Tektronix 7623A mit Leuchterscheinung verabschiedet...

Jan 15, 2007 6 Replies

Hallo!



Mein gutes altes Tek 7623A hat sich vor ein paar Tagen beim Einschalten mit einer hellen Leuchterscheinung aus dem Netzteil verabschiedet. Beim Druck auf den Netzschalter ert=F6nte ein kurzes Bratzeln, an der Wan= d=20 hinter dem Ger=E4t flackerte kurz helles Licht und es begann, nach Ampere= =20 zu riechen. Letzteres erst nach dem sofortigen Ausschalten (die Kiste war vielleicht 1s lang an...)



Eine erste Besichtigung ergab, da=DF die 150mA-Sicherung im 130V-Zweig de= s=20 Netzteils Unterbrechung hat, das war wohl das helle Leuchten. Ansonsten i= st einfach nix auff=E4lliges zu sehen, zumindest nicht an sichtbarer Stelle. Kein geplatzter Elko oder so, keine Schmauchspuren oder sonstwas. ich hab= e=20 einen Tip erhalten, da=DF sich gerne =E4ltere Tantals verabschieden, ich=20 finde nur keinen, und die haben ja auch =FCblicherweise deutlich weniger als 130V, oder? Allerdings hab ich bislang noch keine Platinen ausgebaut, sondern nur eine Sichtpr=FCfung bei offenem Geh=E4use gemacht.



K=F6nnte mir einer der Fachleute hier einen Tipp geben, wie ich am besten weiter vorgehen sollte?



Martin


Hallo Martin,

Naja, zuerst einmal mit dem Ohmmeter messen, ob dort etwas niederohmig geworden ist. Falls nicht, nehme ich oft eine Gluehlampe und das ist einer der Gruende, warum ich welche aus Germany mitgebracht habe.

230V/25W ueber den Sicherungshalter wuerde hier wahrscheinlich ganz gut passen. Fuer Betrieb von mehr als ein paar Sekunden eher eine noch schwaechere. Unbedingt dabei Schutzbrille tragen, denn manchmal entschliesst sich dabei der Uebeltaeter, mit einem gepflegten Boellerschuss endgueltig von hinnen zu ziehen.

Nun kann man messen, wo der Kurzschluss sitzt. Auch das Messgeraet sollte gut geschuetzt sein, wenn man dort im 1-2V Bereich misst. Denn wenn der Kondensator oder was auch immer mit einem letzten Knall hochohmig wird, sind ploetzlich wieder 130V oder mehr da.

Nach meiner Erfahrung mit aelteren Scopes ist es meist ein Transistor oder ein dicker Elko, der aufgegeben hat. Manchmal auch beide, Laengstransistor abgeraucht -> Elko am Ausgang mit hineingerissen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

snipped-for-privacy@jangowski.de schrieb:

st

Du solltest dir als Erstes ein Servicemanual zum Ger=E4t besorgen, sofern Du es nicht schon hast. Das Netzteil aller Ger=E4te der 76xx Serie ist konventionell mit 50/60Hz Transformator und Linearreglern f=FCr die stabilisierten Spannungen aufgebaut.

Und f=FCr die Fehlersuche findest Du dazu sehr detaillierte Hinweise im Handbuch.

BTW: Manuals zum Download unter bama.sbc.edu und dessen mirrrorsite (letztere soltest Du benutzen).

hth, Andreas

Joerg schrieb:

Es ist der Br=FCckengleichrichter, der in der Regel noch h=E4ufiger aufgibt.

hth, Andreas

Alle Einschübe raus, Sicherung ersetzten, noch mal probieren. Ansonsten wirst Du wohl nicht umhinkommen herauszufinden wohin die 130V Schiene überall geht.

Das Manual zum 7623 gibt es bei bama.sbc.edu.

Gruß,

Holm

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Hallo Andreas,

Mit einem Kurzschluss, sodass die Sicherung fliegt?

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Ja, hatte ich hier auch schon bei einem Spektrumanalysator. Beeindruckend laut.

Hatte mich schon fast mit den Reparaturkosten abgefunden, aber dann doch selbst reingesehen. War leicht zu finden. :-)

Alles photografieren bevor man es zerlegt!

Gruß, Gerhard

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