Wasserdichtes, potentialfreies "Poti"

Oct 14, 2019 16 Replies
Jump to replies (16)

Hallo Gruppe,



ich würde gerne ein analoges Stellsignal aus einem Sensor bekommen, der komplett unter Wasser liegt (bis 1m) und idealerweise komplett spannungsfrei auskommt. Also im Prinzip ein analoges "Poti", wenn man so will.



Für Schalter gibts das (sogar günstig) zu kaufen, als Jacuzi-Anschalter: Ein pneumatischer Schalter gibt Druck auf einen Schlauch, der wiederum einen Bolzen herausfährt der auf einen Microschalter drückt.



Analog habe ich soetwas nicht (oder nicht bezahlbar) gefunden. Überlegt habe ich mir z.B. zwei Lichtleiter, in einem kommt eine definierte Lichtmenge rein (LED z.B.), wird (partiell) abgeschattet und in eine zweite Faser reflektiert, dann kann man auswerten wie viel Licht zurückkommt.



Oder ein pneumatisch betriebenes Poti, sowas habe ich aber nicht gefunden.



Oder ein mechanischer Seilzug oder sowas, der an einem Poti dreht.



Ich bin mechanisch nicht wirklich begabt, also je verkapselter und "fertiger" es soetwas gibt, falls es es gibt, umso besser.



Hat jemand Tipps? Viele Grüße, Johannes


Am 14.10.2019 um 19:28 schrieb Johannes Bauer:

Was genau willst du messen? Was ist das für ein analoges Stellsignal?

Was meinst du mit "potentialfrei"? Wozu muss es potentialfrei sein?

Kann man durchaus machen, mechanisch nicht ganz unkompliziert. So etwas ähnliches gab es früher als Effektgerät für E-Gitarren, ein Fußpedal das eine Blende vor einen LDR bewegt hat.

Kann man machen, Scheibe auf dem Poti befestigen, ein zweites Seil und eine Feder die das Poti zurückdreht.

Deshalb wäre es gut, wenn du deine Anwendung etwas genauer beschreibst. Wenn jemand eine exotische Lösung sucht, ist er meist auf dem Holzweg.

Am 14.10.2019 um 20:22 schrieb Stefan:

Mir ist noch was eingefallen:

Spule mir Eisenkern, den Kern ein- und ausfahren und die Induktivität messen, z.B. indem man einen Oszillator aufbaut dessen Frequenz sich ändert wenn der Kern bewegt wird.

oder sowas:

formatting link

Die Beschreibung ist undurchsichtig. Aber jemand der sein Problem klar beschreiben kann hat es meist schon gelöst.

Es ist kein Wasserstandsmelder ?

Es soll die Drehbewegung einer Achse abgefragt werden die unter Wasser getaucht liegt ? Magnet anbringen und Drehfeld messen ( KMZ10B KMZ51 KMZ52 ... ) gangbar ?

MfG JRD

Hallo,

Am 14.10.2019 um 19:28 schrieb Johannes Bauer:

ein "pneumatisch betriebener" Drucksensor?

Gruß Stefan.

Ich will im Endeffekt etwas (analog) einstellen, aber der Steller (also idealerweise ein Poti) liegt eben unter Wasser. Ich möchte ungern meine Elektronik mit dem Wasserzeugs mischen, deswegen dachte ich erst an eine komplett mechanische Lösung. Wenn man das mischt muss ich nämlich über Isolation, evtl Leckströme, elektrolytische Korrosion usw nachdenken. Aber du hast natürlich Recht, es ist jetzt kein "hartes" Kriterium.

Yepp, ich habe es blöd beschrieben, tut mir leid.

Im Endeffekt will ich unter Wasser etwas einstellen können an einer elektronischen Schaltung (als Beispiel z.B. ein Lichtdimmer), aber der Einsteller soll halt unter Wasser liegen können und gescheit isoliert sein gegen alle Elektronik.

Viele Grüße, Johannes

Du hast Recht. Hat Stefan auch schon moniert.

Nein, wirklich ein analoges Einstellsignal. Also im Endeffekt ein wasserdichtes Poti. Nur dass ich idealerweise im Wasser (in das Menschen fassen dürfen) nichts elektrisches haben möchte. Oder vielleicht ist das auch robust einfacher zu machen, als ich denke, aber da habe ich einfach ein bisschen Sorge.

Viele Grüße, Johannes

Hah! Das könnte glatt funktionieren! Ich glaube ich hab sogar einen hier, das probiere ich aus. Herzlichen Dank!

Viele Grüße, Johannes

Es gibt Analog-Sensoren, die haben IP68.

Am 16.10.2019 um 20:54 schrieb Johannes Bauer:

Eine lange Kunstoffachse von der Überwasserelektronik bis zum Unterwasserstellknopf geht nicht? Oder stattdessen ein Di 6mm gewebeverstärkter PVC Schlauch als flexible Welle?

mfG W.Martens

Baustein "digitales Poti" und die beiden Taster als Reed-Kontakt unter Wassser? ... oder die beiden Taster als Pneumatik-Taster, ausgelöst von zwei "Gummibällen" am Schlauch unter Wasser?

Thomas Prufer

Wolfgang Martens schrieb:

In anderem Zusammenhang, Hochspannung statt Wasser, hab ich das schon bei den Beschleunigerleuten gesehen, wenn die ihre Netzgeräte floating betreiben. Plexiglaswand, davor Drehknopf, dann ca. 1 m Kunststoffachse.

Hallo Rolf,

Du schriebst am Wed, 30 Oct 2019 22:29:03 +0100:

Netzgeräte? Und der Netztrafo hält das aus? Verstärkte Isolation?

Am 01.11.19 um 00:07 schrieb Sieghard Schicktanz:

Reines Wasser ist ein Nichtleiter mit hoher Kapazität. ;-)

Hallo horst-d.winzler,

Du schriebst am Fri, 1 Nov 2019 05:38:56 +0100:

Und wie kommt die Netzspannung in das Netzteil? Drahtlose Energieübertragung?

Auch durch nichtleitendes Wasser gelegte Kupferleitungen ergeben galvanische Verbindungen.

Aber wahrscheinlich war nur gemeint, daß in dem _Raum_ hinter der Plexiglaswand an manchen Stellen Hochspannungsgeräte installiert waren, die Netzgeräte selber aber auf normal handhabbarem Potential lagen. Von wegen "floating", das ist die Ausgangsspannung eines Labornetzteils eigentlich standardmäßig.

Sieghard Schicktanz schrieb:

(sorry, sehe Posting erst jetzt)

Ich gehe davon aus, dass die ganze Anlage an einem gemeinsamen Trenntrafo hing, sodass der Netztrafo "normale" Verhältnisse gesehen hat. Trenntrafos gibts bis ca. 200 kV.

formatting link

Hallo Rolf,

Du schriebst am Sun, 22 Dec 2019 17:07:27 +0100:

...

solation?

(Ist wohl doch schon zu lange her, der Thread.)

-- ----------------------------------------------------------- -----------------------------------------------------------

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required