Update Britzeln im TV/Tausch Zeilentrafo

Oct 13, 2009 7 Replies

Hallo,



Nachlöten, der Tausch der Kondensatoren der 1kV-Kategorie, das Einsprühen der Ablenkspulen mit PU-Spray, überprüfen der Elkos ... alles ohne Erfolg. Ich habe mir jetzt einen neuen Zeilentrafo bestellt. Ich habe zwar schon einige TV wieder zum Leben erweckt, aber noch keinen Zeilentrafo gewechselt. Daher die Frage: gibt es etwas besonderes zu beachten. Insbesondere wie entlädt man die Hochspannung zivilisiert? Focus und Schirmgitter werden bei dem Modell separat eingestellt und nicht am Zeilentrafo.



Danke Michael


Entladen: Ca >30 cm Kunststoff/Holz-Stab, oben an der Spitze flachgekloppten Kupferdraht befestigen, 1 MOhm dran und anderes Ende an Masse. Den Draht unter die Gummi-Anodenkappe schieben, am Metallkontakt festlegen und mehrere Minuten entladen lassen. Weniger Aufwand: Netzstecker ziehen und erst am nächsten Morgen weitermachen. Eine Stunde reicht nicht (!).

Demontage etc: Vergleichen, was am Ersatzteil dran ist/mitkommt und was man vom alten Teil noch braucht. Gummianodenkappe vorsichtig seitlich anheben, sehen, wie der Anschluß in das Glas geklemmt ist, und behutsam abziehen. Altes Teil mit Entlötlitze ablöten und abschrauben. Anschlußbelegung des Trafos mit Ohmmeter messen, notieren und mit Ersatzteil vergleichen (man weiß ja nie). Neuteil einschrauben/einlöten, Kabel montieren, alles in Ruhe prüfen, Kaffee holen, nochmal prüfen, hinsetzen und einschalten. Fertig :-).

Grüße, H.

PS Was ich vergessen habe, wird Dir sicher bei der Arbeit auffallen. Ach ja, oft sind diverse Kabel mit Bindern festgelegt/aneinander gelegt. Das sollte man notieren/skizzieren, bevor die Kabel gelöst werden müssen, damit man es wieder genauso hinkriegt.

Und nicht gerade einen 0805er SMD sondern "richtige" baugroße Widerstände mit >1cm Körperlänge, am besten so 5x 200k hintereinander, sonst kanns drüberwegschlagen.

Und als "Masse" die Bildröhrenmasse nehmen! (Das blankes Kabel das über den Graphitbelag geht)

Denn: Es gibt zumindest ein -Philips- Modell (Chassis AA5), wo der Bildröhrenaussenbelang NICHT direkt mit der Chassismasse verbunden ist sondern irgendwo in der Schaltung angeschlossen ist. Wenn man da gegens Chassis entlädt kanns Elektronik reissen. Wer weiß was sich der Hersteller in Deinem Fall so an Unfug ausgedacht hat...

Jorgen

Nach meiner unangenehmen Erfahrung: Ein halbes jahr reicht nicht!!!

Allerdings war eine DY86 als Gleichrichter eingesetzt.

Grüsse

Sven

Sven Hegewisch schrieb:

Das liegt weniger am Gleichrichter als am Baujahr. AFAIK müssen heutzutage irgendwelche Entlademassnahmen eingebaut sein. Weitere Gemeinheit: Nach dem Entladen bei diesen alten Geräten baut sich die Spannung wieder beträchtlich auf... Wahrscheinlich wird das ganze Glas durch die lange anstehende Spannung polarisiert. So ein bisschen kennt man diese dielektrische "Absorption" auch von andern Kondensatoren, hier bauen sich aber wieder kVs auf.

mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach schrieb:

Doch doch, ein Halbleitergleichrichter ist in Sperr-Richtung deutlich niederohmiger als eine DY86. Das reicht dann wohl als Entlademassnahme. Ob es da Vorschriften gibt, weiss ich nicht. Warum sollte es auch welche geben. Da sollen ja sowieso nur Kundige ran.

Richtig

Grüsse

Sven

Finales Update:

Zeilentrafo getauscht, keine gewischt gekriegt, Glotze tuts wieder.

Danke Michael

Hey, super, Glückwunsch. Ich wette, das Programm erscheint Dir jetzt auch sehenswerter :-).

Grüße, H.

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