genauigkeit herauskitzeln will, kann die Isolierung jedenfalls nicht schaden.

Ich glaube es war ABB, die einen präzisen Anlegefühler erfunden haben, der auch die Umgebungstemperatur misst und den Fehler korrigiert. Erst so etwas ersetzt den Eintauchfühler vollständig.

Isolierung ist nicht nur für eine gute Messung notwendig, sondern auch für eine gute Heizanlage überhaupt. Was nützt die Kenntnis einer Temperatur irgendwo an der Leitung, wenn sie ein paar Meter weiter aufgrund mangelnder Isolation bereits viel niedriger ist?

Ein Hochhaus in der Nachbarschaft wurde fast vollstängig von den Mietern unter dem Dach beheizt, dem Rest reichten die Verluste der Heizleitungen.

DoDi

Ich messe die Vorlauftemperatur am Ventilblock für die Fussbodenheizung. Da ist keinerlei Isolierung dran, die würde da auch nichts bringen.

Im Gegenteil. Die Zeitkonstante an der Messstelle ist eh schon sehr groß, mit Isolierung wäre sie noch größer und ich könnte anhand der Temperaturmessung noch schlechter erkennen, wann die Heizung abschaltet...

Natürlich würde sie dort was bringen. Weniger Verluste an dieser Stelle.

Hm? Da machst du einen Denkfehler.

Gerrit

Wenn der Ventilblock im Wohnraum ist, dann ist aber der Verlust quasi kein Verlust. Bei mir mit den Mischern im sowieso sinnloserweise beheizten Heizraum natürlich schon.

/ralph

Kommt drauf an wo genau. Im ansonsten unbeheizten Flur könnte das schon Verlust sein.

Gerrit

Wieso das denn? Du isoliert doch gegen die unerwünschte Stör- und nicht gegen die Meßgröße.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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Wenn alle Vorlaufventile zugemacht haben, bleibt das warme Vorlaufwasser an der Messstelle stehen; ohne Isolierung dort geht die Angleichung an die Raumtemperatur schneller.

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